Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 85 (14.1.1921)
- Date
- 1921-01-14
- Page
- Seite 13 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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7VAW-T Die fefet Dichter. Der größte Dichter des Mittelalters Je hatte keine Söhne, sondern nur ei« Tochter, die «it Lrebrri^, ihrer Schönheit und Güte alle Herze» des Dichters machte ihrem Man« des öftere» daß er über all sei«» Arbeite» »»d Aufgabe» sei« «gme Kiunlie vergesse und nicht dafür sorge, dckß ihre efttzige Tochter einem würdigen Man« zngefLftt »erde. Bei de» ewtgen Borhaltungen geriet der Dichter eines Tages t» gttche Erregung und in wallendem Zorn sch«« er, dem «He» besten, der in sein Haus komme, sei« Tochter zum Weibe zu geben. Kurz darauf ttat ein armer Pilger ins Haas, der. ganz in «mapen gehüllt, einen gar erbärmliche» Eindruck machte. Die Frau erschrak gar sehr, da sie a» de» Eid des Mannes dachte, denn sie wußte, daß ihr Gatte »ieurals ei» Wort brach, um wieviel weniger ei«n durch Eid bekräftigte» Ausspruch. Sie lief zum Man« ins Lehrhans und erzählte ihm von der Ankunft des Fremden, indem fie ihn bat, fich von sei«m Gelübde entbinde» zu laste». Halevi meinte aber beruhigend: .Llrmvt ist keine Schande und kann kein Hindernis bilden für die Ausführung meines Vorsatzes." ,Llber er ist auch arm an Geist, ganz unwissend", jagte die Krau untröstlich. „Wenn er guten Willens ist und Liebe zur Lehre fptm, meinte der Dichter, „so kann er fich auch noch Wisse, erwerben. Hat doch der große Akiba erst mit vierzig Jahne» begonnen." Halevi begrüßte also den armen Gast, bar ihn. in seinem Hause zu bleiben und sich Thorawissen anzneigae». Der Fremde willigte ein, und der Dichter ging sogleich daran, ihn in die Gebiete der jüdischen Wissenschaft ernznführen. Der wußte wohl nicht gerade viel. zeigte aber guten Verstand und das Bestreben, den Dingen of de» Grund zu gehen, und der Meister hatte Freude an sei«» Schüler, der je am folgenden Tage das gestern gelernte Prnftsa immer fließend beherrschte. .Sichst fr»", sagte der Dichter triumphierend zu feiner Frau, „fügte ich es dir doch, man verzweifle in keiner Lage und gebe keine» Mensche» auf." .Eines Tages war der Dichter spät abends noch nicht aus dem Lehrhanse gekommen. Als fich dte Fr»» »ach ihm umsah, fand sie ihn über ei« Schrift gebeugt, ganz i» se»e ttefen Gedanken versunken. Es war ein religiastS Gedicht, nach dem Olefbeth geordnet, in dein der Dteper Vis znr drittletzten Strolche angelaugt war. Altes war bis dahin schön gelungen. Die Berse reihte» fich wie leuchtende fter* le» anemmSer. Allein mit dem Buchstabe» dte Muse von ihm gewichen, so daß er de» der Strophe bei alter Anstrengung nicht Das «regte ihn dermaßen, daß « daS vergaß. Die Frau redete auf ihn ei», «rd « sichre ihr endlich nach Hause, um zu essen und i» der Hoffmwg, daß am folgenden Tag-der »der ch» kommen würde. Der Fronde, der die Bestürzung seines Gt fragte ih» «nr dam Grund. Der Meist« W8 dachte, es bitte doch Lei«» Zweck, mit eine» von her Ächtkmist zu sprechen. Dte Fa» de» Gaste, «achdem d« Dichter z»r Sdihe tzg» de» Gfy***# des Dichters nachts ins Lehrharß^ a» Ich nnd bvuWe aW^ i» sei» «Qu»! a» ei» tes « die Nu» stellte -4 sich ander« war, aS d« Dichter u»d Gelehrte es Mete in alter Zett ba»»»»»g) auf sich fflnw gebe», bis z» de» Mmamte. da « die Maste abgutege».. Sa warde Abraham eben Esra b« --ch Tn «. SS. fckfcte Saktte fich b»rch bte lal||ieeiarrfniffMR; >h»e Zweifel «»Uchteag i iWitf fee »Wh “ jrigr*» tafc Wc mW st dte MW liegt Wi 6# min fai g^rfir^t fsn kfra. kr Mr stfi mm Wr |nk Tt^nte 3* der Serie " 3 Lewte» nmt türkte— de» Leger, »ri t. tt wh der ist st bteibt ■sgr, P«ffe a>4 - iß- «K« «.«, •. «fc % ststs LL m