Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 3 (1926)
- Issue
- 12 (17.12.1926)
- Date
- 1926-12-17
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Mentioned entities
- Ahad Ha'am 1× ep/1026162
- Heinrich Graetz 1× ep/1004835
- Jakob Klatzkin 1× ep/1011037
- Lion Feuchtwanger 1× ep/1005753
- Michael Guttmann 1× ep/1041410
- Moses Hess 1× ep/1025124
- Nathan Birnbaum 1× ep/1025934
- Richard Beer-Hofmann 1× ep/1006750
- Stefan Zweig 1× ep/1025800
- Theodor Herzl 1× ep/1007316
- Vladimir Lenin 1× ep/1025823
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172 Br««l«,«r JLdische« Se»«l»d«tl»4l Nr. 12 neuert« die Th Nach Profess eines Diedereinweihung der Seminar-Synagoge. Vorabend der Chanukkahfeftes hat die Einweihung der er- Seminor-Synagoge ftattgefünden.^ .In feierlicher Weife wurden Eingestellt. Rabbiner ararollen wieder eingebracht und in das Allerheiligste «m Anzünden der Chanukkahlichte hielt Herr Seminai , or Dr. Guttmann eine zu Herzen gehende Ansprache. Di, Gesänge Quartetts unter Begleitung eines Harmoniums umrahnien die erhebende Feier.! ie Synagoge macht nunmehr in ihrer jetzigen Gestalt ei aen ftimmungr »ollen und würdigen Eindruck. Der Entwurf für' di« Erneu rung stammt von dem Architekten Tischler. Die Bauart» >iten sind 1 i .von Ä aurermeister Perl und die Tischlerarbeiten von der Firma Korn * Hart mann ausgeführt worden. Die Malerarbeiten führte Hei r Malermeister Cohn aus, während die elektriische Beleuchtungsan Ingens:ur Unitower hergestellt wurde. 1 ie Erneuerung der Synagoge bedeutet ein weiteres Ruhmesblatt in der fGeichichte des Seminars und der Fränkel'schen Stiftung. l feierte Pose»! huieni' Den 91. Geburtstag am 13. Dezember 1926 Herr Abraham Brasch, wohnhaft, jetzt bei seinem Schwiegersohn Paul Hartmanr Straße 11, in voller geistiger und körperlicher Frische. Den 85. Geburtstag ieierlg um 28. November 1926 die oerw. Frau Hulda Löwischi bürge» Straße^ 18, in körperlicher und geistiger Frische. Wir eimen langen, sorgenfreien Lebensabend. Den 80. Geburtstag ieierlllam 29. Dezember 1926 Frau Nanni Brauer Maut tiusstraßp 8,. Gattin des im Oktober 1912 verstorbenen K > Mar l örauer. .Die Jubilarin erfreut sich in den weitesten Kreish Belief thfit. Möge es ihr vergönnt sein, noch viele Jahre der und «es Glücktz im Kreise ihrer Angehörigen zu verleben. G. rüher in Siebenn, rzreewünschen gef,. Perls, usmanns n großer Gesundheit G. Den 80. Geburtstag iiiertl am 31. Dezember 1926 Frau Rosa Lewin und am 28. Januar 1927 Frau Franziska Woh lau er geb. Löwenstädt, beide JnfaffinJ len der' Israelitischen Altersversorgungsanstall, Kirschallee Bä. Wir vünscheä ihnen noch viele Jahre gesunden und sorglosen Lebens. 70. Geburtstag.! I Herr Geheimer Sanirätsrat Dr. R o s e n st e i n, der die Stelle eineq Primärarztes an der gynäkologischen Abteilung unseres Kranken - haust - seit dem 1. Juli 1905 bekleidet und der sich um das Krc nkenhaus und! eine Patienten unvergängliche Berdienste erworben hat, feiert am 10. ij Mts. dj« Vollendung seines 70. Lebensjahres. j Wir wünschen von ganzem Herzen, daß Herr Geheimrat Dr. Rosenstein seine segensreiche Tätigkeit in gleicher jugendlicher Elastizität wie bisht r noch viele Jahre zum Besten unseres Krankenhauses and zum <oeg»i seiner Patienten ausüben möge. j Der Borstand der Israelitischen Kranken-Verpslegungs-Anstalt hat in amkbarer Anerkennung der Verdienste des Jubilars einstisnmig beschlo>en, demselben die Ehrenmitgliedschaft der Israelitischen! Krpnken- Verz slrgungs-Anstalt zu verleihen. J Den 70. Geburtslag seich am ö. Januar 1927 Herr MorihFoerder, Nikolaistadt,!, Senf orinhabcr der Firma Moritz Foerder & To., Neue Graupe» t'i seit! 10 Iahkcä Mitglied unserer Gemeinde und ebensolange D»! s> Syy tzogc ^Ium Tempel." Wir wünschen dem Jubilar, der ftb Ledtm lang für die Interessen des Judentums eifrigst gearbeitet viel« Jahre segensvollen Wirkens und ungetrübten Glückes im K zahlreichen Familie. 1. 2. J) 3.1 Mos dem vereinsleben. Zreie jüüische Volkshochschule vreslau Eröffnung des sechzehnten Halbsemester» (Januar März 1927): onntag, den 16. Januar 1927, vormittags :l U hr, Lessing-Log«, Agnesstrahe 5, Vortrag von Dr. Lion Feuchtwanger: »Aus eigenen We ken." Vorlesungs-Verzeichnis: Dr. Ludwig Cohn: „Bibel und Bühne". Grilparzer — Hebbel — Beer-Hoimann — Stefan Zweig — Werfel. 5—6 Stunden. Mittwoch 7—8 Uhr. Beginn: 19. Januar. Studiienrat Dr. Willy Lohn: „Führende Näpfe in hrer Stellung zum Judentum". 1. Friedrich der Große — * Bismarck. 2. Lassalle und Marx. 3. Goethe u td Lessing. 1. Rathenau und Lenin. 5. Wersel — Brod. \; 5—6 Stunden. Donnerstorg 8—9 Uhr. Beginn: 20 Jaguar. Professor Dr. Michael Guttmann.: „Moderne Angriffe auf die Ethik des Judentums".») Die apolügetische Zuspitzung des konfessionellen Parhkularismus. b) Einseitige Einstellung heidnischer Aussprüche und Urteile, c) Die Methode polemischer Zitatenwahl (Eisenmengerianismus). ü) Enteignungen und Gegensatzbildungen. . e) „Wo steckt der Fehler?" 5 Stunden. Dienstag. 7—8 Uhr. Beginn: 18. Januar. 1. Professor Dr. Anton Iirku: „Aft-Israels Geschichte i m L i ch t e des Alten Orients"/!. Die Erschließung des Alten Orients und! der sich daran anknühsende Kampf um Stellung und Bedeutung des Ajlten Testaments. 2. Die älteste Geschichte des Volkes — die Wanderungen der Hebräer — die Erzählungen der Genesis — der Aufenthalt in Aegypten. 3. Der Auszug aus Aegypten und die Zeit der Wüstenwanderung (Mosch. 4. Die israelitisch-jüdische Königszeit — der -Kamps mit den Assyrern und der Untergang der. beiden Reiche — die weltgeschichtliche Bedeutung der israelitischen Religion. 5. Die Religion des Alten Tjestamcnts im Rahmen des Alten Orients. 6. Alt-orientalische Lichtbilder zur Geschichte und Religion deö Alten Testaments. 6 Stunden. Diesistag, 8—9 ll h x. Beginn: 18. Januar. 5. Dr/ Joseph Prager: „Ideologen des jüdischen „Nationalismus". 1. Einleitung: Bibel und Talmud — Heinrich Graetz — o. R. Hirsch. 2. Moses Heß. 3. Achad Haam -- Nathan Birnbaum. 4. Theodor Herzl — Jakob Klatzkin. 5. Richard Beer-Hofmann — Schluß. | ' 5 Stunden. Donnerstag, 7—8 11 h X. Beginn: 20. Januar. 6. Dozent Dr. Israel Rabin: „Jüdische Wirtschafts fragen und jüdische W i r t s ch a fll s e t h i k". Hebungen. 1. Besitz und Arbeit. 2. Landwirtschaft — Handel — Handwerl 3. Verträge — Geschäftsmoral — Gewerbegesetze. 4. Dienstverhältnis (Arbeitgeber und Arbeitnehmer). 5. Das Recht der Gemeinschaft an dem Arbeitsertrag des einzelnen. 6. Arbeit und Kultur. 6 Stunden. Montag. 7—8^ U h r. Beginn: 31. Januar. 7. „Der Anteil der Juden an der Kultur der Gegenwart". 1. Professor Dr. Siegfried Marck: „Der Anteil der Juden . an der Philosophie" (22. Januar). 2. R e.ch t s a n w a l t Dr. G e o v g T a r y o w s k i: „Der Anteil der Juden an der Rechts- und Staatswissenschaft" (29. Januar). 3. Dr. Oscar Guttmann: „Der Anteil der Juden an der Musik" (5. Februar). 4. Verlagsbuchhandler-Theodor Marcus: „Der An teil der Juden an der Presse" (12. Februar,. 3. Frau Dr. E l se jMe i dner. „Der Anteil der Juden an der Dichtung der Gegetiwart" (19. Februgr). 6. Professor Dr. Felix Rosenthal: „Der Anteil der Juden an der Medizin" (26. Februar). Sonnabend 6—7!4 ll h r. Beginn: 22. Januar. Die Vorlesungen finden im Realgymnasium am Zwinger stall. Kartenverkauf: Sekretariat der Freien jüdischen Volkshochschule, Agnesstrahe 5 (Tel. Ohle 3389), wochentags von 10—1 und 4—3, Sonntags von 10—1 Uhr. Beginn des Verkaufs: Montag, den 3. Januar 1927. H§ö rergebühren: Zu Nr. 1—6: . Mitglieder der Freien jüd. Volkshochschule und deren Familienangehörige bis zu drei Karten für jeden Kursus bis 16. Iänuar .!.L 2,50 Mk. Mitglieder von Jugend-Vereinen (bei Entnahme von mindestens 5 Karten) bis 16. Januar für jeden Kursus .i .ä 1,50 - raben 19, ■ Nkchtmitglieder bis 16. Januar für jeden Kursus . . > ü 3,50 > trahe 17, Zu Nr. 7 erhöhen sich die Gebühren um je. 0,50 - teh« der Nach dem 16. Januar betragen die Gebühren für die n ganzes Kurse 1—6 eiuheitlich . :.<\ 4,— - hat, noch für den Kursus Nr. 7 einheitlich.:» 4,50 - eise seiner Karten für einzelne Borlesungsstunden zu 1—6 . . . :r 1,— ■ zu 7 L 1,50 - Erössnungsvortrag: Im Borverkaus bis 15. Januar Mitglieder bis 2 Karlen.h 1,— - Nichtmitglieder.... . L 1,50 - Nach dem 15. Januar einheitlich.ä 2,— - (Die mittleren Stuhlreihen — 400 Plätze — sind numeriert.) Mitgliederbeitrag: Der fällige Mitgliederbeitrag für 1927 beträgt 4 Mk- und kann aus Postscheckkonto Nr. 11 784, Sally Cohn, überwiesen oder im Sekretariat gegen Verabfolgung der Mitgliedskarte gezahlt werden. Israelitische Kranken-verpflegungs-Mnstalt und veer-igungs-Gesellschaft (Ehewra Ka-ischa) Der Vorstand bittet uns, darauf hinzuweisen, daß er nach dreimaliger schriftlicher Zahlungsaufforderung die restierenden Mitgliedsbeiträge für das Jahr 1926 jetzt durch.Boten einziehen läßt. Der Vorstand bittet, die Milgliedsbeiträge, deren er zur Erfüllung der unserer Chewra Kadischä obliegenden heiligen Aufgaben dringend bedarf, jetzt zu zahlen. Nach 8 2 der Satzungen müssen Mitglieder der Chewra Kadjscha, die eia volles Jahr hindurch keinen Beitrag gezählt haben, in den Mitgliederlisten gestrichen werdbn. n