Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 4 (1927)
- Issue
- 11 (18.11.1927)
- Date
- 1927-11-18
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Rr. II BrrSlauer Indische« 6cmV)«dehlall m Die Monatsschrift für 'Geschichte und Wifienschast de« Judentum» bringt im Oktoberheft zunächst einen Jubiläumsartikel anläßlich des 25 jährigen Bestehens der Gesellschaft zur.Förderung der Wissenschqft des Judentum», welche bekanntlich die Monatsschrift herausgibt. Rabbiner Dr. Lucae-Glogau, von dem seinerzeit die Anregung zur Begründung der Gesellschaft ausging, weiß die'Schwierigkeiten, die sich der Gründung entgegensteUten, und deren Ueberwindung lebendig barjiifteUenJ Ein zweiter Jubilystmsaufsatz gilt der Erinnerung an den rheinischen Gelehrten Jacob"'Mölln, dessen Todestag vor kurzem zum 500. Male wiederkehfte/Mabbiner Dr. Rosenthal in Köln versucht das Bild dieses wahrhaft! srommen Menschen auch Fernerstehenden näherzubringen. Rabbiner Dr. Schlesinger-Buchau behandelt das sehr interessante Pi oblem der „Säkularisierung des Judentums", d. h. des Heroortretens olcher jüdischer Ziele und Inhalte, insbesondere in Palästina, die nicht eigentlich religiöser Natur sind. Er sieht darin, daß auch politische und, wirtschaftliche Ausgaben zum Inhalt des Judentums gehören, nicht sowohl eine modeirne Verweltlichung, als eine Wiederherstellung des alten, zwar religiös gefärbten, aber nicht auf religiöse' Inhalte beschränkten Be> iriffes des Judentums. Einer der bekanntesten jüdischen Bibelforscher, Jiarolb M. Wiener in Jerusalem, unterzieht die herrschende Meinung, lx tz die Bücher Exodus und Deuteronomium verschiedene Anschauungen h nsichtlich der Opserstätten vertreten, einer eindringenden Kritik. Der greise Gelehrte M. Weisberg fegt seine Darstellungen aus der Gcschich e der galizischen Juden fort, indem er die bahnbrechenden Persönlichkeiten eines Rapoport und Krochmal behandelt. Man abonniert die Monatsschrift, indem man Mitglied der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschtst des Judentums in Berlin wird und den jährlichen Mindestbeitrag von l 0 Mk. an diese Gesellschaft (Postscheckkonto Paul Veit Simon, Berlin 7030) mer an einen der Vertrauensmänner jsendet, welche in-jedem Heft der Monatsschrift ausgezählt sind. | . Kurtzig: Ostdeutsche» Judentum.' Verlag Eulitz, Stolp. Dieses kleine Buch ist als wertvolles pokument für das kulturelle Ausstreben einer jüdischen Familie im jetzt polnischen Osten unseres Vaterlandes anzusprechen. Mit rührender Pictgt schildert der Verfasser die Bestrebungen seines Vaters, Aron Kurtzig, der por etwa 80 Jahren in Inowraclaw, dem späteren Hohensalze,sich als erster industrieller Pionier und Landwirt betätigte. Man erhält einen Einblick in dir geistigen Bestrebungen, die sich in der weiteren Familie geltend machtejn, wenn man Nqmen liest wie die von Bogumil Goltz, dem ausgezeichneten Humoristen und Moralphilosophen, der Berater und Freund einer Tante des Verfassers war: diese Johanna Neumann-Thornsvor Dichterin und schuf u. a. Kinderlieber, die in unseren Schulsammlungcn Ausnahme fanden; wenn man weiterhin hört, daß im Hause der Großeltern, dts Dr. K ü h l d r a n ö „Dnfel Bernstein" lebte, der später seinen Namen, Dr. David Aron B e r n st e i n, weithin bekannt machte: als Autor dir tiefsinnigen jüdischen Novellen „Vögele der Mappid" und „Mendel Giboor",ials Begründer der „Volkszeitung" und Herausgeber der als klassisch zu bezeichnenden „Natunvissenschastlichen Volksbücher". Glieder der Familie wandern aus und erleben im Ausland recht eigenartige Schicksale, einer wird FiNaiizminister hes Königs Kalakana von Hawai auf den Sandwich-Inseln; ein anderer bringt es vom Hausierer zum amerikanischen Major und späteren Rechtsanwalt. Aus der neueren.Zeit gehören dcq Familie an die Mälerin I u l i e Wolf- Horn, der Bildhauer Georg Wolf, Schöpfer des „Flissakenbrunnens im Hofe des Thornär R.athauses, Literatinnen wie H e n > > ann, Eck riette Bock -Neu in. Schauspielerinnen, Aerztinnen etc. Mit Damea~?risier~ Safon tntMasslQcrIbubIhopfscfonItt, ßaar/Arben s <festcfttsmassage WasserweCCen / Xanl/iüren feficia Ctdfer Scfalttcntr. 1 9emspr. Stephan 36 97i ^MMK Schlesische Gasapparate-tiesellscbaft Topper & Co Brtiliv 5, TauentzlenstraBe 2 Fernruf Ohle 3615 (Ecke Musenmplatz führt nur die .von ersten Gas fachmännern als bestes Fabrikat anerkannten HomaniiaQas harda und Qaskochar sowie der Kohlaaharda. Mietzinsraten mit Eigentnmserwerb, bei Barzahlung Rabatt. 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B I I Logen gehörigen Erholungsheim ln Krummhtlbc) erlitten haben, in | | Welse entschädigt hat. coiildntcstcr . Fritz I aqueür - Breslau, don 31. Oktober 1927. - MIMIMMmilMIMIMMMMIMIIMMIIIMtMimMMIIMMMImiMlIMMtUai ■iiiiiimiiiii iinniiiiiiiumini Mltarbaitar, auch Still#, erhalten nach kurzer Probe-' tätigkelt fastas Qahalt, bei höchsten Provisionssätzen famiatowium Maus Waldheim dB ad CVbe mtgA tfbei SBresIau Sanatorium für Leichtlungenkranke dei Mittelstandes Tag zpflegeatz: RM. 7JO Leitender Amt: Fernsprecher 36 Fadurzt flr imrlid Imkt Prospekte (ratis Dr. nai Jeder Art ODiH^cfOTerffliNi Tacspfleces Leitern res los Vaatafflpi ait ai Sm iis. —■ iif WM 1 JSr stoiftikto ichmüt i Kammerjägerei H. Junk Bualau D — Tal.i Ohl« S7S4 — Palmztr.8 Hiii-iH ItaiktvlfvjMM empAehH sidi zur gelL Beachtung Telefon föng 7739 Verkaufsstelle von a JX Erlen Hamann s Deiila, HHrlOrs(endamm bitteren Schokoladen u.Konfitüren Neu aufgeriommen Röstkaffee von Fr, Weber, Schloßohle 8 Konfitdrengeschäft Joseph Kaiser, fioethestr. 29 / Telefon Stephan SC33S Heb) anuka-Leuchter Bilder-L< tto, Chaankaeplel, Trendel TrendelpOppohen, lShpl.31 Kunstgewerbe - Arbeiten mFreudenthal ***.» I. 1