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Jüdischer Bote vom Rhein · 1921-10-07 · 123 (7.10.1921) · p. Seite 340

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
3 (1921)
Issue
123 (7.10.1921)
Date
1921-10-07
Page
Seite 340 (sequence 8)
Language
German
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Mitteilungen -es Bezirksverbandes -er jüdische« Lugendvereine Westdeutschlands. Ale Beiträge für diesen Teil sind an Herrn Rabbiner S. K l e i», DHseldorf, HLttenftraße 142, zu senden. Nur die wochenürche» Bereinsuachrichteu ^ehen direkt an den Botenverlag Bonn, Brudergasse 52. Zum Jom Kippur. Versöhnung! Welche Kraft und Ruhe gewährt uns der Gedanke, der uns beherrscht an diesem heiligsten Tage, den wir Juden kennen! Und welch schwere Forderung stellt er an uns! „Mein Gott, die Seele, die du mir gegeben Haft, ist rein", so bekennen wir an jedem Morgen und halten dadurch die Ueberzeugung in uns wach, daß wir eine göttliche Kraft in uns tragen, die wir behüten müssen, die unser Sein erfüllen mutz mit Reinheit und Heiligkeit. Und wenn wir gefehlt haben, so haben wir gehandelt gegen die Einheit und Reinheit unsres eignen Selbst. Deshalb heitzt es für uns, die wir uns so oft entfernen von unserm wirklichen Ich: Versöhnet Euch, werdet rein, kehret zurück zu Euch selbst! Versöhnet Euch mit Euch selbst! Kehret zurück zu der Reinheit, die Euch ursprünglich ist! Entfernet die Zwiespältigkeit, die Schwachheit aus Eurem Innern, werdet Euch bewutzt Eurer Kraft, geht grade Euren Weg, der nur einer fein kann! Ihr besitzt sie, die Kraft zur Bersöhmuig. Kein andrer kann Euch lösen, kein Gnadenmittel steht Äich helfend zur Seite! — Und wenn Ihr Euch bewußt seid dieser wunderbaren Kraft, die Euch gegeben ist, wenn Ihr Klarheit und Reinheit bergestellt habt in Euch, dann gebt davon mit liebevollem Herzen freudig Eurem Bruder. Die Versöhnung Eures Selbst, sie strable aus auf den Ändern. „Friede den Menschen!" Diese herrliche Messiasbotschast, die köstliche Gabe, die Israel der zerklüfteten Menschheit gebracht hat, sie erfülle uns ganz am Tage der Versöhnung. Sie lätzt uns eins werden mit unserm Gott und uns die göttliche Stimme vernehmen, die uns zurust: Solachti, ich habe vergeben, ausgelöst ist Zwiespatt und Irrtum, rein ist die Seele, wie sie ursprünglich gewesen. Klingt sic nicht nach in unserm Innern, meine Freunde, diese Botschaft des Jom kippur? Ist es nicht unsre Jugend, die den Ruf erhebt nach Einheit, nach Versöhnung? Ist sie es nicht, die mit ganzer Seele ringt nach Klarheit und Reinheit, nach friedlicher Gemeinschaft? Ist es nicht unser Verband, der den Friedensruf hinaustönen läßt, der Versöhnung bietet inmitten der Zerklüftung und des kleinlichen Zwistes? Auf denn, vollendet die heilige Arbeü! Werdet Euch bewußt Eurer reinen, jungen Kraft! Auf zum Werke der Versöhnung! Rabbiner Dr. Klein- Düsseldorf. Liede Freunde! 1. Die Vereine Hamm a. d. Sieg (Adr. Max Hirsch), IüLlb (Adr. Elise Schwarz, Grünstr. 35), Malfeld (Adr. Ferb. Faber, Polch, Rhld.) und Zülpich (Adr. Lehrer Alfred. Herz) sind m den Verband ausgenommen und dem B. B. überwiesen worden. 2. Air bitiffl die Vereine, die Beiträge für den B. V. schleimigst einzpsenden (Postscheckkonto Köln Nr. 59213, Mieze Meyer, Köln, Maternusstratze 8). Das 4. Quar- Ui hat begonnen und noch gibt es Vereine, die mit dem Beitrag für das 2. und 3. Quartal rückständig sind. 3l Die meisten Vereine haben nun das.Abonnement für «nser Organ durchgeführt. Wir bitten, uns Vorschläge und Aünßche für die weitere Ausgestaltung zugehen zu Ufßm. Bor allem bitten wir die ^kleine, chre Beranstal-! tungen regelmäßig Montags für die kommende'Woche dem Botenverlag mitzutellen, damit unsre Mitteilungeg ein? getteues Bild unsrer Arbeit geben.! 4. Feiert gemeinsam die Feiertage, gebt einander von > der Weihe, die sie in Euch erwecken! Mit herzlichem Verbandsgrutz! Rabbiner Dr. Klein, Vorsitzender. Karl Heinz Baum, Geschäftsführer. Der Vereinsbote I , Düsseldorf. Jüdischer Jugendverein. Adr.: Wanda Franken: Herzogstraße 50 I. Jeden Freitagabend 8.30 Uhr im Jugendheim: Freitag. adcnd-Feicr mit Bewirtung, Elberfeld«Barmen. Jüdischer Jugendverein. Heim: Elberfeld, Gcsundheitsstraße tt. Adr. tkrna Cohn, Ronsdorferstraße 77. Dienstag den 17. Oktober, abends 8.30 Uhr, Vortrag des Herrn Heinz Kahn-Elberfeld über: „Judizes in der modernen Lyrik". — Anfang November beginnt Herr Rabbiner Dr. Norden mit^einem Kursus über die Propheten. Anmeldungen zu diesem Kursus^bitten wir sofort schriftlich zu richten an den 1. Vorsitzenden Herrn Hans Fischet, Elberfeld/Hansastraße 60. — Unsere Freitagabend-Feiern finden von nun an ab wieder regelmäßig statt. llreyenvlotcd. Jüd. Iugendbund. Adresse: Köinerstraße Nr. 10. Sonntag den 9. Oktober, nachmittags 3 Uhr, bei Lersch: Vortrag des Herrn Rabbiners Dr. Klein-Düsteldorf über „Ivaendbewegung". Wir bitten im Interesie des Vortrags um zahlreiche Beteiligung. — Samstag den 15. Oktober, abends 7 Uhr: Simchas-Thora-Feier mit anschließendem Ball. Besondere Einladung erfolgt. Köln. Wandergruppe im I. I. V. Gabriel Riester. Sonntag, 9. Oktober: Tageswanderung in den Villenforst. Abfahrt 7.50 Uhr Hauptbahnhof mit Fahrkarte 4. Klaffe nach Horrem. — Montag, 10. Oktober, abends 8.45 Uhr: Wandernud Führerausschußsitzung. Tagesordnung: 1. Entwurf des Winterwanderprogramms, Winterarbeit, 3. Kastenbericht, 4. Verschiedenes. * * * Jüdischer Turu-Verein. Geschäftsstelle Kyffhäuferstraße 9. Turnzeiten: Turnhalle Frank st r. Montags und'Mitt- > wochs, abends ab 7.30 Uhr, Herren- und Jngendtvrnen, Leitung! Alexander. Dienstags ab 7,30 Uhr: Damenturnen; Leitung: Hein-! rief) Meyer. Spielplatz vor dem Lindentor. Sonncags morgens von 8—ll Uhr: Sport und Spiel. Krefeld. Jüdischer Jugendvereiv. Vorsitzender: Referendar Alfred L e v l, Bismarckstraße 56; Telefon 4463. Die Veranstaltung am 10. Oktober findet nicht statt. Dafür Sonn- 1 tag, den 9. Ott.: Herbstwanderung. Treffpunkt 2.15 Uhr Mörserplah.! Fiel: Hülferberg. Führung: Alfted Levi.! Mayen. Jüdischer Jngenddnnd: W. Lichtenstein. Marktstraße. Samstag den 8. Ott., abends 8 Uhr, in der Synagoge: Vortrag des Herrn Dipl.-Ing. Kaufmann-Stettin. — Iunggruppe. ^Freitag den 14. Ott., abends 8 Uhr: Leseabend bei Klara Mayer. i Siegburg. Jüd. Iugendbund. 1. Vors. Max Hey mann. Bahnhofstraße. Am Donnerstag den 13. Okt., abends 8 Uhr: Generalversammlung im jüdifö^rr Gemeindehaus. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes, 2. Neuwahl, 3. Festsetzung des Jahresbeitrages, 4. Winter- ' Programm, 5. Verschiedener. .

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