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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1924-09-04 · 2 (4.9.1924) · p. Seite 9

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
1 (1924)
Issue
2 (4.9.1924)
Date
1924-09-04
Page
Seite 9 (sequence 1)
Language
German
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Breslauer Al SchrifUellung: VeckvallungSdlreNor Or. Nechnitz, [Breslau. Wallslrahe S I Dmck und Anzei^en-Annahme: Druckerei LH. Schatz^ Aktie igesellschaft. De.lag^ Bllro der < ignagogengemeinbe. Breslau, Wallslr. 9 / Tel. N. 1612 | Breslau 3, Neue Graupenstratze Nr. 7 / Fernsprecher Ning 1531 u. 853? III IHllltllHUIIIIIIIIIII.. tmtHnniimittikii» Namen des Verfassers erscheinenden Artikel Und die DereinSnachrichien übernehmen wir nur! die presiegesetzliche Df» antwottung Flir die unter dem tltches Blatt der Gynagogengemeinde zu Bresla ff'! 1. Iahrg. 4. September 1924 - diesen Kampf! in Frieden durch -4 Rr- >!, Gebet \ ' ■ z 1 j gesprochen ar läßlich der 10 jährigen Gedenkfeier für die. ' Kric ^gefallenen am 3. August >1924! von E^meinderabbiner vr. Hoffm'gnn. Herr und Öaicr! Du hast uns durch Deinen großen Propheten das hehre Wort verkündet: -["fv YTP. Deine Toten werden h Sen (Jes. 26, 19). Wir glauben in Treue an Deine erhabene Verheißung, und hier an dieser Stätte des Friedens erfüllt »ns ein Gefühl des Trostes und der Erhebung. All Ihr Lieben und Teuren, die ihr für uns gelebt, die Ihr in inn gster Ljel e mit uns verbunden gctvesen, Ihr seid nicht gestorben, Jhrleöt, Euer Bild steht lebendig vor. unserer Seele. Wir gedenken Eurer in Treue. Wir werden Euch nicht vergessen . Aber am heiligen Tage gedenken wir mit gleicher Innigkeit nach andere:,i die nicht von unseren! Blute und doch für uns geblutet, deitn wir nichts gegeben und die sich doch für uns geopfert, jener Mutigen und Tapferen, jener Männer, die hin ausgezogen! sind und klagende Frauen und jammernde Kinder zurückgelassen haben, jener frohgemute», Jünglinge, die leichten Her ehs zur- Wahlstatt schritten, während angstvoll bange ein Mütterherz für sie in der Heimat schlug, jener Tausende und A-erlaufende jüdischer Krieger, jener Millionen wa^ergr deutsch:r Kämpfer, -deren Blut die Schlachtfelder gedüngt in Ost i nb West, in Nord und Süd, die ihren letzten Atem perhauchte» auf Bergeshöhen und in Mecrestiefen, die in Gräben versch ittet und von Sümpfen verschlungen wurden. Wir sehen sie vor uns erstehen, eine große, heilige Schar. Welche Fülle vo »Lebenskraft, von hochfliegendem Geist und kühnen WagemutI Sollte dieses gewaltige Opfer umsonst gebracht sein? , . ' . Nein, sie lesiey, es leben -Deine Toten, o Herr, sie sind gefallen nach Deipem Willen, und sie werden leben nach Deiner Verheiß» »g. Und doppelt leben sie, in unserer Seele, in den Seelen ikrer Lieben und Teure», und in den Seelen eines ganzen großen Volkes. Und sie tragen ein Neues, ein Großes und Köstliches in unser Leben. Sie sind uns eine- Lehre i nd stellen uns eine, Aufgabe. Nicht Rache und Widervergeltung ist es, was sie uns lehren, denn,Dein ist das Gericht, o Herr, Sie lehren uns Hingabe unp Opfermut, sie lehren »ns gedu dige Arbeit. Geschlagen'sind sie und doch nicht besiegt, ge allen und dom nicht versunken.- Aufrecht stehen sie und spornen uns ay!zu einem neuen Kmnpfe, zu einem Kampfe,! er Seelen und Geister zu erneutem Ringen in dem ewigen Zämpfe für Recht und Gerechtigkeit, in dem wir Kinder jüdischen! Stammes seit Jahrtausenden geblutet. UNd ein heiß!s Bitten richten wir in dieser iernsten Stunde zum Zhrone d<s Allmächtigen: _ rOD wb? wnci Breite ab»* u«a Uns Mp ffiiHfp Dp>r>ps striphphs? tPnffp n«< , j! Lasse die in Hader und Zwietracht gespaltene Welt der' echte i erhob kinder sich, einigen in hoher und heitlichem Streben und Ringen um Aufgaben, die unserer aller harrpn, hi Ideale der Wahrheit und Liebe, de rechtigkeit. Möge der Tag. nicht! meh: Volk mehr gegen das andere das man nicht mehr den Krieg lernt, allen verheißen ist, da der Ewige ganze Erde. An.jenem Tage wird ft" sein Name einzig. Amen! iei» K y encis Harmoni e die großen , Verfolgung d Rechtes und fern sein, wo Schwert erhebt er große Tag önig sein wird zerrissene. Menschen^ in e»n- Zissle Und r ewigen der Ge-» nicht ein und wo der' uns über die t Ewige einzig! fein und. Gedenkrede Wcl Mi 10jährigen Gedächtnisfeier für.die Toten des | Gehalten aus dem [Ehrcnfriedhof C >scl am 3. Au von Rabbiner vr. S In Andacht versammelte G Mit allen unseren Brüdern und i Vaterland, gleichviel ist welcher Himmels und der Erde, den Vater vereinigen wir uns in dieser Stunhf das an die. Herlzen aller greift und i der Dankbarkeit!^ der Treue, der L Trauer in jedem von uns ausnahmslos jener furchtbares» Tage, jener verzwei die, wir alle vor zehn Jahren durch äuge r. mcinde! . tkrieges, cjust 1924- Wei ie alli über uns aus die Hütte Deines Friedens! [Söffe uns Feinden fid) Igcjjeiv unser Vaterlcni ' CHTibl TSKrni Musznrotten und zr ' und zu vernichtet." Wir gedenken mutes und der Begeisterung allübe^- wo der Ruf ertönte: „Das Vaterland land bedarf seiner Söhne!" Da wu ' einem Abraham,!bereit, sein Opfer Willen Gottes, jhder Jüngling und s Käntpfer für das Vaterland, und die [ die Schwestern uüd die Bräute, >gem Vorbilder Debora! und Jael, ließen " und ihrer Begeisterung höher schlafe damit sein geweihter Boden unonae gehrlichen Hand des Feindes. Ar die ist Entsagungsfähigkeit, an die € stelle feit stille Ergebung in den göttlichen nun stehen wir auf dem geweihten [so vieler-birgt, die der Opfer höchst Vaterlandes gebracht. Ihrer ged:nke» und der vielen anderen, die der Wp mehr gefunden haben. Schwestern »m deutschen sie den Schöpfer des er Menschen, t erehren, t zu einem Gedenken^' heiligste Enipfi »düngen bc und nie gekannter' s auslöst. Wir gedenken iflungsvollen Stunden, ebt, als eine Sklt von d erhob,. zerstören, ju verderben iber auch des Mannesall in Jsraelsj Reihen,! , st in Gefahr, das Vater- - cde ein jeder Bater zu darzubringen nach dem jeder Mann zu einem tter und die Gattinnen, i ihnend an die biblischen^' lammen ihrer Liebe n für das Vaterland, tjaftet bleibe von per be- Stelle der Begersterung " der Hoffnungsfreudig- Willen getreten^ Und fotzen, der die Gebeine s auf dem Altäre des wir in stiller Wehmut g in die Heimat nicht- Mu

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