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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1927-07-17 · 6 (17.7.1927) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
4 (1927)
Issue
6 (17.7.1927)
Date
1927-07-17
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Nr. 6 * \ Br<«Ia««r JSdische« Gemeind «blakt iben. Wenn auch Männerkleidung ganz besonders gewünscht und behrt ist, so möchte ich nicht unerwähnt lassen, daß Schuhe, Wäsche, . aucn- und Kinderkleidung, - Möbel ünd Hausrat gute Verwendung sstidcn und Hie genug vorhanden sind. helft uns Notstände abstellen! Spende jeder, der in der glücklichen zge ist, spenden zu können. 'Anmeldungen von Spenden beliebe man an das Büro der „Peah", Tsjesiauer Straße 8, Ring 618-5) zu richten. Frau Prof. Wohlauer.! Die goldene Hochzeit fijuni am!!«. Juli 1927 die Eheleute Kaufmann Isidor Kali sch et u kd Frau Ranny geb. Lipscbütz, Wallstraße 31. Möge das Jubelpaar, d»s noch itti Alter aus seiner Posener Heimat r^rtrieben wurde, bei uns sie ziveittz glückliche Heimat für seinen Lebensabend finden. j Den 85. Geburtstag m am Ö. Juli 1027 die Kaufinannswitwe Frau Ninon Münzer "I a jt hist. fZ : u >c ft a Goldschmidt, Sonnenstraße 21, in geistiger und körperlicher Gesund- Wir wünschen ihr einen langen^ und ungetrübten Lebensabend. Den 80. Geburtstag trt am; 30. Juni 1027 Frau Flora Mugdan geb. Mugdan. buengienplat; 10 n, die Witwe des Handelsrichters David Mugdan, des irdienten zweiten Vorsißenden des Vorstandes der Synagogengemeindc sd des Vorstandes der Israelitischen Kratzkenverpflegungsanstalt. Wir iuichen der Jubilarin, die stets ini engsten Zusammenwirken mit.ihrem icen Gatten an den Arbeiten für die Gemeinde und ihren wohligen Anstalten teilgenommen hat, einen sangen und gesunden Lebensend. Den gleichen Geburtstao feierte (!«_ 7. Juni 1927 Herr Mar e l s n e r, Kaiser-Wilbelm-^traße 163, eine in allen kaufmännischen Vt >isen hochangesehene Persönlichkeit, dem wir die gleichen Wünsche aus schechen. . Den 75. Geburtstag ic trt am 2s». Juni Herr Wilhelm Sachs, Gabißstraße 90, in vollster geistiger Frische und Gesundheit. : Herr Sacbs, aus Neisfe stammend, abs:r berests über fünfzig Jahre iitj Breslau' ansässig, erfreut sich in seinem Berufe, dem er heute noch »achgeht, allgemeiner Beliebtheit und ist nsegen seiner großen Nächstenliebe und hcrzensaüte bekannt. Wir wünschen ihm. daß er noch viele Jithre sich seinem Geschärte und den Ausgaben der Nächstenliebe widmen kchur.; Den 60. Geburtstag scherte am 22. Mai 1927 die bekannte und allseits verehrte Frau Stadt- / rch Rosa Marck, Scharnhorststraße 6. Vorstand und Wohlfahrtsamt bG'en ihr cherzlichst gratuliert, eingedenk der jahrzehntelangen eifrigen und unermüdlichen Mitarbeit bei allen wohltätigen und gemeinnützigen Aufgaben der Gemeinde. Auch wir sprechen ihr an dieser Stelle unsere herzlichsten jGliickwünsche aus. Tlus üem vereinsleben. n 2ln> Sonntag, den 29. Mai, trat in Berlin das Kuratorium für das ,,heim des Jüdischen Frauenbundes in Wyk a. Föhr" Itheilstatie füv tuberkulosgefährdete Kinder und weibliche Jugendliches; zist ersten Sitzung zusammen. Die Beteiligung war aus allen Teilen des Reiches erfreulich zahlreich. Berichte wurden erstattet 1. über die Grünte, did zur Entstehung des Heimes führten von Frau Bettina Brenner, Leipzig. bici in ihrer Eigenschaft als Vorsitzende des Jüdischen Frauenl’inibee gleichzeitig Kuratoriumsvorsitzende für dieses neue heim ist; 2.11 über Ausbau und Einrichtung des Heims sowie über die geplante Fljbrunq von Frau Charlotte Landau, Lübeck, Vorsitzende des Arbeitsmijsschusies iür Wyk. Die Bundesschatzmeisterin, Frau Helene Meyer- Sbargard-Berlin gab den Finanzbericht, der! Vertrauensarzt des Heims, De. Rudolf Neumann-Berlin erteilte über die medizinische Seite der »<ts:en Heilstätte Auskunft. An der sehr fruchtbringenden Aussprache beteiligte sich u. a. die fit r das heim gewonnene Oberin, Sophie Mamelok, die dank ihrer langjährigen Tätigkeit als Kindergärtnerin, Schwester, Oberschwester und Leiterin gemeinnütziger Anstalten über große Erfahrungen in Anstalksiü»rung verfügt. * ' , f Um für diejenigen Fälle, für die keine Organisation heranäezogen w rden kany, die Möglichkeit verbilligter Kuren zu schaffen (der Rormalpirgesatz beträgt inkl. Arzt ustd allen Kurmitteln 4 Mark pro lag bei sechswöchiger Kurperiode), wurde beschlossen i 1. „Freunde für Wyk" zu gewinnen, die durch jährliche Mltgliedsbe jträqe ihr Interesse an den Ausgaben des Heims beweisen, | 2. lebenslängliche Mitglieder durch einmalige Zahlung von 500 Mk. zu! werben. j 3. die .dauernde Mitgliedschaft bei Anmaliger Zahlung von 3000 Mk. z>^ verleihen.! Anmeldungen zur Mitgliedschaft oder Spenden nimmt entgegen die zu K assenführerin ernannte Frau Käthe Sternberg. Bieslau 18, Lindenallee 6, die gemeinsam mit der iBundesschatzmeisterin di, Finanzen zu betreuen haben wird. Zu Kassen^evisoren wurden ernannt die Herren Otto Eskeles sind Dr. Richard Wolfes. In den Händen von Frau Käthe Sternberg wirp später quch die Bearbeitung der „Nachachenden Fürsorge" der aus hem heim entlassenen Pfleglinge liegen. Die Eröffnung hes heimis. das unter Aufsicht des Herrn Ober- ,-abbiners Carlebach in Altona sieben wird, ist für Ende Juni in Aussicht genommen. Cs wird Zuerst eine Kurperiode für Knaben eingerichtet, die ,weite Kolonie ist sür Mädchen bestimmt. Eine kleine Station für weibliche Jugendliche (bon'14—18 Jahren) in einer besonderen Etage bleibt tzürchgehend geöffnet. Dankbar wurde der Frau gedacht, die im Jüdischen Frauenbund die erste Anregung zur Bekämpfung der Tuberkulose und für die Errichtung dieses Heims gab. Auch mit diesem heim des Bundes wird der Name der Bundesgründerin Bertha Pappenheim unlöslich verknüpft fein. Arbeitsnachweis jüdischer Oraanisationen Schlesiens. Breslau 1. , wallstraße!2Z. Tel.: Ohle 7830. An die jüdischen Arbeitgeber! Der Arbeitsnachweis jüdischer Organisationen Schlesiers konnte am 1. April auf eine einjährige Tätigkeit zurückblicken Und kann abschließend seststellen, daß es gelungen ist, trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage in außerordentlichem Maße durch Vermittlung von Arbeit produktivste soziale Hilfe zu leisten. Trotzdem sind immer noch zahlreiche jüdische Erwerbslose gemeldet, die leicht untergebracht werden können, wenn bei vorliegenden Vakanzen jeglicher .Art die Vermittlunostgtigkeit des Arbeitsnachweises angcrufen wird. Wie immer, genügt ein telephonischer Anruf unter Ohle 7830, und der Arbeitsnachweis ist dann bemüht, nur' geeignetes Personal für die vakanten Stellen zur Verfügung zu stellen. An die jüdi.schenArbeitnehmer! - Zwecks Neuaufnahme und Empfangnahme von Meldekarten ist es notwendig, daß alle bei uns aemeldeten Stcllungsuchenden sich innerhalb vierzehn Tagen.nach Erscheinen dieser Zeitung bei uns melden. Nur auf.Grund dieser Neumtldungen können wir weitere Vermittlungen vornehmen. Die beschleunigte Meldung liegt daher im Interesse der Stellungsuchenden. Der verein zur Förderung ri ueller Speisehäuser e. v„ Hamburg 1, schreibt uns: I Die Rcickrsversiche cunasanstalt s ü r Angestellte gewährt bekanntlich den erholungsbedürftigen Versicherten Unterkunft und Verpflegung in Kurorten. Heilanstalten usw. Wie sich herausgestellt hat, verzichte» vieke Versicherte jüdischen Glaubens, auf diese Vergünstigung in der Annahme, daß hie Unterbringung in einem rituell geführten Hause nicht möglich sei. Diese Annahme ist völlig unzutreffend; vielmehr können die Versicherten, die rituelle Verpflegung wünschen und dieses dem Vertrauensarzt ausdrücklich Mitteilen, in den meisten Fällen auf die Gewährung ihres Wunsches rechnen. Dabei hat sich allerdings herausgestellt, daß Ekholungsbedürftisie solchen Gaststätten zugewiesen werden, die nach ihrer eigenen Anaabe -und nach Ansicht her betreffenden Kurverwaltung streng rituell geführt täerden, in Wirklichkeit aber absolut keine Gewähr iür rituellje Führung bieten. Dieser Umstand hat den Verein zur Förderung ritueller Speisehäuser e. V., Hamburg 1, veranlaßt, sich im Interesse der Erholunqsbedürittgen mit dem Direktorium der Reichsoersicherunqsanstalt für Angestellte in Verbindung zu setzen. Das Direktorium Hot sich daraufhin bereit erklärt, bei den* 1 im Register des genannten Vereins vermerkten Kurverwaltungen, soweit sie überhaupt in Betracht kommen, an- ' zuregen, daß diese dip Erholungsbedürftigen jüdischen Glaubens nur. solchen Speisehäusern zjuweisen, die unter Aussicht'des genannten Vereins stehen. Es ist also damit zu rechnen, daß her Wunsch der rituell lebenden Versicherten nach geeigneter Unterbringung in den weitaus meisten Fällen berücksichtigt werden wird. In Fällen, wo sich in dieser Beziehung Schwierigkeiten ergehen, ist der Verein zur Förderung ritueller Speise Häuser gern bereit, die erforderlichen Schritte omfzunehmen. preußischer Landesverband. i Nachdem Herr Curt Brienitzcr, Breslau, mit Schreiben vom 30. 3. d. I. sein Mandat zum Abgeordneten für den Verbandstäg des preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden niedergelegt hat und Herr Sanitätsrat Dr. Jungmann inzwischen verstorben ist, rückt auf Grund des Hrciswahloorschlages 5 (Breslau) Herr Lehrer Willy Freundlich, Breslau, in die dadurch frei werdende Stelle ein. Ortsausschuß der südischen Jugendverbände. Die nächste ordentliche Sitzung findet Mittwoch, den 29. er., 20.15 Uhr. pünktlich bei F r ö u n d. Viktöriastraße 68, statt. - Tagesordnung: 1. Bericht des geschäftsführenden Ausschusses.! 2. Erledigung von 'Aufnahmegesuchen. 3. Beschlußfassung über die vorgeschlqgenen Statuten.; 4. Anträge, i 5. Diverses. . ' gebeten, Anträge vor Beginn der Sitzung dem gefchäftsfvhrenden Ausschuß (z. hd. Gradenwitz, Trinitatisstraße 6) schriftlich zu überreichen. Eckstein. Gradenwitz. Freund. vereinigte Frauenvereine der U. O.v V. Logen. Der Verkauf der Handarbeiten jüdischer Frauen findet auch ,m Sommer werktäglich von 11—13 Uhr im kleinen Saal her Lessingloge statt. Der handarbeitsausschuß.

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