Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- 179 (3.11.1922)
- Date
- 1922-11-03
- Page
- Seite 326 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/3947615-6435934-6437354--1841-3949286- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
326 ligcn llniiicrjität (seine Toktorarbeit behandelt den Nachkamiancr Salomon Maimon) war er zwei Jahre, bis zum hiesigen Amtsantritt. in Mannheim angestellt. Das traditionell gute Verhältnis der einzelnen Konfessionen in unserer 2labt findet an ihm einen verständnisvollen Förderer. 2ein Haus ist. zumal durch die Mitarbeit seiner Gattin, ein Mittelpunkt humanitärer und karitativer Bestrcbuncien geworden. — Wie bei sämtlichen Wohlfahrts' cinriäuungen unserer Gemeinde, so steht Dr. Rosenthal \ seit langen Jahren in tätiger Mitarbeit bei allen führenden Organisationen des deutschen Judentums, von denen er dem 3igbbinerverband in Deutschland, dem Hilfsverein der deutschen Juden und dem Verbände der jüd. Literaturvereine als Vorstandsmitglied angehört. Von Berg und Tal Mülheim-Ruhr. Der neugegründete Ostjüdische Kullurverein in Mülheim-Ruhr hat am 19. Oktober seinen ersten öffcntlicik'n Abend gegeben. Die gesamte ostjüdische Bevölkerung. Gäste aus der hiesigen Gemeinde, von auswärts gekommene Delegierten haben mit Spannung die Ausführungen des Herrn Rabbiner Dr. Einil Cohn über die außerordentlich wichtige Frage „Ost und West" — entgegcngenvuimen. Alle Anwesenden haben sofort gefühlt, daß es sich um ihre Frage handelt — denn das Ostjudentum, welches jetzt eine neue Wohnstätte in Deutschland sucht — zur Verständigung mit dem westlickten Judentum kommen »ins;. Und das letzte, das ältere, hat ihren Volksgeist, die lebendige Ursprünglichkeit gerade deswegen verloren, weil es ihm am Urstoffe, dem Volke, fehlte. Daher müssen die deutschen Juden vom ganzen Herzen das tiefnationale Ostjudemum willkommen heißen. Um so mehr, .als ein geistiges Band zivischen Ost und West durch die ganzen Jahrhunderte erhalten geblieben ist: — die jüdische Sprache. Denn Jiddisch ist mittelhochdeutsch. Willkommen heißen — und nicht nur mit Worten, sondern tatkräftig in der ächwcren Arbeit, die unsere Brüder in fremden Landen zu leisten haben — helfen. Rur in gemeinsamer Tätigkeit wird es möglich sein, die fruchtbaren Folge» der gegenseitigen Annäherung zu ernie». Die nachfolgende Diskussion zeigte, daß die ausgesprochenen Ideen einen herzlichen Widerhall bei den Änweienden hervorricfe». wobei die verschiedenen, wie ostso westjüdischcn Redner die Wichtigkeit der angeschnittenen! Fragen betonten. *> ' N. S. i Biebrich ». Rh. Znm Vorsteher der bicfigc» fiuItnSgcmcinbc i nnirSo vom Vanbrat jicrr Jsaac Mctljn ernannt. * rs jähriges Jubiläum v *! Gemein-e'RabbinerOr.Nosenthal A»S diesem Anlatz findet am Sonntag, den" l». Nov., pünktlich vorm. 1t Uhr, im grohrn Saale derBüraer-Gcj., Slppellhosplatz, EEEEEE Festakt statt, ju dem sämtlich.' Mitglieder der Lvnagogen Gemeinde mit ihre» Damen dierdurch eingeladen werden. Für die BorstandSnitigiiedcr der siidisclten Vereine, Anstalten und Körperschaften, sowie sür die Geineivdrbcanile» und deren ' Damen bleiben Plätze in den vorderen Reiben biS IO"« Uhr reserviert. * Der Jlestausschufts ♦ Heinrich Honderer, Köln I Venloer Strasse, Ecke Bisniarckstr. Fernruf A 7255 I Zigarren u* Zigaretten I ln allen Preislagen, auch für Wlederverkäufer. I Mitteilungen des Bezirksver-an-es der jüdischen Lugendvereine Westdeutschlands. Liede Freuade! 1. Unsere Delegiertentagung sieh! bevor. Sie wird, trotz der 2chwicrigkeüen, die' wir alle täglich suhlen, wie die Anmeidunge» zeigen, recht gut besucht sein. Das ist »ns ein erfreulicher Beweis des Interesses, das »ns ermutigt, unsere Arbeiten auch in Jukunst unentwegt tortzusetzen. Wir richten a» alle freunde, die nach Aachen kommen, die Bitte, den Willen z» positiver Tätigkeit milzubringen. damit wir wirklich Brauchbares für unsere Vereine zu Tage fördern. 2. Zur Delegiertentagung: Tie Tagung am Sonntag, den 5. Nov., findet in demselben Raume, wie die Beranstaltung am Samstag abend fKarlShanss statt. Tie Verpflegung macht in Aachen große Schwierigkeiten. Ta die Vereine keinen Pfennig beigetrage» haben, müssen die Tciegiertcn. insbesondere aber die' Gäste, damit rechnen, daß sie die »ästen für Essen selbst tragen 1300 bis 350 M. für Mittag, 2oo bis 250 M. für Abends. Ansknnft darüber im Onartierbnro im Gemeiudehause neben der Synagoge. Ta nach den Staune» Anträge acht Tage vorher schriftlich eingereicht sei» müsse», lönnen solche bei der Tagung nicht mehr eingereilyt werden. 3. Zur Rednerliste: Tr. Mar Goldberg, Köln, Burgmauer 23 sTei.: B, SCHj3) spricht über folgende Themen: as Probleme des moderne» Judentums; b) Judentum, Christentum und Sozialismus; cs Tie neue jüd. Kultur als Verichinelziinij jüd. Tradition und moderner Wellbildung; cts Tie Psychologie des modernen Jude»; es Tas Galui-Problem und der Zionismus; k> Judentum als AusdruckSsorni gegenwärtige» Weilerlcbcns; g) Religio», Philosophie und Raturwissenschasl — Kampf oder Verständigung? h) Ist die jüdische Jugendbewegung tot? i> Winterarbeiismöglichleiten für KIcingemkinden unter besonderer Berücksichtigung der Heimabende; k) Reue Gesichtspunkte zur Belebung jüd. Vereinslebens. — Evtl. Vergütung wird de» Vereinen überlassen. Oer Vereinsbote Düsseldorf. ISb. Ingendverrb». Anschr.: Trete Plant, Hüttenstr. 58. — Adresse unserer Heims: Oststrabe 50. Freitag, den 3. Nov., abendS 3.30 Uhr: Freitagabendseier mi! Bewirtung. — TienStag, de» 7. Nov.. abends 8,30 Uhr: Berichterstattung über Telcgierlcniaqung Aachen. — Freitag. 10. Nov., Freiiagabendfeier. — Gäste, die mit nach t'lacheil sahren, wollen sich spätestens Freitag abend melde». Grevenbroich. Jüd. Jugeudbund. Adr. Ludw. Löwen st ein, Sölnerstr. 10. samslag, de» II. Nov., Heimabend. Jeder muß eine» Tert von Lessings „Nathan der Weise" mitbringen. — Sonntag, den 12. Nov, nachmittags 3 Uhr, findet in der Synagoge die Einweihung der tVedächinistäiel für gefallene jüdische Krieger Grevenbroichs stau. Tie Festrede hält Rabd. Tr. Wolif ans Köln. Köln. Jüdischer Jugendverein Gabriel Riesser, Cäcilienstraße 18/22. \ Tteuslag. 7. Nov., 7.15 Uhr: Heimabend der Mädcheugruppe. — Touiiersiag, St. Nov., 8.43 Uhr: Heimabend. * Wandergrupe iw I. I. D. Gabriel Riester. Schriftführer: FriH SIrauß. GenrgSplatz 2. * äoiiiilag, 5. November, Tageswanderung. Treffpunkt 7.30 Uhr Hauplbahnhof. Zeire MiSrachi. Geschäftsstelle: M o r i,tz i l d st r o m. Poststraße 38. Freitag, den 3. November, abends 8 Uhr, Poststraße 15, „Ehumisch itiid Raichi". — Samstag, den 4. Nov.. nachm. 3 Uhr, im Rießerheim. Vorlesung ,.2ch»loim Aleichem". — Sonnlag. de» 5. Nov., abend» 3 Uhr, ..Mischsei". «ft- * MiSrachi-Damengrnppe. Geschäftsstelle Giselka Silbermann. Mühlengaste 22. Samstag, den 1. Nov.. nachm. 3 Uhr im Rießerheim: „Heini- ' »achmiuag". _ Gottesvienst. Köln. Freilag. 3. Nov.. abends 5 Uhr, Sonnabend. 4. Nov., morg. S.;iOlil)i-, Mincha 3 Uhr, Labträlansgang 5,45Uhr. Wochentage: morgens 7 Uhr I0; abends tillocleng. 4 Uhr 30. Roonsir. 7 Uhr 30. Feftgottk-dienst anläßlich de» 25jährigen AmtsjnbiläumS des Herrn Gemeinderabbiners Tr. Rojenthat am 3. November, 5 Uhr abends, i» der Synagoge Glockengaste. Barmizwa: 4. Nov'.: Toh» von F. Engers. Krefelderstr. 2l lRoonsir.!: 2ol>» vo» Wive Job. Ester, Rnbeiislr. 39 llliooiistr.s; ll. Nov.: Soli» von'Rechtsanwalt Tr. H. Frank. Hansaring 30 tRooiikiiaßet. »