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Jüdischer Bote vom Rhein · 1922-04-21 · 151 (21.4.1922) · p. Seite 122

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
4 (1922)
Issue
151 (21.4.1922)
Date
1922-04-21
Page
Seite 122 (sequence 2)
Language
German
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Jungem in Israel ein Ende nimmt. Es must versandt neid.-n, dost alle MrciTc lei- Judentums ifjic Binder wieu.i o e;i v..ielle» znführen. aus denen uiiicie Jugend allein .Miifi and Sidterlieit süis IMo» idu'Vuou kann: de» leben» ii'.v» C. »eilen unseres Judentums. Höcksle Jeu ist's. das; i.ii^en allen Poppus endlidt zu Gr.-le nagen, damit der >-.in de-.' 'J!fiL*u in unserer Jugend zu neuem Leben er» stelen l,ij!u. Wochenschau Tcutsthland. Berlin. Am 2. März fand die Mitgliederversammlung der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums in der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums. Berlin N., Artillcriestrajzc 1-1, statt. Der Vorsitzende, -Prof, Dr. Lobernheim, erstattete den Geschäftsbericht. Er gedachte.zuerst der schweren Verluste, die die Gesellschaft seit der letzten Mitgliederversammlung erlitten bot. Es starben die Ausschubmitglieder Rabbiner Dr. r'loscntbal-BrcsIau, Eeminareabbiner Dr. Horowitz-Breslau, Rabbiner Dr. Poznanski-Warschau, Rabbiner Dr. Robel-Franlsurt a. M. Von den Veröffentlichungen der Gesellschaft erschienen in letzter Zeit: Bacck: „Das Wesen des Judentums", 2. Auslage; die neue Auflage von Martin Philipps»«: „Neueste Geschichte des jüdischen Volkes", Band I, die Herr Landesrabbiner Dr. Rieger-Braunjchweirp bearbeitet hat, wird demnächst sertiggestellt sein; ebenso der Druck von Ltaerck: „Geschichte der jüdisch-deutschen Bibelübersetzungen". Der Druck der „Mechilta", dessen Leitung Herr Dozent Dr. Rabin-Breslau nach dem Tode von Herrn Eeminarrabbindr Dr. Horowitz übernommen bat, wird fortgesetzt. — Der Verlag aller Verössentlichungen der Gesellschaft ist an die Firma I. Rauffmänn-Franksurt a. M., Schillerstratze 19, übergegangen: auch der Verlag der „Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums" geht demnächst an diese Firma über. Bücherbestellungen und diesbezügliche Anfragen sind dorthin zu richten. Der Mitgliederstand ist im aogelausenen Geschäftsjahre im Ganzen unverändert geblieben. Der Kastenabschlust enthält entsprechend der allgemeinen Geldentwertung weit höhere Ziffern, als je zuvor. Die Druckkosten der Veröffentlichungen, Porto- und Berwaltungskosten ustv. machen eine Erhöhung der Beiträge unvermeidlich. Die Mitgliederversammlung trug den, Rechnung und schlug für 1022 vor, den Mindestbeitrag aus äi) M. festzusetzen. Der Ausschuss wurde, einschliesslich der im Lause des Jahres zugewählten Mitglieder, wiedergewählt. Vor der Generalversaminlung fand eine Ausschustsitzung statt, in der auber über die Publikationen der Gesellschaft besonders über die Neugestaltung der Monatsschrist beraten wurde. Infolge von Verhandlungen mit der Druckerei wird Heft 1/3 1022 der Monatsschrift erst im Mai erscheinen, \ , Leipzig. 'Jim 20. Mär; fand in Leipzig eine Sitzung ^des Zentral '.'lusjdmsses des A l l g e in eine n 3i a b b i - n e rv e r b a n d e s in Deulid.lond statt. In ihr wurde, »ail'dem der siellveurelende Bo.sitzende Baeck-M'rlin «inen n arm einpsnndenen A'achrus aus den verstorbenen Vorsitzende» o b e I gehalten hotte, B a c if zum ersten Vorsitzenden ernältli und H o i o v i tz - Frmiffilil a. M. und Köpfst e i n Benihen ivurden zu stellvertreienden Vorsitzenden ernannt. Tie Tagung wurde eingeleitet durch ein Referat van Eidx'llachet-Dnsseldors ..sin Würdigung der talmuaitchen Dialeliit". das reichen Beisttll fand. A» das Referat ichlvst sich eing eingehende JlusipraM' an. Einen breiten Raunt der Berhandlnngen »ainnen unter dem (JitrffuK der eegennartigen u»i;tidioftitct.cn Berhälinisse die 4k’iinerf)im» gen über die Mittel und Möglichkeiten ein, den Aintst^idern zu einer ausreichenden Grundlage ihrer toittfdnift lichen Existenz zu verhelfen. Es wurde, wie auf der Hauptversammlung im Mai, nachdrücklichst die Forderung eehoden, mit allen Miteln dafür einzurrelen, dast der Rabtiner fest eingestuft iverde in die Gluppen-Einteilung der allgemeinen LiaatSbeamtenbesoldung, damit der univürdige Z,ustand aufhöre, dast jede Verschiebung der Geldverhältnisse den Rabbiner ztvinge, in erneute Gehaltsverhandlnngen mit dem Voistand einzuiretcn. Der Vorstand des Allgemeinen Rabbinerverl»andes tvird erneut beauftragt, lest Amtsbrüdern bei der Durchführung ihrer Fordenrngen tehilslich zu sein. Er wird ferner erneut beauftragt, die >.uf der Hauptversammlung l»erei<s erhobene Forderung mit Rachdluck zu vertreten, dast der Rabbiner den Sitzungen des Vorstandes und der Repräsentanten als ständiger Teilnehmer Ivitvohne. Zur Durchführung der wirtschaftlichen Foideliingen des Rabbinerverbandes und zur Erstreitnng günstiger >virlschafllict)er Bedingungen für die Lehrer und Kantoren wird ein Zusammengehen mit den entsprechenden Verbände» gulgeheiszen. Besprockx'n tvurde ferner die Durchführung eines engeren Kontaktes mit den Provinzialverhiiiben. Der Zenttal-Ausjchust tvurde ergänzt durch die Zuwahl von Artur Levh-Berlin. Reuhaus-Leipzig und Hossnianil-Breslau. In den Vorstand wurden hinzugelinil’t: Bluinenthal-Berlin und Wrejchner-Hoinburg. Nachdem eine Reihe von Angelegenheiten des Rabbinerverbrindes und der gesamten deutschen Judenheit durchgesprockse» ivorden. >vareii. schloss nach neunstündiger Tagung die Sitzung. Uagland. London. (I. C. B.) In Beantwortung einer Anfrage im Unterhaus über den Charakter der für Palästina bestimmten englischen Gendarmerie erklärte Kolonialminister Chulchill, dast das ganze Korps ausschliestlich aus Engländern bestehen wird und dast die jährlichen Eehaltungskosten dieser Truppe mit 280 000 Pfund Sterling präliminiert sind. v < Amerika. New-Nork. Es liegen die Zahlen der Eintvanderung nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika für das Fiskaljahr Jung 1920 bis Juni 1921 vor. Insgesamt sind 119 036 Juden eingewandert oder 11,78 v. H. der Gesanueinwanderung. (Durchschnitt 1908 bis 14 9.8 v. H.: Höchste Ziffer 1907/08 13,02 v. H.. 1913/14 11,3 v. HI.Dagegen sind bloß 483 Juden aus Amerika rückgewandert oder 0.19 v. H. (Durchschnitt 1908/14 2.3 v. H.). Rach den Ursprungsländern lvaren 62,6 v. H. aller Juden aus Polen, 15.3 v. H. aus Rumänien,-3,9 v. H. aus Russland, 3,4 v. H. aus der Tschechoslowakai und 2,7 v. H. aus Eanada (!). Kölner Aachrichien Ter hiesige Israel. Jrauenverei» veranstaltet seine erste gröbere (Äcneralvcrsammlnng »ach dein Kriege am Btitiwoch, den -•*. April, nachmittags 3.80 Uhr, in der R/heintandloge. Es dürfte iiir uu'iicve Jranenkreise unserer t^meinde von Interesse sein, daran icilznnehmen, da der Verein in Anbetracht ves tvachscnde» UmsangeS seiner sozialen n»d charilative» Tätigkeit und entsprechend den Anforderungen der Jetztzeit seine Arbeitsgebiete in stoin- »ujsionen einaeleitl hat, in denen miiznarbeiicn jede jüdische Iran N'illsommcn ist. lieber die Arbeite» der verschiedene» gommijsionen, der Taharo-, Armen-, Krankenhaus-, Wöchnerinnen-, Fürsorae-l Arbeitsnachweis-, lsesängniS- und BahichofShilse tvird anSsührlich berichtet tverden. ,Es steht auch »nr Beratung, wie die Iran in jüdisch-geistiger Beziehung interessiert iverdeii soll, um für ihre Pitichle» «IS Mutter und Erzieherin jüdischer Jugend Anregung und BeX-hrung zu erhalten. Ter Jrauenverei» tvill als »encS Jett» jeiner Tätigkeit die gerade in der Gegenwart so unbedingt nötige jiidisch-geisiigc Erziehung der Iran in sei» Programm aiisnehmen, i-ui dainii die Arbeit z» leisten, die in anderen Ztädte» von Zchweilernlogen und Jranenbünde» ans desem Gebiete geschieht. Wi> lwssen daher ans zahlreichste Beteiligung unserer jümschen Jraiieu. > ———

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