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Jüdischer Bote vom Rhein · 1921-07-22 · 112 (22.7.1921) · p. Seite 230

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
3 (1921)
Issue
112 (22.7.1921)
Date
1921-07-22
Page
Seite 230 (sequence 6)
Language
German
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Mitteilungen -es Bezirksyer-an-es -er jüdischen Zugen-vereine Westdeutschlands. Wir erhalten nachstehendes Schreiben der Verbandsleiiung: Liebe Verbandsfreu n de! In Teulschland besteht ein jüdisches Arbeitsamt E. V., das es übernimmt, mit Hilfe seiner Haupistelle in Berlin und verschiedenen Zweigstellen i? s deutschen Stabten, arbeitsuchender Jugend Stellung zu vermilteln. Cftiübcn sowohl wie Westjudcn. Tie Leistungen dieses Amtes sind sowohl sozial-Politisckx wie politisch von ungeheuerster Wichtigkeit. Seine Einrichtungen sind vorbildlich, seine Existenz ist unumgänglich notwendig. Tiefes Arbeitsamt fordert durch uns von den Menschen unserer Bewegung Mitarbeit: Angelegt soll werden ein Verzeichnis aller jüdischeit Geschäfte in Teulschland nach Branchen geordnet, zum Zwecke der Tisponierung der Arbeitskräfte. Notwendig ist dabei, daß jeder Verein, der dem Verbände angehört, an seinem Platze. Vereine aus dem Lande in ihrem Bezirk, jeden jüdischen Händler, Fnbrikanten, Handwerker, Arzt, Rechtsanwalt njw. feststellt, nach Branchen geordnet in einem Verzeichnis uns die betreffenden Firmen, unter Angabe von Lrls und Postauischrisl der einzelnen Firma milteilt. Wissen müssen wir, ob es sich um einen Händler, oder einen Fabrikanten handelt, ob um Engros oder ' Detailhandel, fcrnei, wenn möglich, ob das Geschäft am Sonnabend geschlossen ist oder nicht. Tie Feststellungen sind möglichst in größeren Lrlen mit Hilfe der Branchenadreßbücher bezw. der allgemeinen Adreßbücher, der Gemeindelisten, der Der- ' bandslisten und der persönlichen Kenntnis der Mitglieder. In kleinen Lrlen sind sämtliche jüdische Geschäfte, auch nach der Art ihrer Betriebssührung, Euch ohne weiteres bekannt. Tie j Arbeit, die hier zu leisten iß, muß dringendst geleistet werden — trotz der Ferien. Sie ist notwendig und wir wissen, daß sie geschieht. > Für Anschaffung von Adreßbüchern kommt, wo es dringend ' nötig ist. der Verband auf. i In unserem ureigensten Interesse ist es wünschenswert,! daß an jedem L?rt ein Mitglied unserer Bewegung die Leitung j dieser Arbeit in die Hand nimmt, gleichzeitig aber dauernd, als Vertrauensmann des Arbeitsamtes, mit diesem selbst, bezw. der jeweiligen Provinzial.zweigstelle in Beziehung tritt. Nur so , vermögen wir bei einem wirklichen Ausbau des groß angelegten! Unternehmens auch jedem unserer jungen Menschen, der in : einer fremden Stadt, oder in der eigenen, eine Stellung sucht, j zu Helsen. Tiefes Vorgehen ist auch nötig, wollen wir in der; ^stjudenhilse wirklich produktive Arbeit leisten, denn es ist er- J forderlich, dem suchenden Tskjuden Arbeitsstellen nicht nur in der Zentrale Berlin, sondern in verschiedenen Provinzialgemeinden zuznweisen. Nur so vermag der sozial-politischen, wie politischen, durch das Tstjudcntum geschaffene Situation getan zu werden. Wir bitten, die Rainen der Vertrauensleute durch die Bezirksverbände umgehend hierher zu melden. 3. Tiefes jüdische Arbeitsamt ist ein eingetragener Verein und braucht Geld. Tatsache ist, daß es vor dem finanziellen Zusammenbruch steht. Tbwohl uns die vielen Anforderungen, die unseren männlichen Mitgliedern gestellt werden, voll und ganz bekannt sind, ist es doch nottvendig, daß wir hier eingreisen, denn die kostenlose Arbeitsvermittlung muß ausrecht erhallen werden. Mitschafsen kann hier die Bewegung durch Werbung , von Mitgliedern, dies muß durch die Vertrauensleute, und! darüber hinaus durch den gesamten Verein notwendig gesche-! hen. Mitgliedsbeitrag ist jährlich 30 M. Mitglieder können werden jeder jüdische Verein, leder Jude. Für die jugendlichen, nur begrenzt Erwerbsfähigen unserer Bewegung ist es möglich, kleinere Zahlungen zu leisten, allerdings ohne stimmberechtigte Mitgliedschaft. Liebe Berbandsfreunde, das Ganze ist eine sehr trockene Angelegenheit. Aber wir haben so lange darauf gewartet, etwas tun zu können, daß wir nun mit allev Entschlossenheit eintreten müssen, wo es gilt, sich mittätig zu erweisen, für den jüdischen Menschen, für die jüdische Arbeit, für jüdische Kulturtat." Wir bitten die Vorstände der Bezirksvereine, vorstehendes Schreiben überall bekannt zu machen und die Namen der Vertrauensleute, die sich in den Dienst der Sache stellen wollen, b i s z u m 3 0. d. M. dem B. V. zu melden. Die Gemeldeten erhalten dann durch uns das nötige Truckmatcriol. Werbt nach Kräften für die gute Sache! Mit herzlichem Verbandsgruß! Rabbiner Tr. Klein. Vorsitzender. Liesel Hirsch, Geschäftsführerin. Der Vereinsbote roVoVoVoVoVoToVoVoVoVoVo OOOOOOOOOOOOOOOOOC Rndernadi. Iiid. Iugendverein. Dr. Alsted B e i s, Wilhelmstraße 10. 1| Sabbath Nachmittag, 4V- Uhr, Iugendgonesdienst |2ibro* toflävung). Anschließend kurzer gemeinsamer Spaziergang mit unscrer Schuljugend. 2| An die Vereine des Kreises Mittelrhcin: Ich erinnere unsere Freunde daran, daß vom kommenden Sonntag, den 24. Juli, sSchiwoossor de Tammuß) bis Sonntag, den 14. August. «Tischo be Aw> »ttserc 3 Trauerwochen sind und daß keine freudigen Veranstaltungen in dieser Feit, insbesondere an den beiden Festtagen, staltfindeu dürfen. Auch soll am Sabbathabend — sowohl im Sommer wie auch im Winter — keine Veranstaltung vor Sabbathausqang beginnen, sofern dieselbe nicht mit Hawdoloh und Abendgebet verbunden ist. Bon«. Iüd. Iugendbund. 1. Vors. Leo S i l b e r b a ch, Roggerathstr. 1. Tie Rad-Tagesfahrt wird bis aus weiteres verschoben. Jüdischer Iugendbund „Kameruden". Ortspruppenleiter: Ludw i g Gun z. Sonntag, den 24. Juli 1921, Tagesfahrt für die Gruppe über 12 Jahren ins Siebengebirge. Führung: Rudi Klein. Treffpunkt 8 Uhr. Staatsbahnhof Beuel Lleve. Jüdischer Iugendverein. Adr.: Irma R oe. Herzogstr. 5. Lvnntag. 31. Juli: Wanderung durch den Reistswald nach Hessel. Treffpunkt: 10 Uhr „Alte Landwirtschaftschule.- Rachbarvcreine zum mitwandern herzlich willkommen. Wir bitten um Anmeldungen an obige Adresse. Düsseldorf. Jüdischer Iugendverein. Adr.: Wanda Franken: Herzogstraße 501. Sonntag, den 24. Juli: Tagestvanderung. Lhligs-Jttertal- Vohwinkel l'Schwimmgeleaenheit). 18 Kilometer. Fahrkoste» 4 M. Abfahrt 8.10 Uhr nach Lhlios, Rückkehr 8.47 Uhr. Führerin .Hilde Rose. — Dienstag, den 20. Juli: Sport- und Spiel-Abend auf den I Rhei»wiesen. Treffpunkt 8.30 Uhr am Raiingertor. Bei ungünstiger ' Witterung Heimabend. — Freitag den 29. Juli: Freitag-Abend-Feter! im Heim. — Sonntag, den 31. Juli: Tageswanderung Remscheid.! Burg-Burscheid. 20 Kilometer. Fahrkosten etwa 9 R. Abfahrt 8.16 j Uhr nach Remscheid. Rückkehr 11.03 Uhr. Führer: Bruno Feldheim.; — Treffpunkt ist, sofern nicht anders vermerkt, stets Hauptbahvhof. Bei allen Wanderungen ist Personalausweis muzuführen. — Tie fälligen Beiträge können an jedes Ansschußmitglied entrichtet werden. Xreteld. Jüdischer Iugendverein. Vorsitzender: Referendar Alfred L e v l, Bismarckstraß« 56; Telefon 4463. Tie Mitglieder können für eine Mark das Buch über die Kasseler Tagung bei Irl. Elly Hirsch, Peterstr. 99 an der Synagoge abhol-n und werden um zahlreiche Abnahme hösl. gebeten. Mayen. Nb. SSgeudbund. W. Lichtenstein. Marktstraße. Sonntag, 24. Juli, nachm. 5 Uhr. in der Shagoge: Bortrag von Tr. David Hartmann. Frankfurt a. M.: Abwehr von Angriffen auf das jüdische Schrifttum. ncuoifd. Iüd. Iugendverein. 1. Bors. Fr. Rathau, Bahuhofstraße 64. 5legd«rg. Süd. Ingendbnnd. 1. Bors. Max Hey « an », Babnhofttraße. Die Rad-Tagesfahrt wird bis auf weiteres verschoben.

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