Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 3 (1926)
- Issue
- 3 (19.3.1926)
- Date
- 1926-03-19
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 3 37 Bre-lauer Jüdisch«« Gemeindeblalk Zeakralverbaad jüdischer Handwerker Deutschlands.! Ortsgruppe Breslau, e. v. Am 20. Februar feierte unser verdienstvolles Vorstandsmitglied, Herr Malermeister Simenauer, Partstraße 38/10, sein 25jähriges Meister- und Geschäft sjubiläum. Herr Simenauer, der vor 25 Jahren sein Unternehmen in Kattowitz gründete, war mit einer der ersten im Reiche, der di« jüdische Handwerkerbewxgung aufnahm. Er hat cs verstanden, sich im Laufe der Zeit für das'jüdische Handwerk und für die Interesten der Gemeinde mit seiner ganzen Person einzusetzen. Durch die politische Umwälzung war Herr Simenauer gezwungen, seine Heinial zu verlassen und wohnt seit vier Jahren' hier in Breslau. Herr Simenauer hat sich in dieser kurzen Zest die Sympathie und Verehrung weiter Streife erworben und wir wünschen nur, daß es ihm vergönnt sein möge, noch recht lange Jahre für! das jüdische Handwerk zu wirke». Jüdische Vuch-Gemeinschasl. Um der Rot der jüdischen Schriftsteller zu steuern und die durch den Mangel an gediegener Literatur hervorgerufene geistige Verarmung der deutschen Iudenheit zu verhindern, ist die Jüdische Buch Gemeinschaft gegründet worden. Adresse: Jüdische Buch-Gemeinschaft, iBerlin W. lt5, St on stanz er Straße 56, I. Durch kleine monatliche Zahlungen wird es der breiten. Masse der Juden ermöglicht, sich eine Bibliothek schöngeistiger Werke zu beschossen. Neben wertvollen, wenig bekannten Werken früherer Autoren werden ungefähr in derselben Zahl moderne Schriftsteller zu Worte kommen. Dabei wird Wert darauf gelegt, die Werke so gut nuszustatten, daß sie überall dem jüdischen Buch und der jüdischen Sache neue Freunde werben. Es ist für das Vdlk des Buches ein unhaltbarer Zustand, daß Schriftsteller für wertvolle Arbeiten keine Verleger finden, und daß für die erschienenen Schriften keine Loser gesunden werden können. Es wäre für die deutsche Iudenhelt noch schlimmer, wenn sie infolge der schlechten wirtschaftlichen Lage für die dringende Befriedigung der kulturell jüdischen Bedürfnisse kein Geld mehr übrig! hätte. Allerdings sparen müssen wir. Und so kann nur die Organisierung der jüdischen Leserwelt es ermöglichen, gute, jüdische Bücher, die tinen Mehrfachen Wert repräsentieren, wirklich billig abzugeben. Interessenten für diese neue Organisation bitten wir um Angabe ihrer Adresse, vor allem aber ersuchen wir jüdische Schriftsteller, zwecks Herausgabe ihrer Werke sich mit uns in Verbindung zu setzen. Angesichts des Umstandes, daß eine illgenieine deutsche Buchgemeinschast es auf 500 000 Mitglieder gebracht Hai, muß es der deutschen Iudenheit nicht schwer fallen, ihrerseits 1—2 % tjiefer Mitglieder zu erlangen und da- - durch den Zerfall des jüdischen Schrifttums auszuhalten.! j Zenlraloerband jüdische« Handwerker Deutschlands. ' Ortsgruppe Breslau e. v. Am 17. Februar 1926 hielt der Verein selbständiger jüdischer Handwerker c. V. Breslau in den Räumen der Konditorei Hirschlik seine diesjährige ordentliche Genercklversammmng ab. Dieselbe wurde vom derzeitigen Lereinsleiter, Herrn Felix Simenauer, eröffnet. Die Versammlung nahm die Jahresberichte des Schriftführers, des Kassierers und des Lesters der Lehrlingsabteilung entgegen, erteilte dem alten Vorstand Entlastung und genehmigte den Haushaltsplan für 1926. Es folgte die Beratung des 'vom Vorstand vorgelegten Entwurfs einer neuen Sai der Aenderung des Namens des V gegenüber den alten, aus dem Jahre 1911 stammenden Statuten brachte. Die Satzung wurde mit Unwesen darauf vorgenommene Vorständen Grünpeter als 1. Vorsitzender. . I übernommen hatte, brachte er Her Glückwünsche des Vereins zu s entgegen und schloß die Sitzung unwesentlichen Punkte. lichen Aenderungen genehmigt. Die ahl ergab die Wahl des Herrn Emil lsiachdeni Herr Grünpeter den Vorsitz n Malermeister Felix Simenauer die inem 25 jährigen Geschästsjubiläum nach Erledigung einiger weiterer verein für Jüdische Ain Montag, den 22. 3. 192' Saal der Lessing-Loge Herr Universitäts-Prof. D> über das Thema: Zur Geschichte Berücksichtigung der Stellung der Geschichte und Literatur. abends 8 H Uhr, spricht im großen . Ernst Köbner-Breslau s Boleranz-Problenis, mit besonderer den vor der Emanzipation. Der Jüdische Frauenbund hatte an, Montag, den 1. März, nach dem Saal der Gesellschaft der Freunde Einladungen zu einem Purimfest ergehen lassen. Das Fest war' sehr gut besucht und hat bei den Beteiligten: großen Beifall und volle Befriedigung gefunden. Es wurde Tee und Kuchen gereicht, ^ind für die Unterhaltung sorgten in anerkennenswerter Weise eine Anzahl Damen und Herren durch künstlerische Darbietungen verschiedener Art. , An dieser Stelle sei all denen, die zum Gelingen des Festes, sei es durch Kuchenspenden oder durch ihre Vorträge usw., beigetragen haben, herzlichster Dank ausgesprochen.. "v . . G. Mitteilungen ües Reichsbunöes j&A. Frontsoldaten 1 Drtrgrupp« Breslau (erscheinen regelmäßig monatlich an dieser Stelle). I. Wir betrauern das Ableben unsere« Kameraden Georg Adam, der am 1. März an einem Leiden, das er sich im Felde zugezogen hat. verstorben ist. Wir haben in größerer Anzahl 'ihm das letzte Geleit gegeben. Ik Gedenkfeier: Am Volkstrauertag, den 28. Februar 1926, veranstaltete der Polksbund Deutsche. Kriegsgräber-Fürsorge E. V. Gedächtnisfeiern u. a,j auch auf deni jüdischen Ehrenfriedhof. Cosel. Unsere Ortsgruppe nahm! an der Feier, die einen würdigen Verlauf nahm, offiziell teil. Nach einem Ehorgefang von etwa 150 Sängern, die der Gesangverein des Schles. Sängerkreises gestellt hatte,-hielt unser Kamerad -Dr. Martin Biberftein in Vertretung für unseren erkrankten Kameraden Dr. -Ernst Fraenkel namens des Dolksbundes Deutsche Kriegsgräber- Fürsorge E. V. die! Gedächtnisrede. Für. den Volksbund Deutsche Kriegsgräber-Fürforge Provinzialverband Schlesien legte mit einer kurzen Ansprache , Seifen Boijsitzender Herr Gartenbaudirektor Erbe, für uiüere Ortsgruppe Kamerad Otto Elkelcs,' für 'den. Breslauer Tourenruderklub linser Kamerad Martin Iacoboivitz «inen Kranz nieder. Mit einem zweiten - Ehorgesana schloß die kurjb erhebende Feier, an der außer unserem Bunde ein großex Teil der jüdischen Gemeinde, vier studentische Verbände durch ihw Chargierten xmd die Reichswehr durch Vertreter der Kommandantur und der Truppe teilnahmen.; Wir haben es bedauert, daß diese Feier gerade am Purimlage abgehalten werden mußte, glaubte^ aber, von der Teiliwhme on dieser paritätischen Veranstaltung des Volt«- bundes Deutsche Kriegsgräber-Fürsorgs nicht -abseheu zu dürfen. III. S ch w i in m e n der Ortsgruppe wie bisher als geschlossene Veranstaltung sm Hallenschwimmbad jeden Donnerstag, abends 9 Uhr. Erwerbslosen Kameraden stehen Freikarten zur Beteiligung an den Schwimmabendän sin Büro zur Verfügung. IV. Turne» regelmäßig Sonntag, vorm. 10—12 Uhr, Mittwoch 8—10 Ahr abends, Sobald es die Witterung erlaubt, werden Ausmärsche stattsinden. Mit der Stadt ist zwecks Ueberlassung eines Sportplatzes für dey. Svinmer Fühlung genommen. Für die Angehörigen unserer Mitglieder riege anzugliedern/ Schwcidnitzer Stadjgraben 8, schriftlich erbeten. '' V. findet jüdischer Bund die alljäh Frontsolda VI richtend! a nochweiisragen ur Ve Zwecke allen Mi 8 St elliiings Nachweis: Seit Einstellung unseres Nachttes „Die fzröm" ist auch für unsere Kameraden ein Stellungsim „Schi d" kostenlos eingerichtet. Wir bitten deshalb, Äni nid Angebt te weiter an unser.Büro zu richten, die win dann rässentlichunji weitergeben: Sowohl deshalb wie überhaupt zum »er Orientitrung über dis Geschehnisse im Bund empfehlen wir ^gliedern isochmals dringend, den. „Schild" zu abonnieren. VH. Freik größerer Anzahl Person Geltung, Karle, gleichviel zu VIII. Bürcrzjjv Schweidnitzer Stal zollernsti 'ttur’erstkla ssige fubrikate beabsichtigen wir Unserer Tprngruppe eine Damen- Amneldungen. hierfür -werden, in unserem Büro, s h a u p t v e r s a nt n, l u n g. Am 21. März 1926 iche Bundeshauptversammlung des Reichsbundes Win Berlin statt. Wir werden daselbst^dertreten sem. r'pe n zum Besuch der „Odeon-Lichtspiele" stehen in ifin .Bürd zur Verfügung? Eie haben für die erste chenn eine zweite Person in deren Begleitung eine welchem Preise, an der Kasse löst, ' .t wie'bisher Montag bis Freitag 10 bis 4 Uhr, graben 8. II. Briefadresse: Dr. Hirschberg, Hohenrechzeit des Geschäftsführers 11—1 Uhr im Büro. Zu den bevorstehenden Feiertagen: f WM ttwMoltlGDle iiiNiiHiHnnHtHimumiiiifniiiiiHiiiiifmilUHiitHiiiuiniiitiuiiiimintnniinminn verschiedenfarbig T afelbestecke AuÄlfno«