Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- 160 (23.6.1922)
- Date
- 1922-06-23
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜDISCHER BOTE Erschein» jede, Kreit«, »«,«,, Prri» 7 M. »»««»»ich. Z, »«ziehe» »«rch fä»1ltche P»stt»trr »der »«rch »e« v,»r»,rrl«i t» V»««. VOM RHEIN Jüdisches Volksblatt A»jet«e»p7rt,: UM. ’8r dir 8x45mm breite Zeile. Die Serie »»fahl Niv Zeile«. Peftscheikk»»«» Bete»- ■mag « « ». H ,«»l««r.74747 Herausgegeben van Rabbiner Dr. Cftnil Lohn, Sonn. - Schristirltung und Geschlistsstelle: Sonn, Srüdergasse zr. - Telefon -958. Anzelgenverireler für Köln: Lgidiu« Mütter, Mln, Hohrnjoliernring 57 l. - Telefon 8 9186. Nummer 160 Köln. 23. Auni 1922. — 27 Kirvan 8682 4. Jahrgang. Llkraine-Hitfswerk! 1. .Spendenausweis. Aachen.- Dr. Francken 100, K. P. 100, Em. Stern 100, Leop. Voß 200.. Blumenthal: Frau Kaufmann 100. Bonn: Prof. Lambert 100, C. Oberländer 500. ISrcfcIb: Schriesheimer 50, Schwarz 50, Wallerstein 50. Düren: Gerson 100, Lachs 50, Malier 100. Düsseldorf. Leibach 100. Lewandowski 500, Altmann 100, Wolfs 20. Essen: Trugmann 100. Elberfeld: Erdheim 200, Weinberg 500. Euskirchen: Weinberg 20. Kirchen: Rosenberg 50. Köln.- Aronthal 100, B. Baum 35, Coppel 20, Elkan 50, Frankenberg 50, Fröhlich 30, Äesstecher 100, Lejserowitsch 25, Lendt 100, Levi 50, Mahler 250, L. Mct)er 100, Peine 200, Plaat 200, Prager 200, Protter 100, Rosenthal 20, Schönenberg 30, Strauß 20, Tschechanowski 100, Wertheim 10, Wolfs 150, Wollmann 50. London: N. N. 1000. Mayen: Cohn u. Zelenka 50, Weitzcnkorn 50. Osterfeld, Wests..- Häusler 100. Otzenrath: Levy 20. Saarbrücken: R. N. 20, Ziwi 100. Siegburg.- Grüneberg 50. Trier: Löwenstein 20. Zülpich: Bruch 20. Insgesamt eingegangen 6560 Mark. Jüdische Lehrer! Zugendbünde! Kameraden! Blauweiße! Veranstaltet überall und sofort Ortssammlungen für das Llkraine-Hilfswerk des »Jüdischen Boten"! Geldspenden sind zu richten auf das Postjcl>eck-Konto „Boten-Perlag G. m. b. H. in Köln", Amt Köln Rr. 74747 mil dem Vermerk „Usraine-HilfslverN. Kurz vor Redaktionsschluß erhalten wir noch die Mitteilnng, daß eine Bonner Haussammlung, veranstaltet von der gesamten jüdischen Jugend Bonns, bis jetzt iveiterc 7630 M. ergab. Ter namentliche Ansivcis erscheint in der nächsten Rümmer. Oie Sammlung wird fortgesetzt! Jur Geschichte des alten jüdischen Friedhofes in Köln Von 0>eniei»derabbi»er 2i. Mobcr*). iMu-romr, Brisch. ('JcjdjidjLc der ^nde» in »öl» und Umgebung aus, ätieflcr Zeil bis aus die «»eqenwari. zioei Bände, l»77, »ober, 2>»die» zur »iiuelallertid>eu (^esd)ichle der ^nden in »öl» am siheiu, insbesondere ihres «»rundbejiheS >!»>:». »ober in der vtermania ^n daica I. l. 1017, 2. fiU/ST,. »ober. <»rnndbnd> des »ölner Indenvierlels 113', bis 14'2">, Bon» 1 i»2i», insbesondere . 2. 5« bis 5ü. Juden in Köln. 1. Bereits in der Colonia AgrippinensiS ist zur Zeit des Kaisers Konstantin eine Judengepieindc mit einer wohlgeordneten, teiltr-cise auch sonst aus der Römerzeil 1>ekannten Verfassung mit ihren Rabbinern, Archisynagogen, Aeltestcn und sonstigen im Gemeindedienst stehenden Beamten nachweisbar: (s. die Edikte des Kaisers Konstantin von 321 bis 331 im Eod. Theodos. 3. xvi 8 und 4 xvi.»). Tann aber lassen die Quellen erst für das XI. Jahrhundert wieder eine sowohl der Zahl wie der geistigen Bedenlnng nach ansehnliche jüdische Gemeinde in Köln erkennen. Bei den Verfolgungen des ersten Krcuzzuges ist die Gemeinde zu Grunde gegangen. Jedoch setzt bald darauf eine neue günstige Entwicklung für die Gemeinde ein, die fast ununterbrochen bis in die Milte des x>v. Jahrhunderts anhielt. Das Jahr des schwarzen Todes brachte den Kölner Juden völligen Untergang. Tie Renansiedlnng im Jahre, 1372 währte nur kurze Zeit, da die Juden bereits 1 427, auf „ewige Zeiten" ans Köln ausgewiesen tvurden. Erst i» der Fminojenzeil hat die Stadt Köln im Jahre 17!ts den Juden ihre Pforten wieder geöffnet. Der alte jüdische Friedhof. 2. Der Friedhof lag außerhalb der im Jahre 1180 geschaffenen Umwallung vor der Severinspsortc und gehörte zu Et. Severin. Zum Jahre 1000 werden im Berichte des Salomo den Simeon die Grabsteine der in Köln begrabenen Toten, 1140 der Friedhof selbst, allerdings ohne Angabe der Lage, 1103 der Iudenhügel neben dem Iudcnkirchhos erwähnt. , Im Jahre 1174 wird der Iudcilfricdhos um 5 Morgen Land vergrößert, die der Propst von St. Severin mit Genehmigung des Kapitels gegen eine jährliche Zahlung von 4 Denaren den Juden zur Erbliche überläßt. Eine Urkunde von 1212 sicherte ihnen von neuem ddn Besitz die scr 5 Morgen gegen Ansprüche des Ritters Ortlicb, der sie bis 1174 zum Lehen gehabt hat. Die Vergrößerung läßtsich auf das Anwachsen der Gemeinde, aber auch daraus zurücksühren, daß aus anderen Orten jüdische Leichen dorthin gebracht und daselbst begraben wurden. In dem erzbischöflichen Privileg von 1200 wurde dieses Recht der *1 Als 21 wage zur Eingabe an die Behörden versah«.