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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1924-08-08 · 1 (8.8.1924) · p. Seite 1

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
1 (1924)
Issue
1 (8.8.1924)
Date
1924-08-08
Page
Seite 1 (sequence 1)
Language
German
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Breslauer einöeblatt Amtliches Blatt der Gynagogengemeinde zu Breslau Gch'tstleilung: Derfoaltungsdirekior 0r. Nechni»,. Dreslau, Wallsttatze - I Druck und Anzeiger-Annahme: Druckerei De.lag: Bllw der Synagogen gemein de. Breslau. Mallsir. S / Tel. N. 1Ü12 I Breslau Z. Neue Graupenstratze Nr. 7 / Schahkg ANiengeseNschaft. Ning SSSi u. 8ZZ2 / Jllr die unter dem Name« des Verfassers erscheinenden Artikel und die Dereinsnachrtchten übernehmen wir nur die - nSnachi fetzliche Verantwortung s Avgust Zum (Mett! )I^it dem heutigen Erscheinen der ersten Numm«i des Gemeinheblattes geht ein langgchcgler Wunsch der Gemeindeverwaltung und d,er Gemeint emilglieder endlich in Erfüllung. Was nicht blöß Großgemeinten »vie Berlin und Frankfurt a. M., sondern auch mittlere Gemeinden wi? Nürnberg j längst besitzen, das mußte die Großgemeiyde Breslau, die zweitgrößte nächst Berlin in ganz Preußen, bisher entbehren, nämlich' ein amtliches Blatt der Gemeinde, das die Gemeind-Mitglieder über alles Wisse-iswe 1e in der Gemeindeverwaltütg und isber die Bestrebungen ,m Gemeindeleben der deut schen Juden fottlaufend unterrichtet. > Eine solche Berichterstattung, die wir uns zur Aufgabe gemacht haben, f soll die Teilnahme an unserer Gemeinde fördern, das Zu« - samineng ehövigkeitsgefühl unserer Gemeindemitglieder stärken und des Interesse an den-Kämpfen und Zielen in der Selbstverwaltung. der jüdischen Gemeinden wecken. Die meisten Gemeindemitglieder Waren bisher nur sehr mangelhaft unterrichtet über das, was in unserer Gemeinde- Verwaltung vorgeht, und wofür ihre Kuiltussteuern verwendet Verden. Die kurzen Berichte über die Repräsentaritenverstammlunzen, die 'einige hiesige Tageszeitungen brachten, waren meist.unzureichend und wenig zuverlässig. Biele Und wichtige Fragen werden aber nicht in dieser Gemeindekörver-, schast, fordern im Vors and und Komryissionen erörtert und erledigt. Die Unsumme von Arbeit, di« hier von den hervorragend steir Männern und.Frauen im Ehrendienste derWe- - winde g-leistet wird,,bleibt den meisten Ge-meinhemilgliebhrn TBkbekannt. Eine regelmäßige B:richterstattung auch über diese HMKeih zu der die Schriftleitung dstnk ihrer engen Vervndung zu allen Ztvcigen der Verwaltung wie keine andere beshigt ist, wird hoffentlich die Gleichgültigen unter den Gl-neind-Mitgliedern zur Mitarbeit anregen und die Kritiker üb« Mansche und Hemmungen aufklädem Heb« n diesen Abhand.ungen^ und! Berichten über die TL^xit in unserer Gemeinde wollen! wir aber auch kurze über Verwaltungsfragen und Bestrebungen im en Gemeindeleben überhaupt bringen. Mitarbeiter sind imt Zrz ich willkommen. Mr bitten jedoch alle religionsi polit/he » Streitfragen aus dem Spiel zu lassen. Für diese es lesondere Zeitschriften in genügender Anzahl, wir wegen wollen allen Gemeindemittzliedern ohne Unter- Rr. i schied der religiösen Richtung dienjen. Wir können für diese I mit dem Namen des Verfassers erfch« inenden Aufsätze, sowie! für alle uns von Körperschaften und!Sereinen zur Veröffentlichung übergebenen Berichte auch r ur die pressegesetzliche Be» antwornmg übernehmen. Ferner werden künftig all« Bek »nnlu.cchur.gcn der Gemeinde nur noch in diesem amtlicher Blatte erscheinen: sie können hier auch ausführlicher gehalten sein, als bei den! Anzeigen in deh Tageszeitungen. Auch Ausschreibungen von Stellen, Verdingungen und Verkauficmxcbote werden, hier vsriisfentlicht wcstden. >! Daneben »dollen wir in einem! besonderen Abschnitt! den Anstalten, Stiftungen und Vereinten in Breslau und. der Provinz Gelegenheit bieten, die Deffentlichkeit über ihre Tätigkeit, Ziele hnd Zwecke aufzufl'üren.- Wir bitten alle diese Körperschaftl n von dieser Einrichung regelmäßigen. Gebrauch zu machen iupd uns ihre Berickte in druckfertijger Abfassstng tunlichst iiis! zum 25. jeden Llonats zürn bostenlosen Abdruck eiuzusepdenj. s i - Das Gemeiudeblatt wird allfn Gemeindemftgliedern kostenlos durch hie Post ins Häu< gesandt. Wir bitten alle, die das^Blatt nicht oder unter untüchtiger Anschrifderhalten haben, dies unter Angabe ihrer richtige r Anschrift der Schriftleitung des Blattes (Büro der Sytzawgengemeinde) Wallsträße ß, unverzüg ich mitzuteilen. Äch der ersten Zusammenstellung der Anschriften sind Fehler und Auslassungen »natürlich! nicht zü vermeiden, zumal nur mit 7—8000 Anschriften zu! rechnen haben. Bei dieser hohe r Auflagezahl ist das Gemeindyblatt für gewerbliche und f iaiMen-Anzeigen be anders zu empfehlen. Für Annahme und Bezahlung dieser Anzeigen ist lediglich die. Druckerei Th SchatzkN A.-G., Nirue Graupeirstraße 7, zuständig So viel zur Aufklärung über hamtt dieser Nummer beginnende Brest,»rer Jüd. Gemeinheb ätt. Im übrigen soll sprechen. Wenn unserem überreichen getreu dem Spruche es für sich selbst erfüllen, wird dies üns und unseren Ansporn für unser- Tätigkeit sein, die abmühen, sollen hiei um des Himmels Maß von Am d^Häter: „Die sich unsere Hoffnungen A Mitarbeitern ein steter »vir hiermit noch neben -Pflichten übernehmen, si h um die Gesamtheit Willen tun!"

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