Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 5 (1928)
- Issue
- 10 (10.1928)
- Date
- 1928-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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174 Breslauer Jüdisches Gemeindeblalk r 1 Nr. 10 fcheinigung über die im Jahre 1927 abgezogene Lohnsteuer oder notfalls eine Gehaltsbcscheinignng des Arbeitgebers beigefügt werden. Auch eine geltend gemachte Erwerbs» lofigkeit must durch irgend eine amtliche Bescheinigung belegt sein. - ' Dies wird trotz wiederholter Hinweise im ttcmeinde» blatt von unseren «cmeindcmitgliedern immer noH nicht genügend beachtet. Tie Folge ist eine grotze ArbeitShaufung in unserem Ltenerbüro und eine verspätete Entscheidung der Anträge. Wenn inzwischen daS Finanzamt zur Mahnung oder Zwangsvollstreckung schreitet, und hierdurch Kosten, Aerger und Kreditschädigungen eiutreten, dann hat sich dies der Ltcucrpflichtige selbst zuznschreiben. Den 85. Geburlsstig ' »eiert am 1. November'Herr Benjamin Salomonski, Freiburger Straße 31, ein Veteran aus den Kriegen 1864, 1866 und 1870/71, der als Musketier die Erstürmung der Düppler Schanzen >md die Schlachten bei Kitschin und Königgrätz mitgfmacht l»at. Den 80. Geburtstag »eiert am 28. Oktober.Herr David N e u in p n u , Brandenburgerftr. 33:. ferner am 14. November der Antiquitätenhütidler Herr Gerlon.Neu stadt, Salvatorplatz 3 4, seit vielen Jahrzehnten eifriger Besucher der Landschul-Synagoge.! Auch Herr Leo- Karrasch; Goldeitc Radcgasie 26, feiert am 27. Newember 1028 seiden 80. (Geburtstag. ' PrÄiger Jacob vähr verstorben. l. Bon! den» Ausschluß des Verbandes der Synagogen-Gemeinden, der Provinz Niederschlesieni geht uns folgender Nachruf zu: Unmittelbar vor dein Erscheinen dieser Nummer des Ge(nemde blattes erhalten wir dix traurige Nachricht, daß Herr Prediger I a'c o b Bähr, früher in Wpldenbura, verschieden »st. Schon der Umstand, daß er von seinem früheren Amt den Abschied genommen hat,-war für uns, die mir den Verfrorbencn tannte», ein untrüglicher Beweis für feine zerrüttete Gesundheit, denn Bahr war mit Leib und Seele mit seinem Amte verknüpft. Wohl hat er, nachdem er seinen Wohnsitz nach Breslau verlegt hatte, unseren Bestrebungen sein ungejchwächles Interesse zugewendet. Wer aber tiefer sah. der.merkte, daß die frühere Frische und Beweglichkeit ihn verfassen hatten. Sem Hinscheiden hat in unserem Kreis eine tiefe Lücke «rissen. Sein reiches Wissen, insbesondere auf talmudischcisi Gebiet, seine große Erfahrung in bezug aus den jüdischen Beamten, seine Begeisterung für unsere Ncligionsgemeinschast und für alles, wcss ^iniiniiiiHiiiiiiiinMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHjiiiitiiuiiiiiiiiiiiiiiiitiiiitiiiiiiiiiiiiiiNiiiiiiMiniiiiiiiiiiiiitiitiHHiiiii| | Seid alleingehenden Blinden beim lleberfchreilen der § 1 Fahrstraßen behilflich! , | | Jüd. Blindenfürsorge- | | (Martha Meyerstein. Garlenstraße 17). j 5111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111^ sie zu erhalten und zu fördern geeignet ist, waren die hauptsächlichsten Eigenschaften, die ihn für unsere Körperschaft zu einem ebenso eifrigen wie erfolgreichen Mitarbeiter gemocht haben. Wir werden ihn schwer vermissen und ihm ein dauerndes Andenken bewahren. Breslau, den 13. Oktober 1028. Der Verbands-Ausschuß. N Buchbesprechungen N Kleines statistisches Taschenbuch für die Stadt Breslau 1928. Nach amtlichen Quellen zusammengestellt vom Statistischen Amt der Stadt Breslau. Verlag Graß Barth & Co. Preis -1,30 Mk. Zum dritten Mal erscheint das inhaltsreiche Nachschlagebuch, hoch willkommen allen, die sich mit unserer Stadt und Heimatprovinz beschäftigen, gewissermaßen „Breslau ui>d Schlesien in Zahlen". Die statistischen Bergleiche mit anderen deutschen Großstädten sind neuerdings erweitert, die Zahl der Tabellen über Maße, Gewichte, Tarife, Währungen, Richtzahlen. daukenswerterweise vermehrt. Sehr aufschlußreich ist die statistische und kartenmäßige Darstellung der Eingemeindungen. R. H ans Brandt: „Der Staat und die luden". Hartung'sche Verlagsdruckerei Königsberg. 46 Seiten. Der als früherer Polizeipräsident von Königsberg besonders unterrichtete Verfasser beleuchtet in dieser kleinen Schrift sehr aufschlußreich die Praktiken der preußischen Verwaltung aller Zweige in den beiden Zeitabschnitten von 1812 (Juden Edikt vom 11. März 1812» bis 1848 (Preußische Verfassung) und von da bis zur Weimarer Verfassung, um den Juden die ihnen rechtlich zustchenden Rechte als Inländer und sei» 1848 als gleichberechtigte Staatsbürger tatsächlich zu nehmen. Das geschah in den angeführten Ministerialerlasse», Reskripten, Verfügungen etc., teils ganz offen, teils versteckt, und wenn es garnicht anders ging, in der Einkleidung, daß „ungeeignete Elemente" auszuschließen sind. Besonders die Schul- und die Justizverwaltung haben sich hierin hervorgetan. Wenn der Verfasier im Schlußwort aussührt: „Der Antisemitismus ist sowohl eines christlichen, als auch eines republikanischen Staates unwürdig: er wandelt die Zivilisation i» Barbarei", so sollten sich das diejenigen Beamten der Republik hinter die Ohren schreiben, die die früheren Praktiken von oben her nunmehr um so gründlicher von den nnteren Stellen aus anwenden. R. Möbeltransport zwischen beliebigen Orten Wohnungstausch Speditionen aller Art Fordern Sie unverbindlichen Kostenanschlag Werbet für den Humboldt-Verein! redete, r 'wrnmeJScß/: , S&rasßuL, Jltn$aif?(ui5J3.(fyegtyl79Il SemmecßtenicßmwA AnaCCen &^reis(ajifen ctertim mßeäanntgfvßerJlmmaßfk JlucßJlnMauf (Sfefegenfiefoftäuß M Weife stgeh e n d e Zahlungserleichferung Mäßige Monatsraten