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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1927-07-22 · 7 (22.7.1927) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
4 (1927)
Issue
7 (22.7.1927)
Date
1927-07-22
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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102 DrL»l«««r Jüdisch«« Grwtindeblat« Nr. 7 estzusetzen. Dr. Schlesinger regt hierbei -onnabend ganz geschloffen zu halten. S , k «lisch und Herr Waldstein sehen keinen i rwdgenen Beschluß der Gemeindekörperscka sen. Die Ich Darvuf trat die Versammlung in die in, die | über 4 Stunden dauerte. UBejji! lacobsohn bemängelten Kosten des Gemein! ber diese Beratung nur ganz kurz beriditi i itektor Hancke eröfsnete die allgemeine L! Vürdioung der Finanzen und des Etats, i nd Enden gespart worden, dennoch hat i och Abstriche von rund 105 000 Mark ge! ings zu befürchten, daß trotz der Abstrich! lusgaben gemacht und die erhöhten Einis > »erden. Auch die Rücklage für Gehalts l latskontmission gestrichen, obgleich diese lpber eintreten werden. Im vergangener stzuß von 950 000 Mark erforderlich gewe i küsse man mit 995 000 Mark rechnen, langen schätzungsweise 540 000 Mark, das! ie Reserven aufgebracht werden. Es fei ah ü :ir Deckung des Bedarfs für 1927 28 s »arten Reserven der Vorjahre zu verbra 6 ileüereinnahmen höher, als geschätzt einge l estensalls 100 000 Mark von .den Reserve» Wie wir damit für das nächste.Etatsjahr Steuersatzes auskommen sollen, wo noch t jebarf von 72 000 Mark durch c^Mhung s ldungsordnung zu rechnen ist, das erfüll der größten Sorge. Darauf erstattet- Herr Gins, DorsG Hmmijsion, einen eingehenden Ekatsbericht (. rgebnis langer, sorgfältiger Beratungen s i davon ausgegangen, was man ausgebesi ipie früher, davon, was zweckmäßig aus, e Rsicksicht nehmen auf die durch der Steuerkraft der Gemeindeglieder. Rqtürs S lbstriche das Gemeindeleben nicht verkümbi, ( esichtspunkten hat die aus allen Parteie i S ommission ohne Streitpunkte den Etat fe ik van. der Dorstandssejte halte er 000 Mark für angängig. Unter den an allerdings nicht heruntergehen können ng, daß die ganzen Reserven in diesem »werden, teile er nicht. Im einzelnen bem i lstatter bei den Grundstücken die niedriger qstweise ogar herabgesetzt seien, und den r Slistungshäuser. Beim Wohlfahrtsamt r große i Ausgaben erforderlich sein, denr meinde können sich nicht in Wohlfahrt ersch euerauskominen von 540 000 Mark sei äihrt 180 000 Mark eingestellt, darunter oduktive Fürsorge. Dem Kritiker in der »angelt es allerdings an Kenntnis, wenn ten im Zergangenen Jahre nicht einmal aucht ntorden. Bei dem Unterrichtsmeser i hterstatser die vielen Dispensationen vom höheres Lehranstalten, ohne auf dßeGrü hen zu wollen. Beim ^estattungswejen si r Komnkission die Einnnahmen erhöht wo t gewesen, daß die niedrigen Preise fü Höhung! sehr wohl vertrügen. Bei der bittet der Redner den Vorstand, die e, die sich zur Aufgabe stellen, das jüdi sen, wohlwollend zu prüfen. (Zuruf von d die zionistischen Vereine?) Die zionist s i parteipolitische Vereine. Die Sportvereine ei iigestellten Betrag von 3000 Mark für um Hilfen unterstützt werden müssen. Inf ein. bi t Entscheidung dem Vorstande überlasst r statter schließt mit der Hoffnung, daß an, die Friedhöfe N.-Rat Horn, J.-R. Grund, den wohlften aufzuheben. Äeratung des Etats en der von R.-A. deblattes kann auch et werden. Bankusfprache chit einer ks ist an allen Ecken )ieEtatskostnniffion inacht. Es fei allere die notwendigen ahmen nicht erzielt rhöhungen hat dfe lserinutlich ab 1. Ok- Jahre sei!ein Zu- , im neuen Jahre Steuern übrige müsse durch er höchst bedenklich, fische mühsam Zeichen. Sollten die )ün>, so werden wir n übrig behalten. ahNe Erhöhung des yiit einem Mehr- Her staatlichen Beden Vorstand mit ender der Etats- Der Etas sei das Kommiffipn. Sie . könne, ufid nicht, ^ugjeben se Staat ge dürfe esu. Ra zusamni (gesetzt. di Man wachte rch die diesen gesetzte rotz der Sa& dt ,che Sit a i gl d Ei tl ng ei i li U i e Streichung von von 12 wird aber die Befürch- Jahre verbraucht ngelt der i Bericht- Ladenmieten, die furchtbaren Zustand wird eitt Abbau die Ausgaben der ppfen. Bei einem für direkte Wohl- 30 000 Mark für Jüd. Zeit! f. Ostd. er behaüptet, es 20 000 Mark verbedauert der Besteligionsunterricht i lde hier näher einallerdings von , fie^ei der An Grabstellen eine „«meinen Derwalngaben alter Der- Leben zu ver- R.-A. Jacobsohn: chen Vereine sind werden aus dem vjorhergeseheine Beielnen müssen wir n. Der Berichtauch mit dieseni st ien r)en, Alig En iiche wie Etat wie bisher glücklich weiter arbeiten werden. (Bravo!) Der Vorsitzende dankt dem Referenten für den eingehenden Bericht, ferner dem Etatausschuß und den darin tätigen Beamten für die große Arbeitsleistung. Direktor Hancke erläutert in der Erwiderung den großen Zuschußbedarf der Synagogengemeinde im Vergleich zu den christlichen Kirchen. Diese hätten keine Ausgaben für Religionsunterricht, Zweiggottesdienste, Schächtwesen, Badeanstalt und teilweise auch nicht für die Besoldung der Geist' lichen. Für diese Etats haben wir allein über 440 000 Mark auszugeben. Ueber hohe Steuern klagen meist diejenigen, die keine zahlen. Ihm sei nicht bekannt, daß jemand wegen hoher Steuern ausgetreten sei. (Zuruf: R.-A. Bandmann. J.-R. Mamroth.) Unser größtes Bestreben sei, so viel von den Reserven übrig zu behalten, daß wir den Steuersatz von 121 auch, im nächsten Jahre beibehalten können. R.-A. Jacobsohn meint, bei einer Abstimmung über die Zufriedenheit mit der Verwaltung würden lediglich die 13 liberalen Gemeindevertreter und die 6 liberalen Vorsteher dafür, die ganze übrige Gemeinde dagegen stimmen. Die Verwaltung sei weder wirtschaftlich noch gerecht. Den Maygel an Wirtschaftlichkeit sehe er darin, daß die Steuerkraft nicht richtig ausgenutzt sei. Es verständen gewisse Leute, durch Gründung von Körperschaften, bei denen Gewinne nicht ausgeschütter werden, sich der Steuerzahlung zu entziehen. Der Redner stellt einen längeren Antrag» den er verliest, nach welche»« die Geschäftsführer von G. m. b. H. etc. unter gewissen Voraussetzungen mit einem Zuschlag belegt werden sollen. Denselben Antrag habe er vor kurzem im Rechtsausschuß des Preußischen Landesverbandes gestellt. Ferner sei die Verwaltung der Gemeindegrundstücke nicht. wirtschaftlich. Er könne die Ansicht des Vorstandes nicht teilen, daß die Gemeinde nicht wie ein Privatmann vorgehen könne. Es könnten nicht Mieter ckkif Kosten der Steuerzahler billige Läden haben. Er stelle deswegen den Antrag, daß schon jetzt die Finanzkommission zur gründlichen Vorbereitung des nächsten Etats einberufen werde. Auch! bei der hohen Subvention von 25 000 Mark für das Krankenhaus und 8000 Mark für das Schwesternheim müsse der Vorstand prüfen, ob dort ordnungsgemäß gewirtschaftet wcrd^. Privatanstalten dieser. Art erhalten sich selbst. . Demgegenüber erhielte der Arbeitsnachweis nur 4800 Mark. Der Zuschuß für das Gemeindeblatt von 8000 Mark lasse ebenfalls jede Wirtschaftlichkeit vermissen. Bei der Mjmge Inserate dürfe das Blatt nichts kosten, eher noch einen ^Ueberschuß abwerstem. Die Kritik in der Jüd. Zeit. f. Ostd. sei durchaus gerechtfertigt. Der Irrtum beim Wohlfahrtsamt sei darauf zurüc^zuführen, daß nach einer ganz unverständlichen Anordnung des Vorstandes die Presse die Vorlagen nicht mehr eryan. Im ganzen Etat-sei Palästina nicht enthalten. Es wäre Pflicht der Eemeindekörperfchaften, sich über Palästina zu informieren. Die l beraten Mitglieder wollen dies aber nicht, denn sie haben das Angebot von Dr. Schachtel und ihm, über ihre Reiseeindrückl^ in Palästina zu sprechen, abgelehnt. Schärfsten Protest erhebe er gegen die Ueberheblichkeit des Herrn Gins, daß die zionistischen JuHendvereine nicht zu denen gehören, die das religiöse Leben vertiefen. Bei allen jüdischen Veranstaltungen sehe nan Zionisten'an erster Stelle. In der jüdischen Volkshochjihule hätten Männer wie Martin Buber, Max Brod, Eliasberg Vorträge gehalten. Diese drei Zionisten allein könnten es mit der ganzen liberalen Fraktion aufnehmen. (Schluß folgt.) Ein Geüenktag aus M-Vreslau J Don Dr. Louis L e w i n.!lm 17. Tammus') (17. Juli) d. I. sind einhundertundfünfzig Jahre verflossen, seidem Mordechai Sklower, der Mitbegründer der nach ihm benannten, noch heute bestehenden Symigoge, die Augen zum ewigen Schlummer geschloffen hat. Sein Lebenswerk zählt zu „den mit der Geschichte der Gemein )e eng verknüpften"*).

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