Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 111 (15.7.1921)
- Date
- 1921-07-15
- Page
- Seite 221 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Mitteilungen -es Bezirtsver-an-es -er jüdischen Lugendvereine Westdeutschlands. AeottalM Ter Verband der jüdischen Iugendoereine Tcut'chiands in meist bekannt und vielfach auch verschrien als „neutraler- Jugendverband. Wie oft wird dieser Ausdruck „neutral-, der für uns der Ientralpunkl unserer Bestrebungen bedeutet, selbst in unteren eignen Reihen mißdeutet. Wie ost mügen wir hören: „Ihr wollt neutrale, farblose Menschen sein und erziehen. Ihr wollt den jungen Menschen das verwehren, was sie;una erhalt, frische Parteinahme, die allein den Eharakler bildet." Lieoc Ireunde! Tas sollte ein Betband wollen, der in kurzer Zeit 240 Vereine mit über luto* Mn -gliedern unlcr ferner Wahrte vereinigt jiein. verstehen wir unsere Neutralität nicht! Nicht neutrale Menschen c?!u.rwr erziehen, sondern unsere Vereine sollen ein neutraler Boden für unsere Jugend, die allenthalben mchls sieht, als Par:c:zcrk!üf. lung, sein. Wir uieinen, der junge Jude soll nicht, ehe er über fein Judentum etwas weiß, aus eine Partei eingeschworen roerden. Wahre Jugend sucht und strebt, Tic läßt sich nicht von ireiien. a.- geklärten Parteibouzcu eine Meinung einimpfen. 2o wollen wir das Judentum in allen seinen Tchcillicriinqen und Parte unoen bei uns vereinigen, wollen einen Boden schaffen, au' dem d.r jii.ngc Jude lernt, sich zu orientieren, andere Meinungen kennen und ach'.cn zu lernen, ohne durch die Partcibrille von vornherein geblendet;:i fein. Bei uns soll jeder Gelegenheil haben, sich eine Meinung -.1 bilden, seine Meinung zu äußern. Parkeipropaganda. persönliche 3lreiligteilcn sollen fern bleiben aus unseren Vereinen. Bit uns soll nur der Jude, der uni sein Judentum sich mühende Menfch gellen. Unsere Jugend ist die Parleikäinpse satt, sie will n:chi dos Trennende, sondern das Einigende im Judentum betonen. Tre meint, daß wir es uns nicht leisten können, uns kleinlich zu befehden, daß tvir nach innen und nach außen genug zu arbeiten haben, und daß unsere Würde cs uns gebieiek. verständnisvoll des Bruders streben zu achten, wenn auch unser Weg manchmal ein 2tücf von dem seinen abmcichr. „Richte deinen Rebenmeu'chcn nich> bis du dich in seine Lage versetzt hast." Tiefer Äusfpruch Hillcls .soll uns bei unseren Arbeiten leiten. Tas in es. was wrr unter Rcutralitäl verstehen. Wir wollen sie üben, weil w:r überzeugt sind, so im Geiste des Judentums zu handeln, zu feiner Ttärkuna bcizulragen und zur Erziehung eines starken, ferner Einheit bewußten Geschlechtes. Rabbiner Tr. 9 l c 1 n. Tü'Hdow. Liebe Freunde.' 1. Wir rufen Euch auf zu einer Tan Untre rhüringischen Brudervereine haben sie schon ausgefübrr und uns allen damit ein Beispiel gegeben, wie wir untre Aufgabe mit warmem Herzen erfüllen können, Sie baben an die „Jüdische Hilfe für das jüdische Kind", Berlin C.. Ro'enlhaterstrasie 2/4, geschrieben, dasi sie bereir sind, arme und schwächliche jüdische Kinder für jeweils vier Wochen in ihren Familien zu verteilen, damit sie groß und stark lverden sollen. Sicherlich seid Ihr alle bereit, bei dieser ftohen Tat rnitzuwirken. Damit wir uns nicht zersplittern, bitten wir Euch, Eure Bereitwilligkeit umgehend, mir ungefährer Angabe der Zahl der Kinder, die an jedem Lne untergebracht werden können, d e m B. P. m i u 3u teilen. Eile tut not! Wer schnell gibr, gibt doppelt! Geldsendungen bitten wir direkr an die oben angegebene Adresie in Berlin zu senden. 2. Die Schulferien stehen vor der Tür. Gar mancher von unjeien Freunden möchte die notwendige Ausspannung genießen, seine Kräfte in schöner Narur auffrifchen. Aber vielen fehlen die Mittel, teure Erholungsone aufzusuchen. Wie schön wäre es, wenn unfte Freunde am schönen Rhein und seinen Nebenflüssen oder sonst in unsrer gesegneten Provinz Freunde bei sich aus nehmen würden! Es braucht ja nicht umsonst zu sein. Wie könnten wir uns gegenseitig und unsre Sache fördern, wenn wir uns so helfen, Freundschaftsbande knüpfen, Meinungen austauschen, gemeinsam die Gottesnatur beschauen und uns an ihr stärken würden. Auch in dieser Sache will der B. V. gern die Vermittlung übernehmen und bittet a l l e F r e u n d e. die bereir sind, tätig miMwirken, s i ch zumelden. A u cl, h i e r tut Ei le n 0 t! 3. Noch einmal: Aus zum Sportfest am l 7. Juli nach Düsseldorf! 4. Wir i>criuissen noch immer die Meldungen der Vereine. wieviael Esiemplare des Buches über den 1. Tag der.KaiselerTagung gebraucht werden. Der sich eine Stunde der Erbauung und .Kräftigung bereiten will, muß das Buch lesen. _5. Wo bleiben die Angaben der Vereine über die :>A‘ i 1 gl jeder zahl. "Dir brauchen sie nötig. <». Die Vereine, die ihre Mitgliederlisten einyesandt sinben. binen wir dringend, dem „Boten" den Ab 0 nn c meursberrag für 3 Monere einzusenden. 7. Wieder müssen wir viele Vereine mahnen, daß sie niwr vergessen, daß der B. V. ohne Mittel-nicht imstande ist. zu arbeiten. Es gibr noch Vereine, die den Beiirag für das '. und 2. Vierteljahr noch nicht geleistet baben! D i e 3. V i e r r e l j a h r s r a t e ist schon fällig! s. Leider müssen nur schon wieder eine Aenderung in unseren Veranstaltungen treffen. Am 24. iw der 17. Tainmus. Da ist manclx'r verhindert. Deshalb müssen wir den A u s s P r a ch e t a g bis nach den Ferien verschieben. Am 31. ist nämlich, eine Tagung der F.I.W.B.-Gruppen. lieber die V 0 r st a n d s s i tz u n g ergeht bes 0 nd e re E i rr l a d u rr g an die persönlichen' Mitglieder des B. V. Mir herzlichem Verbandsgruß! Rabbiner Dr. Klein. Vorsitzender. §iesel Hirsch, Geschäftsführerin. Der Vereiusbote klnäernacd. 9üd. 9ugeadverein. Dr. Alfted Bels, Wilhelmstratze 10. 1. Sabbat, nachmittags 5 Uhr: Mmcha-9uge»dgoNesdirnst (Sitro-Erklärung). — 2. Sonntag den 17. Juli: Gemeiufame Wacherung der 9ugendoereine Andernach, Neuwied, Mayen und Maifefd mit der B andergruppe des Gabriel Riester-Bereius Köln i» die Bordereifei Riederziffen-Gänsehals-Laacher See-Töunisstein. Treffpunkt für Andernach, Neuwied und Köln in Brohl gegen 7.15 Uhr morgens, Treffpunkt mit Mayen und Maifeld zwischen 12—2 Uhr ans de« Gänfebols. Rückfahrt ab Brohl gegen 7.30 Uhr abends. Wanderfreunde aus Kreisvereinen herzlich willkommen. Bonn. 9Ä&. 9ugendb»»d. 1. Bors. Leo Eilberbach, Nöggerathstr. 1. Samstag den 16. Juli: Rachtwanderuag »ach de« Oelberg «it dem Siegburger 9. B. Abfahrt von Beuel 1L39 llhr. Trrf^mckt 11 Uhr abends Brückenrammpe Bonn bezw. 11.15 Uhr Brückeurampe Beuel. Siehe unter 9. B. Siegburg. Qetfen und Tafcheulanrpe» mitdringen. Führung Erich Frankfurter. Sonntag den 24. 9uli: Radtagersahrt mit de« Siegburger 9. B. Mü der Bahn von Bonn bis Netvagen. Bon da per Rad nach Neuettabr-Ahrweiler-Atlenahr-Kadleuborn - Berk»« - Mehle« - Bann. Treffpunkt 7.15 Uhr Bahnhof Bonn. Abfahrt 7.32 llhr. Führer Erich Frankfurter. , Nachdem vor einigen Wochen Herr Dr. Laster aus GHmdtcitsrncksichten feinen Sitz im Borstatü) niederiege» mutzte, ch uumvebr auch Erich Frankfurter aus dem Barstaub ausgetreten. Düsseldorf. Jüdischer Jugeudvereiu. Adr.: Wanda Kranken: feepg* straße 50 I. Donnerstag den 21. 9uli, 8 Uhr abends: Gefeüiger Abeud i« Kunstpalaft. Zur Deckung der Unkosten »ird er» Viutrittiarltz erhöbe». — Sonntag de» 24. 9uli: Tages»a»der»Wu OWgm«W«tvl- Bohwiukel (Schwimmaelegeuheü). 18 KSmveter. -»HMtzstru 4 M. Abfahrt 8.1Ü llhr nach Odtig», Rückkehr 8.47 llhr. Fichrmu: HSde