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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1927-12-09 · 12 (9.12.1927) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
4 (1927)
Issue
12 (9.12.1927)
Date
1927-12-09
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Jüdisches Amtliches Bla« der Gynagogengemeinde zu Breslau SchrMeitung: Derlag: Büro her < 0r. Nechnltz, Breslau, iide. Breslau. Wallstr. 9 / Tel. ‘ aimdQ»B>wM; Dl» 6 8*1>. 3RUniMler-3(li( i 9 I Druck und Anzetgen-Bnnahme: Druckerei LH. Schotzkg Miengeselffchost . rüiz I Breslau 3. Reue Graupenstratze Nr. 7 t Fernsprecher Ring 8331 u. 8393 deren Storni n Ofg. — 3M laofenden «iWogm Rabatt. Alk M« unter hem Otai tun de< Verfasser« erscheinenden Artikel w st> die vereMsnachrichtea llbeenetzmen chir nur die oreisegefetzlich»-veramtooeumg- 4. Saftroj 9-2 Dezember 1927 Nr. 12 Vetkiht des Jüdischen Wohlfahrtsamtes für die! Zeit vom 1. April bis 30. September 1927. In der oben angegebenen Berichtszeit ist wiederum eine Zunahme der Not inlunferer Gemeinde zu verzeichnen, st daß unsere Ausgaben und unsere Arbeitsleistungen andauernd im Steigen begriffen sind. Die Zahl der jugendlichen Erwerbslosen ist zwar zurückgegangen, hingegen hat die der männlichen und weiblichen über <10 Jahren eher noch eine Steigerun z erfahren. Es liegt die! daran, weil die Unterbringung und Beschäftigung dieser Menschen mit außerordentlichen Schwierigkeiten verbunden und häufig überhaupt nicht mehr möglich ist. Durch die neu einger chtete produktive Fürsorge ist es mi glich geworden, eine Anzast von Menschen ganz oder teilweise zu beschäftigen. Die Ge oährung von Arbeit hat aber auch , inen nicht zu unterschätzen )en erzieherischen Wert, so daß wir andauernd beijnüht bleioen, im Sinne der produktiven Für orge ju wirken. Es sei nebenher bemerkt, daß auch die Errichtung einer Räh- und Fliastube in Vorbereitung ist und daß noch andere Zwinge her produktiven Fürsorge geplant sind. Zu erwähnen wäre noch, daß auch die Zahl unserer Bedürftigen, nicht nur asts den Kreisen des Proletariats, sondern auch! aus den Kreisest des Mittelstandes leider erneut eine Vermehrung die geldlichen Leistungen gibt die yacherfahren hl stehende T t. lieber ibelle Aufschluß. Nr. 2 4 5 6 7 10 11 12 12a 13 14 15 16 :® cs -skück'e ...._ verschied. Typen) Zu u> letzten person l iserer Fre Halbjah nun d i ch n u n g Laufende Monawunterstühungen Speisung: i) Dotksküch« •) Mittelstan mttrel (3 irken ... IN!...... indegeschenk! Einmalig»!Unters Ätzungen und diskrete Beihilfen . Sug^ndfürsorge: u) laufend t>) einmalig c) Fexienkolost Entlassene Strasge' Lto. Pass.' Durchwanderer: für F-Hrkart^ Pead: für Kleidung Maz^ochbe Hilfen Pass ch-Bespeisunä Heir rtebeihilfen toffbeihilfen Bad iunt> Erhol Lud ►rfulojfjmförfojr!;ien . fangen« . fpelsung saures! <:n usw. .:... Wäsche pp. en. Ipngsrcisebeihilfen ge Fälle >2081 4612 3665 832 7032 1568 569 1043 300 149 386 212 1800 75 7 116 70 Betrrq 25818.66 1791.70 2165.20 349U.35 316:!. 67 1135. >.34 19329.82 10296.75 2751.78 4618.— 439.- 77f— . 2787JO 511.20 2583.76 115.— 950.— 6309.— 3450J5 ude reichlicher gewesen sind als früher. Wir^haben folgende Eingänge zu verzeichnen: Nr Bezeichnung Fälle Betrag 1 Spenden von Privaten j.. 47 3930711 2 Don Verwaltungen unis Debdrden..'... 2 300.— 3 Außerordentlich« Einnahmen: Zuschüsse voifBereiken u. Privaten 29 1234.70 4 Rückzahlungen von gewahrten 224p — Unterstützungen..J. Zuschüsse für die Jugend- und Kinder- 124 5 sürsorg« von'verschied. Steilen .... 146 5727.80 6 Zuschüsse für dieTuberkuiose-Fürsvrge von anderen Organlsativnen usw... ■ 20 1710.50 ' " ‘ 368 15193.11 24^42 102810.88 können wir berichten, daß in dem r die Spenden von Privatauch van anderen Stellen Wir danken allen Spe n de rn auch noch aüf diesem Wege recht herzlich und sprechen hierbei die Bitte aus, auch in Zukunft unserer Bedürftigen nicht vergessen zu wollen. Recht erheblich waren die Arbeitsleistungen der einzelnen Abteilungen. In nicht weniger als 7227 Fällen haben Bedürftige und Hilfesuchende bei uns v o r g e s p r o ch e n, um sich in den verschiedensten Angelegenheiten des Lebens zu beraten; eingeschiossen -sind hierbei auch mündliche Unterstützungsastträge und die Hilfeleistung bei der Durchführung ihrer Ansprüche gegenüber den rechtlich verpflichteten Stellen. Seitens'unserer Ehrenbeamten wurden 886 Hausbesuche und Ermittlungen durchgeführt. Wir hatten nicht weniger, als 4784 Posteingänge und 3926 Postausgänge zu verzeichnen, Hierin sind die Formularsachen, nicht mit eingerechnet. Die verschiedenen Ausschüsse des Wohlfahrtsamtes haben insgesstmt 145 Sitzungen abgehalten. An 183 Taghn haben wir Haus pflege in bedürftigen Haushaltungen ausüden lassen. - Die R e ch t s f ch u tz st e l l e hat 115 Fälle bearbeitet. 4 Ratsuchende sind Anwälten zugewiesen worden, die sich dankenswerterweise sür unsere Arbeit, zur Verfügung gestellt haben.. Wiederholt haben: wir Ratsuchenden bei der Durchfijhrung ihrer Rechtsansprüihe hilfreich zur Seite geständen und insbesondere aber auch darauf geachtet, daß unnötige Rechts st reitigkeitest un.d Anträge ünterbleiben. Sic Tuberkulös^ nfürsorge in Arbeitsgemeinschaft mit dem Jüdischen Frauenbund hat sich nach wie vor bewährt. Es werden daselbst laufend über 50 Fälle bearbeitet. Seit 1. Juli haben sich l4 Fürsorgebedürstige gemeldet, von denen 7 in Heilstättenbehapdlung gekommen sind. Ganz besonders wurde der Beratung der Erkrankten größte Aufmerksamkeit gewidmet. Die Inanspruchnahme der rechllich verpflichteten Stellen (Bersicherungsträger, Stadt ufw.) ist eingehend beobachtet worden.! Don der-,jüdischen Tuberkulosenfijrsorge in Berlin und anderen Stellen wurden insgesamt in 22 Fällen Zuschüsse gewährt. Unter den oben angegebenen Betreuten befinden sich auch 10 Jugendliche und Kinder. J

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