Mannheim
Compact Memory

Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1927-02-21 · 2 (21.2.1927) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
4 (1927)
Issue
2 (21.2.1927)
Date
1927-02-21
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/3970005-7569520-7569570--0489-3970455
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Nr. 2 BreSlauet Jüdisch«» Gemeind« blaff i 21 feierte a Äörnerftfi Da > li e o p o beit und meinde Wlauben^i sich noch De! Berta Rawitsch genießt. len S0. Geburtstag n 20. Januar Friu Sannt) Korpulus geb. Rosenstein, atze 34, im Streife selbe Fest beging d H e i in a n n, geistiger Frische, lstigehört. allen woh gemeinfchast lebha heute in verschiede weiteren feierte ihrer Familie. vor einiger Zeit auch der Kaufmann Ssaiser-Wilhelm-Straße 151, in bester Gesund- Er hat säst sein ganzes Leben unserer Betätigen Einrichtungen der Stadt und unserer tes Interesse entgegeng^bracht und betätigt ien Ehrenämtern. den 80. Geburtstag am 6. Februar Frau Jacob geb. Guttstadt, Friedrich-Wilhelm-Straße 25, die aus stammt und seit v elen Jahren in Breslau'ihren Lebensabend Frei fei Demselben Jubeltag h a l geb. Heimaten ra Kadischa. Sie nd' in der Siechen ude haben, einen ern zu können, frühere Schächter Äaruthstraße Ich ' auch, nach den a inde und die Ehernst ann ihre besonder« 18. März 1927 dü lhclm-Straße 188, n Veranstaltungen Geburtstage begl wünschen allen Glückes. Rosen der Cherb Lebensaye große sohnes Der m a u n wenn es Die Gemst reichen Am Uaiser-Wl wohltätig: üemselber Wir und des feiert am Sanitätsi sangreich« n Kultus-A Jahre in , D« 23. Februar 1927 at Bach, Kaisera Gebietes des Wodl isschusses. Wir wtz seinem 'Amte zum Seinen lsegeht am 11. März Frau Henriette Witwe'des langjährigen Kultusbeamten verbringt bei allgemeiner Beliebtheit ihren Hausstiftung" Menzelstraße und wird die £ag später auch die Varmizwah ihres Enkel- und Ritualaufseher H e y m a n n S a l z - fbiertc ant 20. Februar den 89. Geburtstag, iptlichen Aufzeichnungen bereits der 83. ist. a Kadischa haben diesem frommen, kenntnisn Glückwünsche dargebracht, fen wir den- Kaufmann Leo G o l d st e i n, einen in' der Geschäftswelt und bei allen wohlbekannten und angesehenen Mann, zu i ckwünschen. Jubilaren noch vielt Jahre der Gesundheit n bv. Geburtstag das,Mitglied des Gemeindevorstandes, Herr Pilhelm-Etraße 43, Sachbearbeiter des jumlsahrtswesens und Vorsitzender des liberalen nschen dem beliebten Vorsteher, noch viele Segen der Gemeinde wirken zu können. sünszigsten Geburtstag begeht am 22. Februar Her dem niedsrschlefischen Städtchtz Jahren. Seinen und absolvierte dünn ein h sophie, aste Sprachen, Gescchi senschaften studierte Doktorwürde erwa Vortragender tätig, tätigungsgebiet geschaffen, daer als eine der ersten Autor i auf blind mfürsorgerischem Gt Reiches Wissen und g großen Hörerkreisen rasch a Wie wir hören, ist Her:- begriffen und verlebt seinen Staatswi juristische und als und der a n st a l t 17. ftanuci die Vertreib Krankend Berlin, Einzelper eingeladei i ^nach einlsti punkt des Strauß), Wohlfahrt» forderlich« stelle der Aufh rissen, sie Familie, für die Die Itebi noch beha mit den Alle Refef soziale K werden ni stallen des > nichtjüdisc )• muß kliniken bi heitsfürsokgi A »fl t Cr Dr. phil. et. jur. Ludwig Cohn. In n Marklissa geboren, erblindete er im Alter Unterricht erhielt er in einer Blindenanstalt t monistisches Gymnasium, worauf er Philoijchte und Literatur und später Rechts- und und sich sowohl die philosophische wie die ■b. In umfassendem Maße schriftstellerisch hat sich Herr Dr. Cohn ein weites Benoch wesentlich dadurch erweitert wird, daß täten aus dem Gebiete des Blindenwesens biete eine führende Stellung einnimmt. »ße Redegewandtheit haben ihn in seinen hßerordentlich beliebt gemacht. Dr. Ludwig Cohn auf einer Vortragsreise sünszigsten Geburtstag fern von Breslau. Die Zentralwohls ahrtsstellc der deutschen Juden Bund der jüdischen Kranken- und Pflegten Deutschlands hatten gemeinsam am Montag, den r 1927, die Vertreter jüdischer Kranken- und Pflegeanstalten sowie er einer ganzen Reih, bedeutender städtischer und interkonfessioneller tuser, desgleichen d is Wohlfahrtsamt der jüdischen Gemeinde die Berliner Rabbirer, verschiedene Vereine und interessierte onen zu einer Aussprache über die Soziale,Kpankenhausfürsorge Unter Leitung von Prefesior Dr. Seligmann wurde dos Thema itenden Ausführungen des Herrn Dr. Philipsborn vom Stand- Seelsorgers (Rabbiner Dr. Löwenthal), des Arztes (Geb.-Rat Dt. der jüdischen Anstastsverwaltung (Direktor Dr. Koburger), des amtes (Lugen Caspary) beleuchtet; die Aufgaben und die er- Ausbildung von Fräulein Frieda Weinreich lZentralwohlfahrtsdeutschen Juden) gesebildert.? ‘ gaben und Ziele der Sozialen Krankenhausfürsorge sind fest umerstrecken sich einmal auf den Kranken selbst, znm anderen auf seine ' e hilflos zurückgeblieben ist. Hier muß die Derbindung geschaffen, tellung wirtschaftlicher und gesundheitlicher Räte gesorgt werden, efführung des Genesenen ln das Berufsleben, die Betreuung des pdlungsbedürftigen Entlassenen sind vorzubereiten j. bic Verbindung cganen der allgemeinen und freien Wohlfahrtspflege ist berzustellen. enten waren sich darin einig, daß eine beamtete gut vorgebildete rstnkenhausfürsoraerin (möglichst Sestindheitsfürzotgerin) eingestellt üste, die ihre Wirksamkeit nicht nur auf die in den jüdischen Avndlichen Patienten, sondern vor allen Dingen auch auf die in den en Kranken- und Pflegeanflalten untergebrachten Juden erstrecken ns» wurde die Wichtigkeit der Betreuung der Besucher der Polifroorgehoben, um eine Gewähr dafür zu geben, daß die gesunderischen Anordnungen auch wirklich durchgefüyrt werde». Es gilt, eine Form zu i findest, um emDstedeiblichp fänttlichen in Frage konnnenden öffentlicheir. und tungen sowie vor allen Vingjrn mit den Fürsor« > jüdischen Anstalten ijoirken, zu erreichen. Es nun wesenden betont, daß auf die Mitarbeit der ehr» Einstellung. einer Bernfskraft nicht. verzichtet ir ehrepamtlichen Mitarbeiter durch besondere. Kur Solche Kurse, verbunden mit einer Praktikanteuti sollen in Gemeinschaft mit dem jüdischen Franc Die lokalen Berliner jüdischen Oroauisotione», v, der jüdischen Gemeinde Berlin, werden sich ntni fübrung der vielseitigen ivertvollen Anlegungen in sehr guten Anfängen in Berlin vorhandene L systematisch weiterentwickeln. . . Die' Zentralwohlfahrtsstelle der deutsche'» jüdischen Kranken- und Pfleqeanstalten Deulsctfs gelegen sein lassen, die Durchführung oder den Aüi bausfürsorge auch in anderen jüdischen Gemeind und durch Rat und Tat zu unterstützen. enge Zusammenarbeit mit privaten Fürsorg ^eimicbj, erinncn, die an dcst niebt- .stde wciterbin von a len Annamtlichen Tülfskrc fte trotz iserdau soll, daß aber diese e gclcbult werden sinuyen. tinkcit in Krankenaststalten. rbünd eingerichtet werden. allem das Woblfashrtsanii ist ehr der praktischest Durcb annebinen lind die bereit- - »ziale Kronkenbaus-ürsorg« vor Juden und der Bund der ands werden es. sich an-» bau der Sozialen Krankenn Deutschlands anzuregen n Bus dem üereineliben. K Die Gesellschaft für Jüdische Zo milienforschung versendet soeben ihr Dezenrberbeft und schl'eßt scynir den zweiten Nährgang ibrer Tätigkeit ab; ein Beweis für das nachhaltige und wachsende Interesse an ibren Bestrebungen. Der bekannte Erforscbeider jüdischen Volkskunde. Dr. Mar Grunwald in Wien, setzt,seine Darin llung der säntlicben Racbkömmlinge de» k. k. Dberhoffaktors, Simfon, D ertheiiners in Wien fort; Josua Friedlaender-Perlin steuert einen Aufsatz über den Raine» Falk bei den Juden bei, und "stützt sich insbesondere au' die Akten der Gemeinde Märkisch-Friedlands, die aucb sonst für dip jüdische Familiengeschichte besondere Bedeutung'" beanspruchen darf. — Vor illen( wird ein Auffan des Berliner Privatdozenten der Medizin Dr. Fritz Schirr, Serologe.in einem städtischen Krankenhaus, über das Vorkommen det Blutgnippen des Menschen bei den Juden interessieren, da die Raisenschütz er und völkischen Pseudoivissenschastler in letzter Zeit mit der Bebauvtli«!) mebbsach gekrebst haben.- das Blut der jüdischen Rasse sei in wisseüschokti ich erakrer Weise von bem der Richtjuden zu unterscheiden. Scsüff kömmt gr f Grund zablreicher eigener und fremder Untersuchungen (im ganzen sind es etiva 100 990 Menschen, darunter 1799 Juden) zu dem Resuttat, dgß iin allgemeinen die Juden der verschiedenen Länder eine alißerorhentliche Annäherung an ihr Wirtsvolk aufweifen, ohne freilich völlig ,nit diesem übereinzustinunen. Die deutschen Judeniäbneln also in chemischer Beziehung ihres Blutes den deutschen Richlinden «ventl. mehr, als den Glaubensgenossen z. D. im Balkan, und s? fort. Schiff i betont, daß die iüdikche Familienforschung zur. prinzipiellen Aufklärung auch derartiger Fragen beizutragen in elfter Zfeibe berufen ist. Ein Artikel von Rabbiner Dr. Flesch in? olnstounice bringt eine für die Ramensdentung sehr wichtige > Zusammen telbrng der jüdischen Abkürzungen, die zu Familiennamen geworden si nd; so wie beutzutaae der Berliner von „Kadew«a-ncher-von „Hapag" spricht, haben schon im Mittelalter die Juden von Raschi, Rambam und ähnlichen Worten Gebrauch gemacht, die weiter nichts als die Anfangsbuchstab:n, z. B. der Worte j^Rabbi Schlomoh Jsaac" usw. darstellen. Diele im qll zeineinen' unverständlich gewordene Ramen iverde» hier in dankenswerici - Weise klargestellt. Ein angebangtes Mitgliederverzeichyisl z ei^t, ab wie vielen Orten außerhalb und innerhalb Deuffchlands die Gesellschaft bereits FUß gefaßt bat, und ermöglicht durch die Angaben der genauen Adressen eine direkte Fühlungnahme der Interessenten untereinander. ,. - Arbeilsnackiweis jüdischem Organffo! ionen Schlesiens. Breslau 1, Wallstraße 23, II. -st Telephon: Ohle Gesuchte Stellen: für Büropersonal ui b. kaufmännisches Personal jeder Art. Hauspersoual, Handwerkei, 1830. .Arbeitspersonal (gelernt und ungelernt), Kindersräuleins,. Wirjschgfterinnen, Hausdamen, Gesellschafterinnen, Studenten zwecks Erteilung von Rachhilieunterricht. — ■ Dfic'ne Stellen: fmifin. (Kontor., Stestütizp.), .Hauspersonal (Er» zieherin, Wirtschastsleiterin, Hausmädchen, Kinderfräulöin), Lehr- > . linge bzw. Lehrmädchen, Reisende, Vertreter div.. Branchen. Sprechstunden: Männk. Abteilung Montag bist Freitag, 3—5 Uhr nachm. Weibl. Abteilung Montag bist Freitag, 19—12 Uhr vorm. Wir machen wiederholt darauf aufmerksam, daß Stellungssuchende bei Besetzung vakanter Stellen nur dann Berücksichtigung finden können, wenn sie sich wöchentlich wenigstens einmal zu den Sprechstunden einsinden. ' ■ ‘ * Wir bitten, unser Inserat im Inseratenteil der heutigen Nummer des Gemeindeblattes zu beachten! j Lehrlinge, die Ostern die Schule verlasien und noch keine geeignete Lehrstelle gesunden Habens wenden sich an den Llrbvitsnachweis jüdischer O r g a n i s ä t i om e n Schlesiens, Wallstraße 23. II. — Tel.: Ohle 7830. Sprechstunden: Männliche Abteilung 3—5 Uhr nachmittags (außer. Sonnabend und Sonntag). Weibliche Abteilung .10—12 Uhr vormittags (außer Sonnabend und. Sonntag). r

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.