Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- 156 (26.5.1922)
- Date
- 1922-05-26
- Page
- Seite 164 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Jüdischer Zumemin Seschäftsstelte: Den. toerstraße 9 pollschedkonto ST6In 39U42 Tuenha Nr 5ranfftr, cbenW 7-9 Uhr. Sonntag, den 2X Mai 22, S Uhr: Lcichtatbtclil »nd 'Bdllfpiclc aus dem Sportplatz am Lindsntor. Leitung Sportlehrer Hartkopf. Montag, den 23. Mai 22: Turnen bet Herrn und Augendadleilung 7!> Ubr. Dienstag, itzt. Mai 22: Turnen der Damen und Borturneradteilung 7!> Ukr. Mittwoch, den 31 Mai 22: Leichtathletik und Ballspiele > am Lindentor ab 6 Ubr. Bon de" Woche nach Psingsten an sindet Donnerstag adends ad ti Ukr wieder die Ued«MN in der Leicht-! aiklelik und Ballspiele am Lindentor stall. Dafür sollt der Turn-! adend Mittwochs aus. 71m Lause der nächsten Seit wird die Ball- > spielmannschast namentlich bekannt gegeben. Wir erinnern an die Mitgliederbeilräge und an die einmalige Abgabe von itzt M. für aktive Erwachsene und von 10 M. für Jugendliche Mitglieder. ttrcfcld. JUischrr J»ze>h»erei». Vorsitzender: Nesereudar Alfred Lev: Bldmaraslrntze 56: Telefon 446.1. Sonntag den 2N. April: Wanderung über die Siichtener Höhen; AbsaKrt 2.i!.'> Ukr nachmittags ab Bahnkos-Süd. Zahlreiche Beteiligung erbeten. Oiaslkarle» für die Bonner Tagung können umgebend gegen Boreinsendung von 7> M. durch Sally Löwenstein, Bonn, Wcnzclgassc 42, bezogen werden. Meckenheim. 3iid. Znaendeerein Adresse: Tebrcr <>. Frank. Samstag, den 27. Mai, nach Sabbatausgang im Heim: Bvrlrag von Herrn S. Berlin über das Thema „Woher stammen die Bezeichnungen" für das jüd. Bolk und sei» Land?" * Sonntag, de» 26. Mai, Halblagswanderung; Ziel wird noch dekannl gegeben. Tleden Mittwoch, abends 6 Ubr: Ennagogengesang. Es wird gebeten, pünktlich und vollzäblich zu erscheinen. Oie Boteniasche Zahrzeitea. Bonn. Mittwoch, den 31. Mai, nebst' Vorabend Dl. Müller. Gottesdienst. Köln. Freilag, 26. Mai, abends 7.15 Uhr. Samstag, 27. Mai, Borgens 8.15, Mincha 3 Udr. Iugendgottesdienst 3 Uhr (Glorteng.). Sabdatausgang 0.30 Uhr. Wochentage: morgens 6.45, abends 9.15 Ukr. Bormizwa: 27. Mai Eobn von E. Treumann, Et. Kacharino 1 lRoonstr.) Sohn von E. Rosenzweig, Eifelstr. 8 (glorteng). Bonn. Freitag, den 26. Mai, abends 7 Uhr. Samstag, den 27. Mai. morgens 0 Ubr, Neumondgottesdienst, und Barmizwaseier SVurt Wongtschowski, Sohn des Herrn Mar Mvngtschowski, Bonn, Gangolsstr. 1. Mincha 4 Ubr. Ausgang 9.30 Uhr. Wochentage: morgens 7.15 Uhr, abends 7 Uhr. Kalender der Woche. Freitag.... 26 Mat 28 31« Samstag. . 27. » 29 Sonntag . . . 28. H 1 Stwan Montag. . . . 29 9 2 M Dienstag . . . 30. H 3 Mittwoch. . . 31. M 4 // Donnerstag. . 1 Juni 5 n Freitag.... 2. H \ß n SchewuoS 1. Tag Samstag. . . 3 » 7 t* rr L. „ rncD "irios n'3 Hebräische Buch-, Kunst- und Ritualien Handlung Wolf Topillowsky Telefon B 8966 IC O III Pfeilstrasse 23 Die Verurteilung der Seele und des Körpers. Zur Bewachung eines prächtigen Gartens hatte der Fürst einen Blinden bestellt, der bei dem leisesten Gerausche schreien lind einen Lahmen, der immer auf der Lauer slcken sollte. Und vor allem hatte der Fürst anempsoklen, dast sie die Früksrüchte, die er besonders liebte, gut bewachen sollten. Der Lahme schilderte mit Begeisterung dem Blinden die Früchte, mit denen die Bäume beladen waren. Der Blinde sagte: „Was tun wir hier? Schaffen wir uns hinein." Und wie sie abmachcn, antwortete der Labmc: „Du bist blind, und ich kann nicht gehen." „D der Einfältige, antwortete der Blinde, mache dich hierher, denn das Mittel ist gefunden. Der Lahme macht sich zu ihm hin,- der Blinde ladet sich ihn auf die Schultern, lästl sich an den Baum führen und der Lahme pflücN und sic essen. Der Fürst bemerkte die List und schrie und drohte. Und der Lahme: „Herr! eich kann der Schuldige nicht sein, da ich mich kaum bewegen kann." „eich auch nicht," ries der Blinde, „der ich gar nichts sehe." „Sehr gut," sagte der Fürst, der ihre Schelmerei erriet. Und sofort gab er Befehl, da st man den Lahmen auf die Schultern des Blinden sesttc und sic miteinander entsetzlich auspeitschte. So wird am Tage des Gerichts die Seele zu,ihrer Rechtfertigung sagen: „Der Körper ist allein schuldig: er allein hat gesündigt: kaum habe ich ihn verlosten, so flog ich rein wie ein Bogcl durch die Gefilde der Lust." Und der Körper wird seinerseits sagen: „Die Seele allein ist schuldig: sic ist es, die zur Sünde verleitete, aus mir vermag ich nichts. Kaum war ich von ihr befreit, lag ich unbeweglich auf dem Boden, und tat nichts weiter." Und Gott legt von neuem die Seele in ihren Körper und sagt: „Sehet, wie ihr gesündigt habt: jetzt gebt Rechenschaft." Rabboth S. lt,8b. Ialkut S. 123 a. Zu bevorstehenden Feiertagen empfehle: Seidene und wollene Talessim, Silbertressen, Arba-Kanfoth Gebetbücher und Machsorim in einfachen und Luxusausgaben. Empfehle auch mein reichhaltiges Lager in allen Zweigen der jüdischen Literatur für Kunst. Kölner Zipnistische ÜEreinigung Montag, den 29. Mai, abends 8 (Jhr im Vortragssnule des Jugei^dvereins — „Gabriel Riesser“, Rheinlandloge — Vorderhaus, II. Etage VORTRAG: Di*. Oeorg Landauer, Köln THEMA: Orient und Occident. iöinflitifdjfr fuiibfr^iianirrriii, e. üj Köln Oie in der vorigen Rümmer angelündigte'ordentliche Mitgliederversammlung findet am Mittwoch, den 31. Mai, abends 6 Uhr, im Sitzungssaale, Glockengaffe 5-7, statt. Oie Vorsitzende.