Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 122 (30.9.1921)
- Date
- 1921-09-30
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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**«3.-91. VOM RHEIN 1- Mft* Mutet» «c*. y**wyw» Die 6dk ferrm*« m JUMiatr Dr. Jüdisches Yolksblatt : Srütergajst sr. SeschäfissteLe tUte: MawiüodwO» «. Lel.8 «SSL. 122 KSK», 30. September 1921. — 27 @QuT 6681 t-faHs««. An die Mitglieder -er Gynagogen-Gemein-e Köln! Oie tk^crreichvet», AoffichkSrat und Ite-aktioaskommWoa -es .Jüdffch« Bst» vs« Bhein*, ruf»' hier-«ch -ie Mgtie-er -er S-aagoge»-Seme«-e Nöü« zur tattrStiige» frnfrrjfgft—j des »Jüdisch« Sttar* «f. — Das Bedürfnis «ach einem allgemein« jüdisch« Organ üestcht in noferer Gemeinde seit lange«. Dieses Organ darf weder partehw«§« dien« nach einer «tn> zetaen Xichinng geschwseeu sein. Ei, großer Gedanke muh es lettm: Sie Znfannneafaßnng aüer Joden nnter dem Banner der religi-sm Srneaernng and des religiösen -rie-ens. — Wir tzad« ons zn einer Ardeitsgemeinfchast zafammeagefchloff«, -er« Aufgabe es fein wird, dieses pro^rmi W miuutwOcii bqp octi rJwirQKti -ocitn m otctcttt QKtytc dUfiuMiidi stop MMp^ orffaftm. — Wer gtercher Sesimumg mit aas ist, helfe aas -abei uabestelle aafer Blatt. Ott I Dr. Heinz Krank, 3Röf Sraabaum, Juttas Kaistr-Blüch. Oit JtcbaUiöngfommiffwn l Lo«s Lsthkeaafy, Saal Blmnenoa, ZosttzratLo-wig Eahea, vr. Heny Krank, Rabbiner vr. Kober, Rabbiner vr. Rostochal. Au unsere Leser! Der „Zndische Bote vom Lhei»- tritt mit Nr. 123 bas vierte Vierteljahr seines 3. Jahrganges an. Dir richte» an unsere Leser, welche bas Blatt burch bie Post ober ben Buchhanbel blichen, bie Bitte, -ie Bestellung für bas vierte Viertehahr schnellstens, falls noch nicht geschehen, zu erneuern, bannt -ie Zusendung des Blatte» keine Unterbrechung erleidet. Diejenigen Bezieher, welche bie Zeitung birekt von uns erhalten, bekomme» -ieselbe ohne besonberr Erneuerung fortlaufenb zugesanbt. Dir bitten unsere Leser höstichst, ben Betrag von Ulk. 9.— für da» nächste Huartal umgehenauf unser Poüscheckkonto Köln Nr. 74 747, Botenverlag Bonn, zu überweisen. Nach Ablauf eines Ulouats werben wir uns erlauben, -ie nocb nicht eingezahlten Abonnementsgelder burch Nachnahme zu erheb«. Zufolge vielfacher an uns ergangener Anfragen,, unb um ben Dünschen ber meist« unserer yfr*— Bezieher zu entsprechen, erklär« wir uns gern bereit, ber Einfachheit unb ber Porto Ersparnis weg« Abonnement»- betrage auch für mehrere Vierteljahre auf einmal im voraus entgegenzunehmen. Oie tfjQPcMüL 1 { Rofch-hafchonoh 5652 - V--,,. ..^ Jiekgiöfe Erneuerung Bo, A.-L Dr. Hei^Lmnk. Kultur und Religiosität find zwei Machte, die ein« ander iu der Bölkergeschichte ablöstn. cP Kultur die Fefti* guog der LebeusLmpnye, der Lebensamriebe, jo ist Reli* giofitüt die Erneuerung -er Lebensimpuste. W«m eise Kultur zerfÄlt, löst» sich die Kräfte und es entsteht ein Chaos, in welchem der Same werdender Rettgwsüat auf* geht. In dem Ratze, }pk sich diest ReliKvsität wieder i bindet und so aus dem Stadium der Erschütterung aller Lebenskräfte wieder in eine feste Form Äergcht, in dem Matze bereitet sich eine neue Knftur vor. IaderreligWett . Erneuerung werden die Kräfte frei, in der Kultur bru-ea sie sich wieder, bis sie endlich m de» gewonnene« Formest 1 schwuuglos wieder gefangen liegen. Dann aberkonuntHno* 1 der eine Zeit, da dos Leben austricht, da es die Formtzerbricht und den Geist zu neuer Schöpfung anftnp. DHes Zerbrechen P eme Krisis, die sich oft nicht zur Emeuermm - sondern zum Abfterben entscheSiet, unb doch gßbt es wW | nicht bloß zu neuer Religiosität, sonder» «ah zu mm# Kultur fernen andere» Weg als durch diests Zerschlagen und durch dieses Zerbrechen. Bon einer dahingehenden Zeit zu einer neuen Zeit, )» . einer neuen Kultur führt kein allmLHlicher llebergaug, vielmehr eine Ans* rüttelnng aller Kräste nab alter Geister,