Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 108 (24.6.1921)
- Date
- 1921-06-24
- Page
- Seite 196 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/3947615-6435932-6437217--1157-3948661- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
A«enka. Ne,tz,rk. tI (5. D.j Tie jüdische Presse bring: hcn'.c eine N'chr ch:, daß die früheren Führer der amerikanischen zionislich " ^roonisation eine scparake Gruppe für Palästinaaioeu mn ohne sich an der Keren Hajessod Aktion zu beteiligen, "cür den lf‘. Juni ist seitens des „Komitees der Fünfzig" eine Sir rite, red; Neuyork einberusen, in welcher Drandcis seine Pläne n b?uo am die Palästinaarbeit vorlegen wird. Rrnrork. Ter gesetzgebenden Versammlung des Staates Remuerk lieg, .-.um deinen Male ein Antrag des Abgeordneten Tickstei? rer der -um Zwecke hat, die Beschäftigung von Augesnll'.cn an Srnntd-^cn denjenigen zu ermöglichen, die den Tabbar oder einer, anderen Tag der Woche als Ruhetag gewissenhaft becbach:cr. Zwar n.-.d bereits durch einen Paragraphen de> ^:rast'.esetzbirch.s gewisse Gruppen von Arbeiten straffrei, doch ist jener Paragraph io mangelhaft formuliert, daß der weiter:». Hifi-? der Ange'tcllicn feinen Nutzen davon hiit. Bereits :m Jahre 1919 war der Antrag Tickstein in der gesetzgcb-enten Versammlung durchgeoangen, vom Tcnat aber mit einer Mchrb-cit von zwei Trimmen abgelehiu worden. Tickslein wiederhole seinen Versuch im folgenden Fahre, scheiterte aber damit ebenfalls im Senat. Ter Urheber des Antrages in überzeugt, eah die Annahme diesmal gesichert in. Nentzsrk. Zum Präsidenten des amerikanisckicn Thipping- Vc-rrd in Alber: Loskcr ernannt worden. Er nahm die Erncnunu.7 an Rcurorker Hcratd erklärt, das; er der erste Jude «ei. n Icher einen bedeutenden Pv'icn unter der Regieruna Hard'na-s cr!ana:e. Frankreich. V*- is. I. (5. . V.» In der len: cn Tinu!!;', der jen: lier lü *. »;i. i n 5 :l ' s i ’ ch e v R cs t i o r. a l k o n s c r e i\ z fom c :* während ::i Rede T r. Pasinarils, kr neaen die IcnifiüiirfH'ii P vor v me aiiTira:, zu a '.niicmiu scheu Tzenen, die einen pein- . chcn Ei UdlUck Ü:u crifn. Tie Vertreter der Rechtsparteien vcr- '-.cb cn d urd) Lä.m ui'.: outrsentilische Zwischenrufe den Redner e t.cn Äusrübrungei'. hintern und forderten den Vorsuenden an', chm des Wer :-.u entziehen. Pasmanik schloß iei'.-c .-..de mit lenr Ausruf: „Ihr werte: nie imstande sein.^Ruß- :a.-77r^lü.^ au» jüdischem Blute aus.'.nbauen". Troydeu ließen Tvir T.. P.'.c-'u:n:k zu'auuncn mit Tleitzberg?n die Erekn'.ive I e it'si.'ck::'. natie-nalen >-:-?! op. csses wählen. PMlistü». Iessa. Tic büre.rlieben Gerichte Iasiaö die sich mit den 1::± ereu Vergehen während der Unruhen besamen, verrrrieil- ::r. r:s z . m ee und-n da: 1 V Rai 17 r< i a i.-1 i, b e» e :nen man r;cinub:t s Gu: .1 - .77 u.id (T In ii'cpcit nnerlanbten W-e.'- ' v i: den M: ^eiet -rid r:-w s Ver? a!:e:'. und RicH:- kr i . ,t ide'-.t!cn, I Zudcu wegcl! Ani eanuc Sic du Ul b;.e Eria non:!s und i Juden : weoe:. •r. c ine-: ii l Häuie r. T as > Tvndcrgecicht zur Ver- Regieruna. Mr. Normann Benrwichs, den sie der Parteilichkeit 'inr den Zionismus beschuldig:. Jerusalem. In der Nähe von Tiberias stieß man bei den Ansgrabungen aus einen synagogalen Raum, rn dem neben anderen Ueberresten zum ersten Male ein Ereutplar einer siebenarmieren Mcnorah gesunden wurde. Bis jetzt kannte man den jüdischen Leuchter ans rvmUcher Zei: nur aus Abbildungen. Serben Samuels Lebe vom 3. Zimt. Am 3. Juni, dem iyeburtstag des englischen Königs, hielt der Tberkommifiar Herbert Tamuet in Jerusalem eine Rede, in der er die gegenwärtige Situation behandelte. Tas Zionistische Büro in London hat folgenden telegrarh'ickn Borlian: ans Jerusalem übermittelt erhallen: . Ich bedaure anßr:s:dcn:Uch. dt.ß die Harmonie zwücten den Glanbensbekenntnisten und Böllern Palästinas, die herzustellen mein ernstestes Bestreben war. noch nicht erzielt worden -.st. und ich habe sorgfältige Auimertr'amteil den Maßregeln gewidmet. wclct»e;u ihrer Ticherung geeiguct sind. Zunächst möchte ich nochmals ans das unglückselige Mißverständnis zurückkcmmen, welches inbe-;ug auf die Formel der BaUour-Teklaralion — die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdöck Volk in Palästina — entstanden ist. Ich böre immer wieder, in vielen streiken, daß die arabische Bevölkerung Palästinas nietnaks ihre Zustimmung dazu »• U . - vr ’ iir ri nr.c n? UI Teilung der schweren Verbrechen b-egarui am _'4. Mai mit seinen Verhandlungen. Fermsale«. Zwei arabi'che Polizisten wurden wegen Teilnahme an den Ia'''aer Ausschreitungen zu fchlveren Tiraien verurteilt. Einem, der zu 10 Jahren Zwangsarbeit verurteilt wurde, gelang es während des Transportes mit der Ei'enbalm zu cntflicben. Ter andere wurde wegen Bergewaltionng eines iüdifchcu Mädchens während des Pogromes zu 13 Zähren Zwangsarbeit verurteilt. ZLrich. Tas Tchisf Tnez langte mit 2: indischen Einwanderern im Hofen von Jaffa an. Ta die Hafenarbeiter sich weigerten, die Juden auszuschisien, wurden sie vermittels des Motorbootes der Regierung an Land gebracht. sI. P. Z.j Pnris. Nach einer Havasmeldung aus Kairo sind die Mobammedaner und Christen in Jana sehr erregt von der Nachricht der demnöchstigen Ankunft von 500 jüdischen Einwanderern. Zufolge eines Zwi'ck^nfalles, bei dem ein Jude vermnndet wurde, hatten sich weitere Zusammenstöße ereignet, bei denen 3 Juden getötet und 8 Inden und l Mohammedaner verwundkl würben. Jernsnlc». tI. E. B.j Tas Exekutivkomitee des arabi- »che» Kongresses in Haifa verschickte an den englischen König, das Unterhavs und Herrenhaus, ferner an die Außenämier in London, Washington. Paris, Rom und Madrid sowie an den Papst einen Protest, in dem das Einwanderungsverboi für jüdische Einwanderer nach Palästina gesordett wird. Gleichzeitig toaaMt sich die Erekntive an den englischen König mit dem Ers»che» wa Abbernsung des Iustizsekretärs der palästinensischen Herbert Samuel. c-.ben wird, daß ihr r.'ond. ihre heiligen Ziäiicx und ihre Accker ihnen wcggcnommen und Fremden gegeben werden, daß ne niemals ihre Zustimmung geben werden, daß eine jüdüche Regierung eingesetzt wird, um die moslemi'cke und christlici)e Majorität zu beherrkclxn. Tie b'eute sagen, ne können nicht verfleben, wieso die britische Regierung, deren Gerechtigkeit in der ganzen Welt bekannt ist, jemals zu einer solchen Politik ihre Zustimmung geben konnte. Ich antworte, daß die brili'che Regierung, welche in der Tat die Gerechtigkeit über alles stellt, niemals einer derartigen Politik zugcstimmt hat und niemals zustimmen wird. Tas ist nicht der Einn der Balfour-Teklaration. Vielleicht bringt die Ileberfetzunz des englischen Tertes ins Arabi'che nicht den wirklichen Tinn der Borte zum Ausdruck; sie bedeuten, daß den Juden, einem Volke, welches über die ganze Belt zerstreut ist, besten Herzen aber stets nach Palästina gerichtet waren, die Möglichkeit gegeben wird, hier ihre Heimat zu finden und daß eine Anzahl von ibnen — innerhalb der Grenzen, welche durch die Zahl und die Imeresien der gegenwärtigen Bevölkerung gegeben find — nach Palästina kommen soll, um durch ihre Mittel und Krälte dazu beizutragen, das Land zum Vorteil aller seiner Bewohner zu entwickeln. Benn irgendwelche Maßnahmen notwendig find, um die moslemische und christliche Bevölkeung uzüberzeugen, daß diese Prinzipien in der Praxis werden beobachtet werden und das ihre Rechte wirklich sicher find, dann werden solche Maßregeln ergriffen werden. Tenn die britische Re-