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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1926-07-19 · 7 (19.7.1926) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
3 (1926)
Issue
7 (19.7.1926)
Date
1926-07-19
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Nr. 7 Vr««I«>«e Jüdisch«« OtmiikttltH 99 bdr inzwischen in der Person von Fritz Schwarzschild, Wiesbaden, bestellt worden ist. Aus den weiteren Beschlüssen heben wir hervor: Die Schaffung eines markanten Zeichens des Verbandes, die Einrichtung einer Urloubsaustauschstelle bei Waldemar Strauß, Berlin, Unterstützung der Vereine der Kleingemeinden aus einem besonderen Fonds, der in den Etat eingestellt wurde, und eine Resolution an den Preußischen Landesverband Jüdischer Gemeinden mit der Forderung, einen ausreichenden Betrag für die Zwecke der jüdischen Jugendfürsorge bereitzustellen, der in erster Linie den Jugendvereinen in Mittleren und ländlichen Gemeinden zugute kommen soll. Die Vorstandswahlen ergaben: erster Borsitzender Rabbiner Dr. Klein, Düsseldorf: stellvertretender Dorsttzender Herbert Felsenthal. Düsseldorf; Schatzmeister Karl Goeritz, Chemnitz: ferner Siegfried Bacharach, Hannover: Marianne Hilb, 'Konstanz: Alice Hirsch, Magdeburg: Kurt Hirsch, Hamm a. d. Sieg; Ernst Holzer, Frankfurt a. M.; Aribert de Jonge, Hamborn; Fritz Kaiser, Duisburg-Ruhrort; Dr. Hermann Lehmann, Bremen: Mine Meyer, Düsseldorf» und Waldemar Strauß, Berlin; außerdem die Vorsitzenden der Landesverbände. Den Schluß der Tagung und zugleich den Höhepunkt bildete ein ausgezeichnetes Referat von Rabbiner Dr. Hahn, Essen, über „Das Erziehungsproblem in den jüdischen Jugendvereinen". Es behandelte in ausführlicher Weise und mit praktischen Hinweisen die Erziehungssrage. Einstimmig wurde beschlossen, diesen hervorragenden Ausführungen keine Aussprache folgen zu lassen und das Referat im Wortlaut durch Veröffentlichung im Berbandsorgan weitesten Kreisen zugänglich zu machen. Die Tagung hat allseitig große Befriedigung ausgelöst und in allen Teilnehmern die Ueberzeugung befestigt, daß der Verband der Jüdischen Iugendvereine Deutschlands wieder auf festen Füßen steht. Gesellschaft für jüdische Familiensorschung, Berlin TB. 9, Potsdamer Straße 5. Im Juniheft ihrer „Mitteilungen" gibt der frühere Pojencr Stadtrat Arthur Kronthal, einet der besten Kenner der Lokalgefchichte unserer einstmaligen Ostmark, im Anschluß an die im vorigen Heft gegebenen Darstellungen des jüdischen „Eintagskönigs" Saul Wahl eine kulturhistorisch sehr interessante Zusammenstellung >üdischer Königslagen und behandelt außer Saul Wahl auch' noch den „Zweitagskönig" Abraham Prochownik, der im;9. Jahrhundert nach dem mystischen Tode des Polenkönigs Popicl durch Gottesurteil König ward, alp die Stamnics- -üältesten sich nicht einigen konnten und beschlossen hatten, wer am, nächsten Morgen als Erster an das Stadttor poche, solle den polnischer Thron besteigen. Ms dritte Königssag« wird das Schicksal lener einslühreichen Esther geschildert, der Geliebten König Kasimir lll. (Mitte des 14. Jahrhunderts), deren Söhne als Grafen Zydowski iw den polnischen Hochadel eingingen. Friedrich Werwach bringt eine Zusammenstellung aller Potsdamer Judenfamilien, die 1812 feste Familiennamen annahmen mit besonderer Aufzählung derjenigen, die ihren Namsn änderten. i Der bekannte Berliner Anthropologe Professor Dr. Friedenthal gibt einen Auszug seines in der Märzsitzung der Gesellschaft gehaltenen Vertrages: „Familie und Rasse". Ihm ist „Rasse" nichts Fertiges, jetzt schon Gegebenes, sondern ein Ziel, eine Ausgabe. Kulturrasse soll bedeuten: Menschen, die gut und klug, gesund und schön sind. Der Würzburger Genealoge und Verleger Dr. G. E. Meyer liefert einen, lehrreichen Bellrag zur Entstehung der jüdischen Familiennamen ip einem Äehörden- Brieswechsel aus dem Jahre 1812, der uns im Würzburger Staatsarchiv erholten ist. — ■ . ■ ' Max Krieg in Liegnitz schildert auf Grund der Magistrats- und Kemeindeakten die Geschichte der dortigen. Judengemeinde, insbesondere die Kämpfe der im vorigen Jahrhundert Einwandernden um dos Bürgerrecht. Dr. Klibanski beschließt seine in den früheren Heften mitgeteilte Liste der Frankfurt am Maincr Juden, die 1802 die sogenannte Stättigkeit, eine Art Bürgerrecht, erwarben. — Das beliebte Süchblatt mit zahlreichen Antworten auf'familiengefchichtliche Fragen aus dem Leserkreise, Bücherbesprechungen und Notizen runden den Inhalt ab. Unter diesen letzteren ist für die Allgemeinhell interessant der Nachweis, daß Heinrich Hertz, der berühmte Entdecker der elektrischen Wellen und somit der Grundlage dts heutigen Rundfunk, nicht, wie meist behauptet, als Jode geboren wurde, sondern gls Sohn christlicher Eltern. Freilich ist er von Vaterseite jüdischen 'Blutes, demt sein Großvater Heinrich David Hertz trat nüt seiner Gattin Bvtty geb. Oppenheim zum Christentum über. Bon den Fragen dürsten für unsere Heipiat die folgenden von Interesse sein: 38.. Mitteilungen erbeten übet die Geschwister des Rabbiners Joski Josef Spiro (geft. 1853) in Hohensalza (Jnowraczlaw). Frau Dr. Martha Ziegel, Wilmersdorf, Konstanzer Srr. 52. 40. Woher stammte Jakob (genannt Jäkel) Mehenberg, der um 1770 lebte und dessen Nachkommen in Poln. Lissa und' Glogau wohnten? Hugo Jarecki, Breslau- M Wellllfche (tranfen-! (thMs ksöWs Breslau, im Juli 1Y26. Oernflepnp-flnltalt , )ll Brcolau feierte im 7 9ie vor 200 Jahr« -er Liebesp (lichten Leider aber ist ernstlich bedroht Da« durch die verfall fast ganz in Stiftungen ist fast Zuschüsse aufzubrkng Da« Krankenhc» zur Tlusbilduag bin anstalt und das S > als 200 arme §an i! Die hierfür erforderlichen 200jähriges Jubiläum pun« d. % ihr N von edlen Männern als Zweck der Vereinigung bezeichneten heiligen Aufgaben, die Erfüllung hegen Kranke und verstorbene/ hat unsere Gesellschaft seitdem stet« erfüllt, befinden sich die Anstalten in ihrem Jubeljahre in außerordentlicher Notlage/ ihr Fortbestand Ppfeewilligkeit in zwei Jahrhunderten angesammelte Stiftungsvermögen ist durch den Währung«^ n; die früher so reichlich fließende (Duelle freiwilliger Spenden und wohltätiger Verlust geraten r _ _ _ _ vollständig versteat. <k« fehlen die Mittel/ um die für die Anstalten erforderlichen großen en, obwohl von Eag zu Eag immer größere Jlnforderungen an ste cherantreten. u«, da« jüdische Jlrme unentgeltlich aufnimmt/ da« jüdischen hrzten und Schwestern Gelegenheit tet, da« auch in Kreisen Andersgläubiger stch hohen Ansehens erfteut, die Altersversorgung«, sechenhau« müssen erhalten bleiben. Die Fortführung der Stadtkrankenpflege für stet« mehr lien, sowie der Polikliniken für Patienten ohne Unterschied der Konfession ist unerläßlich, großen Mittel sollen durch Schaffung eine« ' aufgebracht werdey. 5^$ läUttl8f0tld8 Ungeachtet der auf jedem Einzelnen lastenden wirtschaftlichen Not rufen wir hiermit alle edlen Menschen^ freunde in Stadt und Land zur Hilfeleistung auf. Wir appellieren! an die Hochherzigkeit unserer Mitbürger, an die dankbare Gesinnung aller derjenigen/ die selbst oder deren Hagehörige die Dienste de« Krankenhauses in Anspruch genommen haben/ an die heimatliebe aller Breslauer und Schlesier. , Die Namen aller derjenigen, die stch durch eine Spende an dem Liebeswerk beteiligen, sollen kn einem Jubiläumsgedenkbv bei Beträgen von 1000 Mk. und darüber auf einer im Krankeahauje aazubriageaden besonderen Jubtläiimsgedeaktafel verzeichnet werden, den edlen Wohltätern zur Ehlruag, den kommende^ iechtern zur Nachahmung. ---n- Der Weet>eausfd}u0. Inngtn auf Postscheckkonto 110 dresdner Sank, Male vreslaa .Zu Sonst«, »m Zabiläamsfoad» 0e» J-raelltlg-en Kraakrahaas«' erbet«» /

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