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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1926-08-27 · 8 (27.8.1926) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
3 (1926)
Issue
8 (27.8.1926)
Date
1926-08-27
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Dr«»l«,«r Jßbische« 0cmel»btH«U ölt. ö Lichtbilder'al^s der älteren und neuen Geschichte des Krankenhauses, die in liebenswürdigster Weise von Herrn Kunstmaler Läboschin, zum Teil als Karrikaturcn gezeichnet wären und von ibm selbst vorgcführt wurden, und zu denen Härr Rechtsanwalt Dr. Earnowski den von ihm selbst ■ gedichteten, miit köstlichem Humor gewürzten verbindenden Tert sprach, trügen zu den» vollen Erfolg des Festabends in erster Reihe des., . ' * j Bei Beginn des Festmahls liche und wissenschaftliche Quellen, eingehend geschildert wird. i- Das bedeutungsvolle, mit zahlreichem Bildschmuck, nach wissenschaftlichen Grundsätzen bearbeitete Werk ist sämtlichen Mitgliedern der Ehewra-Kadischa, den Behörden, jüdischen Gemeinden und wissenschaftlichen Vereinigungen, ferner-vielen Freunden und Gönnern des Krankenhauses als Festgabe überreicht worden und wird als Erinnerung an die so herrlich verlaufene Jubiläumsfeier bleibend Wert behalten. Diesen Bericht über die in der Geschichte unserer Ge- » _,v .!*_ V . fi .L V. a>i r a!< l l,\t% *%++ mi« t Sah s begrüßte.der Vorsitzende des —. , 'Verstandes, Harr Danziger, die Erschienenen, dankhe ^fteinde einzig dastehende Jubelfeier schließen wir mit der alsen, die sich ijun die Veranstaltung der Jubelfeier -verdiem^zZitte an alle Gemeindcmitglieder, unsere Ehewra-Kadischa gcftiacht hüben und sprach insbesondere allen Mitgliedern des Und Ihre Anstalten auch weiterhin zu stützen und zu fördern, Arbeite- und Werbcausschusses für den Iuhiläumsfonds für die große-Mühewaltung, der sie sich bei dtr Werbung von Beiträgen untorzogen haben, tief empfundenen Dank aus.! Herr Dankrör Ernst M a r ck , als Vorsitzender des Werbcausschusses gab das bisherige Ergebnis der Sammlung fftr den Iubiläümsfonds bekannt und richtete an alle Freunde und Gönner das Krankenhauses die dringende Bitte, 'weiter für die.Stärkung des Iubiläumsfontds Sorge zu tragen. Er wies darauf hin,, daß dem Krankenhause in der Vorkriegszeit ein Stiftungsveqmögen von ca. 2 Millionen Mark zur Verfügung stand, dasleider durch den Währungsverfall fast ganz ins Verlust geraten ist und daß die bisher für den Iubiläumsfojnds gezeichnete Suxnme deshalb nur einen kleinen Bruchteil das früheren Anstaltsvermögens darstellt. Es sei Ehrenpflicht aller gemeindcmitglieder, auch weiterhin sich an dem Aufbau des Stiftungsvcrmögens für unser Krankenhaus, die Ajtcrs-Versorgungsanftalt und das Siechenhaus, jeder nach sejnem Können, cinzusetzen.! Herr Rabbiner Dr. Sänger zeichnete mit einer tief zu Herzen gehenden Ansprache nochmals die segensreiche Arbeit, dis von den in der Ehewra-Kadischa vereinigten WohltLigkeitsanstalten seit zwei Jahrhunderten 'geleistet worden isz. Er hob die außerordentlichen Schwierigkeiten hervor, dile vom Dorstastde unserer Gesellschaft in den letzten Jahren uüd auch in der gegenwärtigen Zeit für die Erhaltung der Anstalten zu überwinden sind und für die dem Vorstand der besondere Dank aller Gemeindemitglieder gebühre.! Am Mittwoch, den 16. Juni b. Is., fand sodann eine cibn'te Gedenkfeier für die um die Chewra-Kadischa verdienten dtzhingeschiedenen Männer. und Frauen in der Leichenhalle atzf dem Friedhöfe in der Lohestraße statt. ,, Rach Eröffnung der Feier mit einem Harmoniumvorspiel und einem von Herrn Oberkantor Boxin stimmungsvoll vdrgetragenen Gesang, hielt Herr Rabbiner Dr. S a e n g e r eine tief zu Herzen gehende Gedenkrede, in der er die segensreiche Wirksamkeit aller dahingeschiedenen im Dienste der Ehewra-Kadischa tätig gewesenes Männer und -Frauen schilderte und die bei allen Anwesenden eine weihevolle Stimmung hervorrief. Sodann sprach Herr Rabbiner Dr. S i m o n s o h n das Gebet für die Dahingeschiedenen Und verlas die Namen der Heimgegangenen Vorstandsmitglieder, Rabbiner, Aerzte, Mitglieder der Achtzehn-Männer-Dereinigung und der Ehrendamen im Dienste des Beerdigungswesens. Mit dem Elmolerachmin und Kadischgebet, sowie einem Schlußgesang und einem Harmoniumnachspiel endete die erhebende und würdig verlaufene Feier. 8m Anschluß hieran begaben sich die Vorstandsmitglieder mit Mitgliedern der Achtzehnmänner-Vereinigung und des Fraenckel'schen Kuratoriums nach dem alten Friedhofe an der Claafsenstraße, um' qn den Gräbern des Heimgegangenen edlen Brüderpaares David und Jonas Fraenckel, diesen unvergeßlichen Wohltätern der Ehewra-Kadischa, im Hehete zu gedenken. i Aus Anlaß der 8ubiläumsfeierlichkeiten hat Herr Rabbiner Dr. Louis Lewin im Aufträge des Vorstandes eine Geschichte der Israelitischen Kranken-Derpflegungs-Anstalt und Beerdigungs-Gesellschaft (Ehewra-Kadischa) versaßt, in der die Entwicklung dieser heiligen Vereinigung von der Zeit ihres Entstehens an bis in die neuere Zeit, gestützt auf urkunddamit die dxr Fürsorge für arme Kranke, Sieche und Altersschwache gewidmeten Institute erhalten bleiben und sich immer mehh zu wahren Stätten echtjüdischer Nächstenliebe entwickeln können. Wir verweisen auf den in der vorigen Nummer abgedruckten Werbeaufrus um > Spenden für die Jubiläumsfeier und bitten alle diejenigen, die wegen vorübergehender Abwesenheit, von Breslau oder aus sonstigen Gründen bisher ihr Scherflejin zu diesem edlen Werk noch nicht beigetragen haben, baldigst eine Spende auf das Postscheckkonto Nr. 110 Dresdner Bank) Filiale Breslau, zu Gunsten des Iubiläumsfonds des Israelitischen Krankenhauses zu überweisen. ‘ Möge dieses Band des unerschütterlichen Willens zum Wohltun uns immer fester umschließen, dann wird die Jubelfeier, die wix in diesem Jahre begehen durften, uns und unseren Nachkommest zum Segen gereichen. | 1 .! jStraßenbahn nach Zrieühof Cosels In Ergänzung unserer Mitteilung in voriger Nummer des Gemeindeblattes können wir heute zu unserer Freude mitteilen, diß die Städt. Straßenbahn auf das Ersuchen des Vorstandes den IO Minutenverkehr bis 5.04 Nachmittag ausgedehnt hat. Wir veröffentlichen nachstehend den uns am 27. Juli 19j26 mitgeteilten neuen Fahrplan mit den Zeiten der Abfahrt vom Ring und vom Könisgplah. Auch will die Straßenbahn nach ihrer Erklärung beim Friedhof Cosel regelmäßig Nachfrage wegen Beerdigungen und Veranstaltungen halten, um pvtl. für einen 5 Minutenverkehr Sorge zu tragen. Ferner dürfte es interessieren, daß die Städt. Straßenbahn für geschlossene Vereine pp., auf schriftlichen Antrag, Extrazüge stellt und für I Wagen und Fahrt in der Zeit von 6 Uhr ftüh bis 12 Uhr nachts 8.— Mt., nach Mitternacht 15.—Mk. berechnet. Dagegen können Anhängewagen bis Friedhof Cosel nicht verkehren, weil bisher sich der notwendige- Bedarf nicht gezeigt Haft . Nachstehend der Fahrplan der Linie 6. Abfahrt vom Ring Richtung Schmiedefeld: 5.18, 5.25, 5.30 Frühwagen 5.38 bis 7.H8 mit IO Minuten Zugfolge 7.58 „ 1.38 „ 30 ,, 1-38 „ 4.38 „ 10 „ , 4.38 „ 7.38 „ 50 .. Ankunft am Israelitischen Friedhof: 5.139, 5.44z 5.51 Frühwagen 5)59 bis 7.59 mit 10 Minuten Zugfolge 7*59 „ 1.59 „ 30. 1^9 .. 4.59 „ 10 4^9 „ 7.59 „ 30 Abfahrt vom Israelitischen Friedhof; 5.44, 5.49, 5.54 Frühwagen 6j04 bis 8.04 mit 10 Minuten Zugfolge 8*04 „ 2.04 „50 „ 2,04 „ 5.04 „10 5.04 „ 8.04 „ 50 .. '

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