Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- 163 (14.7.1922)
- Date
- 1922-07-14
- Page
- Seite 218 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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218 1 idk’ibeit würde. 'Tic Lebenden sind lelwitditzer qls die Toic|i. lind niif der linderen Teile sind tote Mätlhrer oder mult miv tansendjähtiqe (Grober durchaus keine qanz jo loie Tad.e, wie »inncher uns qlanben tjunlini Joill. A'irfn um« ii'r.ft Ik’if.i der ,Tttedhvf „Bes (ilmriiu" nnd „Beo 2l»lom". d. I>. Hans dco Lelwits nnd jvqat des Ewiqkeit bei uns. und es t|V von liöchjt erziehlichem Werte für uns, das; von Zeit zu Zeit die roten aus den (Otäbern ausstchen und an unsere Türen klopfen., malinend, das; sie da. das; sie Leben sind. Trei Millionen! Dem kalkulierenden Parties nnd K,U>l>itj luidtt der '.'lttgstsdtwets; ans. Wir »töditen il»t lwtuhiqen BZt iniidicn uns »id)t in fremde2lntdeleqenheiten, toenn wir hier eine Meiitunq oluielH'n. ^citii biejc Maliter Zriedhvfsjadte ist keine Mölner hwmeittdesadte, sondern eine der breitesten jüdischen Lesfentlidtkeit. Wer den roten das Redu qibt. i>>n zu tnalinen und aufzurufen, der darf sie etqenllidt nicht mit bequemer Wcftc von seiner Tür an eine Tteuetlasje neiteridtieben, sondern t»»s; bereit sein, hvd.stpertottltdte Lpset bringen. Er »ins; lwieit sein, die Lebenden aufzurufen mit lauter Tttmine, und toao beute lRineindeiadte ist? inorqen zur Oilaubenssa^c zu erlieben. Toll aus heiligen Ileberresten das lebendtqc Leben it itlen. so mus; der Ttrotn dieses Lebens and) ins Leben lttnans. bis an die fernsten Owstade bin. Lege die (Gemeinde den (Bttudslatk des edlen Werkes, graben tunf; die neuen '.Araber das Judentum selbst. Tonst geht der tvahre Tegen t-erloren.. Es ist die Mätlitrerzeit des Wahres, der wir seht enlgegengehn, die ,1cit der Mittoil), die den Tod derer besingen, deren flieste es z» bergen gilt. Rlle rufen wir aufe Tie roten starben einst für den Middnsdt haschem, wir sollen für ihn leben: Es gilt ein Werl des Middnjch haschem! Helft UNS. ihn zu heiligen, wie die Väter es stets getan! * Emil Eo h n. Wochenschau * Testerreich. 4 Wien. ('s. 15. B> Teilt hiesigen -Z.eniralorgan der Z'lgudas Zisroel znfolge stellt sich das bisherige Tainmelergebnis der Rgudah-Rklio» für die Hungernden in Rustland »ns tund Ist» Millionen österreichischer >itonen. Pole» allein sigurierr in dieser Tttmine mit einem Betrage von 11O Millionen M rotten. j Ukraine. London. <I. E. B.) Tic hiesige Iöderalion ukrainiidier Juden besdtlos; in ihrer letzleu Tipuiiq eine .Minderküd>e in der Ukraine zu erösstten. die täglidi 1000 jü dl scheu Waisen Rainung geben soll. Tie ,Todetation beabsichtigt, diese 'otstituiio» für die Zeitdauer eines Wahres aufrecht zu erhalten. Tie Verpslegttngskosten für ei» Mittb ttzähteud eines ganzen Wahres betragen sieben englijdte Pfnnd. Tic hiesige ovderat.io» wird in dieser Ausgabe von dem Hilfskomitee in Tzidasrika unterstützt. Italien. Rad' der letzten Ttatistik befinden sich in Italien und seinen Molvnien ungefähr.'>0 000 Juden, von denen 12 000 tu Rat» wohnen. England. London. (I.. E. B.) Eine Erklärung der cnglisd)ett fliegierung, in welchem die zukünftige Politik Englands in Palästina vorgezetchnet ist, ist soeben der.Presse zur Pnössenilidtung tibergelk'it worden. Tiese Politik tvurde in einem aut letzten Tonnerstag an den Olktkomntiffar in Palästina abgejandten Telegramm tt. a. in folgenden Worten resümiert und tviedergegeben: „Teincr Majestät Regierung loiederltolt und bekräftigt die Teklaratiött vom R'ovembet 1017. die itidtt geändert werden kann. Eine jüdijdie nationale Heimstätte ivird in Palästina gegründet toerden. Ta» jüdisd-c Volk ivird in Palästina ans Eirund des Rechtes und nicht des Gedulde t s e i n s wohnen. Jedoch beztveckl Teiner Majestät fllegicruitg in keinem Ialle. Palästina jo jüdisd) werden zu lassen, wie England englisch ist. i'lttd, beabsichtigt nicht Teiner Majestät Regierung die Becinträd)tigung oder die Unterordnung d^r arabijdten Bcvölkentng. der arabisdten Tprädte oder der arabijdten Mttltttr. Tie Imigration darf die ökonomijdte Kapazität des Landes in Hinsicht auf die Rnsnahmemöglidtkeit Rettankommender ttid)t übersteigen." London. Tas englijd)e Hute r Hans hat sich dieser Tage mit der Erklärung der britisdien Regierung ül>cr die Politik in Palästina beschäftigt und mit' 202 gegen?,.'> Ttimmen diese Politik gebilligt. Von Berg und Tal Tüsscldorf. Zu den hier am 10. d. M. stattsinden den jüd. tvestdeutschen Mampfspielen haben sid) 27 Vereine mit rund 200 Teilnehmern gemeldet. Tie einzelnen Mm, lutrenze» vetspiechc» bei dieser austerordentlid) regen Be teilignng sehr spannend z» iverden. Im 100 Meter-Lauf starten allein 40 Läufer. Es ivird sid)erlid> zwischen Mod, mann-Möln, Maier-Mreseld und Herz-Tüsseldorf zu einem sätarsen Mampfe kommen. Ruch der Weit- und Hochsprung (00 Rennungen) sowie namentlid) die Ttaffellänfe, Tämen- und Ingendwettkämpfe sind gut und zahlreid) lwsetzt. Wenn das Wetter günstig ist, iverden die Matnpfjpielc sicljerlid, tvieder Leistungen zeigen, auf die wir Juden stolz fein dürfen. Tie Tcnioren-. Tanten- und Endkämpfe der Jugendlichen beginnen nachmittags Pünktlich 8 Uhr. die Ingendvorlämpfe vorm. 10 Uhr auf dem Sportplatz des T. T. T. V. 1S47, Rltcnbergftr. (Linie 0, 1.1, 14). Rl>ends gegen 7 Uhr findet im Jugendheim ein (femütlid-er Rl>end statt. Bücherschau Aljred Meistner, Mniratzengrusk. Bei Robert Lutz, Stuttflnvi. Meist ner Rmv um die Mine deS uoviflen Jahrhunderts ein befituutvr böhmischer Publizist, der sich auch durch sei» Trama „lZiska" aus d>r Bühne bekaum gemacht Hai. last der Verlag seine Erinnerungen au Heines letzte Tage der Bergesseuheii entrist. ist Hiil)t nur deshalb ein Verdienst, weil dadurch ei» besonderes Licht i» diese letzte LebenSepoclw deS Tichters fällt, sonder» auch, weil der Verfasser ei» änsterst lebendiger Erzähler und Plauderer >sl. 7as Buch ist eine wundervolle Ergänzung zur Heinebiographie i »»d sollte in jeder Bücherei dicht liebe» Heines Werten stehen, dessen I leidende, bald schtoerinüiigc, bald ironische Oicstalt so plastisch und Z lebensvoll vor unser Auge tritt, wie keine Biographie sic uns auch nur annähernd vermitteln kann. Tas kleine Buch zeugt aber auch für die Liebenswürdigkeit uns hingebende Jrenndestrene des Vertassers selbst. Es sei aus all diesen Eirunden nnsern Leser» besonders empfohlen. ec. jüdische Rativnalsottdsarbeik im?Zahre 1921. Tas Hauptbüro des Mm-» Majemeth Lejisrael Hai noch knapp vor seiner Uebersiedlnng votn Haag nach Zernsalcm einen Bericht über die im?(ahre 1921 geleistete Arbeit in Trntk gelegt und an alle Vcrtraneuslente verschickt. Tieser Bericht, der uns vortäntig in deutscher Sprache vorliegt, aber auch in Hebräisch, Jiddisch, Eng' lisch und sZranzvsijch erscheint, gibt eine» erschöpsenden Neberblitk sowohl über die Trganisativn und Propaganda, als auch über daS Palästinatverk des AationalsondS und ist durch eine Reihe von > Tabellen und interessanten Tiagranttnen anschaulich gemacht. \ Tent Meten Majemeth Lejisrael ist es gelungen, Zeine Trga- \ nitation nicht mir unversehrt zu erhalten, sondern a»ch weiter aus znbaZien. Tie 'Zahl der beitragenden Länder stieg von 16 auf -'-tt. die 'Zahl der Trtstontmissionen von 1066 auf 5066? Teil Otründnttg' des M. M. M. sind zirka 900 06(1 Psund lgleich Igoa Mill. Markj eingegangeu. ,Zm ,Zahre 1921 sind seit der.Begründung des Rationalsouds die grvs>ten Bvdenkänse realisiert worden. Ter ländliche Boden besitz des Rationaltonds hat sich im Jahre 111*21 mehr als verdreifacht. ES must jedoch bemerkt toerden, das, der Boden besitz des M. M. L. int Verhältnis zum gesamie» Mandatsgebiet in Erez Zisrael Nicht mehr wie cjn Xrittet Prozent ansmachi. tTer gefaulte jüdische Bodenbesitz beträgt 2 Prozent.> Hingegen maätt er 15 Prozent des qesamten jüdischen Besitzes ans. An nenn verschiedenen Trte» de» Landes standen Ende >92' insgesamt 10tj(Hm Bäume, was nngcsähr der Zahl der gespendeten Bäume entspricht. Tsr M. M. L. 'hat somit seine diesbezüglich''! Verptlichtnttg gegettitber den Spendern crjütli.