Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 3 (1926)
- Issue
- 12 (17.12.1926)
- Date
- 1926-12-17
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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j Breslauer Wisches Gemeinöeblall Amtliches Blatt der Gynagogmgemetnde zu Breslai Schrtftlettung: Berwastung««restor 0r. Rechnitz Breslau. Wallstraße - l Druck und Anzeigmftstmahme: Druckerei LH. Schatzkq MUfngesellschaft Verlag: Büro der Sgnagogennemeinde. Breslau. Waststr. 9 / Tel. R. 1612 | Breslau 3, Neue ®i aupenstratze Nr. 7 / Fernsprecher Jvng 8331 u. 8332 ttn}dg«n)>nt«: Sk 8 gefp. 3RUnmMfr-3clk oder deren Ttcuim 12 Pf 8. — Bei I «Senden Auftrag, Bado«. HllkHIUlIC Fllr die unter dem Namen «S Derfalfers erscheinenden Artikel und die Vereinsnachrichten llbe rnehmen »vir nur die preffrgesetzllche DermMoortung 3. Saftrg. 17. Dezember 1926 Ttr. 12 Gemelaoevertreter-Sihung vom Sy. vezeryber 1YL6 Bericht von Dr. "R e ch n i tz. Der Vorsitzende, Iustizrät P e i s e r, verlas bei Eröffnung einige Einladungen, während Geheimrat Goldfeld der Versammlung mittei te, daß der Rechnungsabschluß 1925/26 fertiggestellt ist und auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung kommen wird. lieber die Vorlage des Vorstandes, dem Waisenhaus für eine notwendige Dachrnparatur eine einmalige Beihilfe von IOOO Mark zu gewähren, nachdem das Waisenhaus ein Darlehn in dieser Höhe mangels Möglichkeit der Rückzahlung hat ablehnen müssen, berichtet Direktor Sander. Er schlägt vor, entgegen dem Antrag des Vorstandes, lieber ein zinsloses, unbefristetes Darlehn z»l gewähren. Geheimrat Goldfeld legt dar, daß die Anstalt selbst die Unmöglichkeit der Rückzahlung zugegeben habr, daher ein Darlehn nicht mehr gewünscht werde. Herr Gins hält die Beihilfe für unbedingt notwendig, weil aus eigenen Mitteln die Reparatur nicht bezahlt werden könne, md empfiehlt Annahme der Vorlage. Das geschieht mit großer Mehrheit. Auch die nächste Vorlage, dem Darlehnsinstitut Fraenckclscher Stiftungen ein zinsloses Darlehn von 5000 Mark zur Verstärkung der Betriebsmittel zu geben, ruft auf Anregung des Berichterstatters, Rechtsanwalt Rothmann, eine Erörterung über die R ickzahlung hervor. Geh. Rat Goldfeld hält die Rückzah! ung nicht für gefährdet, da das Darlehnsinftitut nach wirtsc zaftlichen Grundsätzen arbeitet und die Gemeind^ keine Verpflichtung hat, einer freinden Stiftung Geschenke, zu machen. Bei Liquidation 'des Instituts wird die Rückzählung erfolgen. Die Tätigkeit des Instituts sei äußerst segensvoll, inzwischen habe es weitere Betriebsmittel beim Vorstand beantragt. Rach Befürwortung durch Herrn Kober wird die Vorlage angenommen. Die nächste Doilage betreffend Aenderung der Beerdigungsgebührenordnang wird auf Antrag des Berichterstatters, Herrn Fritz G o l d.s ch m i d t,. in die geheime Sitzung verwiesen, da iin Zusammenhang mit ihr auch andere Angelegenheiten des B ftattungswesens erörtert werden sollen. Der Antrag des Vorstandes, das von der verstorbenen Witwe Johanna Reich« rt geb. Friedeberg ausgesehte Iahrzeitlegat von 500 Mark anzunehmen, wird auf Antrag des Berichterstatters Rechtsanwal: Spitz angenommen. Die Abrechnung über die Einrichtungskosten des Wohlfahrtsamtes wird nach Bericht des Herrn B r i e n i tz e r und Richtigstellung der Zus ammenrechnung, die einen Betrag von 6324.45 Mark ergibt, zur Kenntnis genommen. Im Derwaltungsbericht, über den der Vorsitzende Iustizrat Peiser referiert, gi!»t der Vorstand bekannt, daß die Re- < gierung den Steuersatz von 18% genehmigt hat. Ferner stellt der Vorstand di« Verteilung der Üeberschüsse aus der Oppenheimstiftung, d e Gewährung einer Rente aus der Mamelockstiftung und die Genehmigung der Regierung für den Ankauf des Suppeltschen Geländes in Cosel! mit. Dic_ Gewährung eimr Beihilfe an die Gemeinde Landeck von 200 Mark für d e Schaffung -ines Friedhofes, m die Gesellschaft „Ort" non 300 Mart und der alljährlichen Sondervergütung an d e Synagogenaufseher für die Mehrleistung an den hohen f 'eiertagen von je 20 Mark wird genehmigt, desgleichen auch die Abänderung des Mietsvertta zes mit der Witwe Brinnitze :, die das an die Kasse anstoßende dreisenstrigc Zimmer der Geneinde ^urückgegeden hat. Das Zimmer ist zu einem Arbeiis- und Sitzungszimmer eingerichtet worden. Eine lebhaftere Aussprache knüpft sich an den Antrag des Vorstandes eine Beihilfe von '1000 Ma ck für den Religionsunterricht an der jüdischen'Schule zu genehmigen. Nach dem Beschluß der Gemeindevertretung sollte >cr jüdischen Schule für den Religionsunterricht eine Beihilfe noch denselben Grundsätzen, wir sie die anderen Schulen erhalten, bewilligt werden. In dem Schulausschuß wurde diese!Seihilse aus 982.40 Mark ei rechnet. Dieser Bettag ist aus 1000 Mark abgerundet worden. Rechtsanwalt Iacobsoün begrüßt, daß die Gemen de wenigstens grundsätzlich den Anspruch auf Unterstützung «»erkennt, findet es aber eigenarüg, daß die Gemeinde großmütig eine Subvention von 17.60 Mark darüber hinaus bewillige. Auch fei die Berechnung nicht vom Wohlwollen für die üdische Schule diktiert worden, drnn es seien nur die Kosten ür seminaristische Lehrkräfte zu Grunde gelegt worden, obgleich» an der.höheren jüdischeü Schule akademische Kräfte unterrich ten, und nur die Kosten für zwei Udterrichtsfttmden wöchentlich, obgleich an der jüdischen Schrie wesentlich mehr Religiom unterricht und hebräischer Unterricht erteilt wird, und die Gemeinde diep eigentlich besonders fteudig begrüßen und a »erkennen müßte. Er bcanttagt Zurückverweisung an den S Hulausschuh. Geheimrat Goldfeld bittet, die Vorlage an unehmen und nicht wieder eine unerquickliche Aussprache herb eizüsühren, nachdem nach langen Erörterungen die Gemeindev, rttetung sich auf den erwähnten Beschluß und der Schulausschiß auf den erwähnten Betrag geeinigt haben. Sonst sei die gar ze Vorlage gefährdet, da bekanntlich ein großer Teil der Versan mlung gegen jede Unterstützung der Schule gewesen ist. Der Dorstands-Anttag wird hieraus angenommen. ■ Die letzte Vorlage des Vorstandes, die Grundvergütung für die Synagogenausseher von 22 Mark auf 26 Mark monatlich zu erhöhen, wird aus Antrag des Berichterstatters Kober ohne Aussprache angenommen. v In der geheimen Sitzung.berichtet der Vorstand über den Staid der Austausch-Derhandlunge n Timmlerstiftung-Omnib» sdepot. ... , > Ferner wi:d die Anstellung des Herrn Erich Schäffer aus Berlin als Organist der Neuen Synagoge beschlossen und das Besoldungs »ienstalter für die Schächter Hillen und Ianiak, sowie für die Bürobeamtinnen Frau Lewy ind Fräulein Rosenthal festgesetzt. Der beanttagte Zusatz zur BeerdigungZgckbnhr-nordnung wird nach längerer Aussprache item Vorstände zu» nochmaligen Erwägung zur» ckgegeben. i -!