Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 2 (1925)
- Issue
- 6 (26.6.1925)
- Date
- 1925-06-26
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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90 *= Nr. 6 Dsestauer Jüdisch^« <8emein6ebla11 n - 3(n b«n wrflofftntn beben gtitctagt« find mit früher ein« Anzahl Gemeinden mit Predigern und Vorbeiern versehen worben. Wenn in dieser HinfiSit nickt alle« nach Wunsch gegangen ist, so ist die« in erster Reih« auf den' erschreckenden Mangel an geeigneten Hilfskräften, zum anderen aber auch darauf zurückzusübren, daß die in Betracht kommenden Genjeinden fich nicht rechtzeitig meldeten oder in letzter Stund« noch ander« Entschließungen faßten, deren Erledigung dann nicht medr möglich ^>ar. I I» gleicher .Werse ergeben die Ersuchen um Beschaffung von Minsan- Mannern Läufig so spät, daß der Verband nicht mehr imstande ist, die im Interesio der betreffenden Kemepnbcn liegende Auswahl zu treffen. An manchen Orten ist der rituell« Haushalt eingegangen, weil kein« Ge lrgenlwit zur Schechita gegeben war. Um den Beteiligten den Gewiffenszwang r» nehmen, in den fi« dadurch geraten waren, ist «in Schschät nach Bedarf in die bttreffenden Gemeinden entsandt worden. Die dadurch entstehenden Kosten trägt der Verband, insoweit fi« nickt von den'beteiligten Gemeinde» selbst aufgebracht werdcn. , '• 3u erwäbnen wäre noch, daß die Gemeind« Fraustadt dem Verband beigelreren ist, und ferner die reckt erfreuliche Tatsache, daß es «gelungen ist, in diesem Sommer «inen Fortbildungskurs»« für Lebrer und KtzltuSbp'aipte abzubalteq. Der Glaubt, daß der Bezirkeverband überflüsstg geworden sei durch den Preußischen Lauderverbaiid, dürfte ein völliger Irrtum still. Der Landesverband wird seine Ausgaben nur mit Hilfe der Bezirksverhänd« 'erfüllen können und würde fie vermuilich ins Leben rufen musien, wenn fi«!»ick>t verbanden wären. ° V < rieichnis der Verbands- G:e m e i n d e n. Bernstadi, Breslau, Brieg, Bunzlau, Festenbcrz, Frankenstein, Zraustadt, Freiburg, Glatz, ^Glogau, Gcrlrs, Grünbckrg, Gubrau, Herrustadt, Jauer, Landeck, Lande?but, ' Lrcgni»,' Loewen, Lowenderg, Miiitsch, Mützfterbergj Namrlau, Ncumarkt, Neusatz, Oelr, Oblau, Reichenbach, Sagen, Sihweidnih, Svroitau, Städiel Sckwirz, Sleinau, Streblen. Striegau, Track enberg, Trebnitz, Waldenburg, Gr. Warienberg, Winzig. ' ' *! t- ■ band « - A« sckhss« r. i Breslau; Mitglieder des Verl verfitzender: Iustizrat Hirickberg Stellvertr. Vorsitzender: Gemeinde-Rabbinir D'. Vostelstein, Breslau; Schatzmeister: Iustizrat Fracnkel, Glogau; Sckiriflsübrer: Bürodirektor Glaser, Breslau; Beisitzer: Erich Bauer, Breslau; Prediger Bnbr, Waldenburg; Rechtsanwalt Foerdcr, Breslau; Dezent Dr. Heinemann, B es!au;§ Gemeinde-Rabhiner Dr. Heffmann, Breslau; S. Iablonski, Liegnitz; Breslah; Iustizrat Kaliich, Breslau; Dr. Kcrackj, Knpferderg, Görlitz; Iustizrat Landsberg, Schweidnitz; Georg Teckus, Oels. Recktssanwalt Iacobfohn, Hiüschbsrg^ - Kaufmann XecktS^nwalt LMp, Glatzj insbe^hnder« des Mitkel- > Mittaln die Kosten für auszubringen. Der jm Jahre IS65 gegründete „Verein zur Unterstützung jüdischer Studiereuder t«r hiesig«« Universität" ist infolge Wegzug» und Ablebens einer großen Zab letztsn Iabren in seinen Einnabmen erbeblich zurückg«gangen, während die Zahl der würdigen und bedürftigen 'Bewerbe«, infolge de: heutßzcn wirtschaftlichen Verbältniste, gestiegen ist. Viele Gemefnoemttglieder, stand«« sind beule nicht mebr in der Lage, au» eigen« das Studium ibrer studierenden, Sobne ^odcr Töchter E» bedarf wobl keiner werteren besonderen Dar! egung, daß «ine Erböbung der Leistungsfähigkeit des segensreich wirkenden Verei iS dringend wünschenswert erscheint. Aus diesem Grunde bittet das Üudatorium, den Marcus, Vorsitzender, Iustizrat Breslauer, Sanitälsrit Dr. Iungmann, Dozent Dr. Marck,. Iustizrat Rotb angeboren, die Gemeind«: ritgiiedbr dringend, dem Verein als beitragendes Dl i t g I ij« b gefl. beirr « t « n z u w o l l.« n. Auch einmalige Speichen wenden gern entgegengcnommen. j Ganz besonders aber werden di« Akademiker, di« beizte in esuten Einkommensverbaltnisien find und früber .selbst den Verein in Anspruch' genommen haben, gebeten, sich de« segensreichen Wirkens de» Vereins zu erinnern und die Ziele und Aufgaben desselben zu unterstützen. Beitra^Smeldungen werden nach Wallstraße 9 ^Svn.igage».Gemeinde), erbeten, wahrend Zahlungen auf - das Postscheckkonto -der Synagogen-Gemeind« Breslau Nr. 6300 mit entsprechendem Vermerk, daß dje Spende für den Verein „Zur Unterstützung jüdischer Studierender hiesiger sltniverfisät" bestimmt ist, „beri'andl werden kenne».' i I G. Verein selbständiger jüdischer Handwerker, «. V., Breslau. Geschäflrftell«: Moritz'Wolfs, Lobestraß« 21. Am 7. Mai 192 5 fand im neuen Veremslokal, .Hotel de Rome, eine sehr gut besuchte Versammlung mit unseren Frauen statt, in der nach entsprechender Ehrung de« letzten »«rstorbenen «btmaligcn Vorstandsmitglied«» und Mitbegründer» unsere« Vereins, de» SchlosiermeisterS David Armer, «ine Neuauf-; nähme vollzogen wurde. Dann referierte unser I. Vorsitzender über das so aktuelle Thema: „Jüdische Mittelstandrbilfe". In seine» sebr guten Ausführungen streifte er' »mfaffend da« Wirke» dieser für den.gesamten jüdischen Mittelstand so wichtigen Gründung resp. Neuaufbau. Lebbastep Beifall bewies dem Redner, daß seine Wert« auf guten Boden gefallen waren. Es wurden ISO R.-Mk. als! jäbrlicher Vereinsbeitrag für dir „jüdische MittelstandSbilse" bewilligt. In j der sich nun anschließenden Aussprache zu dem Punkt« „Verschiedene«" wurden j mehrere Anfragen sehr kritisch beleuchtet. L e o p. r a e n k e l. Kindergarten und Kinderhort der Vereinigung jüdischer! Frauen. Am Dienstag, den 30. Juni 1925, bält der Kindergarten und Kindcrbort der Vereinigung jüdischer Frauen seine Generalversammlung ab. Der Vorstand der Vereinigung ladet seine Mitglieder und Gönner ein, recht zabl- ' reich teilzunebmen. (Siebe Inserat.) Di« sozial« Grupp« für erwerbstätige jüdische Frauen und Mädchen dankt auf diesem Wege allen Spendern, die für da« LanderbolungSbeim bei getragen babcn. Besonder« Herrn Julius Markus, der in großzügiger Weise sein Landhaus für diese Zwecke zur Verfügung gestellt hat. Wir waren dadurch in der Lage, zebn bedürftigen Frauen eine» mehrwöchigen Erbolungsaufcntbali z» gewähren. Di« sozialt Grupp« für erwerbstätige jüdisch« Fraßen und Mädchen gibt bekannt, daß sie eine Reparaturwerkstatt für Männerbekleidüng eingerichtet bat, wo Herrenanzüge für sehr mäßige Preise aujgebügelt, gereinigt und repariert werden. Di« Arbeit wird sachkundig von Schneidern ausgeführt, di« sich dadurch für fich und die Familie einen Broterwerb geschaffen haben. Wir bitten die Gemeindemitglieder dies« Institution durch Aufträge zu unterstützen. Aus telephonischen Anruf werden die Sachen abgebolt. Soziale Gruppt, Karlsstrasic 44, Tel. R. 9995. flmtlldie WsinilWchliWii Der WsWWMkWe Sprechstunde« der Herren Rabbiner: Gemeinde-Rabbiner > Dr. Vogelstein, Am Anger 8, Ring 7460; 9%-10^ U)br. Gemeinde-Rabbiner Dr. Ho^fmann, Wallstraße 9, Ring 9837; 9-10 Uhr. , i Rabbiner Dr. Sänger, Schweidnitzeir Stadtgraben 8, Ring 6584; 9—10 Uhr (außer Montag und Donnerstag). Zurzeit verreist. Rabbiner Dr. Simonsohn, Hohenzollernstraße 23, Ohle 52:30; 9 -10 Ubr (außer Sonnabend und Sonntag). In der Zeit vom 3. Juli bis 7. August Sonntag bis Freitag 8 — 9 Ubr. Rabbiner Dr. Cohn (für Schalaus) werktäglich 11 — 12 Uhr im Lokal d. Machsike Thora', Wallstraße 5. > Anmerkung: Andere Zeiten können telepbonifch vereinbart werden. Sprechstunden b;w. Wohnungen der Herren Kantoren: Oberkantor Borin, Hohenzollernstraße 105, Ohle 9740; 2-3 Uhr (außer Freitag und Sonnabend). \ Oberkantor Weiß, Wallstraße 9, Oble 754. Sartenmöbel in preiötoerter Auswahl^ Echt Veddigrohk-Möbel ncri A Ehriidi ^Breslau