Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- 163 (14.7.1922)
- Date
- 1922-07-14
- Page
- Seite 220 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Botentasche Der Konkurrent. Der Schadchen Kattun aus Schrimm meldet sich init einem leisen Vorwurf bei Markuse. «Eure Rosa hat sich verlobt?" „Jawohl." „Un an Euren alten bewährten Schadchen habt Ihr dabei gar nicht gedacht?" „Ihr seht doch, das; cs auch ohne Euch gegangen ist." „Sagt mir blost, wer hat denn die Partie vermittelt?" „Amor." „Amor? Amor? Das, scheint mir, must einer aus Bromberg sein!" * , Arzt (nach der Untersuchung): „Na, die Sache ist nicht so schlimm, Herr Manasse, damit können Sie fünfundsiebzig Jahr alt werden." Der altcManasse: „Was wollen Sie voiVmir, Herr Doktor? Ich bin doch c i n u n d a ch t z i g!" * In Berlin gibt es einen bekannten Arzt und Professor L—sch, der sich taufen liest und seitdem sich vielfach antisemitisch betätigte. Ein witziger Kollege bemerkte im Hinblick aus das vor allem um die Nase herum ausgseprochen jüdische Aussehen des Täuflings: Herr Professor L—sch ist aus der Garde des Herrn ausgetreten mit dem Rechte, die Uniform weiter tragen zu dürfen. Als die Hochflut des Antisemitismus in Berlin am stärksten ging, wurden von unbekannter Hand auf der Etraste Zettel verteilt, die aus Anlast der Repräsentantcn-Wahlcn zur /jüdischen Gemeinde die Mahnung enthielten: „Wählt keinen Juden!" * Vier Monate nach seinem 80. Geburtstage wird der Fondsmaklcr Jakob Salinger von einer schweren Injluenza nicdcrgeworfen. Man spricht ihm Mut zu: „Aengstigen Sie sich nicht, bei Ihrer Konstitution kommen Sie sicher durch, Gott wird Sie uns lassen wenigstens bis neunzig Jahr!" Salinger: „Warum soll er mich nehmen mit 90, wenn' er mich kann haben mit 80'/.,?" * ¥ Züd.Lugen-verein, Düsseldorf Am Samstag, 22. Juli,"abends 6'/, Uhr, findet unser diesjähriges im Saales des Restaurants „Zum Mrsebeben" Gommerfest statt, wozu wir unsere Mitglieder, Freunde und Gäste^hcrzlich cinladen Vir bitten um zahlreiches Erscheinen. Ueberraschungen % Tombola; Kein Meinzwang! ★ *! Berichtigung. Im Bericht der vorigen Woche über die jüdisch« Bolkrschul« sollt« eS statt „Haderby" Aihen: „Herr Louii )acoby, der Borsitzendc des Elternbeiralcs usw." (e- V.) Bereits erschienen: »Was ist der Keren - Hajessod?* - Eine Programmschrift. 00000 ~ Die Schrift beleuchtet die Palftstinaaufbaufrage von einem parteilosen, allgemein jüdischen Standpunkt aus ooooo Preis 2 M. Bei Sammelbestellungen Rabatt Bestellungen sind zu richten an: S Keren Hajessod (iüd. Palästinawerk) o. V. |- Berlin W. 15 - 10000000060000000000000000000000000001 nter stäidiger Aafsitbt ln Syi-Cra. Mai Mm Dem verehrten Publikum von Köln und Vororten, beehren wir uns zur gefl! Kenntnis zu bringen, dass wir am Dienstag, den II. Juli er. in der Thieboldsgasse 54, eine Filiale eröffnet haben. J5s wird unser grösstes Bestreben sein, unsere werte Kundschaft durch Lieferung von nur bester Qualitätsware zufriedenzustellen, und bitten wir um gefl. Unterstützung unseres jungen Unternehmens Hochachtungsvoll!l Jakob Gurfinkei' Fabrik feiner Fleisch- und Wurstwaren Tel. A 6090