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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1927-11-18 · 11 (18.11.1927) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
4 (1927)
Issue
11 (18.11.1927)
Date
1927-11-18
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Nr. 11 Breslauer Jüdisch Nachschulung^lehrgänge für Wohlfahrtspflege - Die Zentralwolhlfahrtsstelle der deutschen Juden gibt bekannt» daß von dem Preußischen Ministerium für Bolkswohlsahrt Rachschulunaslehrlänge zur Borbereitung von männlichen Wohlfahrtspflegern (Fürsorgern, Sozialbeamten) auf die staatlich» Prüfung genehmigt sind. Die Nachschulungslehrlänge sollen lediglich der Nachschulung von Praktikern dienen, j werden deshalb nur solche Bewerber zugelassen» die mindestens drei! Jahre auf einem Gebiet: [ I . a) der Jugendwohlsahrtspslege, oder b) der Wiüschafts-- und Berufsfürsorge, oder v) her Allgemeinen Wohlfahrtspflege hauptberuflich tätig gewesen sind. Für diejenigen» die erst Wohlsahrtspfleger werden wallen, kommt lediglich die Teilnahme an den ordentlichen zweijährigen Lehrgängen in Frage. Genehmigt sind für die Nachschulung bis jetzt Kurse an den folgenden Schulen: 1. Wohlsahrtsschulc des Sozialpolitischen Seminars der Deutschen Hochschule für Politik/ Berlin | W. 56, Schinkelplatz 6. Vom 1. November 1927 bis 1. März 1928. 2. Wohlfahrtsschule des Sozialpolitischen o«minars der Deutschen Hochschule für Politik, Berlin I W. 56, Schinkelplatz 6. Dom 15. November 1927 bis 15. März | 1928. Der Kursus wird in Waldenburg in Schlesien abgehalten werden. 3. Westfälische Btohlfahrtoschule, Bochum. Vom I 1. Dezember 1927 vis 1. März 1928. 4. Wohlfahrtsschule für Schleswig-Holstein in Kiel, Flethörn 25j Bom 4. Januar 1928 bis 31. März 1928. 5. Wohlfahrtsschule für Hessen-Nassau und Hessen in Frankfurt a., M., Seilerstraße 32. Die Termine werden noch bekanntgegeben.' 6. Niederrheinische Verwaltungsakademie in Düsseldorf, gejneinsam mit dem Verein für Säuglingsfürsorge Und Wohlfahrtspflejge im Regierungsbezirk. Eröffnung am 1. November 1927. Daher vier Monate. 7. Wohlfahrtsschule der Stadt Köln in Köln, Rheinaustraße 3. Eröffnung im Oktober 1927. Di« Zentralwohlfahrtsstell« teilt ferner mit, daß unter den Ausbildungsstätten für Wohlfahrtspflegesinnen für das Hauptfach „Gesundheitsfürsorge" das „Jüdische Säuglingsheim" Berlin.Niederschönhausen, Moltke st ratze 8/9, die taatliche Anerkennung erhalten hat. Schließlich wird > bei dieser Berän-!assung noch darauf hinaewiesen, daß das Muttes- und Säuglingsheim de» Frpuenvereins der Betliner Logen U. O. B. B.» Berlin R., Brunnenstruße 41, die staatlich« Anerkennung ^zür Ausbildung jüdischer Säuglings- und Kleinklndrrp flegerin nerr besitzt.' Nähere Auskünfte ehrteilt die Geschäftsstelle der Zentralwohlfahrtsftelle der deutschen Juden/ Berlin 6. 2, Rosenstratze 2—4. Die Goldene Hochzeit [ feiert am 27. Nooember 1927 das Ehepaar Wolf Born und Frau Henriette geb. Neustadt, Höfchenftraße 7V, z. Zt. Kürassierftraße 29. Das Jubelpaar wird am Hochzeitstag«, vormittags 11 Uhr. in der Neuen ' Synagoge eingesegnet. I i Den 65. Geburtstag i, feiert am 7. Dezember Frau Johanna Wen drin» r» Hohenzollernstratze 77, die. Wittve des um den Ausbau der Stadt Breslau hochverdienten Herrn David W. fel. And. . Frau Hulda Laz der Israelitischen Alters-3 11. Dezember in voller 80. Geburtstag. 80. Geburtslag. a r u s geb. Selten, seit 19 Jahren Insassin ersorgungs-Anstalt, Kirschallee 35, begeht am körperlicher und geistiger Rüstigkeit ihren MlllchtdtkWM utnogto (er dgaagootootmeindt Bekanntmachung b treffend da» Eindecken der Gräber. Das Eindecken der Grabhügel und das Schützen von Rosen durch Tannengrün wird «rur auf besondere Bestellung durch unsere Friedhofsverwaltungen ausgeführt. Die Ausführung erfolgt ich November. Wir bitten Bestellungen rechtzeitig direkt bei den Verwaltungen der Friedhöfe, Lohestraße, Hierselbst,, Br?svau 13. Steinstraße 69, bzw. Breslau 17, Cosel bei Breslau, aufzugeben. Für.Frostschäden, die durch verspätete Auftragserteilung entstehen könnten, übernehmen wir keine Verantwortung. j Breslhu, im November 1927. Der Vorstand.!! e» Gemeiudeblat 173 ü Bekanntmachung. Besucher unserer Alten Synagoge sollen, wie uns mitgeteilt worden ist, sich darüber beklagt haben, daß sie bei^ Vergebung! der Mizwoth an den Sabbathen seit einer Reihe von 26^»* wor len sind. Mwaige Wünsche nach dieser/ nicht berücksichtigt Breslau, Richtung bitten wir uys bekannt zu geben. un : Dei ioveinber 1927. Borstand der Synagogen-Gemeinde. Sultusfieuer., 1>) Es wird von best Gemeindeinitgliedern immer noch nicht genügend beachtet, daß alleZahlunhen für Kultussteuern n u r an die zuständige :n Finanzkassen zu leisten sind. Es haben zu zahle» l. Im Bezirk des Finanzamtes Breslau-Süd a) die Lohn- und Gehaltsempfänger.an die Reichssteuer Hebestelle 6, Kronprinzenstraße 13 (Reichsbankgirokonto und Postscheckkonto 79 432); alle übrigen Steuerpflichtigen (Gewerbetreibende, freie Berufe usw.) Jan die neueingerichtete Finanzkasse Breslau-Süd, Kleiststraße 15 (Reichsbankgirokonto und Postscheckkonto 4L30). >. Im -Bezirk des Finanzamtes Breslau-Mitte alle Steuerpflichtigen nur an die.Finanzkaffe Breslau- Mitte, Berliner Straße 10 (Reichsbankgirokonto und Postscheckkonto 16 300). III Im Bezirk des Finanzamtes Breslau-Nord - a) die Lohnichd Gl Haltsempfänger nur an die Finanzkaffe' Breslau-Nord, An den Kasernen (Reichsbankgirokonto, und Postscheckkor to 64 500): alle übrigen Str uerpflichtigen (Gewerbetreibende, freie. Berufe usw.), we die Reichseinkommenfteuer, teils ast die Finanzkasse Breslau-Nord (wie unter a), teils an die Reichssteuerhebestelle dl., Michaelisstraße 39/41 (Reichsbankgirokonto und Postscheckkonto 79 700). II »>) Aufruf. Nicht vielen unserer Gemeindeinuglieder ist die Möglich^ keit gegeben, große Summen zur Linderung der furchtbaren l Not, insbesondere der des guten-Mittelstandes, alten mch" kranken Kleinrentnerinnen zur Verfügung zu stellen. Dagegen; sind sicher alle unsere Glaubensgenossen gern bereit, soweit sie hierzu in der Lage sind, uns in ünserer Bemühung, dieser Rot zu steuern, zu unterstütz««. ‘. Hierzu bietet sich hie beste Gelegenheit durch Derwen» düng 'von! - . hindenburg-Wohlsjahrts-Briefmarken und -Karten der vePtzchen Tlothilfe. Von dem Reinerlös ausden durch uns verkauf*« ten Marken fließen Uns 60& für unsere Fürsorge zu. I«! mehr wir von endstehenden Postwertzeichen verkaufen, desto größer ist also die Summe, die den jüdischen Bedürftigen zugute kommen kann. — Wir bitten deshalbs wiederholt dringend, Bestellungen direkt, schriftlich oder telephonisch (Ring 6062), aufgeben -zuwollen. j Die Marken haben Gültigkeit bis zum 3 0. April1928 und. sind für alle Postsendungen des In- und Auslandes zu verwenden. Unsere Helfer sind mit. Ausweisen versehen. Es kommen zum Verkauf: 8-Pfg.-Marken zum Preise von 15 Pfg., 15 - ■ | - . » 30 - 25 » - - - - 50 - -f s 50 . 1 Mk.. künstlerisch ausgeführte ^Postkarten zum Preise von 15 Pfg. Wir betonen ausdrüalichst, daß diese Postwertzeichen einen )ohen Sammlerwert besitzen und nicht verkaufte Restbestände vernichtet werden. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Jüdisches Wohlfahrtsamt.

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