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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1927-03-14 · 3 (14.3.1927) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
4 (1927)
Issue
3 (14.3.1927)
Date
1927-03-14
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Nr. 3 Breslauer Jüdisches Gemeindeblatt ihn. 6 a m m 9 1926, Der statt um scherze» in de» „Toh Haftes Mäh Situation, auch amüs meidende Der ein saubere!» Gronemann: ^amans Flucht". E i n Purimspiel. R. Löwit, Verlag, Wien-Leipzig. _ ewige Haman, von dem die Juden erst befreit sind, wenn sie sicb , um sich selbst kümmern — da» ist da» Motiv de» kleinen Purimfünf Szenen, den der ausgezeichnete Schriftsteller, der Verfasser cvabohu", den Kleinen und Großen geschenkt hat. Ein schcrzchensvicl, voll launiger Einfälle, lustiger Verse und wirbelnder besonders geeignet, bet Purimfeiern dargestellt zu werden, aber Lektüre durcb seine Friscbe, das „Herkömmliche" glücklich vcr- Art. —! Verlag R. Löwit, der das lustige Büchlein herausbringt, hat ihm Gewand gegeben. n Ttaö dem vttemslebea. U I Jubiläumsfeier de» Misrachi. Em Vierteljahrhundert ist es in diesefn Monat her, daß sich thora-! treue Zionisten, an ihrer Spitze der Lidaed Raw I. I. Reines s. A... zur Gründung des zionistischen Sonderverbandes Misrachi zusammen-! sanden. Jsn Lause der Jahre hat es der Misrachi verstanden, das Aus»! bauwert Palästinas wesentlich zu fördern, In kultureller Beziehung durch' Schaffung sind Ausgestaltung aller Arten von Unterrichtsanstalten, so daß gegenwärtig an 52 misrachistischen Schulen Palästinas 6000 Schüler! Unterricht genießen. Aber auch religiöse styd wirtschaftliche Aufbauarbeit! Hot der Misrachi geleistet durch Fürsorge ritueller Einrichtungen, Unterhaltung von Heimen und Arbeitsstuben für Frauen, durch Stärkung der religiös gedichteten Arbeiterschaft, durch Gründung der MisrachüBank, die im ^verhangenen Jahre trotz wirtschaftlicher.Depression in der Läge! war, ihr Kapital etwa sechsmal umzusetzein. Aber nicht, um auf dem bisher Gesckassenen auszuruhen, feiert hie Misrachi-Weltorganisation! allenthälbeih sondern um weite Kreise unserer Gemeinschaft zur Mitf arbeit qufzurütteln. , ' Auch in unserer Gemeinde fand eine solche Feier im großest Saas der Lessing-Loge statt und groß wab die Zahl der Erschienenen, die der Vorsitzende,! Dozent Dr. R a b i n, begrüßte. Es überbrachten Glückwünsche ooist Rabbinat Gemeinderabbiner Dr. Hofsmann, vom Gemeindeborstand Sanitätsrat Dr. Bach, von den- Gemeindevertretung Dr. Schlesinger, der auch für den Verein zur Förderung der Inter^ essen der Synagogengemeinde sprach. Rechtsanwalt Iäcobsoh» sprach für dje Breslauer Zionistische Vereinigung, Dr. F r e y h a h n fürs die Aqudas Jisroel, Rechtsanwalt Littmann für die B'ne Brith-Loge» . und Rabbiner Dr. Simonsohn für das Kuratorium der jüdischen Schule, für den Verein Machsike Thora und den Esra. „Dienst am Volk"! lautete der Festvortrag, den Ministerialrat H. Goslar Berlin hielt. Er zeichnete in hinreißender Rede die Ausgabe vor, die in restloser Hingabe aller Kräfte an den rechten Lebensfinn der Arbeit für das jüdische Volk und die übrige Welt bestehen soll. Umrahmt wurde die weihevoll verlaufende Feier durch Gestmgsvorträge des Oberkantor W e i ' Ejne am gleichen Tage vom Vorstand des Misrachi veranstaltete Sitzung mit dem Vorstand der hiesigen Zionistischen Vereinigung und der AgUda und die hier gefaßte Resolution dürsten vielleicht einen Weg eröffnen, um das Schulwerk in Erez Israel gemeinsam zu unterhalten und auszugestalten. Die Ehewraß „Gmiluh Ehefsed Umischan Aweilim" feierte any Sonntag, den. 13. Februar, ihr diesjähriges Stiftungsfest. Schon!eir Wochen sanden unter Leitung dös Festausschusses, an dessen Spitze -er Vorstand Herrn Jsaac Pleßner beities, der sich auch hier wieder in hervorragender Weise betätigte, Vorbereitungen zu dem außergewöhnlich gut gelungenen Feste statt. Mast bemerkte unter den Gästen Vertreter des Rabbinats, Vertreter des Vorstandes der Synagogengemein-e, des Wohlfahrtsamtes und des Jüdischen Schwesternheimes. Für dsn Abend waren neben namhaften Künstlern, wie Herr Oberkantor Porin, der sich mit -seiner wundervollen Stimme in den Dienst der guten Sache gestellt hat, auch noch andere Damen und Herren der Gesellschaft gewonnen. Noch viel vor Beginn der Teetasel war der große Lessing-Logensaal so besetzt, daß vieles, die gern an dem Fest teil* genommen hätten, wieder nach Hause gehe« mußten. Den Mittelpunkt der Veranstaltung bildete ein von Herrn Pleßner verfaßtes Festspiel „Die Chewrasstden", in dem sich besonders Herr Dr. William Boß und Herr 3fi Rein durch ihre künstlerische Begabung hervortaten. Nicht endenwvllender Beifall bewies, daß das Publikum von dem Inhalt des Stückes als auch von der Art des Spielens begeistert war. Durch eine von Gemeindemitgliedern reich beschickte Tombola — an dieser Stelle sei den!Spendern nochmals herzlich gedankt.— war den Gästen Gelegen heit geboten, auch hier der guten Sache zu dienen. Neben den künstlerischen Genüssen war für das leibliche Wohl durch Wurst-, Obst- und Schokoltidenbuden reichlich gesorgt. Den Schluß des wohlgelungenen Abends! bildete der jetzt unvermeidliche Tanz, bei dem die Jugend als auch die älteren Herrschaften zu ihrem Rechte kamen. | Wenn wir auch in Anbetracht der sehr große« Anforderungen, die von allen' Seiten an den Verein gestellt werden, mit einem größeren Ueberschuß gerechnet haben, so kann im Großen und Ganzen die Festleitung!mit dem finanziellen Erfolg zufrieden sein. Allen, die sich in den Dienst der guten Sache gestellt haben, sei an dieser Stelle nochmals herzlicher Dank ausgesprochen. Die G^ellschasl für jüdische Fam! teilt mit, daß es ihrem Mitglied, Herrn Stud Wien, gelungen ist, ein umfangreiches Quellen«! i Breslauer jüdischen Familien seit der Mitte d»! sammenzustellen, wie es. in ähnlicher Reichhaltig! andere jüdische Gemeinde in Deutschland gesamn liegen genaue Listen sämtlicher jüdischer Gemeinde! Jahren vor: 1741. 1743, 1744, 1752, 1757, 170: weiteren Jahre des ' 19. - Jahrhunderts bieten Bestände des Breslauer Jüdischen Gemei.nde-Arl) Die Bearbeitung eines Breslauer jüdischen Büi g leine allzu großen Schwierigkeiten mehr bietebf der Breslauer Ortsgruppe der Gesellschaft für werden. isiensorschung enassessor Dr. Klibanskiterial zur Geschichte der s 18. .Jahrhunderts zueit wohl bisher für keine elt wurde. Für Breslau Mitglieder aus folgenden 2, 1801, 1812. Für die dann die reichhaltigen ios lückenloses Material, erbliches wird nunmehr und eine Hauptaufgabe jüdische Familienforschuyg - Die Zenlralwohlsahrlsstelle der. der tschen Juden i t.t a g s 3 ll h r, Gemeinde zu Berlin, hat in diesen Tagen an die ihr angeschlossenen Gemeinden, Organisationen und!Vereine die Einladung zu ihrer Mifglikl crversammlung versandt, die am . S o n n t a g, d e n 3. A p r i l, n-a ch m im iRepräsentantensitzungssaal der jüdischen Oranienburger Straße 30, stattsinden wird. ' Hauptverhandlungsgegenstand ist die n i U e Satz.ung, welche . gemäß dem Beschluß der letzten Düsseldorfer Tagung der Mitglieder» Versammlung in neuer. Fassung oorgelegt wird. . Die neue Satzung soll der weiteren Festigung der organisatorischen Grundlagen der Zentralwohlsahrtsstelle als der vom Reich anerkannten Spißenorganisation der jüdischen Wohlfahrtspsle;e in Deutschland dienen. Sodann-soll durch die Satzung vor allem auch der Zusammenhang zwischen der Zentralwohlsahrtsstelle und allen übrigen an der jüdischen Wohlfahrtspflege beteiligten Organisationen im ganzen Reiche verstärkt und oertiest werden. Auf Grund der Satzung wird fernereine Neukonstituierung des Vorstandes stattsinden. . f Die Beninerinnenu«d Erholungssürsorge des Jüdischen' Frauenbundes (für erwerbstätige Frauen und-'Mädchen) sorgen, die durch Kriegsim Gegensag zu ihrem den Kampf' ums Dasein ist seit vielen Jahren bestrebt, für diejenigen zu zeit und Inflation mittellos geworden sind uyk früheren gesicherten Leben jetzt gezwungen sind, in schwersten Formen auszunehmen. Aus der Einsicht der unerläßlichen Notwendigkeit heraus sollen außerdem' Bade» und Erholungsreisen für erwerbstätige Frauen und Mätzchen ermöglicht werden. ' Im Vorjahre erhielten 81 Damen des gebildeten Mittelstandes Zu-, schütze zu Badereisen.! 1 1 Die Erholungssürsorge ist ausschließlich für Erwerbstätige bestimmt, um'diese arbeitsfähig zu erhalten, und wird nur auf Grund ärztlicher Bescheinigung geleistet. - ' Abmachungen NÜt dem Jüdischen Kürhospital in Warmbrunn und mit dem Kindcrlandheim des Jüdischen Frauenbundes in Flinsberg sichern eine gute Versorgung der Erholungsuchenden. Für die Frühzahrsmonate wird besonders Flinsberg empfohlen, dasmit seiner Hochgebirgslust, den Stahlbädern und der allseitig gerühmten guten Verpflegung die Gewähr für einen guten Erfolg bietet. Von Mitte März bis Ende Juni wird das.Heim ausschließlich von Daiyen belegt. ^Meldungen sür die Erholungssürsorge des Jüdischen Frauenbundes sindzu richten an: Frau Professor G u i t m a n n, Freiburger Straße 1 l. und-Frau Grete Vial, Kaiser-Wllhelm-Straße 1P.! Die Soziale Grups e für erwerbstätige jüdische Frauen und Mädchen richttzt zum bevorstehenden Schulschluß an die Mütter der schulenttassenen weiblichen Jugend den dringenden Appell, die Mädchenbei der Berufswähl auf den Beruf der Hausgehilfin besonders aufmerksam zu machen. Die 'Nachfrage nach jüdischem Hauspersonal hat durch die guten-Erfahrungen, die man mit jüdischem Hauspersonal gemacht hat, sehr zugenommen. Nach einer halbjährigen Lehrzeit.können die Mädchen sich schon selbst ernähren und sogar in manchen Fällen die Eltern unterstützen.!Wir macken die Mütter darauf aufmerksam, daß in allen anderen Berufen die Lehrzeit eine viel längere ist Und die Möglichkeit, eine Stellung zu finden, viel schwieriger. Es kommt noch hinzu, daß die hauswirtschaftliche Ausbildung unserer Mädchen sür ihre spätere Zukunst, auch! wenn sie nicht inehr in Stellung gehen, unbedingt erforderlich ist. i Am 1. April beginnt in der Hausgehilsinnen-Schak« der Sozialen l>> r U p p e ein neuer Kursus, auf den wir Mütter und Töchter aufmerksam machen wollen.! Anmeldungen in unserem Büro, Höschenstrabe 84. Telephon - Stephan 36 289.! . . Jüdische Volksschule, Behdigerplah 3. Wegen des Peßachfestes sind die Osterferien für unsere Schule iwiej auch für das Jüdische Reform-Realgymnasium) nach einer Ber» füguttg des Herrn Oberpräsidenten um fünf Tage verschoben worden, so daß der Unterricht am Montag, den 11. April, schließt und am Dienstag, den 26. April, wieder beginnt.> Die Lernanfänger treten jedoch schon am Freitag, den 1. April, um 9 Uhr ein. Der Schulleiter: Fei lch e «seid.

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