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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1925-06-26 · 6 (26.6.1925) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
2 (1925)
Issue
6 (26.6.1925)
Date
1925-06-26
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Breslauer Amtliches Gchriftleltung: DertvalMi igsbkrektor Blatt der Gynagogengemeinbe zu Breslau v,-. Rechnitz,, Breslau. Wallstratze 9 I Druck und Anzeigen-Annahme: Druckerei Th. Schatzky Aktiengesejlschast. Derlcjg: BUro der EMagdgengemeinde. Breslau. Wallstr. 9 / Tel. R. 1612 | Breslau 3, Reue Graupenstrahe Rr. II gemsprechek Ring 8551 u. 8552 Anzeige, prei«: Die 6 gesv MiMmeler-Zetie öfter deren Kaum 12 vfg. — Bei laufenden AnslrSgen Kabatt. ...-.ii IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIJ IIHIIllllH1MMIIMIIIIMIUlllllMIIIMIIMIIIIIIIIIIiniHIIIIIIIHIIIIIIIMIIIMIMIIMHIIIIHIIIIIIIMMIIIIIIHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIilllUMIIIHIflllll!MIIIIHIIIIIIIIIIIIIIII!MIH1M1IIMIIIllHI[lllll!HIIIMM IIIMMIIIIIIIMMIIMMIIIMMIMIIIIMUJIIII] güt die unter dem Ramm des DecfasserS erscheinenden Artikel und die Dereinanachrichten Übernehmen wir nur die pressegesetzliche Deranttriottung 2. Zahrg. 26. Äunl 1925 Z 2tt.6 Nepräftntantei ^-Versammlung vom 27. Mai 1925. SitzuiigSberickl v>n Dr. Rt ck> n i Der Vorsitzende, Justizrät Peiser, gedachte zu Beginn der Sitzung mit Worten der Trauer des dahingeschiedenen ersten Präsidentesi der deutschen Republik, Friedrich Ebert, des schlichten Mannes aus dem Volke, der riit aller Kraft daran gearbeitet hat, unser Vaterland aus dem Ehaos >hei auszufübren. (Die Versammlung hört den Nachruf stehend an.) Anschließend begrüßte der Vorsitzende mit ehrfurchtsvollen Aorten den neuen Präsidenten von Hindenburg und sprach unter Berufung auf die von ihm abgegebene Erklärung, daß er alle Deutschen chne Unte rschied der Partei, der Religion und des Standes zum Wie »eraufbau des Vaterlandes wieder einen wolle, die Erwartung aus, da i alle Bcr mbungen des neuen Präsidenten dem deutschen Volke zum Segen gereichen möchten. I Der Vorsitzende verlas hierauf einige eingegangene Schriftstücke. Herr Joseph Kober dankt für die Glückwünsche rum 70. Geburtstag und kündigt an, daß r für die Alte SynaojM Zeinen Thoravorbang gestiftet hat. Die Versammlung nimmt hiervon dankend Kenntnis. Frau Ida Wolfs bitte!, ihr die Vergleichssumme zurückzuzablen, die für Verzicht aus die Napierbsch rft geleistet worden ist. Der Vorstand bat das abgelebnt, die Versammlung ninrmt denselben Standpunkt ein. Ferner giüt der Vorsitzende bekannt, daß die Rcpräsentanten-Kommission die Satzung durchberaten bat und voraussichtlich dir erste Repräsentani ensitzung zur Beschlußfassung über die neue Satzung Mitte Juni s attsinden wird. Geheimrat Goldfeld vom Vorstand beanrrarzt außerhalb der Tagesordnung, das Vermächtnis des Kaufmanns Riesenfeld mit den damit verbundenen Auflagen auf Grund der erhaltenen Berichte über den Stand des Nachlasies auszuschlagen. Der Antrag wird ohne Anssprache angenomme 1. lieber die Vorlage „Heizungsanlage Neue Synagoge" berichtet H. Walsch, daß die Erneuerung dringend notwendig sei, weil die über 40 Jahre bestehende Luftheizung veraltet, unwirtschaftlich und unzureichend sek. Nach längeren Vorberatungen seien vier Firmen zur Ausarbeitung von Entwürfen aufgefordert worden. Cs handelte sich dabei nicht um eine A 'beit nach gegebenen Bedingungen, sondern eS mußt« selbständig «ine Lösung eir er schwierigen hcizlechnischen Aufgabe gefunden werden. Di« Baukommission habe sich einstimmig für das Projekt der Firma Haag A.-G. ausgesprochen. Dennoch' sei eine Firma aus besonderen Gründest zu einem zweitem Entwurf auf. 'gefordert worden, für ken sich aber die Baukommission mit Ausnahme «ine« Mitgliedes ebenfalls nicht emsetzen konnte. Wegen der persönlichen Erörterungen chlage ex die Verweisung in die geheime Sitzung vor. ' Rechteanwalt Jaeobsohn widerspricht der Verweisung; die in der Oeffenrlichkcit tätige» Personen müßten sich auch eine öffentliche Kritik gefallen lasten. Der Vorsitzende macht darauf aufmerksam, daß es sich nicht um ein: Kritik des Vorstandes, sondern der Bewerber handele, die diese geschäftlich schädigen könne. Nachdem Geheimrat Goldfeld namens de« Vorstandes erklärt hätte, daß dieser sich nur in nicht-osfentlicher Sitzung, rückhaltlos äußern k< nne, wird dit Ver. Weisung in die geheime Sitzung beschloffen.! Der nächste Punkt der Tagesordnung betraf die Wahl zum Rate der Preußischen Landesversammlung, die die- Versammlung schon mehrfach beschäftigt hat. Justizrat Kalisch wiirdgt die Erwimungen des Vorstandes, Stellvertreter zu wählen, und begründet d«e Entschließung der liberalen Fraktion unter Aufhebung des früheren Beschlusses, mit der Wahl von Stellvertretern einverstanden! tu fein. Dagegen könnten seine Freunde sich mit den v»m Vorstände ohne Fühlungnahme mit der Repräsentantenversamw luNg auegechabltcn- Persönlichkeiten nicht einverstanden erklären. D e Vertretet müßten derselben .Richtung wie die Mitglieder angehören. Der! Berichterstatter beruft sich hierüber auf die Ausführungen von Rechtsanwalt Jacobsehn in der Satzungskommission, äüf besten Antrag «ine entsprechende Bestimmung in die Satzung aufgenomnten worden sei. Des weiteren bekämpft der -Redner die hier und in Zeitungsartikeln gemachten Ausführungen über die Kräfteverteiluim. Auch aus edler Geste einen Angehörigen der MinderheitSparteietz zu wählen, liege kein Anlaß vor. Dazu hätten wick nicht zum ^r«»^^» Landes'» v'erband gewählt. Er schlag« daher als Stellvertreter die!Herren Emil Waldstein und Generalkonsul Smoschen er vor. Geheimrat Goldfeld verwahrt sich dagegen, daß der Vorstand Fühlung mit der Versammlung genommen habe, eine gemeinschaftliche Besprechung veranstaltet, eine Einigung nicht erzielt werden konnte, blieb anderes übrig, als seinerseits Beschluß zu fasten, als Vertreter die Herren Waldstein und Tr schlage, so gebe er davon aus, daß man der M inderbeit aus Billig keitsgründen einen Sitz einräumen könne, selbst wenn eb ibr nach der Verhältniswahl nicht zusteht. Im übrigen soll Parteirücksichten zusammengesetzt sein, wie die selbst. Die Beschlüsse des Rates könnten jederzeit von der Landes- Versammlung gemißbilligt werden. Parteireligiöle Fragen dürften im Rat kaum zur Entscheidung kommen. Rechtsanwalt Jacobsobi l meint, da« Verhalten des Vorstandes habe nur beim Berickterstatti r, nicht bei der Versammlung Befremden erregt. De» Vorstand labe sich mit der Versammlung in Verbindung gesetzt, dagegen nickt besonders mit der liberalen Fraktion. Dies sei der Grund des Befremdens. In der Sache selbst sei ein Unrecht wieder gut zu machen. Di« beiden MinderbeitSparteien gingen in der Frage zusammen und hätten daher über 4000 Wähler hinter sich. Auch in der Landesvcrsammlung sei mit einem Zusammengehen zu rechnen. Seine Ansicht, haß die Stellvertreter derselben Partei wie die Mitglieder angeboren müßten,-beziehe sich auf Parlamente; der Rät sei aher kein Parlament. UeberhieS hätten sich die Liberalen zu Unrecht von 55 Ratssitzen über 25 gesickert. Der Liberalismus setze sich nur auS Angst,.daß es mit ihm bergab gehe, ins Unrecht. (Zurufe!) Herr Wilhelm will auf die letzten Ausführungen von Rechtsanwalt Jacobsohn nicht näher eingehcn, denn besten Ansicht über den Liberalismus würde sich nicht ändern, selbst wenn sie einen Konservativen wählen würden. Nack, dem Kräfteverhältnis gegenüber jeder Minderheitspartei haben die Liberalen Anspruch auf beide Sitze im Rate, und demnach auch auf die beiden Stellvertretersitze. Bei der Vorbereitung der Gründung angeblich keine Der Vorstand habe Nachdem in dieser dem' Vorstand nichts Wenn der Vorstand Schlesinger vor-

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