Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 116 (19.8.1921)
- Date
- 1921-08-19
- Page
- Seite 261 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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gaucnbiab Ortsgruppe Elberfeld übertragen worden. In triefen FMeu fomdr der BoUahrttverband vermittelnd emgreistn, sei es bei Darlehen, Regelungen beim Wohuuugsamt, Rückwaudererfvagen, Ausweisungen ustv. Dem Wichlfahrtsverband ist im Berichtsjahr der Ostjudenverband beitzetreten, sodaß ihm heute angehören: die Gemeinden in Elberfeld und Barmen. 15 Vereine in beiden Städten und der Frauenverein in Remscheid. Nach Erstattung des Jahres- und Kassenberichtes sprach der Geschäftsführer der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden Dr. S. S e g a l l über „Jüdische Jugendnot in Deutschland". Seine Worte fanden lebhaften Wiederhall in der Generalversammlung, die die Vertrrterversammlung mit einer großzügigen Aktion zugunsten der Jüdischen Kinderhilfe beauftragte, welche nicht nur in der Aufbringung von Geldmitteln, sondern auch in der Aufnahme auswärtiger Kinder im Bergischen Lande bestehen solle. Istizwischen ist das Hilfswerk eingeleitrt und hat, obwohl noch nicht abgeschlosten, in der Gemeinde Elberfeld über 75 (X)0 M. eingebracht, wozu Remscheid mit über 5000 M. beigetragen hat. Besonders erfreulich ist es. daß sich bereits über 20 Familien in Elberfeld, Barmen, Remscheid und Velbert bereit erklärt haben, erholungsbedürftige Großberliner Kinder, für die eine Unterbringung bisher nicht möglich war, bei sich aufzunehmen. Die Geschäftsstelle des W. V. befindet sich im Gemeindehaus, Elberfeld, Genügsamkeitstt. 7. 8ab Kreuznach Urigst beging der Jüd. Jünglingsverein „Selecta" sein Stiftungsfest. Ansprachen Vorsitzender eingeladener Vereine, wertvolle Darbietungen musikalischer und deklamatorischer Art wechselten miteinander ab. Den Mittelpunkt der Verunstaltung bildete ein von Lehrer Bachrach verfaßtes Festspiel „Eine Wanderfahrt", in dem im Walde schlafende jüd. Wandervögel von den Traumgestalten Mendelssohn (Obersekundaner K. Bachrach) und Leffing (Volontär I. Fenster) im Kampfe für ihr Judentum gestärkt und erhoben werden. Es war zur Freude der zahlreich Erschienenen sichtlich zu merken, daß hier nicht nur die Lust am Spiel, sondern innere Begeisterung für ihren alten Glauben alle Darsteller zu Künstlern werden ließ. Die Zukunft Udos ist gesichert und geborgen. Denn seine Jugend trägt tapfer das Panier. Kämpf goldne Jugend bis zum hellen Morgen, Der Hüter Udos steht zur Seite Dir! Oie Botentasche Wie sie singe», wenn sie begeistert find. _ ,Huden und Udenstämmlinge," so läßt sich Geheimer Justizrat Oscar Cassel, Berlin, in einer Erörterung über die Auswüchse gttoisscr studentischer' Vereinigungen aus, „werden von diesen Studenten nicht als vollwertig bettachtet, aber die Lieder solcher Männer werden von ihnen gesungen und befinden sich in den Kommersbüchern. Meine Ouellen sind die Kommersbücher von Mar Friedländer und vom Teubnerschen Verlag. Beide von 1892. Ich nenne fotzende Liedre: 1. „Die Loreley" von Heinrich Heine. 2. „Im Elsaß über dem Rheine, da wohnt ein Bruder mein", am 20. August 1870 gedichtet von Berthold Auerbach. 3. Sind wir nicht zur Herrlichkeit geboren," von Tr. med. Alexander Wollpeim ~ 4. Lothringer BollZlied, beginnend: „Jetzt kenn' ich das gelobte Land," von Wollheim. 5. „Das war der Graf von Rüdesheim" von Ernst Bloch und Albert Beuda. 6. Das so ergreifende „Es hatten drei Gesellen ein fein Kollegium" von W. Levysohn. 8. „Es kamen drei Schneider wohl an den Rhein" von Carl Herloßsohn. 9. JH war cm Edelmann am Rhein gar fürnehm und gebildet" vo» Wollheim. 10. Bierstaat. ,^Ha. wie die,Pokale blinken" von Wollheim. 11. „Sicht her, wie stolz ich um mich schau, die Brust geschmückt mit weißrotbiau" von Wollheim. Dieses Verzeichnis macht nicht etwa auf Vollständigkeit Anspruch, es wird noch ei« weitere Anzahl von jüdischen Dichtern von Kommersliedern geben, dnen Namen nicht oh« weiteres aus ihre Abstammung Hinweisen." Wtt wollen unsererseits bei dieser Gelegenheit, und wahrschenckich zum Entsetzen der unkundigen Arttisemiten, ftststellen, daß das prächtige Flaggenlied „Stolz weht die Flcyge Schwarz-Weiß-Rot", das in jeder Versammlung gesungen wird, in der über die schwarz-rot-golde« ,Hudeufah«" geschimpft wird, einen Juden zum Verfasser hat; den Bettiner Schriftsteller Lindner. Sfiftrdsftng* Bestrrdpiag vorgehalten. Tr. I 8»»zig. Tie Wnndermänner im jüdischen Bolle. Preis 15 Mark. PrcttrfflftL Folgende 22 Silfrcn find so zu ordnen, daß sich 9 Wörter ergeben, die bedeuten: 1) Teemaschine. 2) Znrcht des Verbrechers, 3] Südlicher Wein. 4) Sespriesene Jugend, 5) Schreibfioff, 6) Biblisches Volk. 7) Chinesischer Flnß. 8j Pulver, 9) Biblischer König. ab, an, dri, chlo, ein, iang, Io, mo, rao, mo, ral, sa, sa, spruch, te, teil, ti, sin, tracbt, tse, ur, var. Tie Anfangsbuchstabe» vo» oben nach unten, die Endbuchstaben von unten nach oben ergebe« einen biblischen Spruch. Soitesöierrst. Äil«. Zrenag, de» 19. Aimnst abends 7.15 Uhr. Samstag, den 20. Angnst. morgens 8.15 üfft. Minchah 3 Uhr. Sabbatansgang 8.27 Uhr. Wochentage: Morgens 6.45 Uhr, abends 7.30 Uhr. DnGekbors. SDnagoge Sasernenstraße: Freitag, den 19. Aug., abends 7.15 Ugr; Samstckg, den 20. Aug., morgens 9 Uhr, Predigt 9.30 Uhr; abends 8L3S Uhr; Wochentage: morgens 7 Uhr, Sonntag, 7.30 Uhr, abends 7.30 Uhr. Bonn. Freitag den 19. Angnst: Abeudgottesdieust 7 Uhr. Samstag, den 20. August: Morgengorresdienst und Reumondweche 9 Uhr. Minchah 4 Uhr. Sabbatansgang 8.25 Uhr. WerktagSgottesdienfi morgens 7 Uhr. abends 7 Uhr. Zahrzeitea Bon». Tiensiog. den 23. Angnst Simon Cahn, Gebr. Levy. Bonn und Rhei^orf. Mar Schild; Tonnerst«, den 25. Aimnst Zacob Marr; Freitag, den 26. Analst, Leo Sisterbach. Rebst Borabend. G&b* w*b 1ÖoMffwnit( ES kosteten in SSin a» 2. Lng. I am 15. Ang. Mark Mark FttrdaBbttS «ntf 1 Pfnnd Stettin, . . 29M i 316-317 20.48 100 franz-s. 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