Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- 163 (14.7.1922)
- Date
- 1922-07-14
- Page
- Seite 221 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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221 Auftuf! (Sine heilige Pflicht der Pietät gilt es für uns und die Gesamtjudenheit zu erfüllen. Der alte jüdische Friedhof in Köln, der jahrhundertelang versunken und vergeflen war, ist bei ErdarbeitenZder'Eisenbahn vor kurzem wieder au'gedeckt worden. Seit dem frühen Mittelalter, vielleicht noch zur Nömerzeit, bis zur Austreibung im 15. Jahrhundert war er die Grabstätte der Kölner Juden. Auf ihm ruhen unsere Ahnen. Er birgt die Gebeine vieler Leuchten der Thora und Märtyrerlunseres heiligen Glaubens ES liegt uns nunmehr ob. die Überreste dieser Toten in würdiger Form umzubetten. Das ist nicht nur ein Gebot der Religion, sondern auch ein Erfordernis der Achtung vor unserer Geschichte und Vergangenheit. Oie Verwaltungen der Kölner Synaqogengemeinden haben bis jeht alles, was in ihrer Macht steht, getan, um dieser Aufgabe gerecht zu werden Auch ist durch das Entgegenkommen der Behörden die Möglichkeit gegeben, einen ansehnlichen Teil des ehemaligen Friedhofsgeländes zu erwerben und seiner religiösen Bestimmung zu erhalten Gewaltig aber sind die materiellen Leistungen, die nunmehr erwachsen. Oie Kräfte der Kölner Iudenheit reichen nicht aus, sie zu vollbringen. Doch nicht wir allein, das ganze Judentum des Ostens und Westens hat Anteil an diesen Toten auf uraltem Kölner Boden. Sie stehen auf und verkünden in alle Welt hinaus, in die Nähe und in die Ferne: \ „Gedenket unser, gedenket der alten rheinischen Heimat, aus der ihr stammt, von der das Licht der Thora Jahrhunderte lang ausgegangen ist! Helfet, daß wir im Tode unsere Ruhe behalten nach der Mühsal, mit der wir dereinst für unser Judentum und seine Erhaltung gewirkt und gelitten haben und ' in den Tod gegangen sind." Geldspenden werden erbeten auf: Postscheckkonto 12 899 Synagogengemeinde Köln oder Postscheckkonto 53890 Synagogengemeinde Adaß Jeschurun Köln für Friedhof Bonntor Vorstand und Robbinat der Synagogengemeinde Köln- Vorstand und Rabbinat der Synagogengemeinde Adaß Jeschurun Köln. Die Vorstände sämtlicher Männer« und Frauen-Ehewraus Kölns. Kölner Aon. Vereinigung. Sonntag, den 10. Juli 1022, vorm 11 Uhr, finbct anlüsjlich bcr Wiederkehr vo» *■' Theodor Herzl's Todestage tm ntofielt Saale der Rheinlandloge eine Herzl-Gedenkfeier flau. Fm Änichlnst an die Feier berichtet >>etr Zujlizrat Dr. Bodenheimer über de» gegenwärtigen Stand der Mandatssrage. Wiifti' willkommen. OOOOOOOOOOOOOOOGOOOOGXDOCXDOGtOOO^oOOOOOOO Ferienheim NORDERNEy \ für ~ Schüler und Schülerinnen wird am 10. August eröffnet ___Anmeldungen an:__ LehrerW. Weller, ßamm (Westf.). Telefon-Anfragen unter 2515 an W. Abt, Lehrer, Hagen (Weslf.) OGOOOOOGOOOOOOOOO0GOGGGOOOOOGGOOGOOOOOOO \