Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 2 (1925)
- Issue
- 9 (29.9.1925)
- Date
- 1925-09-29
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Sir. 9 Breslauer Jüdisches Gemelndeblat« 137 — » «nig guter Will« dazu und Ihr helft schaffen alle angebt. weiß, daß hier ei» jüdischer Handwerkerstand bea htet, ruf« ich (U: andoerker i st ebenso leistungsfähig «liege (macht die Probe, «he Ibr urteil«), und die Unterstützung feiner Glaubensgenossen angewiesen. Der jüdische und Handelstreibende >nd bester in dar allgemeine Wirtschaftsleben zesügt. Der jüdische Hgnndw rker bleibt im Hintergrund« und ha« außerden weit mehr unter dem Antise» itismu« tu. leiden. Gewiß, er bat auch christdaiauf bin. Es gehört nur ein n einem großen Werke, dar u n Demjenigen Leser ab«', der begeht, und ibn dennoch nie»« „Der jüdische H wie sein christlicher er ist aus £<i asmann lick e Kunden, doch wie oft bei ibacn um Arbeit stößt fr fragt. erkält er zur Antwort, „I»r seit ja nicht aus »n» angewiesen. Bei dem de ntcn ZusammengebörigkeüSgesüb kar Dgnkt an diese den! . Leider Wort«, find fit nf< tf nötig. UN > Der jüdische Handwe, ker Er will nicht» jüdische Frauen und Männer! Macht, daß ste wahr heutigen Tage noch nicht." aber keine Rachmonisarbeiten, das bat er weiter, als mit all den andern in Wettbewerb treten, er braucht ihn nicht schiusn, denn der Jude besitzt ein seine« Empfinden für Künst und ist dadurch imstaid«, b sonders ansprechende Entwürfe, besondere gute .Arbeiten auszusübrc». Sagt!a« auch Eurem Architekten, dem Lt uji auszusübrc». Eure Arbeiten im gar «cn ü «ertragt, den» er fordert den jüdischest Handker viel zu wenig zur Abgabe von Angeboten auf. Verlangt pon öbm, daß bei Vergebung der eiuzesnen 7 rbeitcn die jüdischen Handwerker berücksichtigt, für Eure Arbeiten bei gleichen Preisen bevorzugt djrn Architekten die eingegangenen Offerten verlegen. Ibr da« Rechte tun. Wirkt auch daraus bin, in der en die Arbeiten meistens durch besonders Bedie Ljiier oder Inhaber streng« Anweisung gebe», Ibr wepk er wi« kt daraus bin, daß werden. Laßt Euch von ü s < selbst, dann wesdet in größeren i Betrieben, aiislragte vergeben werden, fit jüdisch- Haudwebker mit heranznz eben. Bringt Ibr dem jetzige n Handwerkerstand Vertrauen cnisqegcn, so kann er einen Nachwuchs beranbilden, der aus gesicherter Grundlage. Gutes leistet und ider lich me >r als bisber die Achtung jüdischer und nicht- . .; weiß, ob Ibr damit nicht Euren eigenen ibre Zukunft ebnet. Denn mcbr al» je verlangt stach mcnuellcr Betätigung: sie süblt die Kraft und de» Andersgläubigen, die immer denken, der Jude kasin und wollcj nicht körperlich arbcilcn, das. Gegenteil beweisest. * Aber Ibr jühischcn Frauch und Männer mü i« ibncn die Gelegenkeil dazu geben. Henkt Arbiit den Körper st ä bl I. . Denkt daran, ^chassicn und Erfinden den Geist b e - tükiischer Mitbürger erwirbt, .tl t n d c r n die Wege für beütc die jüdisch« Jugend Lust dai» in sich und wird w de. st Am 8. d. I,jbre in der W> de« Grundstück» Ibre Psl!> Ihr And « Breslau,! Von der fiir In unerwartetem Ma i« di« Friedrich-?Pilb«lm-Vikto: bistides gebotenfn Gelegenheil Vliktoria «ine Selbsthilfe Gebrauch gemacht- Di« üb« Fßnstel der voll dem Vcrsich, r di« Abschlüsse über namhaft« getätigt werden! In der' bei diesen aus ungläubige« Staunen, wenn „Ibr braucht UN» doch nicht!" bi« lim w U der Juden unterstützt doch einer den andern." daisan, daß Körperliche daß selbständige» S friedig».! Schasst Mit am Aufblühen rkcrstanhe«! Dann dient Gesamtheit. Deng von festeste Stütze ijn Judentum. Helft, daß auch beut« wieder n d, gesestiät dastebt, si fördert Ibr mit dem Judentum der H a » d w c r k o r st a n d , Roll« nberg-Stistuug. Ml», verstaib Fräilein Bertba Hab», die mebr als fünfzig ollenberg'fchej Stiftung gewobnt hat Und stet« für die Verwaltung tätig war. chten bat die nken wird b<i im Septemb, r Verstorbene musterbaft erfüllt. un» stckis erballen bleiben, r 1925. «w Kuratorium der Wollenberg-Siiftung. f" Ziiedrich-Wilhelm-Viktoria-Stiftung.!t bat di« jüdische Beamtenschaft von der ihr durch ia-Stistung de» Deutsch-Israelitischen Gcmeindedurch Abschluß eine« Lebensversicherung bei der ihre Alters- und Relikten-Versorgung zu üben, rau« liberalen Bedingungen (Uebernabme von zwei len zu zahlenden Prämien) haben auch bewirkt, daß Summen, in den meisten Fällen 10 000 Mark, zen Zeit «ine« halben Iahe», seitdem die Friedrich- Wilbelm-Viktoria-Stistung ibre segensreich« Tätigkeit niieder aufqehommen bat, find bereit« Zuschußbewilligungen in Gesamtböb« von ZI.500 4>iark jährlich ausgesprochen worden. Dl« gesamte versichert« Summe' beträgt l 400 000 Mark, der davon von der Stiftung übernommene Betrag beläuft sich ähs ungesäbr 600 000 Mk. In progressivem Maß« wächst auch die Zahl der beim Kuratorium' «inlausenden Neugesuche, von denen zur Zeit 65 in Bearbeitung find. > Ern so erfreuliche« Bild die vorstehenden Nanibafren Ziffern non der durch ' die Stiftung geleisteten Fürsorge bietet, so kann sich da«' Kuratvristm doch der drohenden Tatsache nicht verschließen, daß in absebbarcr Zeit hie Grenz« der Leistungsfähigkeit erreicht wird, wenn «s .nicht gelingt, neu« Einnahmequellen durch Beteiligung der an der Versorgung der jüdischen Beamtenschast! am nächsten interessierten Landesverbände zu erlangen. Betragen doch die bekanntlich unverkürzt zur Verteilung gelangenden gesamten. Einnahmen zur'Zeit ich" Höchstfall« SO 000 Mark. ‘ " - ,; '. E« ist also bei Innebaltung der zur.Zeit gellenden Grundsätze: Au»-- . zablungsiermin zum 65. Lebensjahr, keineswegs vor dcmoO. Jahr, Zuichußböb« bei Versicherungen bi« 10 000 Mark zwei Fünftel der Prämien, — die über >0 000 Mark binausgebcnten Betrage können fortan nicht herücksicheig werden) — zu erkennen, daß in kürzester Zeit nur noch Vormerkungen vergcnon men werden könne», deren Berücksichtigung in chronologischer Reihenfolge der Ei ilragung bei Freiwerdung von Beträgen ersolge» kann. Außer den bvggcnannten >5 Anträgen dürsten noch alle Anträge von Bewerbern, die bi» zum I <H S plcmber 1125. ärztlich untersucht sind, anstandslos zur Erledigung kommeh., Andere Beamte, die nach dem genannten Termin den Abschluß einer Versicherung' beabsibligen, tuen gut, sich durch Anfrage beim Büro de« Deutsch-Israelitischen Gemeind ibunde« nach den Aussichten für die Erlangung des Zuschusses zu erkundigen. (-Mitteilung vom Büro des Deutsch-Israelitischen Gcmciildebuii:c» Berlin.)' - eine» gesunden jüdisch!«» Hand- Ibr dem einzelnen Juden, dastn dient Ibr jebcr war der Handwerkerstand die der Mittelda» Wobl de» Vätcrlande», da« einzig durch einp^i rubig 'und gesichert schassenden Mittelstand au« wirlschastliihen Nöten sch zum alten Wohlstand emxorarbeiten kann. Felir Simcnauer, II. Vorsitzgnder de« Verein» selbst, jüd. Handwerker. Die Freie jüdisch« VölkshochiHüIc eröffnet am Sonntag, den 8. November, ibr ' dreizehnte» Halbseni.-ster mit einen, Vortrage de» Schriftsteller« Sr. M« r'B r ob -Prä gi über „Die Gestalt Re-ubeni« in de: jüdischen Geschichte — Wahrheit und Dichtung". Seil dem Iabre >918 arbeitet die „Freie jüdische,Voltslwchsckjule" daran, die weitesten Kreise der jüdischen Bevölkerung Breslau»-mit den Problemen de« Judentum», der jüdischen Geschichte und der jüdischem ^Wissenschaft! bekannt za machen. Sic bat für diese Arbeit seit jeber eine» Stab von Dozenten gehabt, die imstande waren, auch in der Volksbochschiile, von der man oft ein« flach« Popularisierung der Probleme gewöhnt ist,, den ..Stosp so zu geben, und »u bearbeiten, daß die Schärfe des Problem« nicht verwischt wird, und daß die Vorträge trotzdem gemeinverständlich sind, lieber.die Wichtigkeit der Volkshochschule dürste sich jeder klar sein, dev weiß, wie sehr tt uns. an jüdisch Gebildeten mangelt, und wie sebr jede Belebung und - Erneuerung de» Judentum«, vom Wissen um da« Judentum nnterstzjtzt, ja erst - recht eigentlich möglich gemacht wird. Gerade die vielen Mitglieder unserer Gemeinde, die bi» vor kurzer Zeitz »och in-kleinen oder mittleren Gemeinden-gewobnt haben und dort sicherlich nur ganz selten einen-Vortrag baden böre» können, werden die Kurs« der Volkshochschule mit besonderer Freude und Begeisterung begrüßen. Die Volkshochschule wendet sich an alle Kreise, ohne Unterschied de» Bildungsgrades und natürlich ebne Unterschied der Partei. Sie fetzt nur da« Interesse voran», da« Interesse für di« großen Probleme der Judentum«. Und sie verspricht, all di« vielen Frage»? zu beantworten und Anregung zu geben. Dieser Ausgabe kann sie -in diesem ' SekNester Hcnso gerecht, werden, wie sie es bisber getan hat. Eine Anzahl interessanter Kurs« findet auch diesmal statt. Wir weisen aus da« unten folgende - vollständige Programm bi». Wir glauben nicht, daß e« interessiert« Menschen gibt, die für da« «ine oder andere "Tbcma kein« Neigung haben. Wir meinen vielmehr, daß das Programm der Dolksbochfchule zeigt, daß.sich die Leitung alle Mübc gegeben bat, um die weitesten Kreis« der >üdisckgen,Bevölkerung Breslau« - zu interessieren und anzuregen. .Dazu kommt noch,-daß di« .Eröffnungsfeier, die seit dem Buber'schen Vortrag« im »origen Jahre zu einer Art Morgenfeier geworden ist, auch diesmal «inen Vortrag eines der bedeutendsten jüdischen Zeitgenosscn, de« Schriftsteller» Mär Brod-Prag, vorfieht. Sein am Anfang dieser Zeilen «rwäbntc« Tbeisia ist um so bedeutsames)" al« der neue Roman Brod« sich mkt der Gestalt' Rrvubeni» beschaitigt. Seit dem Bestehen der Volkskochschul« haben Idreitgusend Menschen die Kurs« besucht. Wir glauben, sagen zu können, daß dieses dreitausend Menschen von der Volkebochschul« eine Fülle von Anregungen erkalten haben. WeNn wir daber unsere Leser ausrusen, in diesem kommenden Winter ha« kleine Opfer an Zeit, und da« noch kleiner« Opfer an Geld nicht zu scheuen, sondern sich für den »inen! oder anderen Kursus anzumelden und an den Kursen diann auch regelmäßig teil-' zunebmen, so sagen wir da« letzten Ende» nicht »llejit au» Interesse für di« Volkshochschule, sondern au« Interesse sür unsere Lejer md für da« Judentum.' „Xueuttus“ „Prometheus“ „3unJ^er<f {Ruh förat- und fäarft-Jippar Merz & Ihrlieh + *i i