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Jüdischer Bote vom Rhein · 1922-07-14 · 163 (14.7.1922) · p. [Seite]

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
4 (1922)
Issue
163 (14.7.1922)
Date
1922-07-14
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Elberfeld: Wollenberg 100. Eschweiler: Sammlung Referendar Stiel 485. Essen.- S. Zeichner 50. Issum: Lebenstein 85. Köln: Anschel 50, Falk 100, Goldblatt 25, Kahn 150, Kaiser-Blüth 300, Koßmann 200, Lölvenstein 20, Mahmann 100, Monderer 300, Moneta u. Reh 200, Oppenheimer 40, Stein 50, Weiß 100, Wertheim 10. Linz: Hermann Hirsch 200. Lösnich: Kaufmann Adolf 10, Kaufmann Eöuard 25. Mayen: Tr. Adler 50, Sal. Berger 20, H. Coßmann 50, v Diverse 3t. 68, H. Eggener 20, L. Eggener 20, Max Eggener 10, Frühling 30, Gärtner 20, Günther 25, Hainrann 20, Gabriel 10, Tr. Gottschalk 10, Karl Gottschalk 50, Leop. Gottschalk 50, Max Gottschalk - 50, Mos. Gottschalk 10, Rob. Gottschalk 10, W. Gottschalk 100, Js. Hartman,r 20, Juda Hartmann 50, M. Haymann 5, Hirsch 20, Alex Kaufmann 20, Jak. Kaufmann 50,' Jak. Kaufmann 50, Jul. Kaufmann 25, Leop. Kaufmann 10, Alb. Lcvi 20, Lichtenstein 25, Loeb 50, I. Lötvcnbach 10, M. Lötvenbach 20, Tan. Ma>)er 10, Jakob Mal-er 25, Rath. Mayer 20, Minkel 100, Dan. Rostnthal 30, Herrn. Rostnthal 20, Rath. Rostnthal 100, A. Solomon 50, A. Schloß 50, I. Schrein 25, Ferd. Schwab 50, G. Stern 50, Walt. Stern 5, Tobias 30, Alfr. Treidel 25, Herrn. Treidel 10, Hugo Treidel 10, I. Treidel 80, Leo Treidel 20, M. Treidel 10, W. Treidel 23. Meckenheim: R. R. 10. M.-Gladbach: Drrvids 20. Riederemmel: Leib 20. Aiirnberg.- Heck 50. Osnabrück: Levy 50, E. M. {2. Rate) 100. Ltzenrath. Oberländer 200. Pirmasens: Fricdländer 100. Thalfang: Timon 100. Remscheid: Anderman 100, Gotllieb 20, E. Häusler 100, I. Häusler 100, Rorb. Koppel 100, Osk. Koppel 200, Mos. Lipper 20, R. Lipper 25, Mandelbaum 20, D. Salomo» 50, T. Ring 50, A. Vogel 100, Zauderer 100. Vettweiß: Berlin 50, Kahn S. Wtw. 20, Pollack 50, V Schwarz Andreas 50, Schwarz L. sen. 20. Schioarz L. jun. 30, Sommer 20. Wald.- Rosenbaum 120. Zusammen: Mk. 8 451.— 1.—3. TpendenauStveis^Mk. 46JJ80.— Insgesamt ringegange»: Mk. 55 131.— Oie Sammlung wird fortgesetzt! Geldspenden sind zu richten aus das Postscheck-Konto „Boten-Verlag G. m. b. H. in Köln", Amt Köln Nr. 74747 mit dem Vermerk „Ukraine-Hilfswerk". ' , Kölner Friedhofs-Spende. Wir venveisen auf den in dieser Rümmer erscheinenden Aufruf der Tynagogengemeinde Köln zur Bergung der Gebeine des kürzlich aufgefundenen Märtyrer-Friedhofs in Köln, dem wir uns voll und ganz anschließen mit der Bitte, das edle Werk zu unterstützen. | Oie Lebenden und die Toten! j In der letzien Bernetersitzung der Kölner Gemeinde halv» sich die Lebenden über die Toten gestritten Es ging um den kürzlich aufgefund'enen tausendjährigen Friedhof, auf dem nachweislich die Gel>eine vieler Märtyrer ruhe», und dessen heilige Sterblichkeiten geborgen werden sollen. Das kostet Geld, viel Geld sogar, drei Millionen hat man sich ausgerechnet, lim das Werk nicht von vornlzerei» unmöglich zu machen, bewilligte man zunächst weitere 100 000 Mark, von da an al»er schieden sich die Geister. Tie einen glaubten, die sleuerweise Aufbringpug der verlangten drei Millionen nicht verantworten zu können, zumal in einer Zeit, wo eine Wohlfahrtseinrichtung nach der andern cingeht, eine Kulturstätte nach der anderen in Deutschland geschlossen ivird, wo das Kölner Asyl, das größte jüdisäzc Krankenhaus und Siechenlieim des Westens, unterzugehen droht und das Kölner Lehrerseminar jammernden Hilferuf erschallen läßt. Dazu der Hungerschrei der ilkraine im Osten. Die ander» riesen die (Rüster all der großen Weisen und Märtyrer an. die r»ermuilich dort rul>en und der Baggerniaschine und Knochenmühle des Fiskus verfallen und später als Zeilungspapier den Schimpf der Welt durch die Zeit schleifen ivürde». nachdem sie i» Kreuzzngstagen sich für den reinen Glauben geopfert. Das würde kommen, wenn inan die Reste nicht heilig berge, ivie sie lzeilig gelebt. Beide Parteien sprachen aneinander vorbei, denn ivenu wir sic in ihrer krassen Gegensätzlichkeit nehmen, haben beide Recht, wie sie ja natürlich auch beide llnrecht haben. So glauben wir. daß jene rabbinische Größe, die kürzlich in Wilna das Sammeln von Geld am Srrbbath für die hungernden Brüder der Ilkraine erlaubt, sich Ihm einem Entwederoder zwijck-en Asyl und Friedhof für das Asyl ent-

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