Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 5 (1928)
- Issue
- 7 (7.1928)
- Date
- 1928-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 7 Breslauer Jüdisches Gemeindeblatt 115 Myriam Harry: Das kleine Mädchen von Jerusalem. Etwa 300 Seiten, in Ganzleinen geb. Verlag Heinebund, jüd. Buchgemeinde,! Berlin W 57, Pallasstraße 10. Mitgliedsbeitrag für vier Jahresbände Ich— M. Es handelt sich hier um den autobiographischen Roman der als Ehristin geborenen Tochter eines getauften russilch-jüdischen Antiquars. Alles ist lebhaft empfunden: plastisch erscheinen hier Palästina undIerusalem in vielen Schilderungen mit liebevoller Versenkung in die Seele des Orients, aber auch der türkische Schlendrian, die sorglose europäisch« Kolonie, die ganz primitiven Araber, die sozusagen im Mittelalter noch lebenden Juden. Die Erzählung umrankt das Leben der phantastischen^ gütigen Ziana und ihres Vaters, einer Abenteurer-Natur, der als Matte einer hessischen Pfarrerstochter mit Beduinen besreundet, von schönen Frauen geliebt ist, einem Trugbild, der vermeintlichen Urschrift des Deuteronomiums, nachjagend, elend zugrunde geht. * -. 3. Max Präger und Siegfried Schmitz: „Jüdische Schwänke". R. Löwit Verlag, Wien. Kart. 3,50 R.-Mk. Diese Sammlung jüdischer Witze und Anekdoten wird jeder mit Behagen lesen, der in dem Witz nicht bloß den „Witz", sondern auch die liefere Bedeutung spürt. Es find also meist zeitlose", immer geltend« Antworten und Handlungen jüdischen Geistes dargestellt, dabei frti von jeglichem Jargon, in gutem Deutsch, obgleich meist östlicher Umwelt entnommen. Mit einer sehr beachtenswerten Abhandlung über das Wesen des jüdischen Witzes schließt dieses Buch echten Humors. R. Die Blätter des Heine-Bundes wollen Zusammenhang der Mitglieder mit der Leitung und untereinander Herstellen, über bemerkenswerte Vorgänge des jüdisch-literarischen Lebens berichten. Heft 1 enthäft Erinnerungen des Herausgebers Dr. Eliasberg an Martin Bubers Jugendzeit mit seinem Studentenbild, eine Analyse des Romans der Myriam Harry von Jules Lemaitre, eine Auseinandersetzung von Nadjg Stein mit den „Judendichtern" Gebr. Tharand wegen ihrer Kleinen Geschichte des jüd. Volkes", Proben aus Büchern, Bilder von Verlagsautoren, Angaben über den Heinebund, Berlin W 57, Pallasstraße 10. —I— j Stimmt egabte Knobeln. ’ * . die an den höhest Feiertagen im Chor des Jugeridgottesdienstes in der Lessing-Loge (Alter Ritus) gegen Entgelt Mitwirken möchten, wollen sich umgehmd zur Prüfung melden bei Chorleiter HerrnL u d w i g A » spach , Telegraphenstraße 3. Der ^Dstrstand der Synagogengemeinde. Sir suchm für die hohen Feiertage einen Rejferoefantor ' für unsere liberalen Gottesdienste, der im Behinderungsfalle iowcchl für einen I. Kantor (mit Orgel und Chor),, als aych für einen II. Kcntor (Leinen uüd Schofar-blasen) eintreten kany. Der Vor tand der Synstgogengemeinde., siMlllA WiMlMIljlWII i>kk WllWWWMi Bekanntmachung. Das G e m e i n d e a r ch i v ist wegen Beurlaubung des Leiters, Herrn Rabbiner Dr. Heppner, vom 9. Juli bis 5. August 1928 geschlossen. Der Borstand der Synagogen-Gemeinde. Äl!llIll!ll!llIl>!llllllIIIll»>lll>lllllIllI»lllliiilllIll>li>ll>ll>lIlllllllll>lIlIillllllMllUlllllllilllllllIIlllll»IWlMlIIWlWWlIIIlllIlIl^ I Für den Chor im konservativen Jugendgottesdienst W j werden noch einige Knaben benötigt. Meldungen I baldmöglichst bei Herrn Chordirigenten Anspach, W Telegraphenstraße 3.! . I varnung.! Herst Gemeinderabbinl r Dr. Hoffmann teilt uns mit. daß eine Fräu Dora Marc is aus Oels, angeblich früher in Posen niit einem gefälschten Briefe unkst nachgedruckten Briefbogen sstwie gefeilschter U» terschrift bei einer Berliner Firma gebettelt, hat- Es ist anzr nehmen, daß die Genannte sich in gleicher Weise apch an ordere- Stellen wenden wird. Es wird dringend < ebeten, solche und ähnliche Empfehlungsschreiben, vorerst sorgfältig auf ihre Richtigkeit hin Nachprüfen zu wollest. Die un erzeichnete Stelle ist zu jeder »stündlichen, schriftlichen und telephonischen Auskunft gern bereit. \ Jüdisches Wohlfahrtsamt in Breslciu, — Wc^llstraße 7/9, Fernsprecher 54269. 1 1 ‘ Warnung. I . Ein gewisse^ Abo l f Lorch, der aus dem Arbeitshaus in Schweidnitz Entlassen'worden ist. bettelt bei unseren Gemeindemitgliedetn herum und zeigt Briefe verfchledener Personen vor. Er bittet übe'all um Anzüge, die er dann wahrscheinlich miedest verkauft, um sich auf diese Weise Geld zv verschaffen.. Als fkjine Wohnung nennt eri Antonienstraße. Wir warnen unsere Gemeindemitglieder hiermit vorl den» Z Genannten und bitten ihn Der Borstand der Synagogengemeind Denkt an die Tuberkulose-Heil st ättenlotterie. Lose ü 2,— Mark sind im Büro des Jüd. Wohlfahrtsamtes, Wall straße 7, Zimmer 9 (Telephon 542 69), erhältlich, unwiderruflich am 2 6. September 1928. bei Dorsprache an uns ^u verweisen. Jüdishes Wohlfahrtsamt. Schreibstube! . des - | Arbeitsnachweises Jüdischer Organisationen Schlesiens Bürv: Wallstraße 23 ' , Tel.: 268 63. Schreibarbeiten jexlither Artst wie Adressenschreiben, Ziehung |ü Schreibmafchinenart eiten, Vervielfältigungen, auch!Austrggen vost Reklam mrtikeln usw. werden übernommen. EMU KrG. BRESLAU 8 LUCH EßPLATZ 1“