Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 1 (1924)
- Issue
- 1 (8.8.1924)
- Date
- 1924-08-08
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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n Ttae dem Vereins! eben.^ H «irren Eduard Eugen Perle, Heinrich Meyer Aopipenheim auf Bom Vorstände der Israelitischen Krar ken-Berpflegungs-Anftalt 1 und Beerdigungs-Gesellschaft (Cstewra Sadfschal wird der Schriftfeitnng geschrieben:. d/ X , Die satzungsgemäß ist Zwichenraumin von 3 Jahren statt findende Generalversammlung unserer Gesellschaft fand am 29. Juni b. Js. unter zahlreicher Beteiligung im Saale der Lessing-Loge statt. In der.Borstandswahl wurden hie aussch,idenden * Sachs- Martin Fracnkel, Mendel^ Hoffmans OschinSky, Justizrat Tr. Julius Eohn und 6 Jahve, sowie die Herren Senatisr Smosch^wer und Generaldirektor Leo Lewin otuf 3 Jahre gewühlt bzw. wiedci gewählt. Ferner fanden einige vom Borstande beantragte Sotzungsäni erungen di? Zustimmung der Versammlung, insbesondere die Aenderungtdes § 2, wonach das Eintrittsgeld und der Jahresbeiträg wieder, wie in der Vorkriegszeit, ■■ auf je. 10 Gvldmark festgesetzt wurde. Bon dein Berwgltungs- und Geschäftsbericht de^ Borstandes, nahm die Generalversammlung, ebensowie-von dem Bericht dtr.Rechnungsprüfung, zrstimmend Kenntnis unh erteilte dem Borstande Entlaf ung. In best Generalversammlung wurden mehrere Anträge eingcbstacht, die auf Aenderung der Satzungen hinastsginge» und deren Beratung üizd Beschlußfassung der Borstand, da die Anträge dien Bestimmungen der Satzungen nicht entsprachen und sticht auf der Tagesoridstung standen, nicht zulassen wollte, Nichtsdestoweniger wurde von deir Mehrheit der Versammlung eine Beratung dieiar Anträge und eine B nschlußfaksung über dieselden'erzwungen. Der Vorstand hat deshalb bin auf Grund dieser Anträge gefaßten Bischlüsse der Generalversammlung dem Borstande der Synagogen-Gemeinde, dem nach § 12 der Satzungen der Israelitischen Lranken-Berpflegungs-Anstalt und Beerdigungs-Gesellschaft und nach § 108 der Ger winde,atzungen das Aufsichtsrecht über die Gesellschaft.zusteht, hur Entscheidung vorgelegt. Der Gemeindevorstand hat sich in Uebereinstimmung mit dem Bor-! stande'der Gesellschaft grundsätzlich auf den! Standpunkt gestellt, daß^ Beschlüsse über Anträge, die nicht auf der Tagesordnung stehen, dem ‘5 3 der Satzung der Israelitischen Kranken-Berps-egungs-Anstali widerspreche» und deshalb sticht bestätigt werden können.^- Ist Perfolg dieses Grundsatzes hat. der Gemeinoevorständ weitergestrüft, - ob die vorerwähnten Anträge sich im Rahmen der Tagesordnung zur; Generalversatninlung vom 09. Juni 1924 shalten und ist nach ein- 1 gehender Beratung zu dem Beschlüsse gekommen, daß sich sämtliche Anträge nichtfm Rahmen dieser Tagesordnung halten. Der Gemeinde Vorstand hat/Hoher die auf die gesamten Anträge ergangenen Beschlüsse nichts genehmigt. i > . Auf Grund dieser Entscheidung des Gtmeindevorständes hat der l Vorstand der Israelitischen Kranken-Berpfltgungs-Anstalt-.und Beerdigungs-Gesellschaft, um den Wünschen seiner Mitglieder nach Möglichkeit gerecht zu werden, beschlossen, im Herbst d. Js. nach den Feier- : tagen eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen. Tie Israelitische. Srankenverpfletzungs-Anstalt /legt gegenüber ansgetauchten und weiterverbreitetenAnschauungest Wert darauf --^Destzustellem, daß sie allen,ontsangehörigen jüdischen Armen nicht nur | jdrankenkarten gewährt, aus Grund deren sie in Krankheitsfällen 3reie ' ärztliche Behandlung durch ihre Bezittsürzte, freie Arzneien und : ' sonstige Heilmittel erhalten, sondern daß sie dieselben im Bedarfsfälle auch unentgeltlich in das Srankerchaus aufnphmen. , Tatsächlich befinden sich durchschnittlich 15—20 ortsangehörige arme, jüdische Kranke in'stationärer und unentgeltlicher Behandlung in der Anstalt. -I , F - Israelitisches Speise««»» Antonie» str. IS. , > j>«m 1. bis 15. August bleibtdie Anstalt wegen Ferienurlaubs des js^rsonals geschlossen. Bei zBiedererössnung am Sonnabend, den 16. August, wird der Preis fü< eine Portion Mittagessen mit Fleisch aus 30 Psg. herabgesetzt-, Gutscheinhefte, enthaltend 10 Sveisemarkdn, zur Berteilung an Minderbemittelte, sind bei Herrn Wohlfahrtsdircktor Kottlarzig, Augustastr. 67, und an der Kasse käuflich zu haben. Das Essen känn auch abgeholt we'den. , e).Bon de n.Berwaltungs beamten: Verwaltungsdirektor vr. Rechnitz, Rendant Breslauer, Bützobeamtin Fräulein Sandberg, Frik ohössinspektlir Piepes, Friedbossbuchhalterin Fräulein Kaelter. ö I) e rt Für die hohen F e st t a g e werden noch einige Herren gesucht, die bereit sinh, die Tätigkeit als , Zweiter Kantors i» Gottesdiensten nach neuem Ritus zus-übernehmen. Meldungen erbitten wir an unser Büro, Wallstraße 9^ Tie Stelle hes Lbetaufsehcr^ a» der Reue« Lymagoge!! ,' (Od-r-Schammes) soll alsbald besetzt werden. Bewerbe: müssen die Befähigung »achweisen, varzubetev und aus der Thora vorzulesen. Die Uebernahmo von Rsbenbeschästigung bedarf der Genehmigung des Borstandes. Bewerbungen untar Beischluß von I ebenslauf und Zeugnissen sind an das Püro, Wa lstraße 9, zu richtin. Lür die G oit t e s d i e n st e an den hohen Festtagen benötigen wir noch geeignete Herren als Lberanfseher und Aufseher. Meldungen an unf^r Büro, Wallstraße 9. —i-1 ' ' Für die E fl u rein g o t t e s d i e n st e n ist musikalisch gebildeter Dame» nlden Sonagogen und Zweigdie Mitwirlrng einer größeren Anzahl und Herren, sowie Jugendlicher erwünscht. Es wiid angemessenes H-norar gewährt. Auch ehrenamtliche Tätigkeit ist ans willkomnicn. Schriftliche! Meldungen an unser Büro, Wallstraße 9, erbeten. in den Namen der Füg: die Verlesung von Verstorbenen Zweiggotsesdiensten wird als Gebühr für jeden Betrag von 5 Mark erhoben. Tic Aufgabe der Namen —j-mit der genauen Adresse des Auftraggebers f (i t | » ö t e ft eni 5 Tage vor d e m Bersöhnungstagc', im Büro I; u erfolgen. Ter Betrag ist hierbei sofort zu entrichten | -——i---i-!-:-- c- Akademisch gebildete Religionslehrer richtsanstalten und öffentliche Schulen gesucht. Gehalt '^«wge's^lossenem Examen mit Aufstiegsmöglichkeit für unsere Untep Gruppe 10, n^ nach Gruppe «ich ll Vormünder, Beistände usw. werden andauernd von uns verlangt. Damen und Herren, die gewillt sind, yiese ehrenamtliche/ soziale Tätigkeit zu übernehmen, wollen ihre Adxesse an unser Büro, Wallstraße 9, mitteilen. Für die h o h e n F e st t u g e werden noch geeignete Herren als - Prediger und Kantoren für verschieden«! Gemeind : n unseres Verbände s gesucht. Meldungen an unser Büro, lLallstraße 9. Ter Ausschuß des Verba «des von Synagogen-Gemeinde« der Regierungsbezirke vreSlan und Liegnitz. Milcht Betannunadiungcn dtc dgnagopgnntfnftt Beurlaubungen im Monat August 1924. s) Vom Vorstand: Sanitätsrai Jungmann, . M. Hoffmänn, - M. ^Marcus. > i>) B o n d e n- Kultnsbeamten: Gemeinde-Rabbiner vr. Vogekstein, Gemeinde-Rabbiner vr. Hoffman«, >. Kantor Topper. Konfirmationen im August 1924. Rene Synagoge. 2. 3.: Alfred Orbach, Sohn des Herrn Hugo Orbach und Ehefrau Ella, geb. Gr-nberger, Opitzstraße 62. 23. 3.: Heinz Rosen, Sohn des Herrn Sally Rosen und Ehefrau Flora, geb. Totscheh Gartenstraße 3. . V 23. 8.: Hans Zorek, Sohn des Herrn Bankdirektors Emil Zorek und Ehefrau Elf«, geb. Srlberstein, Agathstkaße 10. 23. 8.: Äudokf Bab, Svhn des Herrn Justizrats Leo Bcib und Ehefrau Felicia, geb. Rvsenthal, Moritzstraße 3/5. Alte Synagoge. 16. 8.-: Erich Gründel, Bater Georg Gründel, Messergnsse 1, H. II. 16. 8.: Gerhard Nebel, Bater Heimayn Nebel s. a. b. Schaar, Sonnen- - straße 12a/14.; . 16. L: Adolf BartensteinJ Bäter Emanuel Bartenstein, Biktoriastraße 33. 30. 8»: Hermann Rosenblnm,^Bater Paul-Rosenblum, Nikolaistraße 22.