Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 4 (1927)
- Issue
- 4 (8.4.1927)
- Date
- 1927-04-08
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 4 Dreölauer Jüdische« @ewtinb«bl«i( 55 100 gahrq Wiener Stadttempel. Menorah-Derlag, Frankfurt 1926. Samson Nothschild: Au» D> rgangenheit und Gegenwart der israelitischen Gemeinde Worms. 8. J 'auffmann, Frankfurt. Fritz Blochr Die Juden in M titsch. 8naugur.-Difsert., Breslau 1926. Franz «osenzweigr Die Sch ist und Luther. L. Schneider, Berlin 1926. Martin Baderr Rede über bas Erzieherische. L. Schneider, Berlin 1926. Kemmerich! Moderne Kultur kuriosa. A. Langen, München 1926. Mar Solotoeitschikr Die Wed der Bibel. 8üd. Verlag 1926. (Rur für den Lesescchl!) VorisWitcher: Die Geschichte i >er kleinen Fliege. Gretblein u.To., Leipzig 1915. M. I. din Gorionr Die Säger der Juden. Mose. Rütten a. Loening, Frankfurt 1826. , Paul Mühsam: Der ewige t ude. 3. Oldenburg, Leipzig. Gemeindeplatt der Israelitischen Religionsgemeinde, Dresden 1926/26. Festschrift! anläßlich der Feier des 25jährigen Bestehens des Hilfsvereins der deutschen Juden. Rai 1926. 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Unter Mitwirkung der Zentralwohlfahrtsstelle wurden zwei Prooinzialverbände und zwo l f prtlichp Wohtfahrts- und Jugendämter neu begründet. , Wichtige Arbeitsgebiete sachlicher Art wurden teils neu übernommen, teils erheblich ausgebaut, vor allem die Vermittlung von Krediten aus Reichsmitteln, die Durchführung der Bestimmungen über die soziale Wohlsahrtsrente für die jüdischen Einrichtungen (Anstalten, Stiftungen usw.), die praktische Tuberkulosefürsorge, sowie die Förderung der Jugendpflege.und Jugendbewegutig. Auch auf dem Gebiete der Gesährdetensürsorge, insbesondere der Gefangenen- und Psychopathjenfürsorge, ist die Entwicklung im vergangenen Jahre ein Stück vorwärts gekommen, wenn auch gerade hier noch Wesentliches zu tun bleibt. Ein ausführlicher Bericht über die Gesamttätigkgit der Zentralwohlsahrtsstelle wird aus Anlaß ihres zehnjährigen Bestehens im September d. I. erstattet werden. Da» heim de» Jüdischen Frauenbund«» in Wyk a. Föhr für tuberkulosegesährdete Kinder und weibliche Jugendliche wird, nachdem die notwendigen Umbauten vollendet sein werden, voraussichtlich am 1. Juni eröffnet werden können. .Für «ine Wyker Kur geeignet sind Kinder mit überstandener Tuberkulose, Skrophplofe, mit Drüsen- und Bronchialkatarrh etc. Von der Ausnahme ausgeschlossen sind tuberkulosekranke Kinder, Kinder mit ansteckenden Krankheiten sowie nur Erholungsbedürftige. Das heim steht unter .fachärztlicher Leitung (des Herrn Dr. Gundermann, leitendem Arzt der Schönebeiger Heilstätte der Stadt Berlin in Wyk a. Föhr) und wird alle modernen Kürmittel zur Anwendung bringendes trägt daher den Charakter einer Heilstätte. Der Pslegesatz (einschließlich Kurtaxe, Arzt, Kurmittel) beträgt für alle Insassen 4 Mark täglich. Es können etwa 28 Kinder vün 4—14 Jahren (Knaben und Mädchen in getrennten Kolonien) gleichzeitig aufgenoenmen werden.. Außerdem ist das heim dafür eingerichtot, auch 4—6 weibliche Jugendliche bis 18 Jahre mindestens für drei Monate' aufzunehmeitt Man hat diese neue Maßnahme vorgesehen, um solchen Mädchen, die -nach beendeter Schulzeit und während der ersten Berufsjahre durch eine geschwächte Konstitutton der Tuberkulosegesahr leichter ausgesetzbsein können, durch mehrmonatlichen Aufenthalt an der See, bei geeigneter Ernährung, sonstiger Kurbehandlung und unter ärztlicher Aufsicht stehender Beschäftigung die notwendige GesundungSnöglichkeit zu bieten, die ausschlaggebend für das ganze spätere Leben ein kann. Eine Kurperiode für die Erholungskinder ist auf sechs Wochen berechnet: in Ausnahmesällen kann sie aus Wunsch des Arztes verlängert werden. -Zur Anmeldung erbitte man Fragebojen, die alle notwendigen Angaben enthalten, bei der „Anmeldestelle für Wyk a. F-öhr" per Adresse Geschäftsstelle des jüdischen Frauenbundes, B e r 71« C. 2, Rosen ft ratze 2.4. Die endgültige Entscheidung über die Aufnahme liegt in den häuten des Vertrauensarztes. Dr. Rudolf 'Neumann, Berlin. Nach Eingang der Anmeldungen wird entschieden werden können, ob die erste Kurp«riod( für Mädchen oder Knaben eingerichtet wird. Die besondere Statt in für weibliche Jugendliche bleibt durchgehend geöffnet. >> hebräische Sprachschule, Kirjath-Sepher, Breslau. Der Unterricht (Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene) beginnt wieder Montag, den 25. April, in den Räumen des jüdisch-theologifchen. Seminars, Wallftraße 14. Für Fortgeschrittene gibt es spezielle Stur den sür T'nach, Mischna, Agada, Grammatik, mittelalterliche und neuere Literatur. Jeder Kursus hat besondere Konversationsstunden. Zu Beginn des Sommersemesters wird ein neuer Anfängerkursus eingerichtet. Der Unterricht findet am Nachmittag und Abend statt. Die K «rse sür Kinder liegen in den Nachmittagsstunden. Folgende Sonderkursi werden bestehen: I. Literaturkursus A: Neuere Literitur: die romantische und realistisch« Schule (Lebensohn, Map», Gordon, Smvlenski und Mendele Mocher Scpharim). Vorträge und Lektüre. Donnerstag 8,30—10 Uhr abends. . II. Literaturkursus 8: Mittelalterliche Literatur: die hebräische Dichtung in Westeuropa vom 13.—15. Jahrhundert. Dienstagst8Z0—9,15 Uhr abends. : III. hebräische Arbeitsgemeinschaft, in der ven bereits im Dienste stehenden Lehrern und Lehreriiinen und den zur Lehrertätigkeit sich vorbereitenden Herren und Damen während einiger Semester Gelegenheit gegeben wird, ihre Kenntnisse in der hebräischen Sprache theoretisch und praktisch zu erweitern und zu vertiefen, in das Studium der hebräischen Quellen einzudringen und' sich mit der neueren hebräischen Literatur vertraut zu machen. Besondere Aufmerksamkeit wird in dieser Arbeitsgemeinschaft der Methodik des hebräischen Unterrichts und der hebräischen pädagogischen Literatur zugewändt. (Näheres über die Arbeitsgemeinschaft ist in den unten angegebenen Sprechstunden zu erfragen.)';l " Anmeldungen für alle Kurse (Ansäntzer und Fortgeschrittene) vom 25. April an stets Montag bis- Donnerstag. .7—8 Uhr abends, Wallftraße 14, parterre, 2. Tür links.. Anmeldungen für die Arbeite gemeinschaft werden nur bis zum 5. Mai entgegengenommen. Schriftliche "Anfragen und Anmeldungen erbeten .an: Hebräische Sprachschule, Wallftraße 14. - * - hebräischer Kindergarten .Firjath Sepher". Der Vorstand des Vereins zur Pflege der hebräischen Sprache „Kirjath- Sepher" beabsichtigt, zu Beginn des neuen Schuljahres einen hebräischen Kindergarten zst eröffnen. Nähere Auskunft darüber und Anmeldungen vom 25. April an bei Frl. Irma horooih, Wallftraße 14, BI. Etg. r