Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 118 (2.9.1921)
- Date
- 1921-09-02
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Erschei»» jede» Areit»> Be-»DS- Prei-3.— M »»«all. L, Seziere» d»nh sämtliche Pestämter »de: d»rch de» Bote»»erl«« i» Kr»?. VOM RHEIN Jüdisches Volksblatt >»zei»e»yee1»:L — M. it, dir»t»t. »esp. Petitzeile. Die inte Sette nfcft 360 Zeile». PestscheFk»»t, SstcKBerlaf «»»» Sita *r. 74747. HerauSg. von Rabbiner ve. Smil Lstza, S«m. GefchänsfieL« 75mm: Srüdergaffe 52. Geschäftsstelle ft Mn: Mauritiuswall 52. Tel. B 9969. - Jlnmmtr 118 Kokn, 2 SeptemBer 1921. — 29 AB 5681 8. Iichrg«»s. An die Mitglieder der Kölner Gynagogevgemeiude! Mit dem heutige« Tage erhält jedes Mitgüed der Kölner 'Oememde, soweit es «och nicht Bezieher ist, unser Blatt zunächst gratis «s Haus gesandt. Diese Zusendung sist ein Angebot und ein Aufruf zur Bestellung des Blattes,, der seinen Süm in deu nachfolgenden Zeilen findet. Alle Freunde der 'jüdischen Sache, die an dem Neuaufbau eines Kölner Gemeindeblatts und an einer idealen Tribüne für ave jüdische« Zeitfragen Interesse und Wohlwollen haben, fordern wir zu tätiger Mitarbeit und Ltaterstützuug auf. Iüdsscher Bote vom Rhein. An die Leser und Freunde des Jüdischen Boten. Mit dem heutigen Tage beginnt ein neuer Abschnitt; in. der Geschichte des Jüdischen Boten. Nachdem wir bereits vor sechs Wochen die Berlegung unseres Mattes nach der Metropole des Rheinlandes melden tonnten, sind wir von heute an in der glücklichen Lage, das Matt nicht nur in größerem Umfange und mit reicherem Inhalte, sondern . auch mit reicheren und größeren Hoffnungen erscheinen zu lasten. Das dritte Jahr wandert nun schon unser Bote durch Stadt und Land, immer bemüht, den Leuten zu Herzen , zu reden, daß sie in bitterer Zeit, wo alles stürzt, wo die Werte entwertet und die Gedanken umgedacht werden, sich des heiligen Glaubens ihrer Väter als des einzigen und höchsten Wertes sich bewußt bleiben, der imstande ist, diese Zeit zu überdauern und zu Überdrücken. Das Programm der religiösen Erneuerung — wir rühmen uns besten ohne Ueberhebung — ist von keiner Stelle des deutschen Judentums unbedingter entscheidender und vor allem zäher entwickelt worden als hier. Zu den TotengrDern des Materialismus zu gehören und über das Grab des stürzenden Jahrhunderts in eine neue Zeit religiöse» Erwachens und Erweckens hinüberzustürmen, das war unsere Leideuschast und unser Wüle, das allein. Mehr als irgend einer unserer Leser mußte» wir selbst es daher bitter empfinden, daß dem Wollen oftmals die materiellen Mittel fehlten, um so zur Auswirkung zu kommen, wie man eben wollte. Die böse Teneruug u» Zeitungsgewerbe ließ auch uns nicht unberührt. Air mußten das Matt zeitweste auf 8 Seite» beschränke» und wäre» dabei noch gezwungen, seinen Preis der Teuerung anzopasten. *! Mit Genugtuung können wir heute sagen, daß wir über die schwere Zeit hinaus find. Zwei Ereigniste von entscheidender Bedeutung haben dazu beigetragen. Die Erkenntnis, daß all die von uns behandelten Fragen der religiösen Erneuerung gleichzeitig im Schoß der neutralen Jugendbewegung Nährboden und Pflege gefunden hatten, bat uns mit dem Iugendverband zu gemeinsamer Arbeit zusammengeführt. Der „Bote" wurde Organ der westdeutschen Jugendbewegung und gewann dadurch unerwartet eine hochwillkommene Verbreitung und noch dazu bei einer freudig seine Ideale bejahenden jungen Leserschar. Enstcheidend aber war ein anderes: Seit dem am 1. Aprü d. I. erfolgten Eingang des Kölner „Ifraelitstcheu Gemeindeblatts" war die Hauptstadt des Westens ohne Gemeinde- und Famllienblatt geblieben. In dem Bestreben, die entstandene Lücke auszufüllen und einer Gemeinde, die gerade in den letzten Jahren ungeahnte» Austchwung nahm und das geistige Leben Wefideustchlands in sich zu vereinigen berufen war, zu einem geeigneten Sprachorgan zu verhelfen, fiedelte am 1. Iuü d, I. der „Jüdische Bote" nach Köln Der. Wir fanden uns dabei mit einer Anzahl prominenter Männer und geistiger Führer der Kölner Gemeinde zusammen, die noch wett über unser Bestreben hinaus den Augenblick für gekommen erachteten, ein alle Parteien umsastendes und durch das Programm der religiösen Erneuerung einendes jüdstches Famllienblatt des Westens zu schaffe», und entschloss» wäre», dem „Iüdstchea Boten" zu helfiu, daß er ein solches Matt werde zum Segen der heilige» jüdischen Sache. So steht der Bote heute vor neue» Ausgaben Man blickt auf ihn mit Erwartungen und büche ErwartnWgkn verpflichte» ihn. Er P, wie er es iuuner mär, bereSH not alle» Krästn» Huf* jüdisch*» Sinne» i und Erachtens am tfEOBfll JWEHE OtX HUhMOI YuMKODh SDBRwBL C* VB J