Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 3 (1926)
- Issue
- 4 (19.4.1926)
- Date
- 1926-04-19
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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52 9rt«I«n«t Jüdische« 0c«ci»6eH«<l Sit. 4 Fleischverteilung des Vereins zur Speifttng armer Israeliten. «vir verjehlen nicht, erneut auf die segensreich« Wirtsamkeit de» Vereins zur Speisung armer Israeliten hinzuweisen. Don ihm werden — soweit Mittel vorhanden sind — all« hilfesuchenden Glaubensgenossen ohne Unterschied der sozialen Stellung mit Fleisch vor den Feiertagen versorgt. Man kann sich die leuchtenden Augen der Kinder, die für ihre Eltern, der Greise und alten Frauen^vorstellen, wenn sie ihr Stückchen Fleisch für 3TB or abholen. 3i» letzten Dereinsjahre wurden an tausend Pfund verteilt. Aber wer weiß, ob zu den nee Feiertagen ein auch nur annähernd ausreichendes Quantum zur Verteilung gelangt! Die Dereinsbeiträge haben gänzlich aufgehdrt und die Berücksichtigung der nach Hunderten zählenden Petenten hängt lediglich von dem Umfang der freiwilligen Spenden ad. Daher ergeht an jeden, der am Festtagsabend wenigstens einen Bedürftigen satt machen will» der Ruf: Sendet schnell und reichlich! Jede Gabe ist willkommen! Ob sich tausend Gemeindemitglieder finden, die den Betrag für je ein Pfund spenden? Am Erew Iaum-Laub werden wirs wissen! Spenden auf Postscheck-Konto 4718 Dr. Wilhelm Freyhan oder direkt an dessen Adresse Höfchensttah« 104. ' Gesellschaft für jüdische Familienforschung. soeben verschickt die Gesellschaft sür jüdische Famiiiensorschung das Märzhest ihrer Mitteilungen, das den Interessenten der verschiedensten Lanvesteile reiches Material bringt. Dlto Otcumann (Berlin) vergleicht eine Steuerliste der Mecklenburgischen Juden aus den Jahren 1749 vis 1780 mit den Listen der Namensannahme 1812 um bietet so für diel alten mecklenburgischen Judenfamilien und alle ihre Nachkoinmen authentische Angaben. Der Studienrat Profestor Wölbe berichtet weiteres über seine christlichen,, später zum Judentum übergetretenen Vorsichren in Schlesien und Marienwerder. Dr. F l e s ch (Dolni Kounice) gibt sehr interessante Deutungen der aus Vornamen entstandenen jüdischen Familiennamen, wobei die Doppelführung von bürgerlichen Rufnamen und „Synagvgennamen" beleuchtet wird. Jakob M. Ballin (Frankfurt a. M.) behandelt die aus.Südfrankreich stammende Familie „Ballin", die uns dett Schöpfer der größten deutschen Handelsflotte gegeben hat. Dr. MarSchay (Preßburg) in musterhafter Vollständigkeit die Familie Theben-Mandl aus Preßburg. Aufsätze von Moses (Wien) und Klib a n s k i (Breslau) setzen ihr« früheren fort. Der Bericht über einen Vortrag von Dr. Gerhard Schmidt: „Die Umwelt der jüdischen Familie" sowie Buchbesprechungen runden den Inhalt ab. Den Schluß bildet dos bekannte jamiliengefchichtliche Suchblatt, aus dem folgende Fragen unsere Gemeindemitglieder interessieren dürsten: .. Nr. 27. Wer weiß etwas über den Familiennamen Nehab, insbesondere über Angehörige, die in der ehemalige» Provinz Posen gelebt haben oder leben? (Der Name wird gern als eine Zusammenziehung von Neemann Habajis Getreuer des Hauses erklärt.) Rabbiner Dr .A. Posner, Kiel. Rr. 28. Anläßlich der 200. Wiederkehr des Geburtstages Moses Mendelssohn im Jahre 1929 bereitet ein Komitee eine kritische Gesamtausgabe der Schriften Moses Mendelssohns vor. Da es nach Möglichkeit alles erreichbare Material zu verwerten bestrebt ist, bittet es alle Besitzer von Handschriften, Erstdrucken oder Briefen Moses Mendelssohns um gütige Nachricht über dieselben und um evtl, leihweise Ueberlassung. Alle Zuschriften sind zu richten an Professor Julius Guttmann, Berlin NW., Wullenweberstraße 2. Nr. 29. Angaben erbeten über Herkunft und Wirken des R. I o s u a Falt» vermutlich um das Jahr 1805 zu Lissa i. P. gestorben, Bater des Dyhernfurther Rabbiners Jakob Lokbel Falk, Breslau. Eugen Perle, Breslau I, Wallstraße 5. Jüdischer Frauenbund, Ortsgruppe Breslau. 4. H a u p t v e r s a m in l u n a des Prooinzialöerbandes des jüdischen Frauenbundes für Schlesien und Oberschlesien. Dienstag, den 20. April 1926, abends Uhr, im großen Saale des Hotels „Dier Jahreszeiten". Gartenstraß« 68. Lortrags-Abend, veranstaltet von der Ortsgruppe Bressau zu Ehren der Provinzialdelegietten. (Gäste, Frauen und Männer, willkommen.) Frau Berta Kamm, Frau Cläre Marck und Frau Grete Wachsmann sprechen über: Bolke^vepsöhnende Frauenarbeit. Freie Aussprache. i Mittwoch, den 21. April, vormittags 10 Ubr, im Gemeinde oertreterjaal der Gemeinde, Wallstraße 9: Hauptversammlung des Provinzialverbandes (nur für Delegierte und Borstandsmittlieber der angeschlossenen Vereines Tagesordnung: 1. Eröffnung und. ätigkeitsberichi. 2. Arbeitsberichte der auswärtigen Ortsgruppen und der angeschlossenen auswärtigen Vereine. 3. Kassenbericht und Entlastung. 4. Anträge der Ortsgruppen und Vereine, besonders für die Ausgestaltung der praktischen Arbeit. 5. Wahl und Erweiterung des! Vorstandes, ti. Tuberkulosebekämpfung und Erholungssürsorge. Referat« ojon Dr. Sät« Lindner und Grete Bial. Um 1% Uhr gemeinsames Mittjagessen in den Räumen der Lessingloge, Agnesstraße 5. Dl« ProoinzialSelSgierten sind als Gäste der Breslauer Ortsgruppe herzlich eingeladen. Nachmittag 4 Uhr, nn kleinen Saal der Leslingloge: Hauptv e r s a m m l u n g der Breslauer Ortsgruppe des jüdischen Frfiuenbundes. 1. Eröffimng und Tätigkeitsbericht. 2. Berichte der Kchnmijsionen: a) Beratungsstelle, b) Kleinkinderheini, c) Adoption und Psleaestellen, 0) Offene Kinderfürsorge und Flinsverg, e) Iünglingsverein, k) Mädchenklub, g) Mittelstands- und Erholungssürsorge. 3. Kassenbericht und Entlastung. 4. Wahl des Vorstandes. 5. Anträge aus der Versammlung. 6. Freie Aussprache. Die Breslauer Mitglieder werden gebeten, am Vortragsabend und der Hauptversammlung zahlreich teilzunehmen. Müdchenklub des Jüdischen Frauenbundes. *- Der im Sommerhalbjahr stattfindende Kursus zür Pflege von Kindern und Arbeit im Haushalt beginnt am Montag, de» 19. April, nachmittags 4M Uhr. Anmeldungen im Klub Freiburger! Straße 15.1. Jüdische Arbeiterfürsorge. 1 Die Räume der Jüdischen Arbeitersürsorge, bishsc Straße 10, befinden sich jetzt Gaftenstraße 20, Hof. von 9—1, und 3—5 Uhr, Sonntags von 11—1 Uhr. Telejb Postscheckkonto Benno Elkeles f. Jüdische Arbeitersürsorge cr j Freiburger Sprechstunden on' Ring 8331, Breslau 27 679. Mitteilungen -es Reichsbunöes jüö. Krontfol-aten Ortsgruppe Breslau I. Wir betrauern das Ableben unseres Kameraden uyd früheren Vorstandsmitgliedes Martin Jacobowitz, der, 33 Jahre alt, am 24. März 1926 an den Folgen einer Operation verstorben ist. Für die Ehre seines Vaterlandes und seines Glaubens hat er als Kjampsflicger im Felde gekämpft, bis der Verlust eines Beines durch Abschuß vor Saloniki im Jahre 1917 ihn kampsunsähig machte. Mit unser»! Bunde und sask allen seinen Mitglieder» war er in treuer Kameradschaft verbunden. <Die große Beteiligung bei seiner Beerdigung gab Zeugnis für die Wertschätzung und Beliebtheit, der sich der so früh Verstorbene erfijeute. J3m Namen unseres Bundes sprach Kamerad Dr. Fraenkel Worte des Abschieds. Im Anschluß hieran sangen wir gemeinsam die erste Strophe des Kameradenliedes. Der Bund der „Schlesischen Kampfflieger" sandte dem toten Kameraden seinen letzten Gruß in Form eines Kranzes, der von einem Flugzeug in d>m Augenblick abgeworfen wurde, als wir de» Sarg in die Erde senkten^ Wir werden dem lieben Kameraden ein treues Gedeftteir bewahren. II. Am 2. Mai 1926: Wanderung Obernigk-Trcbnitz mit Damen. Abfahrt (auf .Sonntagsfahrkarte Breslau-Oberstigk, zurück Obernigk-Trebnjtz) mittags 21.15 Uhr Breslau-Hauptbahnhof. Nach ein-" ftündiger Wanderung Kaffeeraft zwischen Obernigk und Trebnitz. In Trebnitz im Buchenwald-Restaurant Einkehr und Tanz. Rückfayrt von Trebnitz abends 9.03 Uhr: an Breslau-Odertorbahnhos abends! 10.01 Uhr. - Cs erfolgt noch schriftlich« Einladung. t III. Schwimmen der Ortsgruppe wie bisher als geschlossene Veranstaltung im Hallenschwimmbad jeden Donnerstag abends. 9 Uhr. Erwerbslosen Kameraden stehen Freikarten zur Beteiligung an den Schwimmabenden im Büro-zur Verfügung. Stempelkarte alis Ausweis ist mitzubringen. IV. Turnen regelmäßig Sonntag vormittags 10—12 Uhr, Mittwoch 8—10 Uhr abends. Sobald wir vom Magistrat den crbetesten Sportplatz zugewiesen erhalten, finden Rasenspiele im Freien statt., V. Stellungsnachweis. Wie bereits in voriger Nummer veröjfentlicht, werden Inserate von Stellungsuchenden unentgeltlich im „Schild" verössentlicht. Meldungen im Büro. VI. Am Sonnabend, den 22. Mai 1926, abends 8'A Uhr, findet in der „Bonbonniere" ein Bierabend statt, an dem Kamerad chünzburger, der Vorsitzender des Deutsch-Jüdischen Clubs Newgorks ift; über die amerikanischen Verhältnisse sprechen wird. ■; Büro: Schweidttltzrr Stadtgraben B. 1 II. III. IV. V. VI. Bürostunden wie bisher: Montag bis Freitag 10—4 Ul Briefadrefse: Dr. Hirschberg, Hohenzollernstraße 62. Sprechzeit des Geschäftsführers: 11—1 Uhr in, Büro. Um jedem Haushalt die Anschaffung zu ermöglichen, Sofortige Lieferung bei gmm Anzahlung. — illl^l!lll^lllllWllylBll^lllllll^lll^^llBl^llll^llllllllllllllllllllHHlllllübllll^li^tllllllallhwilli Original „VAMPYR Staubsauger — Monatliche Ratenzahlungen nach Vereinb arung. neuestes Modell — mit S&mtl. Zubehör 120RM. iM«M.MMwmimwti Herz & Ehrlich 'wmtHiiiBiinifmiumiiitttBmuiwmtiHgi Kdt.- Ges., Breslau 1