Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 1 (1924)
- Issue
- 6 (20.12.1924)
- Date
- 1924-12-20
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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S2 •r* DreSlauer Lffölsche« <8 c m el n 6 k b (a tt Nr. 6 Fürsorge zu Teil werden lassen, llebrigens geschieht dies auch ständig für jüdische Insassen, die »ich in anderen öffentlichen Anhalten Breslaus oder Umgebung befinden. Den Ehrendameis, die sich gern und willig dieser mühevollen Aufgabe unterziehen, sei cm dieser Stelle unser Tank ausgesprochen. I . ' Beranntmachüug. Ist der Neuen Synagoge sinder vom Freitag, den 5. Dezember d. Js. ab zunächst bis 20. Februar 1925 neben dem bisherigen Freitagabendgottesdienst ein zweiter gleichartiger Gottesdienst um 7 Uhr abends statt. Am Chanuka-Sabbath .findet nur ein Freitag-Abendgottesdienst um 4^ Uhr statt. n Bus dem vesteittsleben. n Freie jüdische Volkshochschule Breölau. Iweme» Hnlbsemester (Jnstnar/März IS2S.) E r ö s f nJk n g: Sonntag, den 1$. Januar, vorm. 11 Uhr, durch einen Börtrag im großen Saal der Lefsing-Loge, Agncsstr! 5. (Räheres wird ncch bclonntgegcben.) Borlesungs-Verzeichnis: 1. Studienrat Tr. WillyCohn: Moses Megdelsohn und seine Zeit. Tonnerstag 8—9 Uhr. Beginn: 32. Janstar. j 2. Frau Tr. Else Fuchs-Hes: Religion und Religiosität jim Judentum. Montag 8-^9 Uhr. Beginn: s9. Januar. 3. Dozent Dy. I. H e i n « m a n n: Uebuingen zum Gebetbuch. Montag 7—8 Uhr. Beginn: 19. Januar. 4. Gemeinderabbiner Tr. M o s e s H.o f!fmastn: Jüdische Geschichte von her Zerstörung des ersten Äs, zur Zerstörung des zweiten , Tempels. Dienstag, 8—9 Uhr. Beginn: 20. Januar. Dozent Tr. Albert L e w k o wi tz.: Tie! jüdischen Denker hes 19. Jahrhunderts in ihrer Auffassung vom Wesen des Judentuchs. Mittwoch, 8—9 Uhr. Beginn: 21. Januotr. 6. Professor Tr. Siegfried Marck: Tie Stellung Spinozas'in der Philosophiegeschichte der Neuzeit. Dienstag/ 7—8 Uhr. Beginn: 20. Januar. iTDozent Dr. I. R a b i n: Erklärung ausgewählter Stellen aus den Propheten (in deutschst: Uebersetzung). Donnerstag, 7—$ Uhr. Beginn: 22. Januar. Die Borlcsungen.und Uebungen (je 5— 6t' Stunden) finden im Realgymnasium äm Zwinger statt. Zur Abhaltung von Uebungen ist eine Anzahl von .mindestens 20, von Borlesustgen von mindestens . 30 Hörern erforderlich. ' ’ | Ter Kartenverkauf erfolgt ' zu den unten angegebenen j Preisen im Sekretariat der Freien jüdischen Bblks.hochschule, Agnesstraße 5, II. Stock, wochentags vckn 10—12, und 4k-5 Uhr. Er beginnt! am Montag, den 5. Januar, und endigt ach Sonntag/ dem 18. Januar. Rach dieser Zeit gelöste Eintrittskarten Erhöhen sich ausnahmslos um 1.+- jSRärt pro Person. > Schriftliche und telephonische Bestellungen (Riüg 1836) werden enjti gegengenommen. ■ Preise der Bortragszük se n: Jutzend-Bereine (bei > Beteiligung vyn mindestens 5 Mitgliedern) k l;60i Mark; Mitglieder i und bis 2 Familienangehörige 4 2.— Mark; Richtmitglieder k 3.— Mark, j Der Mitglieder-Beitrag für das Jahr 1925 ist auf 4.— Mark feft-! gesetzt. Tie Einlösung der neuen Mitglipderkarten kann jederzeit im! Sekretariat erfolgen. Der Mitglieder-Beitrag kann auch auf das Postscheck-Konto Nr. 11 784, Breslau, Sally Cohn,! überwiesen werden, j Listen zur Eintragung neuer Mitglieder liegen im> Sekretariat aus. Freiwillige Spenden sind Erwünscht. I i Sportklub „Hnkoah", Wie«»! . Die zweite Palästina-Aegyptenrcise der Wiener „Hakoah" (vom!2S. Dezember bis 20. Januar) findet sowohl ir Aegypten als auch (in Palästina regstes Interesse. In Aegypten h«t sich zum Empfang!der Reisegesellschaft und zur Durchführung des Programmes ein 'Komitee gebildet, daß aus den prominentesten Persönlichkeiten des Nil-Landes besteht. ' Das Protektorat über alle Festlichkeiten und Veranstaltungen hat S. M. König Fuad I. übernom men. Dem Komitee gehören unter anderem an: der ehemalige Finan>minister Exz. Gafar Waly Pascha, sein Nachfolger Exz. Cataui Pascha, der bekannte notable Piciotto Pascha, Baron de Menasse, der Großindustrielle Lirurel Sey usw. Die Einladung zu einer Festvorstellung in der königlichen D.per ist bereits erfolgt. In Palästina steht an der Spitze des Empfangs-! komitees der Präsident der Pal. Exekutiv« Colostel Kish, der bereits einem eben eingelangten Schreiben Mitteilungen über das reichliche sestprogramm, das ln Palästina vorgesehen ist, dekanntgibt.« Die Empfangs-Komitees in beiden Ländern haben genauestens darauf geachtet, daß das vorgesehene reichhaltige Reiseprogramm in keiner Weise durch die Festlichkeiten beeinträchtigt erscheint. Dieses Reiseprogramm ist derartig zusammengestellt, daß die Teilnehmer neben der Gelegenheit, Land und Leute kennenzulernen, auch die Annehmlichkeit einer Winter-Ferienreise nach dem Süden haben sollen. Auskünfte exteilt das Reisebüro der „Hakoah" Klubheim Wien II, Schiffamtsgasse 16^ Tel. 42-3-51. Verein für jüdische Geschichte und Literatur. Im Januar finden folgende vorträgjr statt: „Die Hetiter und ihre Bedeutung für den alten Orient" von Herrn Prof. U n g n a d , hier, am Dienstag, den 6. Januar um 8% abends im' großen Lessingsam, Agnesstraße 5, und „Max vrod als Dichter'und Denker" von Dr Felix Weltsch, Prag, am Donnerstag, den-22.. Januar, um. 8jJ4 abends, Lessingloge, Agnesstraße 5. Eintritt freil . Verein jüdischer Musik- «ud Kunstfreunde. Die Zusammenkünfte dieses l^eu gegründeten Bereins finden von rrun ab jeden Mittwoch, abends 8 klhr, im ständigen Bxreinslokal, Freiburgerstraße 8, schriftlich an Herrn Das I, Restaurant Korsthäuser, statt. Neumeldungen Oberkantor -Borin/ Hohenzollernstraße 105. Kindejrlandhei« des Jüdische« Frauenbundes Ortsgruppe vreölau, hat am 15. Dezemher wiederum seine! Pforten einer Schar von erholungsbedürftigen Kindern geöffnet. Diese Kinder, die zym Teil dem guten Mittelstände angcjhören, haben auf unsere Ankündigung im vorigen Gemeindsblatt hin ihre Pensionszahlung für sich und gleichzeitig für ganz unbemittelte Kinder geleistet, d. h. 4 Mark pro Tag. Ferner habest sich, tvie bereits'im Sommer, edle Menschen gefunden, die mit der Zahlung Von 60 Mstrk pro Monat die Patenschaft für je ein Kind inj unser Hsim Übernahmen. Ihre Namen! sind in unserm goldnen Büch verzeichnet worden. Der Borstand und die Repräsentanten der! Synagogengemein! e Breslau hat in großzügiger Weise dazu beigetragen, daß wir durch >ie in den Etat für dies Zwecke der Kindererholungsfürsorgs gesetzte Summe es ermöglichen konnten im Jahre 1924 eine, große Astzahl gänzlich unbemittelter Kinder den Segen der Erholung zu geben! So wixd unsere Arbeit gefördert und die Verschickung bet Kinder ist andere Provinzen und ins Ausland immer mfhr eingeschränkt. Am 15. Januat 1925 wollen wir in beschränkter Anzahl jüdischen Damen ustd Mädchen des Mittelstand:s unser Heim öffnen. Der Pensionspreis belragt (für Stadt« und Provinz) 3 Mark pro Tag. Meldungest bei Frau Beale GUttmann, Kreiburgerstr. 11, Frau Paula OUeudorfs, Zwingerwlatz 2, Fisau {mm!) Bogelstein, Anger 8 und im Bureau btr Kindxrsursorge, Wallstr. 9. Dort werden auch Meldungen für Aufnahme erholungsbedürftiger Kinder entgegengenommen. Verein selbständiger jüdischer Hand erker E. mlung ovember emen Unseye zutage trat, so daß!die umfangreiche Tagesordnung: „Wahlen zum rranoes^erband jüdischer Gemeinden 4- Generalversammlung der Chcvra Kadischa im! Dezember — Reuherausgabe eines Mitgliederverzeichnisses — Einbescherungj der Lehainge zu Chanucku" u.>a. m. glatt bewältigt wurde. Die Versammlung ehrte in üblicher Weise das Andenken der vor Jahren im Noveinber verstorbenen Mitglieder Dr. Louis Reustadt, Kürschnermeister Rudolf Zickel und des Kürschnermcisters Karl.Boden. Ausgenommen wurde.ein ordentliches Mitglied. Unter „Berfchiedenesi, erfolgten noch einige Mitteilungen des 2. Vorsitzenden Moritz Wolfs. Er nahm während der Versammlung verschiedentlich Gelegenheit, fruchtbar in die Diskussion einzugteifen und gab verschiedene Aufklärungen und Ratschläge. L: Fr. Betrifft di« jüdischen Berriue in Breslau. Es empfiehlt sich, daß alle in Breslau bestehenden Vereine, (auch Ortsgruppen. Stiftungen uiw.) unserem Büro ih:e genaue Anschrift! mit-, teilen. Hierbei dürfte es zweckmäßig sein, die Satzungen beizufügeis und | folgende Angaben zu machen:! i ■ 1 Name des Vereists; , I Vorsitzender (Rayre und Adresie); , > Trleson, Sprechzerr, regclmäßige Zusammenkünfte usw.; > Zuschriften an (genaue Adresie); > Zweck des Vereists.! Dabei macht es keinen Unterschied, ob der Verein humanitärer!, gecheinnützigen, religiösen oder gesellschaftlichen Zwecken dirnt. Durch di« gewünschten Angaben und deren sländj/er Ergänzung würden wir stet« ist der. Lage sein, alten Jnteresienten Auskunft! zu geben, sowie etwaige Weitergabe von Schrifisachen usw. ohne Zeiwe.lust zu veranlagen. Zw schristen an unser Büro, Wallstraße 9, erbeten, -