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Jüdischer Bote vom Rhein · 1921-07-08 · 110 (8.7.1921) · p. Seite 212

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
3 (1921)
Issue
110 (8.7.1921)
Date
1921-07-08
Page
Seite 212 (sequence 4)
Language
German
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rabbiner uab ReligionSlehrer bti allen den Unterricht betreffenden Drogen, s) Heranziehung von Gemeindemitgliedern beider Geschlechter aus allen Schichten der jüdischen Bevölkerung zur Gemeindeverwaltung bezw. deren Kommiffumen. Die Teilnahme der Frau am religiösen- und /Ncmeindeleben ist unentbehrlich; es ist ihr der volle Anteil »sie an den Pflichten so auch an den Rechten einzuräumen. 2. auf religiösem Gebiet: aj Berücksichtigung aller reliniösen Richtungen, b) für den Gottesdienst in der Synagoge sm liberalem Ritus: 1. erweiterte Anwendung der deutschen^Gebeissprache, 2. AuSbau des Chor- und Gemeinvegesanges, 3. kein Sabbat- oder Festgottesdienst ohne Ansprache (Predigt oder Schri'ierklärungs. c) Ausschaltung aller vermeidbaren Längen. ck> (?:»tiührung von Erbauungsvorträgen in der Synagoge zur religiösen Erneuerung und Bertiefung. 3. Auf dem Gebtete des Bildungswesens. sozialem und allgemeinem Gebiete: s> Verbreitung der Kenntnis vom Judentum und Förderung der Wissenschaft des Judentums. d) Gleichstellung des indischen Religionsunterrichtes in den öffentlichen Schulen mit dem christlichen; rachmännische Beaufsichtigung des gesamten Religionsunterrichtes. Tie hebräische Sprach-» ist zu lehren, um das Verständnis der Gebete herbeizusühren und eine Einführung in die Quellen zu ermöglichen. Ten reiferen Schülern sind die gesicherten Ergebnisse der Wissenschaft zugänglich zu machen. Förderung der jüdischen Fugendvereine. e> Äusba,. der ArbeitSsürsorge. des Armenwesens, Förderung von Handwerk und Bodeokultur unter den Etüden und Mayregeln für Bern»sumschichtung. Förderung aller Bestrebungen zum Zwecke des Liebesdienstes an Kranken, Sterbenden nnd Toien. Einneien ssir alle die Gleichberechtigung der Juden erstrebenden Lrganisaircnen. Uber jedes Parteiprogranim hinaus erstrebt die liberale Parier d'e überlieferte Religion mit dem Tenken und Fühlen un dm:k den '-7 densmöglichkeiten" unserer Zeit auszualeichen. ür d:e erbebenden Grundwahrheiten und sittlichen Ideale unserer Religion in Bekenntnis und Leben zu wirken, sowie da-' Verständnis p.i'ür ’.vaizuhalten, daß das Judentum in der Gegenwart einen norwendrg-n Platz und kür die Zukunft seine unersetzliche Bedeutung hat. um »o die religiöse Teilnahmslosigkeit und die Entfremdung vom Iudeutum zu überwinden und die durch Fahriauseride bewährte Treue den kommenden Geschlechtern zu vererben. KAn. Am Dienstag, um 3 Uhr. wurde aus dem Frieddv» in Bocklemünd unsere verehrte Frau Rabbiner Tr. Frank in hoben Ehren ui Grabe getragen und an der Seite ihres uerenriateu Gatien, besten Reste von Teutz nach Bocklemünd übergeführr waren zur letzten Ruhe bestattet .Rabbiner Tr. Kober hielt die Trauerrede und zeichnete mit großem Strich das Lebensbild der klugen, aus einem bock-geistigen Hause hervorgegangeuen Frau, die on der Seite des hervorragenden Gatten selber wuchs und nachdem ne den Aufstieg in die Lebenshöbe^ihrer Kinder noch erlebt, bochbeiagr. im *2. Fahre, vom Tod im Schlafe binweggenommen wurde. BGrstebennd Repräsentanten der Gemeinde trugen den Sarg zum vs»en::r Grabe, wo Rabbiner Tr. Rosentbal, der langjährige Kollege des verlwiglen Tr. Frank, einige Sorte des Abschieds sprach, indem er Klageworte Tavids über Foncnhau zu Grunde legte: „Tie sich »o Erd im Leben waren, auch im Tode sind sie nicht getrennt!" Tie e. bebende Feier wuchs sich so zu einer Gedenkfeier auch für den verewigten Gatten der Verklärten aus. der Fahre laug Hauer und Führer unserer Gemeinde war. und wird allen Teilnehmern unvergeßlich sein. ijUmmimiiiiimiinTTTTTnrimur Von Berg und Tal fnniimimiiriiimimiiii ■ mTmr Lrenznach. Mau schreibt uns: Tie Brüder Julius und H«rniann Baraich, Bad Kreuznach, Meisterschastsringer und -Stemmer, Fnhaber zahlreicher I. und Ehrenpreise lFnternationale Meister Bern. Schweiz!, beabsichtigen, sich an den diesjährigen Teutichmeisterschaftskämpfen, die am 4. August in Plauen (Bogriand) stattsinden, zu beteiligen. Für beide besteht die beste Aussicht die Tentschmeisterschaft im Ringen und Stemmen zu erhalten. Beide sind tüchtige Handwerler, jedoch ist es ihnen unmöglich die bohcn Kosten für die Reise und mehrtägigen Aufenthalt für sich selbst und ihren Trainee aufzubringen. Wir erachten es als Ehren- Peluqt unserer Glaubensgenossen durch Spenden'die Mittel auf,zudringen. um einem Juden den Ehrentitel eines I. Teutschmeisters zu verschafft»,. (Vrr sind zur Entgegennahme von Spenden gerne bereit und werden deren Empfang an dieser Stelle quittieren. Red.) RnppichtNOth (Ahld.). (Synagogen-Einmeihmn«). Rach einjähriger Banzeit nrar es der hiesigen kleinen ^Gemeinde vergönnt, die unter Aufwendung großer Mittel errichtete Synagoge einweihen zu können. Bon nah und fern waren Glaubensgenossen herbeigeeilt, mit uns den Ehrentag der Gemeinde festlich zu begehen Am Freitaa abend wurden die Ritualien aus der alten in die neue Srrnngoge geormbt. Ein Berlretrr der Gemeinde überreichte den Schlüsiei mit herzlichen Worten, in denen er das gute Einvernehmen der drei KonieGovr» in unserem kleinen Orte bervorhob, und in denen er der Hefffnnng Ansdruck gab.- dah die schmutzige Delle desAntijemit'sMns, wie wirher auch serverhrn nicht die Eintracht unsres Ortes störrn »«x. Tic Vertreter der evangelischen und katholischen Gemeinde stberbrochten die Glückwünsche der christlichen Mitbürger 2nd d-vben die stete Lpserwilligkeit »ud Hilfsbereitschaft der jüdischen Eenreivb-eniilglieder rwrvor. Am Samstag fand ein Festqottesdiensi BrediiN des (>errn Rabb. Tr. Kober, Köln, unter Leitnng des Herrn Lesirer Selig. 'Siegburg, statt. Verschönt wurde die Feier 7urcs religiöse Gelänge des Synagogenchors Siegburg unter Leitung k<s Herrn Musikmeisters Klemper und des Herrn Opernsängers '-rn; aus Köln Ter Samstag und Sonntag Abend führte die Teilnelnrer und die L>ewobner von Rupvichteröth zu einem harmonisch rerk^n'enen Ball zusammen. Allgemein fiel den Festteilnehmern die ir.r.lit inirilnafcme aller Bürger, die Straßen und Häuser festlich j,r±z?i.ii hallen, am'. Honen wir. daß die Worte des Herrn Rabb. Tr. »ober. daß das Gotteshaus eine Heinistätte echten Judentums re.he. na» edev.'o bewahrheiten wie die Worte des Vertreters der a-:l:::ch>ea Behörde, nwlcher wünschte, daß ihm Gutes entströme zum ärc>i< des ganzen Ortes. AeckliNgtznnfen. Am Freitag, des 2i. s. M., fand hier die Ein- ' :uva dos Rabbiners Tr. Silderberg statt. Während die Gew^--k-t7niig1iet<r sich in der sestlic», geichmückten Synagoge veriam- —i.::r isci^e der nein Rabbiner im Sitzungszimmer der Svnad.rch den Vorstand und die Repräsentanten offiziell in seinen :r. Wirkunaslreis ei »geführt. Ter Vorsitzende des Vorstandes. iyzz r ns, begrüßte den Rabbiner und wies daraus hin, daß mit der -"::dcx?rina des Rabbinates ein alter Wunsch der Gemeindemit- . iUrnüllt sei. und bat den Rabbiner, nun seines Amtes zu wal- T :nv. fand die eigentliche Einführung statt. Während der Rab :-~i: zzz 'einen Sitz aefcilet wurde, trug der ueugegründete Snna- :r-> -zcz das Fcipdetiü.e ^^Borncti habbo" in wirkungsvoller Weire ns:. :r Lehrer Tannenbaum begrüßte d-eu neuen Rabbiner 7-7777-5 der Gemeinde und gab seiv.er Hossnung Ausdruck, daß die Tä: :ii'i brs Herrn Tr. Siiberberg iowobl für die Gemeinde als : ü '' tie Geiamtbeii eine segensreiche sein möge. Run betrat TS-:z~ ZSilberberg die Kanzel und dankte bewegten Herzens n:r '<-? i-TTTürer, das man ihm eiUgcgengebracht habe und für den 'tstl-e:-'7- Emr'aiig. Redner führte ans, es sei ihm nicht leicht gewor- :i~. rrr 'e^ir Vaten'tad! und »einer langjährigen Wirkungsstätte r.:' '-7 zn nehmen, er aber dem an ihn ergangenen Ruf gern etle'üc: habe, naehhnn er gehört, daß auch hier das jubnciie z-yz T-rhrr vea ertsaiht 'ei und die»es Bewußtsein werde ihm »ein '7.77- :."- Am: e'leichtern. Fn fcrm»»v:lendeter Rede zeichnete Red- - - - - - '..-y, d<n der Führer des Volkes eiti.zuichlagen habe. ' :r ■*r1 wie das Licht der Menorab auch die Begeisterung jv.r I-'>en:am n'ch: e:laiche. Nachdem Redner noch darauf hinwies, z.zt. 'j ari:r noch einen anderen Gast, den Schabbos zu begrüßen :z hhzt Festrede, die »einen Ruf als gläuzendcu Kauzeiredner 7-:st-:7'g7s. h-ün Festgottesdienst uiNer Leitung des Kantors croiie 'chlickre aber erbebende Feier. Gottesdienst. Kein ch-oe 7^3 riii'f», den v'. Fni'. abends, Roonftraße 7.1-'« Ubr: 7'e und Enrenfeld 7.."«<> Uhr. Samstag, den n. Fuli, mor- H.r. Minrhah 3 Uhr. Fnaendgottesdienft Glockenaarie Sall>aiausgang 9.u» Uhr. Wock-eiitage: morgens 6.4ä Uhr. <" Uhr. ^cnn. Snnagoge Tempelstraße. Freitag, den h. Fuli:^ Abend- '.esdienst 7 Ubr. Samstag, den 3. Fuli: Morgengottesdienst k» Uhr. v.77.2^ 4 Uhr. Sabbatausgang GM Uhr. Werktags.»ottesdiem't —>.rs 7 U't, abends 7 Uhr. Lahrzeiten. 7»'.nsrag. den \2. Fn?i: G. Maiia. Frau H. Herz. Snkflastrn. §. ,Z. E^er TerFanuar 190k» entspricht dem 12. Tebeth Kalender der Woche. %TCU&2 ....?. Zul: 2Ta:nuS ... * 3 . gowinn^... 10 „ 4 „ Vbamlz-z. 11- . 5 „ StnCUf.... 12. „ 6 , .. 13 r 7 . DvvnerriaZ. H , 8 „ Frrrr«. 1 a. /, 9 , . . . 16 10 „

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