Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 2 (1925)
- Issue
- 4 (28.4.1925)
- Date
- 1925-04-28
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Breslauer vf- Jüdisches Gemeindeblatt Amtliches Blatt der Syttagogengemeinbe zu Breslau! Schristleltung: Verwalk r Verlag: Büro der Sgnag> «ntnnntniitiiHmiimMHnmiaHHiiiuiiiHii u die unter dem Narr Fllr 2.?ahfg. mgSbirektor vr. Rechnitz, Breslau. Wallstraße - I Druck und Anzeigen-Annahme: Dmckerei Th. Schatz^ Mtiengesestschast. ogengemelnde. Breslau. Wastftr. 9 / Tel. N. 1612 | Breslau 3, Neue Graupen strahe Nr. 7 / Fernsprecher Nlng 8321 u. 8332 en des Verfassers erscheinenden Artikel und ble DereinSnachUchten Übernehmen wir nur die prestegesetzNche Verantwortung 28. 3U)rtM92S 9tr; 4 Eduard Sachs f. A. Ein. schwerer Schicksalsschlag, ein unersetzlicher Verlust hat unsere Synagogen-Gemeinde betroffen. Den Gemeindeälteste und frühere langjährige, Vorsitzende des Gemeindevorstandes, der Vorsitzende des Vorstandes und Ehrenmitglied der Israelitischen Kranken - Derpflegungs - Anstalt, Herr Eduard Sachs ist in der :lacht fom!l1. zum 12. April 1925; wenige Tage vor Vollendung seines 91. Lebensjahres in das Reich der Ewigkeit hinchergegairgen. Was .die Näherstehenden seit einiger Zeit befürchteten, jedoch im Vertrauet i aus die Lebenszähigkeit und die Geistesfrische des 90 jährigen Greises nicht glauben wollten, ist nun leider doch eingetreten. Seit einem vor ung rfähr sechs Wochen erlittenen schweren Anfall snnes altert Blasenleidens konn-! gründete Geschäft ausgenommen wurde.. Nach 15jähriger! erfolgreicher Tätigkeit mutzte sich Eduard Sachs (es klingt m Anbetracht des von ihm erreichten hohen Alters heute verwunderlich) auf ärztlichen Rat vom Geschäft zurückziehen te sch der sonst Stürmen trotzende Hingeschiedene mebr so recht erbole, so ist allen Danicht und er dann einer hinzugetr< tenen, mit hohem Fieber verbundenen Grippeerkrankung strotz aufopferndster . P und ungeachtet aller mühüngen seiner Herren rzrc Aerzfe nach wenigen Tagön erlegen. / Zum Andenken an Heimgegangenen Flhrer unserer Gemeinde es uns gestattet sei« Folgendem nochmals Geboren am 16. nach Tode Educrd ^achs schon Breslau und so Datetstadt betrachtet eine als Ü® eilhaber in das lege Be-i den choge in ein Lluszes Lebensbild di«ses hervorragenden Mannes zu zeichnen: April 1834 in Lissa, Provinz Posen, kam ils vierjähriger Knabe mit se nen Eltern hat er Breslau, da er hier bis zu seinem eine segensreiche Wirksamkeit entfaltete, immer als seine Schon als junger Kaufma m zeigte er utzergewöhnliche Begabung; so datz er, erst 24 Jahre alt, von seinem Vater Wolf Sä«hs s. A. ge- und so kamen, durch die unfreiwillige Muhe veranlatzt, die hervorragen- ' den. geistigen Fähigkeiten - dieses genialen Mannes schon frühzeitig, reichen Segen spendend, der All- ' gemeinheit zugute. Im Jahre. 1878 in die Repräsentanten - Versammlung, im Jahre 1691 in den Vorstand der Synagogengönzeinde gewählt, machte sich in den Ge- - meindetörperschaften der . Einfluß seiner starkenPersönlichkeit bald bemerkbar. IN den verschiedensten Kommissionen nahm der Heimgegangene eine führende Stellung ein und so wurde er in Ancrkennung seines ebenso unermüdlichen, wie erfolgreichen Wirkens auf .allen Gebjeten der Gemeindeverwaltung nach dem ^Ableben des Herrn Iustizrat Wollstein vor 13 Jahren einstimmig zum Vorsitzenden des Ge- »nemdevorstandes gewählt. Was Herr Eduard 1 Sachs in seiner langjährigen Tätigkeit an der Spitze unserer Synagogen-Gemeinde um die Entwicklung unseres Ge- - meinwe>ens geleistet hat, erfüllt uns alle mit. aufrichtiger Bewunderung. Wenn wir an dieser Stelle nochmals den Bau des großen Gemeindehauses Wallstraße 5/7, die Anlage des neuen Friedhofes Cosel, sowie die Erweiterung des Friedhofes Lohettraße erwähnen, so sind hiermit die vielen' Neuschöpfungen pnd Verbesserungen, die seiner großen Voraussicht, seiner überragenden Geistestätigkeit zu verdanken waren und die unserer Gemeinde für immer zum Segen gereichenwerden, bei weitem nicht alle aufgezählt. Als Herr Sachs-