Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 109 (1.7.1921)
- Date
- 1921-07-01
- Page
- Seite 205 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Mitteilungen -es Bezirksverban-es -er jüdischen Iugeudvereme Westdeutschlands. Von f>ciite ab erscheinen die MirreiliMae^. der Bezirksverbandes an dieser Ttelle. An die Mitglieder der jüdische» Zagelldverrme! Hierrnir überleben wir entsprechend dem Beschluß Uz letzten Vornandsiagung diese beiden Spalten unserer Blarres den Jugendvereinen zur Verössenrl'cbung ibr^r wöibentlichen Veranstaltmrgen und als Draan des Beftrksrerbandes. Di5 redaktionelle Leitung und Verantwottu.:.' dar der Vorstand. alle robofrionell e_n (rirJt,rtiMir.J:r nnd an Herrn Rabbin.'r l)r. .Klein. Dünelderf. Har-'" üraße 142, zu senden, die Wochenpläne aber direkr?n uns und ztrxu bis spätestens Dienstag mittag zu unseren H-'in- >:n. treil ne ionsr nidu mehr 'Jlumahme nnden finr Der Raum ift cito, darurn ist .Kürze und Bündige:: zz:zj. Pslicbt. > Bewährt fiel'* die hier gerrenene (rinne! ru tu. -n= Um die Vereine cifria uub Pünktlicb in Zuiendune r.-. einig in der Crrfü I luup der gefaßten Be sch lü ne sich emv::r io'weiden ivir das Blatt schnell erweitern und damit >e.- Darbe unterer großen und schönen Bewegung in erköbrtw Äaste dienen können. Der Indische Bote vom Rhein. freunde! Durch die Dpfcnvilligkeit unsres FreuuU- Emil Cohn haben wir nun (Gelegenheit, allwöchentlich zueinander zu sprechen, von unsrer Arbeit und unsrem Wollen einander mitzuteilen. Möchte unser Drgan ein Band werden, dos uns noch enger aneinander kettet, uns gegenseitig onspornt und uns stark macht in unserm Dt reden sür die (Einheit und Reinheit unsres Judentums, damit wir wahr machen das Wort unsrer Bibel, das (Gustav Löffler uns in Gaffel zuries: „Werdet ein Degen!" 1. ^Wir Irenen aus uusre Anzeige Herr. tos Dcortstst rn Düsseldorf. Kommt recht zahlreich. Gäste und :et!nehmer. und bringt Jiohsmn und Freude mit! 2. Dann legen wir Euch allen noch einmal au H.'tz: Eriüller Eure Pflicht unserem Draan gegenüber! Ihr dient damit der gemeinsamen Sackte. 3. Der Verein Dberstein-Jdar (Diegrr. Baer. Idar. Kolechstr. 49) will sich dem Verbände auichließen. 4. Dormtag. den 17. Juli 1921, sinder in Köln der '.roeire Aussprachetag über das Paläsnnaproblem fta:r. Räberes enabrr Ihr noch. Am 2to dt mittag tritt der engere B. V.-Vorsrand zu einer Beratung zusanrmen. Ihr müßt uns bis zum 12. Juli mirreilen. wieotel Ercmplure Jbr oorr dem Buch über die Easseler Tagurm baden wollt. Etnzelzusrellung ist nicht möglich. Ihr fort« uns natürlich nir umgehende Bezahlung, lieber dies Birü 'chrieben wir Euch ja schon im letzten Rundbrief. Es war» auch rein, wenn Ihr die Dehnst in nichtjüdische Krerie ragen würdet, datnir sie von dem neuen jüdischen Jugerrdwillen erfahren! Euch allen, unsern lieben Freunden herzlichsten Verbandsgrust! Rabbiner Dr. Liegsried Klein, Düsseldorf. 1. Vorsitzender.' Liesel Hirsch, Düsseldorf Geschäftsführer. Aachvällge. Tie Sprache ist oft zu schwach und zu arm, um Vorgängen des innerlichen Seelenlebens formgebenden und worrgeflalle2deu AuA-ruck zu verleihen. So werden auch alle mündlichen wö (christlichen Berichte über die Stoff«Irr Tagung tonn nur ■*~:zn und Fragmcni bleiben müssen. Für jeden einzelnen Teilrrmer ncllt sich diese^Zusammenkunn jüdischer Jugend in einem ">:i7. Lickte dar. Jeder wird gemäß seiner Jndivituali ät -,7r.er nur dos wiedergeben können, was gerade in seinem Ini:r. Widerhall und Nachklang iand. Do zeugen denn auch oi-7 :-_:z er'ckienenen Berichterstattungen von einer bunten 5J?-r* r.rgir.gfeu f. i gewonnenen Eindrücke. Es soll an dreier rrr L'ernich gemach: werden, aus diesem Mosaik ein cin-. :-::‘A'±zz Bild zu entwerten. In allen Ausführungen'über die £7~r:rr Tagung mach: sich das Bestreben geltend, das Interesse ^rin ui d xwrets immer atss einzelne hervorragende Per- '.mr.;n konzentrieren. Es ift das eine Ersclreinung, die man :e: ::<rn zuiammenküniten irgendwelcher An beobachten kann. I . Zuhöicrichait strebt unbewußt nach einem Gipfelpunkt, ^7''ch dic'er nun in Form einer Idee oder in Gestalt einer Vera.u paritelnn. Damit soll nicht dem so beliebten ^Höherrn.'t" das Wen geredet sein, der an VolksveriammlungsLon 7."eil. Wenn sich in den Berichten iiber Stoffel der Gedanke der Eineueruna ntit der Person Emil Cohns deckt und 7M7'I7>M, so ist das kein Zufall, sondern lediglich der sehnsüch- 7* Ausdruck menschlicher Eigenart, einen Gesamtwillen in : -t: Person verkörpert zu sehen. Die Idee, wird erst wesenhast -7 Verbindung mit ihrem Träger. Die gewinnt Leben und B...-banigkeit durch die Vorstellung ihres Verkünders. Tie f-em'tellung eines Gesamtwillens — welch schwere Ausgabe in -üdi'cken Streifen — sowohl in der religiösen Frage als 77-Ä im Palästinaproblcm bleibt das Verdienst Emil Cohn». Z:>± es in sicherlich nicht in seinem Dinn, all die feinen Borte, :■{ 'onn in Gaffel noch gesprochen wurden, zu vergessen. Ebrfrehi ja leicht die Gefahr, daß bei der überragenden Vrde etnes Menschen die Aeußerungen der anderen gerne very.t: oder verwischt werden. Urwergcßlich bleibt so manches feine Zwiegespräch, das im £7.-ier. in Staffel geführt wurde. Gespräche, in denen der L-rrsch des^ Zusammemressens mit liebgewordenen Menschen Drillung iand. Es konnte dem ausmerffamen Beobachter eni,gehen, daß gerade unter vier Augen vielleicht die Dinge 7 ei ne'er und eindringlicher gesehen würden als in großer Süern. Das Zwiegespräch ermöglicht eben gegenseitige Konzen- -777 77. und Dammlung; unter Vegfall aller äußeren ablenken- 7,7n Einflüsse, zwingt es zwei Menschen zu scharfer uhb enger Einstellung auseinander ohne Rücksicht auf die ändern. Diese Erkenninis wurde manchen in Kassel, die man dort versunken -in Gespräch miteinander sah. Es wäre unbillig, den vielen Einzelberichten und Erzäh- .777m nun noch einen neuen hinzuzusügen, denn zwiespältig ist 7-tr lebhane Wunsch, anch den Nichtteilnehmer etwas spüren zu '.m n von dem Geist der Kasseler Tagung, immer wieder vrr- 7U7den mit dem Eingeständnis der Ärmut der sprachlichen WürDeigabc und der Unmöglichkeit der Uebertragimg von DTimmungen, Gefühlen und Erlehnissen aus andere Merrschrn. Luch die getreueste tvörtliche Wiedergabe kann den Nichtteilnehtntri nur mit Ahnungen erfüllen, aber nie mit Gewißheiten. Er ''püm zu deutlich aus jedem gelesenen und geschriebenen Wort Mr UnzulänglichLen der Feder. Tenn erst das gesprochene Wort rerlecht dem Gedanken Seele und Gesuhl. Betonung, P-arne. Tonfall, Rhythmus, Mimik usw., alles das sind Dinge, »ie der schristliche Bericht sckmerzlich vermissen laßt. Es ist kn n«h verfrüht, die Nacywirtong der Easseler Tagung ans ne deutsche Judenheit zu ermessen. Me Fülle der dort vorgetiigaa Siosstnengen bedarf gründlichster Verarbeitung uad Beinefung. ehe aus dem Chaos der dort aus eins einstürmeuden GeS-auken ein wirklich einheitliches und schönes Gesamtbild entnebeu kann. auch diese Zusammenkunft junger Juden im Jauern jedes einzelnen sich recht verschiedenartig darstellen — sie wird ciamalZ als blitzarüger Stimmungsraußh der Bergeffeaheit auheiuvfnLeu können, sondern als mächtiger Impuls.in der Seele LeserÄervuss^ahiger Menschen sortwirken zu Freude schasseuder Tut! Max Goldberg.SÜm.