Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 4 (1927)
- Issue
- 2 (21.2.1927)
- Date
- 1927-02-21
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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. Breslauer Zttölfches Gemeinöeblatt Amtliches Blatt der Sypagogengen >einde zu Breslau Schrlstleltung: VerwalNmgSdlresior 0r. Nerynltz Breslau. Wallstrabe 9 I DrucI und Anzeige^ Annahme: Druckerei Th. Schatzky Wstengesestschaft Verlag: Büro der Sgaagogengemetnde. Breslau. Waststr. - / Tel. CR. 1612 | Breslau 3, Neue Si 3In^iacnbrrW: sic « grsv. 5BUnme«»t-3*U* oder deren 3taum u via. — 3M >1 aupenstrabe Nr.? / Femfprecher Nlng 8331 u. 8332 I «sende» 3Iuftragtn Ttobott.' «uanaiM Alle die unter dem Namen de« Verfassers erscheinenden Artikel und die Vereinsnachrichten llbt mehmen wir nur die prestegefetzstche Verantwortung 4. Saftnr. 21. Februar 1927 Rr. 2 Gemeinüeyertreter-Slhllng K Januar 1927 l n Dr. R e ch n i tz. vom 27 Bericht vl ober, mit Die Sitz mg eröffrete . der Altersvorsitzende, Herr einem kurzen Ueberblick über das ünem Dank an den bisherigen Vore r. für die umsichtige und .une Arbeit der Versammlung so an- Wahl des Büros, die folgendes Er- W i l h e l m vergangene Jahr und mit sitzenden, Iustizrat P e i parteiische Leitung, die ds genehm machte. Darauf schritt er zur , gebnis hatte: Als er st er Vorsitzender wurde IR. P e i s e r mit sämtlichen 17 Stimmen wiedergewählt. Er nahm die Wahl an. dankte dem Alterspräsidenten für die Leitung und die anerkennenden Worte mit dem Wunsch, daß er das Amt des Alterspräsidenten noch vie e Jahre inne haben möge, und übernahm darauf den Vorsitz. Als er st er stellv. Vorsitzender wurde IR. Kali sch mit 12 Stimmen (sechs weiße Zettel) wiedergewählt und nahm die Wahl dan end an. Als zweiter st eil v. Vorsitzender wurde Herr Martin Fraenkel int 16 Stimmen (zwei weiße Zettel) ^gewählt. Als erster Schri tführer RA. Jacobsohn mit 15 Stimmen (drei weihe Zettel), als t |t e 11 o. Schriftführer Herr Gins m t 18 Stimmen. ' Nach Verlesung eini;er Dankschreiben und, Einladungen gab der Vorsitzende, IR. p eis er, hie neue Aemterverteilung im Vorstände bekannt. , , Darauf berichtete H< rr Gins über den von: Vorstande vorgelegten Rechnungsabschluß 1925/26 mit einer eingehenden kritischen Würdigung der Gemeindefinanzen. Aus der vom Vorstände beigegebenen Begründung spreche ein gewisser Pessimismus durch den Hinweis, daß sich der Betriebsfonds im Laufe des Etatsjahre > 1925/26 um 22 900 Zentner 5% fchlef. landfchaftl. Roggei «Pfandbriefe, 42 000,— Mark 8^ Goldpfandbriefe der Ber>. Roggenrentenbank und 48 500,— Mark in bar vermindert habe. Bei näherem Hinsehen efgehe sich aber die angenehme ^atsache^ daß der Abschluß doch nicht , so schlecht ist. Wir dürfen lem Vorstand und den Verwaltungsbeamten für die umsichtige Leitung der Geschäfte und die erfolgreiche Finanzgebarunx unseren vollen Dank zollen. Zu den einzelnen Kosten gab der Berichterstatter noch folgende Erläuterung: Ter Haushalt der Reuen Synagoge habe einen Zuschuß von über 117 000,— Mark erfordert gegenüber einem Zuschuß von nicht ganz 37 000,— Mark der Alten Synagoge. Dabei sei zu t erücksichtigen, daß in diesem Zuschuß eine einmalige Ausgabe von 66 000,— Mark für die neue Heizungsanlage und 17 0)0,— Mark für Ankauf von Eigentumsplätzen enthalten seien. Der letztere Posten sei eigentlich eine Vermögensanlage, i nd er empfehle künftig die hierfür «ufgewendeten Beträge nr ter den Dermögensanlagen und nicht im Etat der Neien Synagoge jzu buchen. Erfreulich sei der große Zuschuß vun 214 871,—Mark sür das Wohlfährtsamt, denn er zeigt, w«lche Anstrengungen die Gemeinde ntacht, der furchtbaren Not;u steuern. . : ♦ Die konserv ltive Religionsunterrichtsanstalt I erfordere einen Zuschuß vc n fast 50 000,— Mack gegenüber ejnem Zuschuß für die liberale Religionsunterrichtsynstalt! II von 25 000,— Mark. Das komme wohl daher, daß die Peligionsunterrichtsanstalt I mehr Unterrichtsstunden habe sind daher mehr Lehrkräfte benötige.; Bei der Allgemeinen Verwaltung blieben die Ausgaben 1925/26 erfreuli herweise hinter den von 1924/25 ium etwa 30 000,— Mark zurück. Diese sparsame Wirtschaft verdiene volle- Anerkenne lg. (Ueber die unhaltbare Ujrberanstrengung der Beamten im Büro und Kasse ist in der geheimen Sitzung bei der Vorlage der Anstellung einer weiteren Bürokraft aus-, führlich gesprochen worden.) Unter den Einnahmen der Allgemeinen Derwc ltung mit 173 411,— Mark befinden sich die Erlöse aus den zur Deckung der laufenden Ausgaben verkauften Wertpapiere de. Betriebsfonds. Außer dem verbleibenden Betriebsfonds v in 98 150,— Mark in bar 22 000,— Mark 10% Bert. Hy poth.-BankpfaNdbriefe und 20 000t— Mark 8% Schles. Bod. -Kred.-Goldpfgndbriefe befinden sich aber noch im Baufonds, außer einem! kleinen Barbetrag, j 23 000,— Mark 8% Schle. landfchaftl. Pfandbriefe, und im Stiftungsaufwertungsfonds 5500,— Mark 10% Berl. Hypoth.-Bank und 6000,— M irf 8% Schles. landfchaftl. Pfandbriefe. Die Verminderung d>s Betriebsfonds ist also nur scheinbar so groß und er vermute wohl richtige daß der Vorstand bei Anlage der Gelder sehr günstig operjiert habe. - Der Berichterstatter empfiehlt schließlich die Genehmigung des Abschlusses und die Annahme des Vorstandsantrages, den rechnungsmäßigen Ueberschuh (Betriebsfonds) auf die Neue Rechnung vorzutragen, Der Vorsitzende dankt Herrn. Gins für seinen eingehenden Bericht und schließt sich dem Danke an den Vorstand, und die Beamte^ an. Die .Vorlage, wird hinauf einstimmig angenommen. . Im Anschluß daran werden auf Antrag des Vorstandes die Rechnungsprifer für die Bücher und Rechnungen 1925/26 bestellt und als solche die Herren Bankdirektor Sander, Wilhelm Kober und Fritz Göldschmidt gewählt. Die vom Verstände vorgelegte Abrechnung für das Urnenfeld auf Friedho Cosel, ausgehend mit einem Kostenaufwand von 8798,06 Mark, wird ohne Aussprache genehmigt. Ueber den Antrag des Vorstandes auf Genehmigung der zur Abhaltung von Fortbildungskursen für Lehrer und Mark berichtet, Herr Veranstaltung sei recht und anregend, und er Kantoren gezahlten Beihilfe von 1000/- RA. Jacobsohn. Der Besuch der rege gewesen, d! e Borträge sehr gut danke an dieser Stelle allen Vortragenden noch ganz besonders. Er empfehle di« Genehmigung zu erteilen. IR. Hirsch - b e r g ergänzt d« n Bericht, es hätten 25 Lehrer und Kantoren teilgenommen, d e von der Veranstaltung nach ihren eigenen