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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1928-03-01 · 3 (3.1928) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
5 (1928)
Issue
3 (3.1928)
Date
1928-03-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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45 i Nr. 3 Breslauer Jüdische» Gemeindeblat» Qnellenbuch zur jüdischen Geschichte und Literatur, von Dr. Jul. Höxter. II. Teil Spanien. Verlag I. Kaulsmann, Frankfurt a. M. 1928. Preis 1.80 «DH. Stolze Freude, ober letzten Endes Wehmut beschleicht uns beim Lesen dieser Briese, weltlichen und religiösen Dichtungen, philosophischen Betrachtungen. Chasdai ibn Schaprut, R. Mose den Chanoch in Cordova, Samuel Hanagid, Salomo ibn Gabirol, Mose ibn Esra, Juda Halevi, Kusari, Abraham ibn Esra. olles glanzvolle Namen aus jener großen. glückvoUen Zeit unserer Dorsahren im sonnigen Spanien. .Lebenssührung", „Ueder Beten", „Ueber die beste Religion". „Schicksal und Willenssreiheit", „Grundwahrheiten der jüdischen Religio»?' sind Perlen jüdischen Schrifttumes. Nicht unerwähnt bleibe dos Ouellenoerzeichnis; des 132 Seiten umsassenden Buches, welches gern und warm empfohlen sei. auch reiferer Jugend ohne weiteres als angemessener Lesestoff übergeben werden kann. B. Festgabe für Martin Buber. Aus unbekannten Schriften. Für Martin Buber zum 50. Geburtstag. Berlin, Lambert Schneider. 1928. 245 Seiten. Die Besten haben sich vereinigt, um Martin Buber eine Festgabe zu überreichen, die des großen Meisters würdig ist. Böm Unbekannten! Selen es vergessene Totengesänge, sei es ein Ausspruch Lao-Tses, sei es Meister Eckhart, Paracelsus, Goethe, sei es ein Wort über die Psalmen, jedes dieser Geschenke ist ein Meisterwerk, hem Meister zur Freude gegeben. Und wer sind die, welche uns vor dem Unbekannten Ehrfurcht stihien lassen? Ich nenne nur einige Namen: Hugo Bergmann, Leo Beeck, Albr. Schaesfer, Alfred Nombert, Arnold Zweig. Max Brod. Ein Buch, das uns im rasenden Leben der Gegenwart zur Besinnlichkeit führt. M. „Um jüdisch« Wirklichkeit." Bericht vom Bundestag des Aelterenbundes der Kameraden in Desiau 1927. Kommissionsverlag Philo-Berlag, Berlin. Bezug auch durch Dr. Erich Hirschberg, Oppeln, Porschstraße 32 Auch für den Nichtkameraden ist der Inhalt dieser Schrift bedeutsam und ersreulich, nicht zum wenigsten die Stellung zum Aufbau von Erez Israel, der Ruf zur Sammlung statt der Zersplitterung. Die ernste, bewußte Arbeit im Bund Müssen ihm Freunde werbfn, da er seinen Willen zur Mitarbeit im religiösen Leben durchaus betont, wie z. B. die „Frage» des jüdischen Gcrprindelebens" und die Aussprachen zu den Referaten deutlich genug dartun. Bz. Biblische Gestalten ln der Legende, von Frieda Weißmann. Verlag I. Kaussmann, Frankfurt a. M. 1928. Preis 2,80; Mk. Alle diese zu Herzen gehenden Legestden sind Stimmen, die naiv und feierlich zugleich über die Zeiten hinwegschwingest. Vergangenheit mit Zukunft verknüpfen. In poetischer, kindertümlichtr Sprache (gute Prosa) wendet sich dieses Buch an die Leser, erfüllt sie mit weihevoller Stimmung durch die Beschäftigung mit allen in IHM vorkommenden Glaubenshelden und -Heldinnen. Ein treffliches Purimtzeschenk nicht nur für Erwachsene, sondern auch für reifere Kinder, um gerade diese mit Liebe für unsere heiligen Ueberlieserungen zu erfüllen. lz. Tierschutz im Judentum, von Dr. I. Unna. Rabbiner in Mannheim. I. Kaussmann» Verlag, Frankfurt a. M. Preis 0,80 Mk. 1928. Wer es nicht schon längst gewußt, sich nicht geflissentlich gegen die Wahrheit verschlosten hat, daß dem Judentum >edwede Tierquälerei ein Abscheu ist. der kann und wird es aus dem oorligenden Schriftchen ersehen. Hier wird ganz'schlicht, ohne dialektische Kunststücke, aus Grund fleißigen Quellenstudiums aus den heiligen Schriften des Judentums (Bibel, Talmud) mit ungemein viel Zitaten und Nennung der betr. Stellen dargetan, wie verpönt jedwede Mißhandlung des Tieres ist. Gar viel« unvoreingenommene beamtete Tierärzte haben seit langem ebenfalls bekundet, daß das Schächten nichts weniger als schmerzhaft oder tierquälerisch sei. — Die Kenntnis dieser Veröffentlichung wird jedem Leser Abwehrmaterial gegen Schächtgrgner bringen, und da» tut not, un? sich gegen Uebelwollende wehren zu können. lz. Der Gottesdienst der Synagoge, fein Ausbau und Ginn. Mit ausgewählten Gebeten von Elfe Schubert-Ehristaller. Berlag I Alfr. Töpelmann, Gießen. 1927. Preis geb. 4 Mk.« drosch. 2,70 Mk.! Infolge bedauerlicher Mängel lm jüdischen Wißen sind leider allzuvielen Juden die Schätze ihrer Gebetbücher unbekannt, zumal es an zeitgemäßer Uebersetzung der Piut-Dichter mangelt. Diese» Buch (84 S. einschl. Erklärungen) stellt kurz, durchaus verständlich Wesen der Gebete und liturgischen Ausbau des Synagogen, ottesdienstes > dar (d. h. einer Welt voll Großartigkeit. Kraft, Innigkeit, geboren au» dem Geiste der Psalmen, geboren au» des jüdischen Volk s einziger Tragik) und bringt auswahlweise jüdische Gebete und religiöse Poesie übersetzt. Es erschließt die synagogale Gesühlswell, führt mit der Wärme des Verstehenden, der ruhigen Sachlichkeit des nicht-jüdischen Forschers in i die Gebete «in. Ueberraschend, wie eine NichtHüdin voll echter Begeisterung, voll tiesen positiven Wissens über unsere eigensten Dinge schreibt. Merkwürdigerweise fehlt das m. E. zum Btrständnis jüdischer Eigenart unentbehrliche Koil Nidrei (aus S. 50 als .^nelumstritteii" bezeichnet: die oerehne Verfasserin vergleiche Sachs Machsor Jom Kivur, Ausgabe 11866, S. 7 unten, uns» ste wird nicht mehr „oielumstritten" sagen). Die Verdeutschung „furchtbare Tage" für jomim nauroim (jS. 47) trifft m. E. nicht ganz zu; „ehrfurchtgebietend" paßt hier. Denn „furchtbar" schließt etwas „feindliches" in sich, was uns in bezug auf die zehn Büßtage durchaus serjn liegt. Soviel für die^ hoffentlich baldige, nächste. Auflage der ganz' oortresslichen Schrift, der ein weiter Leserkreis zu wünschen ist unter heutiger jüdischer — und nicht - jüdi bitter notwendige Berständnis für jüdische cher Jugend zumal, um das Eigenart zu fördern. B. flmtlldit BtfanntniadinnQCDto WsWkiiMMt Kartenausgab« 1Y28 Shiragogch» Erneuerungszeiten: Umtausch der vorjährigen Karten Alte Synagoge,: A—F 4.und 6.Juni G—K 6. ui b 7. Juni 1,7—U. 8. ur d ll^Juni 3t—Z 12. und 13. Juni Neue Synagoge: A—F 14. u, G—X 18. und 19. Juni I,—R 20. und 21. Juiii S—Z 22. Jijni | Gebühren: Die Platzpreise Z Besondere Anträge | schriftlich zu stellen. Aufträge durch, Fernsprecher § können nicht ausgejührt werden § Bekanntgabe der Termine für | erfolgt später. ,. § Der Vorstand der Synoigagen-Gemeinde. ilHMMIMIHHIIIHIMNIIINIttll.. IIIIHIjnHUMMmMlllllMMUllUIUUIIHUnMUMmMlä bleiben unverändert, sind bis züm 15. Mai die Zweiggottesdienste Z Geöffnet: tynlenstroß«: sttag» 3—4 Uhr. enstraße (Markthalle): -20 11*1; ») Geslügel» Schlachthall«. 8h vormittag» 8—12 Uhr und nachm d) Geslüael-Schlachthalle, Gail vormittag» K—12 Uhr. e) Badeanstalt, Dallstraße 9: - . Sonntag bis Donnerstag täglich Ist Freitag 17—19 Uhr; j Sonnabend geschlossen.! ck)»ibliothekund Lesehalle. Anger 8, Erdgeschoß Sonntag 9tf—13X Uhr: '! Montag und Mittwoch 18—21 U(r Dienstag und Donnerstag 18—A Uhr;. nur Lesehalle Sohnabend 11--13 Uhr. «) Gemeindeaxchiv. Wallstraße 7, Hof link»: Montag bi» Donnerstag 16)4—jq Uhr< d 15. Juni von 9—13 Uhr Gemeindehaus Wall'- straße 9. Groüer Lager,» Uhren, Gold-«. Silber war en A. Berg, Inh. Richard Kempe ,j Streng; reelle | Bedienung! Gerten str. 82 tnren werden schnellstens in eigener Werkstatt ausgeführt

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