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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1928-08-01 · 8 (8.1928) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
5 (1928)
Issue
8 (8.1928)
Date
1928-08-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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132 Breslauer Jüdische» Gemeladeblatt Nr. 8 gemeinen Artikel Oberregierungsrat Dr. Geyer-Dresden, von jüdischer ^eite Rechtsanwalt Dr. Foerder-Breslau Stellung genommen.' Die Berliner jüdisch« Darlehnskasse wurde von Dr. Fritz Lamm behandelt, nebst Material zur Gründung einer Darlehnskasse, die neue jüdische .Kreditgenossenschaft von James Goldfchmidt-Berlin. Ein Sonderheft war. von Eugen Cafpary eingeleitet, allen Formen produktiver Fürsorge der Jüdischen Gemeinde Berlin gewidmet. Die wichtigsten Fragen des Ausländerrechts wurden fortlaufend von Rechtsanwalt Dr. Fraustädter-Berlin behandelt. Ueber das drängende Problem der Jüdischen Gefangenenfürsorge schrieben die beiden bekannten Gefängnisrabbiner Dr. Joseph- Berlin und Dr. Steinthal-Münster. Aus der Fülle der sogenannten sonstigen Themen seien nur genannt: Voraussetzungen einer jüdischen Arbeiterkolonie (S. Adler-Rudel), Die christliche Wanderersürsorge (Pastors Braune), Jüdische Landarbeiter in Frankreich (Grünberg-Paris), Arbeits-' vernüttlung und Erwerbslosensürsorge (Dr. Kreutzberger), Der Boykott jüdischer Angestellter, Ostjudeneinwanderung und Mädchenhandel u. a. m. Eine ausgedehnte Rundschau unterrichtet über Gesetzgebung, Praxis und Tägcsfragen der Wohlfahrtspflege. Die Zeitschrift hat weit über jüdische Wohlfahrtskreise hinaus Beachtung und Anerkennung gefunden. (Redaktion und Geschäftsstelle Berlin R. 24, Auguststraße 17.) Der Menschensohn.. Geschichte eines Propheten von Emil Ludwig. Mit 15 KupfeAiefdrucktafeln nach Zeichnungen von Rembrandt. Verlag Erst Rowohlt. 1928. Berlin W..35. Wenn ein jüdischer Autor sich an eine, so.von Vorurteilen umwilterte Gestatt heranwagt, so muß er Mut und große Fähigkeiten besitzen. Das tut dieses ganz untheologische Buch deutlich dar. Wie L. mit, trotz des Mutes bemerkenswerter Mäßigung seiner Phantasie Freiheit läßt, das beweist seine schriftstellerische Meisterschaft, Gründlichkeit, seine weitgesteckten Ideale. Sein Leben Jesu hat L. mehr in der Form einer Biographie geschrieben als frühere ähnliche Werke und war sichtlich bemüht, di» historische Sphäre genau wiederzugeben. Wiewohl er sich nur ans den Urbericht der Evangelien und auf eigene Eingebungen gestützt, hat er ein überzeugendes Bild jener Epoche des Judentums und von Jesus geboten. Fesselnd liest es sich, wie der demütige Jüngling Kauft 9tlit m Sommer Neue Modelle in großer Auswahl vorhanden Vorzüge Spelte Verwendung nur edelsten Materials besonders weiche und leichte Verarbeitung garantiert gute Paßform Billige Preise durch Großeinkauf Umarbeitungen auch nicht bei uns gekaufter Pelze werden schnell und preiswert ausgeführt M. Gerstel A. c. . Schweidnitzer Straße lOjll Breslau — Berlin — Frankfurt a M. — Köln Paris fEinkauf’shaus) — Leipzig (Petzeinkauf) sich zum Propheten entwickelt, wie sein Selbstgefühl sich allmählich steigert, dann aber das Wollen des Gottbegeisterten gegen den Widerstand seiner Umwelt sich als ohnmächtig erweist. Niemand wird das Buch unbefriedigt, ohne Bewegung aus der Hand legen. ho. klischa. Von JsaakBreuer. Verlag I. Kaussmann, Frankfurt a. M. 1928. Brosch. 4 Mk., geb. 5,50 Mk. Bereits aus anderen Veröffentlichungen des Verfassers halte ich Gelegenheit, das eine oder andere zu lesen, jedoch noch nicht so die Macht seiner Sprach«, die erstaunliche Vielseitigkeit seiner Gedanken, seines Ausdrucks zu bewundern. Denn hier handelt sich's nicht um einen Roman, eine Kette von vielleicht bequem darstellbarer Geschehnisie. Vielmehr ist der Tod des Vaters die Ursache des Schmerzes und einer wahrhast grandiosen Totenklage, wie sie uns in längst verklungenen.Epochen ganz tief veranlagter Menschen entgegengeklungen ist, für die — ich fürchte es fast — unsere so ganz und gar sachliche, aller Sentimentalität bare Zeit kaum ein Verständnis aufbringen wird. Aus dem tiefen Weh über das Verscheiden eines hochbedeutenden Vaters, aus der Verlasienheit heraus gestaltet B. Betrachtungen über die Beziehungen des Kindes zu den Eltern, die, ein Problem überindividueller Art, in eine Metaphysik der lLternschaft ausmünden, in die entlegensten Tiefen des Judentums führen. Das eigentliche Thema des Buches ist das Wesen der Eltern- und »Kindschaft überhaupt. Ein vortreffliches Buch, dem insbesondere unter unserer modernen Jugend ich viele Leser wünsche. B. Notiz. Die Sonzino-Gesellschast der Freunde des jüdischen Buches, E. V., Berlin 6. 2, Kaiser-Wilhelm-Straße 12, versandte soeben Nr. 3 ihres Nachrichtenblattes. Das Heft enthält Tätigkeitsbericht über die Arbeit der Gesellschaft von 1927, Mitgliederverzeichnis, Satzungen, Zusammenstellung aller von ihr bisher geschehenen Veröffentlichungen. Z. pmtlidje Bcfannttnadiangen du donagogcngcaufnöe Der Haushaltsplan 1928 29 liegt im Druck vor und wird .im Büro, Wallstraße 9. auf Verlangen an jedes wahlberechtigte Gemeindemitglied kostenlos abgegeben. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Bekanntmachung. An den hohen Feiertagen dürfen in d-en Gemeinde- Synagogen und in den Zweiggottesdi-ensten nur verlesen werden: a) die Namen derjenigen, deren Jahrzeit auf den Tag trifft, d) die Namen derjenigen, deren Todestag in der Nähe dieser Tage, d. h. zwischen Rosch-haschanoh und Jom Kippur trifft, c) die Namen derjenigen, die im Laufe des Jahres verstorben. find. Die Anmeldungen müssen spätestens acht Tage vor Rofchhafchanoh im Gemeindebüro, Wallstraße 9, erfolgen.! Wir bitten unsere Gemeindemitglieder, uns die durch Nachi Prüfung der Anmeldungen entstehende Arbeit zu ersparen. . Unrichtige Anmeldungen bleiben unberücksichtigt. I! Bekanntmachung. - Ab September 1928 wird in den Wintermonaten wieder > in der Markthalle Ritterplatz Geflügel unter Aufsicht der Synagogen-Gemeinde geschlachtet werden und zwar jeden Donnerstag in der Zeit zwischen 9—12 Uhr vormittags, sowie am Freitag, den 21. September 1928. B r e s l a u. im August 1928. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Bekanntmachung.! Kartenausgabe 1928 im Gemeindehause, Wallstraße 9. j ~ von 9—1A Uhr. | Neuvermietung syr Zweiggottesdienste: i Alter Ritus: 27. und 28. August, Neuer Ritus: 20~ 30. und 31. August.; Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Die Tuberkulose- H e i l st ä t t e n-L o t t e r i e ist Sache der gesamten Judenheit. Lose erhältlich im Jüdischen Wohlfahrtsamt, Wallstr. 7, I. Auch durch schriftliche oder telephonische Bestellungen. Telephon 542 69. Jüdisches Wohlfahrtsamt.

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