Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 4 (1927)
- Issue
- 5 (16.5.1927)
- Date
- 1927-05-16
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Äs. 5 Br««l«u«r Jüdisch«« «m«i n b « J lat» 71 tidjtunß derselben einen Vorschuß von 10 000 Talern, und durch Ueberweisung gewisser Abgaben, die sonst für die Staatskasse cingezogen werden konnten, wurdst ein Fonds gebildet, der das Fortbestehen der Schalk? sichern sollte. Das Gemeinde«! Haus auf der Graupenstraß: jvurde für die Aufnahme ber: Anstalt ausgebessert und k ergerichtet, ein Schulplan von Prorektor Stumme I4) jausgearbeitet und ein Schul«! kollegium ernannt, in welches Graf Hohm den Kammer«! Kalkulator Z i m m e r m a n ji5) utib Prof. Gedik e*), biej jüdische Gemeinde die Doktoren! Warb» r g und H q n s ch e l3), den Kaufmann Abrah.-i Danziger3) und deü Gem.-Syndikus D o h m3) delegierte. Als Inspektor und Oberlehrer wurde Ioßl Löwe Bri.I10) und als Lehrer Michael Elkaua Enge l11), Aron Freun b1*), Marcus R.o d)43), Samuel Cohcu Dyhrenfurt h^4), Philipp Lewin Siphr iis) mib Victor -Aron L obetha l43) angestellt. Den Unterricht in der polnisch« n Sprache sollte Nathan Magnus 'B u ck i43) u, d in Physik Dr. H s n s ch e l übernehmen. — Und am 13. März 1791, um 3 Uhr nach' mittags fand die feierliche Einweihung der Schule statt. Ein zahlreiches und ingesehenes Publikum hatte sich inDen mit den Bildnissep »es Königs und des Grafen geschtnückten Räumen eingesun ien: die Vertreter der Gemeinde, die Mitglieder des Schulkollegiums und der Judenkommission, Krsegsrat A n d r e a e43) ast Stelle des verhinderten Grafen vom Hohm, Prof. M a n s o43) dev Popularphilosoph Christian S ch u m m e l und S ch c i gymnasiums und Inspektor „Sophiens Reise von Menj begann mit einer, vom Magdalenengymnasium, G a r v e33), Prorektor b e l, der Rektor des Friedrich« der Protest. Schulen Breslaus. Auch die Geistlichkeit war Zahlreich vertreten; darunter der Priester und Universitäts-Pwfessyr Jungnitz und Pastor H s r in e s, der Verfasser dep damals weltbekannten Romans el nach Sachsen." — Die Feier j ammersekretär Bürde34) verfaßten und von dem Leipziger Komponisten H i l l e r in Müsik gesetzten Kantate. Tann wurden die 125 Schüler hereingeführt. Zimmermann hielt die Eintveihungsrede und übergab einem jeden der Zögli ige die, auf den Tag geprägte silberne Denkmünze. Nun folgten die Reden von Prof. Gvdike, Prof. Löwe und Oberlehrer Elkana, und mit einer poetischen, von E ft h e r B:rnard, geb. G a d33) gedichteten nnd von einem Knaben voi getragenen Danksagung33) schloß die überaus würdige Einwcihungsfeier der Königlichen Wilhelmsschule, die, nachdem sie noch am 15. 3. 1841 ihr 50 jähriges Jubiläum beganzeh hatte, wenige Jahre später, Eijde März 1848, ihre Pfo tey für immer schließen ntußte. gil't m t de | ') Von dieser Denkmünze Dr. Seeoer inir mitteilte, zwei Durchmesser, und eine kleinere. Museum besitzt beide.! -) Von Denkmünzen, die Schreiber dieser Zeilen nur noch lattvesältesten Lippm. Meyer, Jubiläum des Dr. Henschel und Schottländer geprägt« bekannt, den Besitz auch dieser Medaillen! *) Nach den Gem.-Akten, Namen Wilhelms-Schule zu Bresl den Schlesischen Prov.-Plättern 1 und Dr. Francolm über die W Arbeit von Freudenthal „Die Juden in Breslau" in der Mon.° i 4) Vergl. „Presl. Gem.-Blat> ' «) Starb 1815 als Geh. Reg.- Blälter, Bd. 61. S. 485. «) Geb. 1761, von 1783—81 woselbst er Latein, Griechisch Leipzig. Er ist Vers, eines hebr. Friedrich ist der Begründer des ~ h Siehe „Gem.-Blatt 3iümeranten 54 und 69). “) Gen.-Privileg. Schwiegerfähi Zochek (Brest. Gem.-Bl. vom 28. A: als Subskribent auf das in Wi Avigdor b. Simcha Levi aus Glaj, ') viel. „Gem.-Bl." vom 20. es, wie Herr Museumsdirektor Pros, ägungen: eine größere, 28,5 mm im einem Durchmesser von 21 mm; das Preslouer, Juden betreffen, sind dem die zum 70. Geburtstage des Ober- I erner die zum 50 jährigen Doktorim Jahre 1913 zu Ehren von Julius iosfentlich gelangt das Archiv boild in der „Nachricht von dem, unter dem au errichteten Institut" (Bresl. 1791), 91, den Berichten von Dr.^Neumann lhelms-Schule und der vortrefflichen »rsten Emanzipationsbestrebungen der ' r. 1893. vvm 17. Januar 1927, S. 1. Rat; näheres über ihn vid. Schl. Prov.- am Elisabethgymnasium in Breslau, Hebräisch lehrte, und gest. 1839 in Lesebuches, und sein Berliner Bruder' iturienten-Examens. in 24. Mai 1925, S. 69 (Stamm- Ab n des Stamm-Numeranten 150 Aron ug. 1925, S. 117). Abrah. D. wird en 1797 gedruckte N't-r» orim des au genannt. Dez.! 1924, S. 60. Nr Fre lebte bibl. Ober l> seines hier straße 1821 seit dam Berit Nach seiner i : 1911 geb. 1762 nsdenthal a. a. O 10 Jahre.im talmud. Kenrrtui. ') Unterricht« te 'ehrer, Jnspekt »r Berufung na “) Geb. in Br im Jahre 1866 ») Geb. 1763! (Leichensteiit Nh Geb. in 9S “) Geb. 1736 oder 1822 (K ») Um 1745 I. 1783 in Bresla 1T) Stammt« als Professor!, aus dem Friedhofe Claassenslrah« befindl. Grabstein u: gest. am 9. Adar 1802. (Näheres über ihn vid. S. 243, Anm. 4.) Er war ein Berliner von Geburt, tzause Dav. Friedländers und vereinigte in sich reiche isie mit allgemeinem Wissen. Deutsch, Hebräisch und Naturgeschichte und war und Bibliothekar an der.Wilhelms-Schule. Vor „ Breslau wirkte er nt Triest. , slau, war ein Verwandter des Dr, Henschel und starb md gestorben am 27. Siwan 1825, Friedhof Claassest- Nr. 2221). ■ ' eslau und gestorben 1792. . lebte zuerst in Berlin uiid starb hier am 1. Niffan > udenthal, 336). , , . Galizien geboren, war Lehrer in Glogau und Berlin, , woselbst er 1813 gestorben ist. ms Polen, studierte in Breslau Medizin und lebte »er polnischen Sprache an dem Königs. Gymnasium in und sophie Cha l Zur (Ed. 1 f Redü der sowiir >n. '") War Kannst ") Ein nanjh« ~ gestorben 1826 M) Geboren!! in Leipzig, Ottenburg. S1) liebe« Bür» ”) vid „G^m. Hochzeit ihref < Duckesz, „Äwpl **) Das Gebt n sind in der^ Measses" 179« die ins Hebri i . ,erreferent für. alle jüdischen Angelegenheiten. i< fter Historiker und Philologe: geboren 1760 in Zella ' in Breslau. . >!42 in Breslau, wal.von 1768—72 Pros, der Philoprioatisierte dann in Breslau. und starb 1798 in e vergl. Schummels, Bresl, AlManach, S. 80. -Blatt" vom 18. Febr. 1926, S. 20, Anm. 3. — Eltern weilte Rabbi Ionath. ‘ Eibenschütz in Breslau Lemoschaw", Krak. 5603, S. XXIV).. ck t, die Zitate und die bei der Einweihung gehaltenen Anm. 3 erwähnten „Nachricht usw." abgedruckt. Auch enthält einen Bericht Aber die Einweihungsfeier, sche übertragene Rede von Zimmermann. Seitens des „Mit Rücksicht ist «iine Neueinteilust dergestalt, daß ein saßt; Die Zahl de, erfo gende Neueinte Um nun nac > amt ich tätige Kräf uns Herren und D« sah, tspslege tätig si l das Amt eines Äoh Wo »lfahrtssislegerin Wir sind gebe ei initi (lieber entsprecht auf bitten wir, daß fahl tspslege arbeitest chseibei anzugeben: uni sah un- (Srn stra i inst Berg Ans, Hoc »l der! Bat- Ber hüll» uerfle der und sod« Her, trcti i diressl hau Sa Paül Geburtsort. Die Mitarbeit tspslege ist aus der Bitte des Ehrenämter. städtischen Wohlfahrtsamtes wird uns geschrieben: auf die starke Belastung einzelner Wohlsahrtsbezirke w derselben in die Wege geleitet worden, und zwar Wohlfahrtsbezirk in Zukunft etwa 6000 Seelen um- Wohlsahrtsbezirke beträgt zur Zeit 67, durch die zu lung l würde sie auf etwa 120 erhöht werden. de« beschlosienen Durchführung genügend ehrene zu« Verfügung zu. haben, bitten wir, schon jetzt men, soweit sie nicht bereits in der städtischen Wohl- »d, namhaft zu machen, die geeignet vnd bereit sind, lfahrtsdirektors oder eines Wohlfahrtspflegers bzw. zu übernehmen." n worden, auch, aus den Kreisen unserer Gemeindende Vorschläge zu unterbreiten. ‘ Mit Rücksicht hiersich Damen und Herren, die in der städtischen Wohlwollen, alsbald bei 'uns schristlich melden. Es ist Vor-' und Zuname, Stand, Wohnung, Geburtstag unserer'Gemeindemitglieder in der städtischen'Wohl; zahlreichen Gründen dringend, erwünscht, so daß wir städtischen Wohlfahrtsamtes gern anschließen. Jüdisches Wohlfahrtsamt. Israelitische» Krankenhaus. Grundst, inlegung .für .das neue Röntgen-Institut (Natyan-Littauer-Stkftung).. , Js a l-L! t nde Am Donnerst, > adstück des \e 96, die feiert tuts „Nathan-k Der Vorsitze.^. stegungs-Anstal ,rache auf die »herAgkeit des 1 dem Krankenha r :r, Nathan List- ' ügung gestellt! Nachdem de« en "Urkunde zur ' eingeschlossene mkt Und dieser Mit den besten dem Jsraelitiscke unserem deutst nn hintereinäniü en Adolf Da des Borst tor i. R. Gehei es Herren Gg lijitätsrat Dr. Ehrlich und Feilst, die übliche: d en g, den 14. v. Mts., mittags 12 Uhr, fand auf dem aelikischen Krankenhauses hierselbft, Hohenzollernche Grundsteinlegung für den Neubau des Röntgentauer-Stiftuna" statt. >e des Vorstandes der Israelitischen Kranken- , Herr Kaufmann Adolf Danzlger, wies in einer Bedeutung dieses feierlichen Aktes hin, er hob die ifters, Herrn Lukius R. Littauer in Newyork hervor, 3 zum Andenken an feinen in Breslau geborenen oluer, die Mittel für di« Errichtung des Instituts zur hat. Wortlaut der über die Grundsteinlegung aufgenom- Verlesung gebracht war, wurde die in einer Kupfer- Urkunde durch Herrn Danziger in den Grundstein | »anri durch eine Sandsteinplatte verschlossen. Wünschen für die glückliche Vollendung des Baues, Krunkenhause, seinen Patienten, der Stadt Breslau Vaterland« zum ,S«g«N gereichen möge, gaben r als Vertreter des Krankenhaus-Borstander die _i jcr, Martin Fraenkel und Josef Deutsch, als Vernpes der Synagogengemeinde - Herr Landgerichtser Justizrat Goldfeld, hie Primärärzte des Krankenmrat Dr. Roseustein, Professor Dr. Gottstein und z. der Bauleiter' Herr Regierungsbaumeister a. D. Vertreter der bauausführenden Firma Mathis, Herr . drei ^Hammerschläge ab. .