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Jüdischer Bote vom Rhein · 1921-09-16 · 120 (16.9.1921) · p. [Seite]

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
3 (1921)
Issue
120 (16.9.1921)
Date
1921-09-16
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Erschetsr jede» Freit»§. ver»g^- pretS 3.—M. ««»»tt. L»deriehe» d»rch fimtliche P»ßL»ter »der d»rch de» V»te»»erlag i» B«»». HerauSg. von Rabbiner Vr. Smü €»fe Bonn. VOM RHEIN JcdiaeheB Volksblatt >57 NischistLßrli RN» MaurBosvUI 52. IdB An unsere Kölner Leser. Wir bitten alle unsere kölner pofidezietzer, die ka ,?5oitn" doppelt erhalten, um sofortige Mitteitnns- Werbt für den Jüdischen Boten vom Rhein! Benutzt den Bestellzettel auf Seite -307. Jüdischer Bote vom Historische Anrechte In dem großen Vvlterringen, das im Weltkriege begann und heute auf den Schlachtfeldern der Diplomat« feinem Ende entgegengeht, spielte nichts eme fo entscheidende Rolle wie die Anerkennung der bistorstchen Anrechte der Völker. Nur ihr Selbstbestimmoagsrecht ordnete sich noch darüber. Die großen, entscheidenden Männer der siegenden Mächtegruppe waren sich bewußt, Weltgeschichte zp machen, und daß sie nicht nur die Jahrzehnte, sondern auch die Jahrhunderte, ja — wie wir es an uns jeLst und unserem Palästina erlebten — sogar die Jahrtausende zum Richter über ihre Entscheidungen setzten, beweist chr hPori sches Denken und damit ihr wahres Staatsmännertu». Es war ein empfindlicher Hieb, den z. B. Lloyd George der französischen Diplomatie in der oberschlesischen Sache versetzte, als er ihr vorrechnete, daß 400 Jahre eines dentschen Oberschlesiens nicht weniger wiegen dürsten als 400 Jahre einer-früher englischen, so lange aber schon franzöDchen Normandie. Geschichte ist ein Recht, und daß England das historische Anrecht des Judentums auf Palästina »awiderfprochen in die Welt hinausrufen konnte, bleLt eine Tat, selbst wenn das Interesie Englands aufs Engste damit verbunden war. Hundert Jahre kämpfen wir Juden nun schon um ser R^cht, und ttvtz Revolution und sonstiger der Dinge wird es uns von unfern vielen F noch streitig gemacht. Wenn wir aber mit —^ diesen ganzen Kamps ums' Recht, den Kampf der und der Emanzipation, betrachten, machen wir die Feststellung, daß wir auf allen Feldern für alle Rechte stritten haben, für eines aber nicht: Das Recht der Geschichte, das wichllgste und vielleicht herkgste von allen. Was haben wir alles gegen den-- Feld geführt, seine Behauptungen als falsch, als haltlos erwiesen. Statistll wnrde gege» gegen Zahl, Eisernes Kreuz gegen Di»" ' Ems würde derbsten: die Bilanz der unser btsied Recht war, Kt» Mch Pasten Mett tdtö ftt& e* noch iis dfcf m C» NglWUgWe UUM^a auf gute, geschichtliche Wechsel, die präsentiert uabmit denen abgerechnet werden kann. Vir haben sie in der Tasche d^ halte». Warn»? Der Grund ist längst erkannt, wenn auch »och nicht anerkannt. Es war ein Verhängnis für unser,weMche» Indentnm, daß an der Pforte seiner Befreiung «»Moses Mendelsohn Lind mit seiner müden, achselznckende» Frage: ^Wos »rifc ich von Geschichtet Alle,'die ihm sotgßen, baden sich etwas zugute daromf getan, ebenfalls nichts von Geschichte zu wisse». Wie Sträflinge entspringen, sind die EmanzipaLonshelden allesamt der jüdffchen Geschichte entsprnagen, als wäre sie ei» Kerker. Der Vernunft wollte» sie »nr »och glaube», und ihr Sieg schien chaen gletchbedentend mit dem Siege der jüdstcheu Sache. Spät, a& dnndert Jahre zu spät, merkten sie — habe» pe's den» sch»», gemerkt? — daß gegen ein Ding wie den Judenhaß Bermmstgründe P<w^Ä>el sind. Haltt mau chm einen Grund ab, so wachse» chm wie der lernäischen Hydra zehn andere dafür. Mit anderen Worten: dieser Haß hat keine Gründe, sondern s n ch 1 sie sich. v . Rnr eine Abwehr gibt es, deren Hiebe fitzen, «Nd deren Parade wirksam fit: die historische Bilanz. Sie hat zwar ans das Pack noch nie gewirkt, aber bei ehelichen Menschen dafür auch noch nie versagt. Erst überrascht sie: Wer erwartet, dich seine Gegenwart mit der Ver-! gangenheit pariert wird? Daun aber übervAhat sie: has Heer der GePer ist immer noch stärker als Reiter und Roß, »nd am lautesten ist der Schrei der Geschichte. Haßen wir Inden es notig, »ns bester zu machen, ad wir stutz? »Zn schreien, daß wir mindestens ckeaso gute Bauer» wie Kmchdnte find »nd so weiter? Zehnmal würdiger P es, z» bekenne», was P, nämllch, daß wir in der Lut labt Baner» mehr stad, daß aber darÄer M klage» «nd anznklagen unr einer das Recht habe, und das find wir, den» wir find die Leidende», und ihr allem seid schuld 4» afcs nnd »nsern Sünde», die nur unsere Wnnden find. Ihr hobt «ns vom Boden gerissen und mit Peitsche» in mb cxpgyT yrnerngerrieven. trure tswvven Mo es no n>M unsere, nub wir stad bester als ihr: i m kfaL! Das Beispiel vom Bumern »nd die llitschchuftlichs» -- *1*1 u — dk^GtrasWch

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