Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 2 (1925)
- Issue
- 10 (29.9.1925)
- Date
- 1925-09-29
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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150 Dr«Sla^e» Jüdische« Gemeiudeblatt Nr. 10 Wege zu leiton. Hiermit Vertreter der jnterestierten in aller erster Reihe die Schaffung einer jüdischen Provinzialstelle für Mittel- und Niederschlesien in die schloß die sehr anregende Tagung. — Am ^nächsten Vormittag hatten sich Kreise wegen Zusammenschluß und Organisation jder Arbeitsnachweise zu ^iner Besprechung zu ämmengcfunitem hieran sind insbesondere die hiesigen jüdischen Bne Brith-Logxn interessiert, weil sie bisher mitErfolg einen Arbeitsnachweis betrieben haben. Nach längerer Aussprache nurde eine 'Einigung dahin erzielt, haß die beteiligten Vereine gemeinsam einen Arbeitsnachweis auf völlig caritativer Grundlage einrichten-und organisieren sollen. Ebenso hält man die Schaffung siättcn, i Stunde/ Arbeiten Berufsjubiläum. Am 1. Oktober 1925 beging der Tagcsschriftstellcr Ludwig M a n a s s c von hier sein dreißigjähriges Bcrufejubiläum als freier Mitarbeiter zahlreicher Tageszeitungen. Als solcher hat er viele Jahre hindurch die' Berichte über die Rcpräsentantcnstersammlungen erstattet, die sich stets durch Genauigkeit und »Lpchlichkeit ausgezeichnet haben. Auch auf anderen Gebieten unseres GemeindcwesenS hat sich Hehr Manassc Verdienste erworben. Wir wünschen ihm noch viele Jahre ungcmindcrtcr Wirksamkeit. R. von ArbeitS- sowie sachgemäße Berufsbersttung für eist Gebot der Es wurde beschlossen, alsbald mit den erfärdtrlichen zu beginnen. i,. j?lm Nachmittag fand eine Besprechung der ann csenden Berliner Vertreter mit den hiesigen Mitarbeitern des „Gefährdeten Ausschusses" statt, in der wichtige Magen erörtert wurden. Es wurde unter anderem beschlossen, zunächst die'Errichtung vorläufiger llntcrkünfts- und Beobachtungsheime für Gefährdete in Berlin zu/veranlassen und das Gleiche für andere Großgeweinden anzustrehen. In geeigneten Fällen ist die Schaffung!solches Heime im Anschluß über in Verbindung mit »creitS bestchcstdbn jüdischen WoblfahrtScinrichtungen zu empfehlen.; W. «. G. Beratungsstelle für schwer erziehbare uoü anormale jüdische Kinder. , Der Verein der Leiter und Leiterinnen jüdischer Erziehungsanstalten Deutschlands schreibt uns:! I „Wir baben gemeinsam mit destl Deutsch-isräelitischczr Gemeindebund und der Zentralw-hlfahstsstelle der deutschen Juden neuerdings die erziehliche F ü!r s o r g e fün schwer erziehbare und insbesondere für krankhaft! veranlagte (psychopathische) jüdische Kinder als Aufgabe überncmmen. Auch Liese Kinder können durch rechtzeitige geeignete Erziehung zu i nützlichen und gesitteten Menschen herangebildet Warden. Es wijd jvon uns die Errichtung eines beförderen Hiei'meS für psychopathische jüdische Kinder crstr!bt, wie derartige Anstalten schon lange bei den anderen Konfessionen bestehen und zur individuellen Erziehung solcher Kinder in bestimmten Willen unbedingt notwendig sind. Um diesen Kindern und deren Ejtefn aber schon jetzt in geeigneter Weise helfen zu krnnen, hat ustseh Verein beschlösset in allen Provinzen bzw größeren Bezirkewustscres Reiches je eine Beratungsstelle für se »wer erziehbafe stnd anormale jüdische Kinder im Anschluß an die »estehenden Waisen- und Erdc 80. Geburtstag. Am 10. Oktober 1925 feiertcdas Mitglied unserer Gemeinde, fr. Fleischermcistcr Markus Militschcr, in voller geistiger und körperlicher Frische seinen 80. Geburtstag. Herr Militscher ist Veteran der Kriege von 1866 rmd 1870/71 und Inhaber verschiedener Orden und Ehrenzeichen. Möge, ihm ein langer und froher Lebensabend bcschicden sein. R. j. F. 80. Geburtstag. Die Witwe unseres Gemcindcältcstcn Eduard Sachs s. A. feierte am 19. Oktober 1925 in geistiger und körperlicher Frische ibren achtzigsten Geburtstag. Ucber fünfzig Jahre hat ie an der Seite ihres unvergeßlichen Gatten an allen Schicksalen und Bestrebungen der Gemeinde mit großem Interesse tcilgenomme» und durch ihre rührende Pflege ibren Gatten in den Stand gesetzt, Uber sein neunzigstes Lebensjahr hinaus mit stnei müdlicher Tatkraft für unsere Gemeinde und deren wohltätigen Anstalten zu wirken. Wir wünschen der Jubilarin, daß ihr ein ungetrübter Lebensabend beschieden sein möge, und daß körperliche und geistige Gesundheit ihr gestatten, weiter an der Entwickelung der Gemeinde regen Anteil zu nehmen. j -! R. ziebungsanstalten ejnzurichten. Es 80. Geburtstag. Am 19. November 1925 feiert das langjährige Mitglied unserer Gemeinde, Herr! Nathan Koschmis k i, hier, seinen achtzigsten Geburtstag. Der Jubilar ist Kribgsveteran von 1870/71 und hat eine große 'Anzahl von Auszeichnungen erhalten. Wir wünschen dem Genannten in Kraft und Frische einen Weiteren und ungetrübten Lebensabend. ' G. dort, cvtntl. unter Hinzuziehung eine S l i ch Rat und Anweisung für die rechte Behandlung solcher Kinder erteilt werden. I FUs den Bezirk Schlesien h »t Herr Wolisejnhausdirektor KolodZniski-Breslau, Gräbschener Straße 61/65, die Beratungsstelle übernommen. . - I ■ Wir kitten die,Vorstände der G« meinden, die! jüdischen Wohlfahrtsvercine sowie» die Herren Rabbiner ynd jüdischen Lehrer die betreffenden Eltern auf diese Leratungssteslen aufmerksam zu machen." . Vienstjubll« am. Am 18. Oktober 1925 beging die Oberin Frau Fanny Holstein die Feier ihres fünündzwanzigjährigen Dicnstjubiläums. Die Genannte hat die Aufgaben unv Pflichten ihres Berufes alle Zeit mit größter Hing >be und Aufopferung erfüllt und zu der Anerkennung, der sich da, jüd. Schwestebnheim erfreut, in hohem Maße beigeträgen. Mit Li:be und Verständnis hat sie in der Ausbildung und Förderung Lei Schwestern! rstitgewirkt und ihnen in der Anstalt trotz aller finoi ziellen Nötei ein angenehmes und freundliches Heim geschaffen, beider ist die allseitig verehrte Jubilarin seit vielen Wochen ernstli« j erkrankt, s^ daß eS ihr nicht vergönnt war, ihren Ehrentag inm tten der Leiter und Gönner der Anstalt mit ihren Schwestern zn feiern. Dir wünschen ihr von Herzen, daß sie recht bald ihre Gesundheit wiedererlangt und ihre gewohnte Tätigkeit wieder aufnehmen kanst. G. 70. Geburtstag. Am 28. September 1925 beging Herr Jusiizrat Moritz R o t h - soll den betreffenden Eltern bje Feier seines siebzigsten Geburtstages. Der Genannte, der gacyarz e , unen gettjn weiten Kreisen allgemeiner Beliebtheit erfreut, hat aucb den kulturellen und sozialen Aufgaben unserer Glaubensgemeinschaft lebhaftes Interesse enfgegengebracht und sie jederzeit mit Rat und Tat gefördert. Wir wünschen dem Jubilar von Herzen, daß ihm »»ine gütige Vorsehung noch lanZe seine Arbcits- und Schaffenskraft erhalten möge, zur Freude seiner Angehörigen und Freunde. G. 70. Geburtstag. Am 25. d. M. feierte der Kultusbcamte Herr Aniel^Rehfisch seinen siebzigsten Geburtstag, Der Genannte ist seit übler vierunddreißig Jahren in unserer Verwaltung als Schächterl tätig und erfreut sich infolge der gewissenhaften Ausübung» feistes Amtes in weiten Kreisen großer Beliebtheit.! Wir wünschen dem Jubilar, daß er noch recht viele Jahre in körperlicher und geistiger Frische zu wirken in der Lagejsein möge. ' z G. Da« Kinderlaudheim bet Jüdisch«« Frauenbundes öffncl sein Heim im D«,«mb«r für eine Ferienkolonie von ,irka 30 Kindern. Der Pensionspreis beträgt pro Zag 3 Mark, für Minderbemittelt« 2 Mark. Wer 4 Mark pro Tag zu zahlen imstande ist, ermöglicht dadurch einem unbemittelten Kinde de» Ferienaufentbalt. Knaben können nur bis ,um zwölfte, Jahre Ausnahme find«». Anmeldungen von 9-1, Uhr im Büro der Kindersürforge Wallstraß« 9, I.