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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1926-07-19 · 7 (19.7.1926) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
3 (1926)
Issue
7 (19.7.1926)
Date
1926-07-19
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Nr. 7 g t«< I« u e t I^d i sicher S« Unbildung." Heute schreiben wir 1926, inzwischen ist auch in Europa die Beschuldigung erhoben worden, das erste Mal allerdings jetzt in einer Großstadt wie Breslau. Gelehrte aller christlichen Äonsessionen haben längst in großen wissenschastlichen Werken gegen die Ritualmordlüge geschrieben. Zue rst wurde der Vorwuxs gegen die Christen im zweiten und dritten Jahrhundert erhoben. Ein Jahrtausend später erst gegen die Juden. Immer wieder mußten die Kirchenväter gegen diese Beschuldigung austr'ten, die nur der Vorwand sür die Vernichtung und Beraubung der Juden war. Es gibt keine Gehsimlehre des Judentums. Unser ganzes Sr-risttum steht jedem offen, der» hebräisch kann. Denn ebenso wie Min ttius Felix lateinisch schrieb. Haben unsere Gelehrten des Mittelalters hebräisch geschrieben,' eine Sprache, die aus jeder Universität von christlichen Dozenten gelehrt wird. Der von seiner Breslauer Zeit her bekannte evangelische Theolo, Professor Löhr von der Universität Königsberg hat an mich zum I genannten jüdischen Ritualmord in einem heute empfangenen Briej schrieben, was iw Ihnen vorlesen möchte: „Ein Aberglaube — und ein solcher ist der Glaube an i"' Ritualmord, wie er immer wieder, auch jetzt anläßlich des-Kind in Breslau laut wird — ist schwer zu bekämpfen, Hmmerhii ihm gegenüber stfts aufs neue die Pflicht, dieses zu! tun.? ich wenigstens für die, welche sich belehren lassen wollen. ' emandersetzen, was zur Frage nach dem sogenannten jiT morb schon so oft bekanntgegeben worden ist. Eine Ze ja so, als sei man wenigstens in West- und Mittel Märchen vom sogenannten jüdischen Ritualmord hinr finde es nur hoch hier und da in Osteuropa Anhänger. Nachrichten aber Ischeint es, zumal bei der allgem Gemüter in der Gegenwart auch bei uns noch nick Pöbel ist zu allen Zeiten, was irgendeine Gerne Kreise treibt, verdächtig erschienen, und hat er l sauberen Phantasie entsprechendes Bild zu m, den ältesten Christengemeinden, als sie ihre schlossenen Türen abhielten, ergangen. Nicht > den Freimaurern: und diesem Schicksal sind ' gangen, wenn sie! ihren Sederabend zu Be Der Leser wird darüber aus Heinrich ■' unterrichtet sein, j Demgegenüber ist darauf hinzuweise wiederholt der Genuß von Blut auss st V^bot ist in de« nachbiblischen jübif <! strenger jormulient und im Leben m' j indem das, was in der Bibel als! nämlich das Verbot des Genusses ' Tierblutes, im späteren Ritualgesctz Jedes Genießen oder sonstiges V■ r' Juden rcligionsgesetzlich unbeding „Nutznießung von einem Toten - Was den sogtnannten BlM und Mittelalter über die ganz noch vereinzelt vollkommen mar , , Juden des Ostens wegen der ' . Kind auf durch die religiöse ' sein. Wird' einmal, im äußr von Blutungen ider der es das eigene."! Ich muß gegen den I dem Judentum mit allem es in der, Bibel: j>de Nu . i Jahren ist Beilis nach schuldigung freiges?roche Sicherheit festgestel t wo Ich möchte diran funden wird. Jnz visck leichtfertig dieses Mär 3 ustizrat mehr um eine Anum eine^solche h. s Es geht um best . ' ' Vaterlandes, m. . traurige Juden! Negiert! gegen, daß gewi lich das Iudentui leidigen. Für Au Die Versag Vorstand u> pörung und Ent:> zurüch die sich auj jüdischen Ritualmo Zeituugen großer der ljnttsemitisckp' mittelatterlichen . haben, wie es ’ Kultur erfordert Darauf. eingetreten. ’r A 'D gtoga. Mite- Ucd gib h

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