Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 87 (28.1.1921)
- Date
- 1921-01-28
- Page
- Seite 28 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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fnte krtzte, HstMAstbtkscht««- 1893 fegte «: J&jt ^ich ifc ter ls^sfetz Lsrfchtt «sd jä^g Art pH teUfe fifui «ad pn Stichwort tzaktifchtt N«f rqWwz gewolden. Das Getöse ist so heftig, daß asch verftwMge Mmmer fragen. was daraus werde« solle. Es gibt daronf «ar eine raade Aatworr: Nichts wird dara»s. Für de» Eifer «ad Haß der Feindselige« darchaas «ichts. 8»ch de» tüchtigsten Älke bleibe« Eckaaümge» dis Gemüts «icht afpmt. welche, Fieber« «ad Phantasten vergleichbar, das llrwll zerstöre«, leidenfchaftliche« Haß aufrege». Solche Kumkheire« habe« ia der Regel eiae« akntr» Balanf, aber die Nachwirkungen werde« nur langsam überwunden/' Freyrcy schließt seine Pnugstberrochttmye» mit der Honnung, daß die Botschaft aus Judäa auch den Haß Mische« Aon Zessionen und Stammbäumen w überwinden wird, daß unsere Nachkommen desselben dereinst lächelnd wie einer alten geschichtlichen Sage gedenken. Leider bat sich der Dichter bisher als schlechter Prophet erwiesen. Frryrag war bekanntlich mir der Witwe des ieineizeft berühmten jüdischen Rezitators Sirakoick verheiratet und bat deren Kinder jüdisch erziehen lasten. Er ließ ibnen hebräische» Unterricht geben und auch jüdi'cke Religionslehre. Das rur kein Judenfeind. Von Berg mrd Tal tic! Infolge der traurigen BerhälrnUe i» Citrs in? antfir dortige» Mo»be»sbrüder geprangt» |» fIiÄfrE sinn axsprmaxl«». »»I da «öln DxnbgmigShktira »ra »ach 4»reri?a ■st andere» »derfeeifchen Läöhern ist. eraie^l «r tä aüch er» aro- Her Strom oftjödnider AlüMliage. die von bin ers witerzrvni ■da, durch »merr Stadt. A» de» ^HilrsaxsütmH für jadöche Tnrchmc^nki' treten nnn Moerr heran. Tnrch Berpflegang, Beiaraanz von Biia n»d Fahrtarie» »r». entstehen ihm bedentenL« Losten, im ohne die tatkrststige Hilfe oa€ alten Lreöen nnrerer indüche- Stanbensg^- mriaichast nicht bestritteu »erden kann. Aster neben 5en nsemendiaen. drraonche» Geldmittel a fehlt es »or aLem and» an LikSxsgs- Mcke». Wische »ad Schuhe». Die Tnrchaoanderer lsmxrr» iast z»m ■ Teile ix abgetragener. oer»chtiMe»er Lteidana hier nn, nnd es W ei» Bild des Jammers, das ßch täglich in erxhatrernder n»irrm Rnae darbiett. Ilm dkkr p?fi 5« pt «nrnt oei , fasset der ^HSYSaxsichah für jnrstche La^chma »derer in der Zen »irh oi de» i» dieier Nnmmer nnbaürxr» fbrtxf san« beionderiiaaniein. Möge ein jeder dieie HilfSalrion in recht reichliche« MaWe «»Hetst»yetr Jede Gabe trägt znr Lindernna der nxgebexren *at fc*. WGe». Am 7. Januar erfolgte in uuierrm pTäßaägr*. »oL beieyae» Gotteshauie die kiufiihruug auferes »exgemahlren Jii> brxers Tr. $. Hah». Der erste Semeixdeuarsteher. Sanirärsrnt^Dr, Mexstel, hielt eine begeisterte Axjprache. r» der er -nr 8chan»»g eines Knitftn nnd verrnner lichten Jude »rums nnnWnt. T em **■ frijii» habe man trog ieixer junge» Jahre Getegexheit px iitagaea Arbeit i» der Gememde aebeu mIol, indem man ch» de» langsährigeu geistliche» Führer der Gemeinde. Herr» Rahhiner 2t Samuel, nach Möglichkeit gteichgesteLr habe. Es »ei m haste», d-tz damit beionders auf dem «ebiae des Sämtmeiexs kridnitHlickes «reicht »erde. Soda», begrühHe Anddiner Tr. Sa- —M kirnen Amtst-Hege» mit rrenndliche» Sorte» n> forderte cha «f. gemeixjam a» sein« Sette de» Tiexst «m Iudextum in hau DWühoarbett ga nfilo. — Hieraxt hielt Herr Dr. Hahn «ne H»trttt^»edig». Gr erüärte, daß » mtt de» Ansrnhenngen ki beide» fmckm »oLlommen einuerstaude» iei. Es »ei ihm Bn^ dost »nr dxrch eine Betlief» »g i» de» Geist des Iudentnms w Tuiti ukki jrt cmixoki «1101 in», c» wcxm man ■kirr dm Bodextxxg nnjem Religia» für das Ind>■»■■ nud dm Atgexb, de» »euex-alte» Seg 1» gehe», jchlast dm Bi edigt. die k> Daaders ixßalge bn trestexde» Bergleiche. ans dm ^rn eine» Utk» Ctxdrml mochte. AL I» Sekretariat des strsttt. Frl. B. Wett die H>ßS«me u«d ««kchl lste Hon- «esrs. 'Rmäfcaz der iL»K« eise TsM Tee gettunke«. bierer «an ihm eise Mette an. „Daüe. versetzt der Gaft. ich rrfttke sirrs nur eise Taste Thee. ich bi« Monor h e isi. Wochenblatt.) Herr Kftrdai Lo Bogota,, Asgeöriger des Stammes btt schwarze« Juden von OGaftika. dtt kürzlich von Palänina rurüökebrre. wo tt iu dtt britischen Armee Dienste iai. ttstanne in eintt zionistische« Versammlung in Lonoon Bericht übtt die Juden in Tahomey, welche Uraeliten mehr als Inden sind. Sie bilde« eise» glücklichen und zufriedenen SraMw. dtt nicht die Fortschritte und Entwicklung des modernen jüdische« Lebens in de« ander« Länder« kennt. Dtt Judaismus, dem Kindai Lo Bogota angehört, ist ei« biblischer und kein rabbinischer Judaismus. Diestt Swmm har eine« Tempel, wo man noch Opfer darbringr. eisen Obttpriefter und viele Priestrrfamilien, welche für die moralische und religiöse Verwaltung dtt Gemeinde zu iorgen habe«. Die Geseve sind eiugegrabe« auf der Tonrüllche dtt Tempelmautt. Die Bibel ist auf Pergament geschrieben in original hebräischen Lettern. Der Stamm kenn: nur die 5 Büchei Mosis. Dtt Sabbarh wird skrupulös gehalten und der Judaismus durch die Jahrhunderte trotz btt beidnifchen Umgebung iriesg bewahrt. Bogota berichttte von der großen Freude, die die »chwarzen Inden Dabomevs übe: den San Remo-Beschluß rmpfanden. * Die erste« ZeitL»gsi»ser«te. T:e Zeitungen enibielicn uriprünglich keine Inserate. Äcn dielt ne anirings für entwürdigend, da der gildenrä^ige Zn'LvlN des Handels die Preiskonkurrenz und das "npreiien von Waren nickt für standesgemäß anfah. Diese ."ock ans den minelalttttiä^n Handelsformen übernommene Tr-rdirioa wurde ^rerst von den Inden durchbrochen; sie waren die Pionitte des Inittarenwesens. das heute solche Wichtigkeit im Handelsrerkeb: bat. Werntt Sombart sagt >arübtt in 'eintt Monographie „Die Juden und dtt morciv.e Kakitalismus": „Die erste mir bekannte Annonce ''ivbtt sich in Nmnmtt 63 dtt Vofsisckeu Zeitung vom Mai 1711 nnd laurer: Hiermit wird allen Einwohnern bekannt aeuurchr, daß ein bollä«discher (jüdischtt) Handelsmann angekomrnen und bei Hr. Boltzens in der Judengafse eingekehn ist. all«» tt vuschredoulickenThee von den besten Sorre« sehr billig verkauft. Die. welche kaufe« wollen, möge« stirig kommen, den« brr Handelsmann bleibt nicht läsptt den» 3 Tage allbitt/ * Liebe Boremastbe! In Nr. 52 erzählt uns dein Bore, daß die Korrejpondcnrin dtt I. P. Z. Lord Roben Cecil geftagr habe, ob mau nickt an die Aufaabnie dtt jüdischen Nation in den Bölkttbund denken könnte? Ans die Gegenfrage des hohen Lords, die Juden bänen ja noch gar mchr die Aufnahme nachgeruchr. habe sie weirn gefragt, ob wohl die Juden, wen« nr nachfvche» würden, auf ihre Aufnahme hoffen dürfte«, worauf der bohe Lord hinwiederum .ausweichend «sniwontt habe, tt kö«se sich nur mir vorliegenden Aufnahme-efnche« befaste». D^e Geichichre kommt mir vor wie jene berühmte ostiüdistbe A»ekdore: Choste« und Kalle lauaweilen sich schrecklich. Darauf- Sal le: Ißt Ihr Brndtt Zimes? Eh»sie«: Ick habe keise» Brndtt. j (fr&l I Kalle (fängt wieder «0: ^age« Sie, — hätten Sie j eise, Brndtt geh^t. batte tt Zftses gegeste« «